Stand

Am Wochenende endlich ausgeschlafen und trotzdem noch matt und müde? Welche häufigen Ursachen dahinter stecken, erklärt ein Schlafmediziner.

Wir kennen es alle: Man wacht auf und fühlt sich müde und matt – obwohl man eigentlich ausreichend oder mehr als genug geschlafen hat. Wir klären die Frage „Warum fühlen wir uns manchmal müde, obwohl wir genug geschlafen haben?“ mit Prof. Dr. med. Joachim T. Maurer, Leiter der Abteilung für Schlafmedizin am Universitätsklinikum Mannheim.

Müde sein trotz ausreichend Schlaf – woran liegt das?

Ein häufiger Grund dafür sind Hormone wie zum Beispiel Schilddrüsenhormone oder Eisenmangel. Auch Kreislaufprobleme wie niedriger Blutdruck können Auslöser für Müdigkeit sein.

Ein zweiter Grund ist, dass wir aus irgendwelchen Gründen einen gewissen Schlafmangel aufgebaut haben. Zum Beispiel weil wir die Woche über gearbeitet haben, neben dem Haushalt und dem Privatleben irgendwelche Verpflichtungen hatten und jede Nacht ein klein bisschen zu wenig geschlafen haben. Und dann kommt eine Nacht, in der wir mal wieder normal schlafen, wir fühlen uns aber trotzdem nicht erholt am nächsten Tag, weil wir den Schlafmangel noch nicht komplett aufgeholt haben.

Schnarchen kann Grund für Müdigkeit sein

Die dritte Ursache wäre alles, was mit Schnarchen, Atempausen und Atmungsstörungen im Schlaf zu tun hat, die wir typischerweise nicht bemerken, weil wir schlafen. Aber es gibt auch Dinge wie unruhige Beine, die im Schlaf auftreten können. Eine weitere Ursache kann sein, dass wir schlecht eingeschlafen sind oder schlecht durchgeschlafen haben. Nur daran können wir uns natürlich meistens erinnern.

Antwort von Prof. Dr. med. Joachim T. Maurer, Leiter der Abteilung für Schlafmedizin am Universitätsklinikum Mannheim

Stand
Autor/in
SWR3