Stand:

Für Professor Boerne steht die Sache fest: Er ist mit allem in diesem Tatort mal wieder glücklich, „vor allem mit mir selbst”. Das Comedy-Duo aus Münster frotzelt sich wieder 90 Minuten durch so eine Art Krimi. Soll man die beiden dafür lieben oder hassen?

Münster bei Nacht. Zwei Nachbarn streiten sich lautstark um die Katzen. Auf der einen Seite die Katzenbesitzern, auf der anderen Staatsanwältin Klemm.

Offenbar haben die beiden schon länger Streitereien. Ein Frieden ist nicht auszumachen, aber wenig später auch nicht mehr nötig, denn die Katzen-Nachbarin ist plötzlich tot. Hingerichtet mit Schlangengift. Eine klassisch-weibliche Mordmethode.

Staatsanwältin Klemm sitzt in der „Klemm“

Das Tatort-Duo Professor Boerne und Kommissar Thiel erkennen in ihrer Freundin, Staatsanwältin Klemm, die ideale Tatverdächtige. Mist, die sitzt mal richtig in der Klemm (um mal ein Wortspiel auf Niveau des Münster-Tatorts zu bemühen).

Frank Thiel (Axel Prahl) und Pinguin Sandy; Foto: WDR/Thomas Kost

Der Kommissar und die Pinguin-Dame: Bei seinen Undercover-Ermittlungen im Zoo schließt „Tierpfleger“ Frank Thiel den Pinguin Sandy in sein Herz.

WDR/Thomas Kost

Was war noch? Ah ja, die Krimi-Handlung – die hätte ich fast vergessen. Aus dem Zoo in Münster verschwinden Tiere, auch Schlangen und Schlangengift. Ach, das ist wirklich eine lange Geschichte und wie immer ist die Krimihandlung bei Boerne, Thiel & Co. nicht so wichtig, um den Sonntagabend cool zu finden.

Tatort-Fazit:

Es ist wieder mal ein Comedy-Tatort. Schön ist, dass die Autoren aus der kompletten Klamauk-Ecke rausgekommen sind. Früher waren Münster-Tatorte echt nur noch Gag an Gag an Gag. Den Fehler machen sie heute nicht mehr. Es bleibt trotzdem witzig, unterhaltend und ordentlich skurril. Wer Thiel und Boerne immer schon mochte, für den ist das ein schöner Popcorn-Tatort. 4 von 5 Elchen.

Autor
Stefan Scheurer
Autor
SWR3