Autor
Bernd Lechler
Bernd Lechler; Foto: SWR3
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35 Songs! So viele hat Dennis Lloyd in dem einen Jahr geschrieben, in dem er sich nach Bangkok verdrückt hatte. Mit dabei sein Hit Nevermind. Aber er hat auch ein echtes Faible für Cover, zum Beispiel von Britney Spears.

Dennis Lloyd – Gitarre, Trompete und der perfekte Groove

Dennis Lloyd ist Künstler beim SWR3 New Pop Festival 2019; Foto: Tamar Landa/Warner Music
Tamar Landa/Warner Music

Eigentlich heißt Dennis Lloyd Nir Tibor. Er ist Israeli, geboren 1993 in Tel Aviv. Sein Künstlername sollte so normal klingen, dass man denkt: „Hab ich irgendwie schon mal gehört.“ Mit acht Jahren nahm er Trompetenunterricht, mit 13 lernte er Gitarre, mit 23 stand er in halb Europa hoch in den Charts, in Deutschland auf Platz drei.

Nevermind heißt der unglaublich ohrwurmige Hit, in dem Dennis Lloyd zu einem langsamen House-Track singt: „What if I left and it made no sense and you tell your friends and they hold your hands, Baby, nevermind, nevermind.“ Das hat aber noch nie jemand wirklich verstanden, weil er es so dermaßen rhythmisch fließen lässt, dass die Stimme wie ein Sample wirkt, wie ein Instrument. Eines, das man immer wieder hören will – 400 Millionen Streams auf Spotify sind ein deutliches Zeichen: ein Welthit.

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Songs zwischen Dancefloor und Folk

Geschrieben hat Dennis den Song Nevermind übrigens in Bangkok: Ende 2015 war er für ein Jahr dort, konzentrierte sich ganz aufs Musikmachen, kam mit 35 Songs zurück. Ein Remix von Nevermind war dann der Durchbruch. Dass man vor lauter Groove nicht so sehr auf den Text achtet, ist nicht unbedingt Absicht: Jeder seiner Songs, erklärt Dennis, beruhe auf einem persönlichen Erlebnis. Und sie klingen keineswegs alle so nach Dancefloor wie der große Hit. Leftovers zum Beispiel ist ein Song übers tiefste Seelentief – zu akustischer Gitarre und einem minimalistischen Hiphop-Beat.

So klingt Dennis Lloyd live

Dennis Lloyd ist ein sehr euphorischer, sehr tätowierter, sehr charismatischer Bühnenperformer, der aus voller Kehle singt, Gitarre und Trompete spielt und auch mal in den Graben steigt, um mit einem Fan zu plaudern. Bei Instagram postet er nicht nur, wie er seine Hunde knuddelt, sondern auch Videos, wie er backstage in Montreal in die Kamera sagt: „Willkommen in meinem Leben“ und dann auf die Bühne geht, vor vollem Haus.

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Dennis' Lebensmotto: „Nicht auf die anderen hören“

Dennis Lloyd ist vielseitig: „Ich mag alles, von Deep House über Rock bis Hip-Hop.“ Und er zieht durch, was ihm gefällt – das musste er auf dem Kunstgymnasium lernen, als seine Mitschüler durchweg auf Jazz standen und nur er sich für Pop interessierte und Songs auf YouTube hochlud. Sie hätten gelacht über ihn, sagt Dennis: „Ich spielte ein A-cappella-Cover von Kesha ein, während alle anderen Miles Davis hörten. Sie mochten es gar nicht.“ Das dürfte sich geändert haben.


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Ach ja, Dennis Lloyd neigt bei Konzerten auch zu Britney-Spears-Covern. Wir freuen uns auf ein sensationelles New-Pop-Konzert.

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