SWR3 Kurzmeldungen

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19. Januar 2018

Ausschuss entscheidet über Fessenheim

Frankreich hat einen Ausschuss eingesetzt, der sich mit der Zukunft der Region Fessenheim nach der Schließung des Atomkraftwerks befassen soll. In dem Gremium sitzen unter anderem Beamte, Umweltschützer und Unternehmer aus dem Elsass. Ihnen geht es vor allem darum, die wirtschaftlichen Einbußen durch das Ende des Atomkraftwerks abzufedern. Angedacht ist unter anderem, ein grenzüberschreitendes französisch-deutsches Industriegebiet in der Region zu schaffen. Fessenheim ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs, das noch in
Betrieb ist. Es soll abgeschaltet werden, wenn der neue Reaktor in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz geht – also voraussichtlich in rund einem Jahr.

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19. Januar 2018

Rüstungsstopp nach Saudi Arabien und Emirate

Das Sondierungspapier von Union und SPD hat Auswirkungen auf die deutschen Rüstungsexporte. In dem Papier heißt es, dass die Bundesregierung keine Ausfuhren an Länder genehmigt, die am Jemen- Krieg beteiligt sind. Heute hat Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt, genau das setze man jetzt um. Das heißt: Waffenexporte zum Beispiel nach Saudi Arabien oder in die Emirate werden gestoppt. Beide Länder gehören zu den wichtigsten Kunden der Rüstungsindustrie. Auch Jordanien ist betroffen, dessen Aufrüstung sogar bisher von Deutschland finanziell unterstützt worden ist.

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19. Januar 2018

Sieben Jahre Haft für Waffenlieferant

Im Prozess um die Waffenlieferung an den Amokläufer von München muss der Angeklagte sieben Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht München hat ihn wegen fahrlässiger Tötung und illegalen Waffenhandels verurteilt. Im Juli 2016 hatte ein 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt, ehe er sich selbst tötete. Der Angeklagte hatte ihm die Pistole samt Munition verkauft. Erst damit sei der Amoklauf möglich gewesen, so die Staatsanwaltschaft in dem Prozess.

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19. Januar 2018

Leon Goretzka wechselt zum FC Bayern München

Der Wechsel des Fußball-Nationalspielers Leon Goretzka von Schalke 04 zum FC Bayern München ist perfekt. Das hat Schalke bestätigt. Goretzka fängt im Juli bei Bayern München an. Auch mehrere internationale Spitzenklubs hatten um ihn geworben.

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19. Januar 2018

2017 war eines der wärmsten Jahre aller Zeiten

Das Jahr 2017 zählt nach Angaben mehrerer Klima-Institutionen zu den drei wärmsten Jahren überhaupt, seit es Aufzeichnungen gibt. Die US-Klimabehörde, die Weltraumbehörde Nasa und die Weltwetterorganisation berichten, dass die Durchschnittstemperatur um 1,1 Grad über der vorindustriellen Zeit gelegen habe. Ungewöhnlich sei, dass die Temperatur ohne den wärmenden Einfluss des Wetterphänomens El Nino gestiegen sei.

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19. Januar 2018

Hasslöschquote im Netz steigt

Nach Meinung der EU-Kommission funktioniert die freiwillige Selbstverpflichtung der Sozialen Netzwerke bei Hass- und Hetzkommentaren. Aktuell würden rund 70 Prozent aller beanstandeten Inhalte rasch gelöscht. Ende 2016 seien es nur 30 Prozent gewesen. Die EU-Kommission will deshalb derzeit keine gesetzliche Vorgabe wie das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Sie fürchtet einen europäischen Flickenteppich an Regelungen und dass Regierungen die Meinungsfreiheit einschränken könnten. Nach Aussage der EU-Justizkommissarin Vera Jourova richtet sich der Hass im Netz vor allem gegen Muslime, Ausländer, Schwule und Lesben. Ein Großteil der Hetze erfolge dabei auf Facebook.

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19. Januar 2018

Grüne Woche beginnt

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) hat vor dem Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine, so wörtlich, Ernährungswende gefordert. Dazu gehörten weniger Fleischkonsum und mehr Lebensmittel aus ökologischem Anbau. Der Nachrichtenagentur DPA sagte die Grünen-Politikerin, es müsse ein verpflichtendes Tierwohl-Label geben, dass zeige, wie die Tiere gehalten würden, ähnlich der Eierkennzeichnung. Die Grüne Woche öffnet heute für das Publikum. Sie gilt als wichtigste Landwirtschaftsmesse weltweit. Mehr als 1.600 Aussteller aus 66 Ländern zeigen bis zum 28. Januar ihre Produkte.