Autor
Stefan Hoyer
Stefan Hoyer; Foto: SWR3
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Das erste Mal in diesem Tatort-Jahr war Lena Odenthal wieder am Start. Die Kommissarin aus Ludwigshafen und ihre Kollegin Johanna Stern suchen einerseits einen verschwundenen Rollstuhlfahrer, andererseits blicken sie in die Welt eines ehrgeizigen Hirnforschers. Ein besonderer Tatort, findet SWR3 Tatort-Checker Stefan Hoyer.

Der Rollstuhl des verschwundenen Mannes steht am Ufer des Rheins. Daneben findet Kommissarin Odenthal einen Ausweis. Er gehört Lukas Pirchner – 27 alt.

gallery-swr3-tatort-maleficius; Foto: SWR/Sabine Hackenberg
SWR/Sabine Hackenberg

Was geschah mit Lukas?

Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissarinnen auf Aly Kaymaz. Er ist ein schmieriger Typ, der illegale Autorennen organsiert und in der Autotuner-Welt lebt, aus der auch Lukas Pirchner kommt. Der fuhr in einem getunten Auto viel zu schnell durch eine Kurve, verunglückte und saß seither im Rollstuhl. Noch verwirrender wird die Suche nach ihm, als die Leiche einer Ärztin auftaucht. Sie gehörte zum Team des extrem ambitionierten Hirnforschers Professor Dr. Bordauer. Sein Traum ist es, die Menschheit mit der von ihr geschaffenen Künstlichen Intelligenz komplett verschmelzen zu lassen. 

Der eine frisiert Autos, der andere Gehirne

Bei Lena Odenthal wachsen die Zweifel, wie glaubwürdig ist der selbstwusste Professor Dr. Bordauer tatsächlich. Gespielt wird er vom Ex-Bodensee-Tatort-Kommissar Perlmann, also Sebastian Bezzel. Das hat mich echt durcheinandergebracht. Die Rolle des KI-Technik-Mediziners spielt er ohne Frage super, aber für mich war er eben die ganze Zeit über Perlmann – der Kommissar-Kollege. Gefallen hat mir die Geschichte: Ist die Zukunft der Menschen wirklich ein Algorithmus, der einen nicht mehr in Würde alt werden lässt? Dazu überzeugt dieser Tatort mit tollen Bildern – zum Beispiel ist die auffallend steril und futuristische Hirn-Klinik ein echter Hingucker. Von mir bekommt dieser Tatort 4 von 5 Elchen.

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Stefan Hoyer
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SWR3