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Michael Haas
Michael Haas; Foto: SWR3
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Eine Leiche, ein Dolch und ein riesiger Kreidekreis drumherum. Der tote Geschichtsstudent wird mit einem eingeritzten Symbol auf der Brust im Wald gefunden. Lohnt sich der etwas seltsame Tatort aus Stuttgart?

Das mysteriöse Symbol auf der Leiche

Hoch oben auf einem Plateau mitten im Wald wurde die Leiche gefunden. Die Tatwaffe war offenbar ein Dolch. Aber immerhin, der Blick ist malerischer und wunderschön – zumindest für die Kommissare. Der Tote ist nackt, liegt in einem großen Kreidekreis und hat ein eingeritztes Symbol auf dem Oberkörper. Der Sektenbeauftragte und die Rechtsmedizin vermuten: Das kann nur ein okkultes Opferritual sein.

Szenenbilder „Hüter der Schwelle“; Foto: SWR / Benoît Lindner
SWR / Benoît Lindner

Was war der Sohn für ein Mensch?

Klingt alles ein bisschen mittelalterlich und duster. Nicht leicht für die Mutter, das zu hören. Ihr Sohn war Geschichtsstudent, allerdings hat sie nie einen Kommilitonen gesehen. Er war wohl einfach ein komischer Vogel. Was kann das eingeritzte Symbol auf dem Oberkörper also bedeuten? Ein Priester kann die Frage auch nicht beantworten, aber er hat den Toten vor kurzem noch gesehen. Die Kommissare sind froh, dass er die unbekannte Begleiterin des Toten nicht nur beschreiben, sondern auch zeichnen kann.

Wie realistisch ist der Tatort?

Mittelmäßige Story mit super Schauspielern

In diesem Tatort gibt es immer wieder verschiedene Halbwelten: Zum einen der Hexenkult, in dem es eine irritierende Prügelszene mit Bootz in einem Hinterzimmer gibt. Überhaupt sind mir Zusammenhänge manchmal nicht ganz klar geworden. Warum wird plötzlich der Zauberer abgeführt? Er redet zwar Unsinn, aber das ist ja nicht verboten. Großartig sind aber die Schauspieler: Sie ziehen einen immer wieder in die Geschichte zurück, klasse! Und: Die Drehorte sind echt sehenswert. Macht für mich gute drei von fünf Elchen.