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Michael Haas (Foto: SWR3)

Ein neuer Fall für das relativ neue Berliner Team: Meret Becker spielt Kommissarin Rubin, die ihren Kollegen Karow verdächtigt, in einen Mordfall verwickelt zu sein. Das ist aber nur der Nebenfall, der unterschwellig mitläuft. Im Hauptfall geht es um eine unkenntliche Leiche in einem Säurefass. SWR3-Redakteur Michael Haas hat den Tatort mit dem Titel „Ätzend“ gesehen.

Bei Abrissarbeiten in einer Berliner Laubenkolonie wird ein Bauarbeiter mit ätzender Schwefelsäure übergossen. So kommen die Ermittler an ihren neuen Fall. Denn im undichten Säurefass liegt ein Toter. Schnell ermitteln die beiden Kommissare den Namen des Toten. Doch der werkelt quicklebendig in seinem kleinen Dentallabor. Wie kann das sein? Nach und nach stellt sich heraus, dass jemand die Identität des Toten gestohlen hat. Und so geht es fortan um Menschen, die illegal in Berlin leben. Aber funktioniert das überhaupt? Einfach das Leben eines anderen führen, samt Ehefrau und Kind und allem drum herum?

Rubin und Karow ermitteln

Szenenbilder aus Ätzend (Foto: rbb/ Volker Roloff)
Bei Abrissarbeiten kommt ein giftiges Fass zu Tage. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Die Bauarbeiter erkennen im Fass menschliche Überreste. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Die Kriminalhauptkomissare Robert Karow und Nina Rubin treffen am Fundort der Leiche ein. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Wer ist der Tote im Fass? rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Doch sogar Pathologin Nasrin Reza hat Schwierigkeiten mit der Identifizierung der entstellten Leiche. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Karow entdeckt einen Herzschrittmacher bei der noch nicht identifizierten Leiche. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Hospitantin Anna Feil hat recherchiert und liefert neue Informationen. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Eine Spur führt die Kommissare zu Tim Baumgartner. Sie wollen mit ihm sprechen, um eine alte Aussage zu überprüfen. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Auch Saed Merizadi gerät ins Visier der Ermittlungen. Er ist Inhaber eines kleinen Dentallabors in Neukölln und kommt mit seinem Anwalt zum Verhör. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Nina Rubin versucht die richtige Identität von Merzadi herauszufinden. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Robert Karow befragt Frau Gerlach. Was weiß die ehemalige Besitzerin der Laube von Merizadi? rbb / Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Trotz der laufenden Ermittlungen findet Nina Rubin Zeit für Privates. Sie, ihr Ex-Mann Victor und der gemeinsame Sohn Kaleb feuern Kalebs Bruder Tolja beim Boxkampf an. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Nina Rubins Vater Kalle Ratke beaufsichtigt als Boxtrainer den Kampf, den sein Enkel Tolja kämpft. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Der Abschied fällt Nina nicht leicht, doch die Arbeit ruft. Sie umarmt ihren jüngeren Sohn, bevor sie wieder zu ihrem Vater Victor gehen. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Ermittler Robert Karow auf dem Balkon seiner Wohnung. Der Tod seines ehemaligen Kollegen Maihack beschäftigt ihn noch immer. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen
Im Alleingang will er herausfinden, was damals passiert ist und gerät bald in eine dramatische Situation. rbb/ Volker Roloff Bild in Detailansicht öffnen

Ein Tatort, zwei Fälle

Der Tatort erzählt aber auch noch eine andere Geschichte: Die Kommissarin und viele andere bei der Polizei vermuten, dass der neue Kollege Karow Dreck am Stecken hat. Und so belauern sich die beiden Kommissare so oft es geht. Dieser andere Fall, der aus der vorhergegangenen Folge mitgeschleppt wird, wirft lange Schatten: Kommissar Karow wird verdächtigt, etwas mit dem Tod seines früheren Kollegen Maihack zu tun haben. Und auch das organisierte Verbrechen soll da seine Finger im Spiel haben.

Fazit: Mir gefällt der trockene Humor in diesem Tatort, beispielsweise, wenn Kommissarin Rubin wieder mal falsch geparkt hat, und Karow das mit einem trockenen: „Hören Sie, wie ich nichts sage“ kommentiert. Alles in allem hat mich der Tatort aber nicht vom Hocker gerissen. Es ist ein anständig erzählter Krimi mit verschiedenen, aber wenig überraschenden Handlungssträngen. Spannung geht so, Story ist gut, Atmosphäre dicht, aber nicht mitreißend.
Ich gebe gute drei von fünf Elchen.

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