STAND

Wir sitzen auf dem Balkon, haben lecker gegrillt - dann kommen sie: die Wespen! Irgendwie fliegen die immer kreuz und quer und stressen rum. Warum erklärt uns Diplom-Biologe und Wespenexperte Volker Mauss aus Schwäbisch Hall.

Die Unruhe von Wespen am Futterplatz, die man beobachtet, hat viel mit ihrem Orientierungsverhalten zu tun. Die Augen haben eine ziemlich geringe räumliche Auflösung, deswegen müssen die Wespen immer relativ nah an Objekte heranfliegen und sie sich auch von verschiedenen Winkeln angucken, um gut zu sehen, was das eigentlich ist.

Wichtig ist auch der Geruchssinn, der sich auf den Antennen befindet. Sie fliegen immer im Zickzack in einer Duftspur auf die Futterstelle zu. Wichtig ist auch, dass es Räuber sind und dementsprechend wollen sie auch Beutetiere überraschen und tauchen ganz plötzlich am Blütenrand oder an einer Deckung am Kompost auf.

Dieses plötzliche Hervorfliegen nehmen wir auch als hektisch, unruhig und aggressiv wahr. Das letzte ist, dass es auch deswegen häufig zu Stress kommt, weil sich da viele Wespen zusammenfinden. Die sind gegenüber den Arbeiterinnen von anderen Nestern wenig tolerant und dann kann es sein, dass sie sich jagen und bekämpfen - das führt zu diesem stressigen Eindruck, den Wespen für uns an den Futterplätzen machen.

Kurze Frage, kurze Antwort Warum verlieren Bienen beim Stechen den Stachel und sterben, Wespen dagegen überleben?

Arme Biene, fiese Wespe? Hier erfahrt ihr den Grund.

Antwort von Diplom-Biologe und Wespenexperte Volker Mauss aus Schwäbisch Hall

STAND
Autor/in
SWR3