Autor
Stefan Hoyer
Stefan Hoyer; Foto: SWR3
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Ein Tag wie jeder andere ist der fünfte Fall für das Ermittlerteam aus Franken. Kommissarin Paula Ringelhahn und ihr Kollege Felix Voss jagen im Wettlauf gegen die Zeit einen Mörder. Der Fall startet mit einer Lüge und ist extrem spannend.

Anwalt Peters sitzt völlig verzweifelt, mit einer Pistole in der Hand auf einer Toilette im Gericht von Bayreuth. Er behauptet, alles sei in Ordnung. Irgendwie ein Tag wie jeder andere. Kurz darauf erschießt er einen Richter.

Mord zur vollen Stunde

Es ist Punkt 14 Uhr. Keiner hat eine Ahnung, warum sein Opfer sterben musste. Der Anwalt flieht und erschießt exakt eine Stunde später eine Uni-Mitarbeiterin. Zwischen beiden Morden erkennt zunächst niemand einen Zusammenhang. Droht ein dritter Mord zur nächsten vollen Stunde?

Szenenbilder aus Tatort: Ein Tag wie jeder andere; Foto: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH / Hendrik Heiden
BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH / Hendrik Heiden

Prozess um vergiftete Milch als Motiv

Dann endlich findet das Ermittler-Team den passenden Link. Beide Opfer waren Beteiligte in einem Prozess um vergiftete Milch. Anwalt Peters übernahm die Verteidigung des angeklagten Molkerei-Besitzers Rolf Koch. Geklagt hatte ein Ehepaar, die Kesslers. Sie war schwanger, trank die vergiftete Milch und verlor das Baby. Anwalt Peters boxte seinen Mandanten mit einem Trick frei. Die Ehe und das Leben der Kesslers zerbrach. Sie zog aus – er sprang von einer Brücke. Doch warum wird jetzt ausgerechnet der Anwalt zum Mörder?

Noch mehr Opfer, noch mehr Verwirrung

Peters will nun auch den Molkerei-Besitzer töten. Bevor ihm das gelingt, stellt ihn Hauptkommissarin Ringelhahn und schießt. Peters ist tot. Als nach rund 40 Minuten das Böse besiegt zu sein scheint, überschlagen sich die Ereignisse. Den Kommissaren gleitet der Fall aus den Händen.

Ein fast perfekter Tatort

Dieser Tatort ist extrem spannend, schnörkellos, mit einem furiosen Finale und immer neuen Überraschungen. Es wäre ein perfekter Tatort, hätte man auf die Schlussszene verzichtet. Das für mich stärkere Ende war eindeutig ein paar Sekunden vorher. Deshalb – verdiente vier von fünf Elchen.

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Stefan Hoyer
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