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Das Coronavirus geht um die Welt. Noch immer steigen die Zahlen der bestätigten Infektionen und Covid-19-Toten täglich. Während weiter mit drastischen Maßnahmen versucht wird, die weitere Ausbreitung einzudämmen, wagt sich Deutschland an Lockerungen und eine langsame Rückkehr zu einem Alltag.

25.5.2020, 16:20 Uhr – Schweden registriert mehr als 4.000 Corona-Todesfälle

In Schweden sind bislang 4.029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Staatsepidemiologe Anders Tegnell sieht die Entwicklung dennoch positiv. Die Zahl der Ansteckungen und der Todesfälle in den Altersheimen sei rückläufig. Rund 34.000 Infektionen wurden bislang registriert.

Die Rate der registrierten Sterbefälle ist in Schweden um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland. In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4, in Deutschland rund zehn von 100.000. Die schwedische Strategie ist deshalb heftig umstritten. Anders als in vielen anderen Ländern hat die Regierung in Schweden beispielsweise nicht die Schulen geschlossen, sondern die Bürger lediglich gebeten, Abstand zu halten und die Hände zu waschen.

25.5.2020, 14:41 Uhr – Corona-Ausbruch in Frankfurt: Gemeinde trug keinen Mund-Nasen-Schutz

Nachdem sich mehr als 100 Menschen in einer Frankfurter Baptisten-Gemeinde mit dem Coronavirus infizierten, gibt es nun weitere Anhaltspunkte dafür, unter welchen Bedingungen sich das Virus ausbreiten konnte. Bei der Versammlung am 10. Mai seien zwar separate Ein- und Ausgänge benutzt und der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten worden, doch habe man auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verzichtet, heißt es in einer Erklärung, die die Frankfurter Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde auf ihrer Homepage veröffentlichte. Außerdem wurde nach Angaben der Gemeinde während des Gottesdienstes gesungen.

Die Gemeinde zeigte sich „tief bestürzt und traurig“ über den Corona-Ausbruch. „Unser Trost ist, dass sich viele Erkrankte auf einem guten Weg der Genesung befinden und einige bereits gesund geworden sind“. Da es in der Gemeinde viele Familien mit fünf und mehr Kindern gebe, nehme die Zahl der Ansteckungen zu Hause weiter zu. Auch der Vereinsvorsitzende und sein Stellvertreter seien infiziert. Die Gottesdienste der Gemeinde fänden nun nur noch im Internet stat

25.5.2020, 13:40 Uhr – Merkel besteht auf Verlängerung der Abstandspflicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besteht darauf, dass die zentralen Verhaltensregeln Pflicht bleiben. Für Abstand und Hygieneregeln wolle sie über den 5. Juni hinaus weiter verbindliche Anordnungen und nicht nur Gebote, sagt ihr Sprecher Steffen Seibert. Am 5. Juni enden die bisherigen Vorschriften. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte dagegen angekündigt, die Regeln sollten in seinem Land dann außer Kraft sein und gegebenenfalls durch lokale Regelungen ersetzt werden.

25.5.2020, 13:31 Uhr – Virologe Drosten sieht Ramelow-Pläne skeptisch

Der Virologe Christian Drosten steht dem Ansatz von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), in der Corona-Pandemie künftig mehr auf Eigenverantwortung der Menschen zu setzen, skeptisch gegenüber. „Die Eigenverantwortung ist ja so das schwedische Modell und wir sehen in diesen Tagen und werden es in den nächsten Monaten noch stärker sehen, dass dort eine sehr hohe Übersterblichkeit entstanden ist“, sagte der Charité-Wissenschaftler im Deutschlandfunk. „Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob das alles über Eigenverantwortung laufen kann.“ Drosten sprach sich für bessere Richtlinien für bestimmte gesellschaftliche Bereiche wie Schulen und Kindergärten aus.

25.5.2020, 12:58 Uhr – Ärzten gelingt erste Corona-Lungentransplantation in Europa

An der Medizinischen Universität Wien ist eine Lungentransplantation bei einer Corona-Erkrankten geglückt. Nach Angaben der Universität handele es sich um die erste Covid-19-Lungentransplantation überhaupt in Europa. Der Eingriff sei dringend notwendig gewesen, die 45 Jahre alte Patientin wäre sonst voraussichtlich aufgrund eines schweren Lungenversagens gestorben.

„Aus unserer Sicht geht es ihr jetzt hervorragend, wir haben kein gravierendes Problem bisher“, sagte Klinikleiter Walter Klepetko nach dem Eingriff. „Die Organe funktionieren alle, wir sind alle zufrieden. Aber der Weg wird schon noch länger sein, bis wir sie hoffentlich endlich aus dem Krankenhaus herausbringen werden.“ Die Transplantation erfolgte bereits vor einer Woche.

25.5.2020, 12:14 Uhr – Weitere Lockerungen ab 6. Juni?

Die Bundesregierung will den Ländern ab dem 6. Juni eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen empfehlen. Sie setze aber weiter auf Kontaktbeschränkungen und eine Maskenpflicht sowie eine Personenbegrenzung bei privaten Zusammenkünften, berichtet das ARD Haupstadtstudio Berlin unter Berufung auf eine Beschlussvorlage der Regierung. Kanzleramtschef Helge Braun schlage darin vor, dass private Treffen im Freien mit maximal 20 Personen und in geschlossenen Räumen mit zehn Personen möglich sein sollen. Die derzeit geltenden Beschränkungen laufen bis zum 5. Juni.

25.5.2020, 11:07 Uhr – Schulze will Neustart mit mehr Klimaschutz

Für Bundesumweltministerin Schulze ist die Corona-Krise eine Chance, den Neustart der Wirtschaft mit einem besseren Klimaschutz zu verknüpfen. Schulze hat in Berlin eine Studie vorgestellt. Daraus geht hervor, dass künftige Maßnahmen zwar Beschäftigung und Innovation dienen müssten. Sie sollten aber auch klimafreundlich sein. Wegen der angespannten Finanzlage vieler Kommunen unterstützt Schulze die Forderung nach einem Schutzschirm. Das Geld sei zum Beispiel für den öffentlichen Nahverkehr, für Schulen und Kitas nötig.

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25.5.2020, 7:18 Uhr – Sicherheitsexperten warnen vor Biowaffen-Terror

Sicherheitsexperten des Europarats warnen vor Terroranschlägen mit Biowaffen nach der Corona-Zeit. Die Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen seien, berichtet die „Funke Mediengruppe“ und beruft sich dabei auf ein Papier des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass terroristische Gruppen diese Lektion aus der Corona-Pandemie vergessen würden. Die absichtliche Verwendung eines Krankheitserregers oder eines anderen biologischen Wirkstoffs durch Terroristen könne sich als sehr wirksam erweisen.

25.5.2020, 1:01 Uhr – Altmeier fordert Corona-Standards für Urlaubsorte

Wirtschaftsminister Peter Altmaier fordert eindeutige Standards um zu verhindern, dass sich das Coronavirus an allen Urlaubsorten ausbreitet. Er sei „optimistisch, dass wir unsere Sommerferien nicht ausschließlich im Inland verbringen können“, sagte Altmeier den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Dazu müsse es überall klare Hygienekonzepte und Abstandsregelungen geben. „Handtuch an Handtuch am Strand oder große Feiern auf engstem Raum wird es in diesem Jahr wohl nicht geben können.“ Der Urlaub in diesem Jahr werde „anders aussehen, als wir das gewohnt sind“, so Altmaier.

24.5.2020, 21:42 Uhr – Habeck lobt Kurswechsel gegenüber Fleischindustrie

Grünen-Chef Robert Habeck geht davon aus, dass das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen Missstände in den großen Schlachthöfen tatsächlich umgesetzt wird. Allerdings kritisierte er im Bericht aus Berlin: „Bisher war die Bundesregierung selbst auch immer wieder Teil des Problems, wenn man bei dem Agrarsystem etwas ändern wollte.“ Mit dem öffentlichen Aufschrei über miserable Arbeitsbedingungen, der meist ausländischen Arbeitnehmer in Subunternehmen und über die Behandlung von Schlachttieren erwarte er, sagte Habeck, „dass die Bundesregierung den Rücken auch mal gerade macht.“

24.5.2020, 21:00 Uhr – Scholz gegen Söders Schulden-Obergrenze

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist gegen eine fixe Obergrenze für neue Staatsschulden in der Coronakrise. Das sagte er im ARD-"Bericht aus Berlin". Damit lehnte Scholz die Forderung von CSU-Chef Markus Söder ab, in diesem Jahr noch höchstens 100 Milliarden Euro an neuen Schulden zu machen. Wirtschaftsminister Altmaier von der CDU unterstützt hingegen Söders Forderung weitgehend.

24.5.2020, 20:38 Uhr – Lindner plädiert für regional unterschiedliche Corona-Regeln

FDP-Chef Christian Lindner hat sich für ein regional unterschiedliches Vorgehen gegen das Coronavirus ausgesprochen. In einer Region ohne Neuinfektionen müssten andere Regeln gelten als an Orten mit stärkerem Infektionsgeschehen, sagte Lindner bei Bild Live. Über die Ausgestaltung der Maßnahmen müsse aber unter Einbeziehung von Experten entschieden und sorgfältig diskutiert werden. Die geplante Lockerung der Corona-Auflagen in Thüringen wollte Lindner vorerst nicht kommentieren, sondern die Diskussion „erstmal unseren Fachpolitikern überlassen“.

24.5.2020, 18:00 Uhr – Lufthansa plant wieder mehr Ziele anzufliegen

Die Lufthansa will wieder mehr Flüge anbieten. Der Konzern teilte mit, ab der Mitte Juni sollten von Frankfurt aus etwa 20 Ziele wieder angeflogen werden. Darunter Rhodos, Venedig und Ibiza.

Die Lufthansa befindet sich in Gesprächen über Staatshilfe im Milliardenhöhe. Wie das Handelsblatt berichtet, hat die EU-Kommission Bedenken angemeldet. Demnach sollen ähnlich hohe Auflagen gemacht werden, wie sie für normale Übernahmen und Fusionen gelten.

24.5.2020, 18:00 Uhr – Erntehelfer dürfen bis Mitte Juni einreisen

Erntehelfer dürfen auch weiterhin nach Deutschland einreisen - zumindest bis zum 15. Juni. Das haben das Innen- und das Landwirtschaftsministerium mitgeteilt. Bisher galt die Erlaubnis nur bis Ende des Monats. Im April und Mai durften je 40.000 Saisonarbeiter einreisen. Es wurde bisher nur von 33.000 Menschen in Anspruch genommen.

24.5.2020, 16:24 Uhr – Zahl der Infizierten nach Gottesdienst gestiegen

Die Zahl der Menschen, die sich im Umfeld einer baptistischen Gemeinde in Frankfurt mit dem Corona-Virus angesteckt haben, steigt weiter. Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose spricht von 107 Infizierten bis zum Sonntagnachmittag. Kontakte der Infizierten würden verfolgt und gegebenenfalls Quarantänen angeordnet, so Klose.

Zu dem gehäuften Auftreten von Corona-Infektionen war es nach einem Gottesdienst vor zwei Wochen gekommen. Nach Angaben der Baptistengemeinde wurden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten.

24.5.2020, 14:32 Uhr – Italienische Politiker besorgt über Lockerungen im Land

Politiker in verschiedenen italienischen Städten und Regionen sind besorgt, dass die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigen könnte. Viele Strandbäder haben schon einen Tag früher als eigentlich geplant wieder geöffnet. Fernsehbilder zeigen zum Beispiel in Sizilien Strände voller Menschen – oft ohne Abstand und Atemschutz. In Rom, Neapel und Genua waren bis in die Nacht die Ausgehviertel voll. Die Polizei meldet große Gruppen ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz. Manche Bürgermeister schlossen Bars vorzeitig, andere kündigen scharfe Kontrollen an.

24.5.2020, 13:02 Uhr – Lauterbach zu Vorschlag aus Thüringen: „Ganz klar ein Fehler“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält den Plan von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke), die Corona-Beschränkungen zu beenden, für einen Fehler. Der Saarbrücker Zeitung sagte Lauterbach, Thüringen stelle jetzt genau die Maßnahmen in Frage, denen man den derzeitigen Erfolg zu verdanken habe. Ramelow relativiere damit die Krankheit. Ramelow begründet seinen Vorschlag mit den niedrigen Infektionszahlen. Der Erfolg zwinge nun zu realistischen Konsequenzen – und das hieße, den Lockdown aufzuheben.

Für Baden-Württemberg kämen vergleichbare Pläne momentan nicht in Frage, sagte eine Sprecher der Landesregierung. „Wir lockern die Maßnahmen stetig, aber Schritt um Schritt und mit Umsicht“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Den Vorschlag von Thüringen kommentierte der Sprecher nur indirekt: Die Bundesländer seien vom Virus unterschiedlich betroffen, das führe zu unterschiedlichen Maßnahmen.

24.5.2020, 12:55 Uhr – UN-Flüchtlingshilfswerk fordert besseren Schutz in Asylbewerberunterkünften

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR fordert einen besseren Corona-Schutz für Asylbewerber in Deutschland. Der UNHCR-Vertreter Frank Remus hat auf Massen-Ansteckungen in Unterkünften verwiesen. Deutschland habe zwar insgesamt erfolgreich große Anstrengungen gegen das Virus unternommen. Beim Flüchtlingsschutz müsse aber mehr getan werden. Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln seien in den Unterkünften kaum einzuhalten. Remus sagte, die Unterkünfte müssten entzerrt werden – ähnlich wie Seniorenheime.

24.5.2020, 11:05 Uhr – Baden-Württembergs Tourismus-Minister fordert Öffnung von Schwimmbädern

Der in Baden-Württemberg für Tourismus zuständige Minister Guido Wolf (CDU) fordert weitere Corona-Lockerungen. Er hat der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass es eine Perspektive für Schwimmbäder und Wellnessbereiche geben müsse. Zeitnahe Wiedereröffnungen seien vertretbar und sogar geboten. Dafür müsse es natürlich Abstands- und Hygieneregeln geben. Nach Wolfs Vorstellungen könnte man in einem ersten Schritt Hotel-Schwimmbäder und Freibäder öffnen, danach dann alle übrigen Hallenbäder. In einigen Bundesländern hat es solche Lockerungen bereits gegeben. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht im Wasser keine erhöhte Corona-Gefahr.

24.5.2020, 10:02 Uhr – Unionsfraktionschef Brinkhaus kritisiert Dividenden-Zahlung trotz Kurzarbeitergeld

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat Konzerne kritisiert, die Dividenden zahlen, aber gleichzeitig wegen der Corona-Krise Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Das halte er für ein falsches Signal, sagte Brinkhaus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Aktionäre der betroffenen Konzerne profitierten bereits von der Unterstützung der Solidargemeinschaft, weil diese den Wert des Unternehmens absichere. Wenn Aktionäre darüber hinaus auch noch Dividenden bekommen, sei das unfair – auch gegenüber den Angestellten. Damit hat Brinkhaus unter anderem den Autobauer BMW kritisiert.

24.5.2020, 8:53 Uhr – Demonstrationen sind Zeichen einer offenen Gesellschaft

Die Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zeigen nach Meinung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), dass Deutschland eine offene Gesellschaft hat. Demokratie und Rechtsstaat funktionierten, sagte Schäuble der Welt am Sonntag. Dass auch Personen mit abstrusen Theorien an den Demonstrationen teilnehmen würden, lasse sich nicht verhindern. Niemand sei vor Beifall von der falschen Seite sicher.

24.5.2020, 6:47 Uhr – Göring-Eckardt: Länder müssen Lockerungen überprüfen

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Bundesländer dazu aufgerufen, ihre Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus immer wieder zu überprüfen. Viele hätten Lockerungen vorangetrieben, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie müssten jetzt aufpassen, dass ihnen die Situation nicht entgleite. In Niedersachsen wurden zehn Menschen nach einem Restaurant-Besuch positiv getestet. Nach einem Gottesdienst in Frankfurt am Main infizierten sich mehr als 40 Menschen mit dem Coronavirus. Diese Fälle zeigten, dass man weiterhin wachsam sein müsse, so Göring-Eckardt.

24.5.2020, 4:12 Uhr – Städtetags-Präsident warnt vor Innenstadt-Sterben

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), warnt vor einer Pleitewelle im Einzelhandel. Grund dafür seien die Entwicklungen durch die Corona-Krise, sagte der Leipziger Oberbürgermeister in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Sie treffe Handel, Gastronomie und Kultur gerade in den Innenstädten besonders schwer. Jung sagte, er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und Kleinhändler diese Krise mit einem stark zurückgehenden Konsum durchhalten könnten.

24.5.2020, 2:21 Uhr – Ramelow rechtfertigt Ende der Beschränkungen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. Im März sei man von 60.000 Infizierten ausgegangen. Aktuell habe man aber nur 245 Infizierte, sagte Ramelow. Der Erfolg habe den „harten Maßnahmen“ Recht gegeben, zwinge jetzt aber auch zu realistischen Konsequenzen. Daher empfehle er für Thüringen, die Maßnahmen aufzuheben. Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

23.5.2020, 23:27 Uhr – Spanien beschließt zehntägige Staatstrauer

In Spanien soll es ab Dienstag eine zehntägige Staatstrauer geben. Man wolle so an die zahlreichen Corona-Opfer erinnern, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez. Im gesamten Land sollten die Fahnen auf halbmast wehen. Mit mehr als 235.000 Fällen und fast 29.000 Toten ist Spanien besonders schwer von der Pandemie getroffen. Das Land wird laut Sanchez seine Grenzen für ausländische Touristen erst im Juli öffnen, dann werde man garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingingen - und sie selbst auch keine Risiken verursachten.

23.5.2020, 22:14 Uhr – Weniger Demonstrierende als erwartet

In vielen deutschen Städten sind wieder Kritiker der in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen auf die Straße gegangen. Die Proteste verliefen größtenteils friedlich. An der Siegessäule in Berlin kam es jedoch zu Rangeleien zwischen Rechtsradikalen und der Polizei. Einige Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen. Fast überall jedoch demonstrierten deutlich weniger Menschen als angemeldet.

Proteste gegen Corona-Regeln Weniger Demo-Teilnehmer als erwartet

Nach den Protesten an den vergangenen Wochenenden waren auch für gestern deutschlandweit Demonstrationen von Kritikern der Corona-Regeln angemeldet worden. Bei schlechtem Wetter k…  mehr...

Eine für Sonntag in Stuttgart geplante Demonstration der AfD gegen die Corona-Maßnahmen darf nach juristischen Hin und Her doch stattfinden.

23.5.2020, 21:32 Uhr – Arbeitsminister Heil: Gucken, mit wem man demonstriert

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Verständnis für die Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen geäußert. Zu demonstrieren sei ein Grundrecht, sagte Heil im SWR. Es sei auch vollkommen in Ordnung, seine Sorgen über die wirtschaftliche Lage zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig gebe es jedoch eine gewisse Sorglosigkeit, mit der die Demonstranten Abstände missachteten. Der SPD-Politiker rief außerdem dazu auf, genau hinzusehen, mit wem man auf die Straße gehe – sich an die Seite von Rechts- oder Links-Radikalen zu stellen, sei nicht akzeptabel, sagte Heil im SWR.

SWR Interview der Woche mit Arbeitsminister Hubertus Heil "Genau hinsehen, mit wem man gegen Corona-Beschränkungen demonstriert"

Arbeitsminister Heil fordert mehr Bedachtsamkeit bei der Teilnahme an Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen. Es sei keineswegs egal, mit wem man demonstriere - seien es Links- oder Rechtsextreme.  mehr...

23.5.2020, 19:02 Uhr – USA wollen Sportprofis einreisen lassen

Trotz der in den USA geltenden Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus will die Regierung bestimmte Profisportlerinnen und Profisportler einreisen lassen. Der geschäftsführende US-Heimatschutzminister Chad Wolf unterzeichnete eine Anordnung, die eine Sondereinreiseerlaubnis für gewisse Athletinnen und Athleten aus dem Ausland vorsieht. Mit einreisen dürfen demnach auch Teams und Familienangehörige. Gelten soll die Sonderregel etwa für Sportlerinnen und Sportler aus der Basketballliga NBA, der Baseballliga MLB, der Eishockeyliga NHL sowie für Golf- und Tennisprofis, die in den USA an Wettkämpfen teilnehmen. „Professionelle Sportveranstaltungen bieten dringend benötigte wirtschaftliche Vorteile, sind aber ebenso wichtig für den Stolz der Gemeinschaft und die nationale Einheit“ sagte Wolf.

23.5.2020, 18:30 Uhr – Spanien will Touristen erst ab Juli wieder einreisen lassen

Spanien will erst im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte in einer Rede an die Nation, dann werde man garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingingen – und sie selbst auch keine Risiken verursachten. Außerdem verkündete Sánchez eine zehntägige Staatstrauer, um an die zahlreichen Corona-Opfer zu erinnern. Mit fast 29.000 Toten ist Spanien besonders schwer von der Pandemie getroffen.

In mehreren spanischen Städten sind Tausende Menschen einem Aufruf der rechts-populistischen Vox-Partei gefolgt. Sie gingen gegen Corona-Beschränkungen auf die Straße und forderten den Rücktritt der Regierung.

23.5.2020, 14:45 Uhr – Niedersachsen hält an Lockerungen fest - trotz neuer Fälle

Niedersachsen hält trotz der acht neuen Corona-Fälle in einem Restaurant an den Lockerungen fest. Das Gesundheitsministerium dort sagt, dass diese Infektionen bei einer privaten Party geschehen seien und nicht bei einem normalen Restaurant-Besuch. In Ostfriesland waren wenige Tage nach der Wiedereröffnung eines Restaurants der Wirt sowie mehrere seiner Freunde und Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

70 Menschen vorsorglich in Quarantäne Corona-Fälle in Niedersachsen nach Besuch in Restaurant

Im Landkreis Leer müssen 70 Menschen vorsorglich in Quarantäne. Der Coronavirus-Ausbruch steht offenbar in Zusammenhang mit einer privaten Feier in einem Restaurant.  mehr...

23.5.2020, 13:16 Uhr – Studie mit Zehntausenden Patienten: Malariamittel erhöhen offenbar Sterberate

Malariamittel sind gegen Corona-Infektionen womöglich kontraproduktiv, das berichtet das Medizinjournal Lancet. Eine Studie an 96.000 Patienten auf sechs Kontinenten zeigt demnach: die Sterberate ist bei Erkrankten, die mit Malaria-Mitteln behandelt wurden, deutlich höher als bei Patienten, die andere Medikamente bekommen haben.

96.000 Daten von Patienten ausgewertet Malaria-Medikament als Covid-19-Mittel offenbar gefährlich

US-Präsident Donald Trump und sein brasilianischer Amtskollege Bolsonaro feiern Hydroxychloroquin und Chloroquin als wirksame Mittel gegen das Coronavirus. Doch eine Studie zeigt: Das Gegenteil könnte der Fall sein.  mehr...

23.5.2020, 12:11 Uhr – Corona-Ausbruch nach Gottesdienstbesuch in Frankfurt

Nach einem Gottesdienst in Frankfurt am Main sind einem Zeitungsbericht zufolge mehrere Gläubige mit dem Coronavirus infiziert. Sechs von ihnen befänden sich in Krankenhäusern, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende einer Baptistengemeinde. Zur genauen Zahl aller Infizierten konnte er keine Angaben machen. Beim Gottesdienst vor gut zwei Wochen habe es Desinfektionsmittel gegeben und Abstandsregeln seien eingehalten worden. Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes berief sich als Arzt auf die Schweigepflicht und wollte deshalb nichts zu dem Fall sagen.

23.5.2020, 11:44 Uhr – Vier EU-Staaten schlagen Kredite statt Zuschüsse als EU-Wirtschaftshilfen vor

Vier EU-Staaten haben einen Gegenentwurf zum deutsch-französischen Corona-Hilfsplan für die Wirtschaft vorgelegt. Österreich, Dänemark, Schweden und die Niederlande wollen Kredite für besonders schwer betroffene Länder – und keine nicht rückzahlbaren Zuschüsse. Die vier Länder wollen die Nothilfe außerdem auf zwei Jahre begrenzen. Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande stellen sich damit gegen einen Vorschlag von Deutschland und Frankreich. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen einen Fonds von 500 Milliarden Euro zusätzlich zum EU-Haushalt einrichten, aus dem den bedürftigsten Ländern Zuschüsse gewährt werden sollen.

23.5.2020, 11:25 Uhr – Merkel verteidigt Einschränkungen der Grundrechte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Corona-Beschränkungen verteidigt. Sie seien notwendig gewesen, sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Zugleich sollten sie so kurz wie möglich andauern. Bei ihrer Lockerung müsse außerdem immer darauf geachtet werden, dass es dabei verhältnismäßig zugehe. Es müsse immer wieder begründet werden, warum manches gelockert werde und manches nicht, so Merkel.

Dabei verwies die Bundeskanzlerin auch auf den heutigen Verfassungstag. Um, wie im Grundgesetz festgelegt, die Würde des Menschen zu achten, sei es beispielsweise nötig, die Überforderung des deutschen Gesundheitssystems zu verhindern, so Merkel

23.5.2020, 11:05 Uhr – Thüringen will allgemeine Corona-Beschränkungen beenden

Das Land Thüringen will die Corona-Beschränkungen in zwei Wochen beenden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen gesagt, er wolle den allgemeinen Lockdown ab dem 6. Juni aufheben. Stattdessen solle es je nach Infektionsrate lokale Einschränkungen geben. Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag besprochen werden.

23.5.2020, 9:01 Uhr – Unionsfraktion gegen Familienbonus von 300 Euro

Die Unionsfraktion ist gegen einen Familienbonus von 300 Euro pro Kind. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte das laut einem Medienbericht vorgeschlagen. Eine Bonuszahlung an alle Familien sei nicht zielgenau genug, sagte die Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Antje Tillmann (CDU), der Rheinischen Post. Stattdessen solle ein Bonus mit dem Kinderzuschlag gekoppelt werden, den nur bedürftige Eltern bekämen. Tillmann schlug außerdem vor, die nächste Erhöhung des Kindergeldes vorzuziehen, um Familien zu entlasten. Zunächst müsse es aber einen Kassensturz im Haushalt geben.

23.5.2020, 6:06 Uhr – Französische Corona-App wohl nicht mit deutscher kompatibel

Frankreich will Anfang Juni eine eigene Corona-Warn-App herausgeben. Kommende Woche sollen sich das Parlament in Paris und Datenschützer mit den Plänen befassen. Alle Interessierten könnten die Anwendung freiwillig auf ihr Handy laden, hieß es. Nutzer sollen damit erkennen können, ob sie sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten haben. Voraussetzung ist allerdings, dass die andere Person diese Funktion ebenfalls eingeschaltet hat.

Im Unterschied zur geplanten deutschen App sollen die Daten in Frankreich auf zentralen Servern gespeichert werden – in Deutschland nur auf dem jeweiligen Handy. Beide Systeme seien deswegen vermutlich nicht kompatibel, heißt es aus Regierungskreisen.

23.5.2020, 5:56 Uhr –Autovermieter Hertz meldet in den USA und Kanada Insolvenz an

Der Autovermieter Hertz hat in den USA und Kanada Insolvenz angemeldet. Die Niederlassungen in Europa seien davon nicht betroffen, hieß es von dem Unternehmen. Der Rückgang von Reisen habe zu einem Einbruch bei den Buchungen geführt. In einer Mitteilung heißt es, Hertz habe bereits im März Maßnahmen eingeleitet und unter anderem 20.000 Mitarbeiter beurlaubt oder entlassen. Die Zahl der Fahrzeuge und Standorte werde verringert.

23.5.2020, 4:56 Uhr – Deutschland: Heute erneut Proteste gegen Corona-Beschränkungen geplant

In mehreren deutschen Städten sind auch heute wieder Demonstrationen gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise angemeldet. Kundgebungen sind unter anderem in Stuttgart, Berlin, Köln, München, Frankfurt und Hannover geplant. Schon am vergangenen Wochenende hatten bundesweit Tausende Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. Es gab aber auch Gegenproteste. Sicherheitsbehörden warnen, dass Rechtsextreme versuchten, die Proteste für sich zu nutzen.

23.5.2020, 2:13 Uhr – DGB beharrt auf Kaufprämie für Autos

Der Deutsche Gewerkschaftsbund beharrt trotz Kritik auf Kaufprämien für Autos, um die Folgen der Corona-Krise für die Autoindustrie zu lindern. Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, ein solcher Zuschuss sei sinnvoll, wenn er technologieoffen sei und auch für emissionsarme Verbrenner gelte. Zuletzt hatten die Wirtschaftsweisen eine solche Kaufprämie abgelehnt. Sie würde keine durchschlagende konjunkturelle Wirkung erzielen, hieß es von den Experten.

23.5.2020, 0:41 Uhr – Brasilien hat weltweit die zweitmeisten Corona-Infektionen

Brasilien hat nach neuesten Angaben die zweithöchste Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus weltweit – nur die USA haben noch mehr Fälle. Insgesamt meldet das brasilianische Gesundheitsministerium knapp 331.000 Infizierte. Mindestens 21.000 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, hieß es.

23.5.2020, 0:00 Uhr – Türkei: Landesweite Ausgangssperre in Kraft

In der Türkei hat wegen der Corona-Pandemie eine erste landesweite Ausgangssperre begonnen, für die es nur wenige Ausnahmen gibt. Sie trat um Mitternacht Ortszeit in Kraft und soll über die hohen Bayram-Feiertage noch bis Dienstagnacht gelten. Die Regierung versucht so, die zu Bayram üblichen Familienbesuche zu unterbinden und eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Türkei meldet seit längerem sinkende Opferzahlen und hat zuletzt damit begonnen, Auflagen zu lockern.

22.5.2020, 23:10 Uhr – WHO: Millionen Kinder werden wegen Corona-Krise nicht geimpft

Wegen der Corona-Krise werden nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu 80 Millionen Kleinkinder nicht geimpft. Ein Grund dafür seien die Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern. Dadurch würden laufende Impfkampagnen unterbrochen. Dazu kämen Lieferengpässe für Impfstoffe. Die WHO fürchtet, dass der Kampf gegen Krankheiten wie Masern und Polio nun um Jahrzehnte zurückgedreht werden könnte.

22.5.2020, 22:24 Uhr – Britische Medien: Johnson-Berater Cummings verstieß gegen Corona-Regeln

Der wichtigste Berater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, soll nach übereinstimmenden Medienberichten gegen die Ausgangsbeschränkungen des Landes verstoßen haben. Cummings soll demnach Ende März mehr als 400 Kilometer weit zu seinen Eltern gefahren sein – obwohl er selbst Corona-Symptome hatte. Cummings sei gesehen und angezeigt worden. Reisen waren zu diesem Zeitpunkt ohne dringende Gründe nicht erlaubt. Menschen mit Symptomen mussten sieben Tage in Quarantäne. Die Opposition fordert Aufklärung.

22.5.2020, 20:21 Uhr – WHO: Südamerika ist neues Epizentrum

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südamerika mit Sorge. Der Kontinent sei „zu einem neuen Epizentrum der Krankheit geworden“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. „Es herrscht große Besorgnis um diese Länder, aber Brasilien ist derzeit eindeutig am stärksten betroffen“, sagte Ryan weiter.

Das Land entwickelte sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Pandemie in Südamerika. Nach den offiziellen Zahlen belegt Brasilien hinter den USA und Russland Rang drei der am schwersten betroffenen Länder weltweit: Mehr als 310.000 Infektionsfälle und mehr als 20.000 Todesfälle wurden bislang bestätigt.

Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet wird. Insgesamt wurden in Südamerika bislang mehr als 617.000 Corona-Infektionen und mehr als 34.000 Todesopfer verzeichnet.

22.5.2020, 19:57 Uhr – Schäuble verteidigt Sachsen Ministerpräsidenten wegen Gesprächen mit Corona-Demonstrierenden

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (beide CDU) für sein Gespräch mit Teilnehmern einer Demonstration gegen die Corona-Regeln in Dresden gelobt. Im Interview in der Sendung ARD Extra - Die Corona-Lage sagte Schäuble, es gebe zwar Menschen, mit denen man nicht ernsthaft diskutieren könne.

„Was Ministerpräsident Kretschmer gemacht hat, war natürlich trotzdem toll. Denn viele bei diesen Demonstrationen sind ja nicht Verrückte, sondern sie sind vielleicht anfällig für Verschwörungstheoretiker oder irgendwelche Parolen. Die Wissenschaftler sind sich ja auch nicht einig, das ist alles legitim, und wenn sich dann die Politik dem stellt, und die Politiker, die Verantwortlichen, dann ist das nur gut“, sagte Schäuble. Kretschmer hatte sich am Samstag mehr als eine Stunde lang Gegnern der Corona-Maßnahmen in Dresden gestellt.

Der Bundestagspräsident bezeichnete die Pandemie als „neue Erfahrung für die Menschheit“. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe man nichts Vergleichbares erlebt. Aufgabe der Politik sei es am Anfang auch gewesen, Panik zu verhindern. „Das ist gut gelungen", sagte Schäuble. Der Föderalismus habe gut funktioniert. In der „unmittelbaren Notlage" hätten alle auf die Kanzlerin geschaut. Nun sei es gut, regional unterschiedliche Regelungen für Lockerungsmaßnahmen zu treffen.

Auch Beobachter im Ausland seien der Meinung, „dass es in Deutschland gar nicht so schlecht gelaufen ist“, sagte Schäuble. Wenn man aus der Pandemie die richtigen Lehren ziehe, dann könne die Chance eines Neuanfangs auch genutzt werden, um in Zukunft besser zu werden.

„Das wird nicht so einfach sein. Man kann auch nicht so leicht sagen, es wird alles nach der Krise besser sein, aber Krisen sind immer auch die Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen.“ Als künftige Herausforderungen nannte Schäuble den Klimawandel, den Rückgang der Artenvielfalt und den dramatischen Landverbrauch.

22.5.2020, 19:43 Uhr – Steinmeier: Demokratie bewährt sich in Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht die Debatten über die Politik zu Zeiten der Coronavirus-Pandemie als einen Nachweis der Stärke der Demokratie. „Wie lebendig unsere Demokratie, wie tief verankert und wie hoch geschätzt unsere Grundwerte sind, das zeigt sich doch gerade jetzt in dieser Krise“, schreibt er in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung. „Kritik ist nicht reserviert für Corona-freie Zeiten.“ Er warnt jedoch auch vor Angriffen auf die Demokratie. Manche versuchten, Zweifel an Sinn und Rechtmäßigkeit demokratischer Verfahren zu säen, schreibt er. Seit Wochen kommt es in deutschen Städten immer wieder zu Protesten gegen die Einschränkungen wegen der Pandemie.

22.5.2020, 18:50 Uhr – Großbritannien schickt Einreisende in Quarantäne

Großbritannien führt ab dem 8. Juni eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für nahezu alle Reisende aus dem Ausland ein. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Strafe in Höhe von 1000 Pfund rechnen, sagt Innenministerin Priti Patel. „Jetzt, da wir den Höhepunkt dieses Virus' überschritten haben, müssen wir Maßnahmen ergreifen, die vor einem Wiederaufleben dieser tödlichen Krankheit durch importierte Fälle schützen.“ Ausgenommen von der Quarantänevorschrift würden unter anderem Arbeiter im Frachtverkehr, medizinisches Personal, das zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einreise, und Reisende aus Irland.

22.5.2020, 17:45 Uhr – Söder fordert: höchstens 100 Milliarden neue Schulden

CSU-Chef Markus Söder spricht sich gegen zu hohe Schulden wegen der Corona-Krise aus: Höchstens 100 Milliarden Euro zusätzliche Kredite dürfe der Bund aufnehmen, forderte Söder in seiner Rede für den CSU-Parteitag. Konzepte über neue Schulden von bis zu 150 oder 200 Milliarden Euro seien nicht finanzierbar. Man dürfe den Staat nicht ruinieren. Gleichzeitig will die CSU staatliche Kaufprämien für Autos durchsetzen und den Solidaritätszuschlag möglichst schnell komplett abschaffen.

.@markus_soeder: “Wir brauchen ein Konjunkturprogramm, das zeitlich befristet und ökonomisch sinnvoll ist. Wo notwendig, sollten Investitionen getätigt werden. Bayern kann das tun, weil wir in den letzten Jahren Schulden getilgt und hohe Rücklagen angelegt haben.” #CSUVPT20

Bislang sieht der Nachtragshaushalt des Bundes eine geplante Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro zur Abfederung der Pandemiefolgen vor. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass dies nicht ausreichen wird. Im Juni will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ein großes Konjunkturpaket vorlegen, das der Wirtschaft wieder auf die Füße helfen soll - aber auch viele Milliarden zusätzlich verschlingen dürfte.

22.5.2020, 15:10 Uhr – Scholz plant offenbar Familienbonus

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Corona-Krise einem Bericht zufolge mit einem Familienbonus stärken. Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtete der Spiegel über Pläne aus dem Finanzministerium. Die Maßnahme könne den Bund zwischen fünf und sechs Milliarden Euro kosten und Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein.

22.5.2020, 13:15 Uhr – 73 Prozent der Deutschen erwarten keine Gehaltseinbußen

Trotz der Coronakrise erwarten 73 Prozent der Deutschen einer Umfrage zufolge keine Änderung ihres Einkommens in den kommenden sechs Monaten. Während Experten gerade vor den Corona-Folgen für Mieter gewarnt haben, geht der Umfrage zufolge jeder sechste Haushalt von einem Einkommens-Anstieg bis Ende des Jahres aus, berichtet der Spiegel vorab unter Berufung auf eine gemeinsame Studie des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, des Marktforschungsinstituts Nielsen und des Ökonomie-Lehrstuhls der Goethe-Universität Frankfurt. Jeder Zehnte hingegen erwarte weniger Geld.

22.5.2020, 11:34 Uhr – Jeder dritte Einzelhändler in Existenz bedroht

Ein Drittel der Einzelhändler abseits des Lebensmittelhandels sind dem Branchenverband HDE zufolge massiv in ihrer Existenz bedroht. Die Branche leide weiter „massiv an schwachen Umsätzen und unter geringen Kundenfrequenzen, die weit unter Vorjahresniveau liegen“, teilte Verband mit. Die bedrohten Händler bräuchten jetzt dringend Staatshilfen um ihre Existenz zu retten.

22.5.2020, 8:34 Uhr – Crystal Meth in Desinfektionsmittel

Die Polizei in Australien hat einen Versuch vereitelt, die Droge Chrystal Meth in Fläschchen für Handdesinfektionsmittel ins Land zu schmuggeln. Die Polizisten hätten Anfang Mai etwa zwei Kilo Meth in einer Sendung mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken aus Kanada sichergestellt, teilt die Polizei mit. „Wir wissen, dass Kriminelle alles tun, um Drogen ins Land zu schmuggeln, deshalb ist es kein Überraschung, dass sie gefragte Güter wie Desinfektionsmittel und Masken als Versteck nutzen“, sagt John Fleming vom australischen Grenzschutz. „Die Kriminellen sollten wissen, dass wir unsere Grenzen auch in Zeiten von Covid-19 weiter schützen.“

22.5.2020, 0:01 Uhr – Normaler Unterricht nach den Sommerferien in Sachsen?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will an allen Schulen in Sachsen nach den Sommerferien wieder regulären Schulunterricht anbieten. „Wir wollen, dass nach den Sommerferien der Unterricht auch an allen weiterführenden Schulen wieder normal läuft“, sagt er dem Focus. Die Landesregierung arbeite an einer Lösung, damit es ab dem neuen Schuljahr keinen Notbetrieb mehr gebe.

21.5.2020, 20:52 Uhr – Studie: Diskriminierung und Rassismus nehmen während Pandemie zu

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie suchen offenbar mehr Menschen Hilfe wegen diskriminierender und rassistischer Vorfälle. Nach Informationen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" haben sich seit Februar deutlich mehr Menschen als vorher bei Opferberatungsstellen gemeldet. Allein bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gab es seit Februar knapp 200 Anfragen mit klarem Bezug zu Corona. In den vergangenen Wochen waren es verstärkt Menschen mit Einschränkungen. Sie fühlen sich unter anderem diskriminiert, weil sie ohne Maske nicht in den Supermarkt gelassen wurden – obwohl für sie Ausnahmen gelten, wenn sie wegen ihrer Behinderung keine Maske tragen können.

Ein Mann sitzt mit Mund-Nase-Schutz in der Bahn: Einer Studie zufolge haben Diskriminierung und Rassismus während der Pandemie zugenommen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Francisco Seco/AP/dpa)

Diskriminierung und Rassismus nehmen zu

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21.5.2020, 18:08 Uhr – Flugsicherheitsbehörde empfiehlt freie Plätze zwischen Fluggästen

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd gewährleisten zu können, schreibt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Handreichung für Fluggesellschaften.

Außerdem empfehlen die Behörden sowohl dem Bordpersonal als auch Fluggästen, Schutzmasken zu tragen und regelmäßig die Hände zu waschen, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Verabschieden sollten sich Reisende von Begleitern bereits außerhalb des Terminals. Das Gutachten ist auf Bitten der EU-Kommission entstanden, die mit einem entsprechenden Hygiene-Konzept den Tourismus innerhalb Europas vorsichtig wieder ankurbeln will.

21.5.2020, 18:04 Uhr – Keine neuen Coronavirus-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind innerhalb eines Tages keine neuen Corona-Infektionen festgestellt worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. Es war das zweite Mal seit Beginn der Pandemie, dass dort keine Neuinfektionen registriert wurden. Allerdings war Donnerstag auch ein Feiertag.

Insgesamt wurden in Mecklenburg-Vorpommern bislang 762 Menschen positiv auf das Virus getestet. Auch in Hamburg und Sachsen-Anhalt gab es schon Tage, an denen keine neue Infektion registriert wurde.

21.5.2020, 17:17 Uhr – Darum fehlen weiterhin Masken - trotz voller Lager

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) einen Bestand von mehr als 130 Millionen Atemschutzmasken vom Typ FFP2 angehäuft. Trotzdem mangelt es in Arztpraxen und Kliniken weiter an Masken: Aufgrund logistischer Probleme kommen sie nicht dort an, wo sie gebraucht werden. Laut einer Studie, die die Ärztegewerkschaft Marburger Bund kürzlich durchgeführt hat, verfügen 38 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland immer noch nicht über ausreichend Schutzkleidung. Das Gesundheitsministerium räumt auf Anfrage von NDR, WDR und SZ „logistische Probleme“ bei der Auslieferung der Masken ein. Außerdem sei die Prüfung der Ware sehr aufwendig.

Obwohl die Lager voll sind, fehlen weiter FFP2-Masken in Praxen und Kliniken. (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

Darum fehlen weiter Masken in Praxen und Kliniken

Dauer

21.5.2020, 16:47 Uhr – Spanien will frühestens ab Juli wieder Touris ins Land lassen

Spanien will nach Regierungsangaben frühestens im Juli wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Eine frühzeitige massenhafte Öffnung wäre unverantwortlich, sagte die spanische Umwelt- und Energieministerin Teresa Ribera in Madrid. Hoteliers haben die Zentralregierung aufgefordert, Beschränkungen gegen das Coronavirus zu lockern. Im April hat es in Spanien wegen der Corona-Beschränkungen nur gut 20.000 Einreisen per Flugzeug gegeben - nach mehr als sieben Millionen im April des Vorjahres. Griechenland will deutsche Touristen ab dem 15. Juni wieder einreisen lassen. Zunächst soll es aber nur Flüge in die Hauptstadt Athen geben.

Reisewarnung wird gelockert Trotz Corona: Hoffnung auf Sommerurlaub im Ausland

Deutschland will Urlaub im Ausland noch vor dem Sommer ermöglichen. Dazu soll die bestehende weltweite Reisewarnung langsam gelockert werden.  mehr...

21.5.2020, 16:02 Uhr – Caritas fordert klare Regeln für Tracing-App

Der Deutsche Caritas-Verband fordert klare gesetzliche Reglungen für die geplante Corona-App der Bundesregierung. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert aus einem Schreiben des Verbandes an Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Darin heißt es, es müsse geklärt werden, ob Menschen, die in Kontakt mit Infizierten waren, Anspruch auf einen Test haben. Auch die Freiwilligkeit der Nutzung und die Anonymität der Nutzer müssten sichergestellt werden. Apple und Google haben in der Nacht neue Betriebssysteme für Smartphones veröffentlicht. Sie bieten eine technische Schnittstelle, auf die sogenannte Corona-Tracking-Apps zugreifen können.

21.5.2020, 15:42 Uhr – Arbeitslosigkeit in den USA steigt weiter

In den USA steigt die Zahl der Arbeitslosen weiter an. In der Woche bis zum vergangenen Samstag haben weitere 2,4 Millionen Menschen Arbeitslosengeld beantragt. Das hat die US-Regierung bekanntgegeben. Damit haben seit Mitte März mehr als 38 Millionen Menschen ihren Job verloren. In den USA sind die Regelungen für das Arbeitslosengeld in den Bundesstaaten unterschiedlich. In der Regel wird die Leistung ein halbes Jahr lang gezahlt, die Höhe ist je nach Bundesstaat unterschiedlich.

21.5.2020, 15:26 Uhr – Italien hält milliardenschweres Wiederaufbau-Programm für unzureichend

Italiens Regierung ist unzufrieden mit dem deutsch-französischen Plan für ein 500-Milliarden-Euro-Wiederaufbau-Programm. Ministerpräsident Giuseppe Conte bezeichnete den Vorschlag als mutigen und bedeutenden Schritt - es müsse aber noch viel mehr getan werden. Conte warnt in einem Gastbeitrag für das Magazin Politico vor zunehmendem Nationalismus, falls sich die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede in der EU weiter vergrößern. Italien gilt als möglicher Nutznießer eines Hilfsprogramms: Das Land ist stark von der Corona-Epidemie betroffen und kämpft mit hohen Staatsschulden. Nach dem Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll sich die EU-Kommission 500 Milliarden Euro leihen und das Geld dann als Hilfen in Europa verteilen.

21.5.2020, 14:35 Uhr – Laut Bericht: Fast jede vierte Tafel wegen Corona geschlossen

Fast jede vierte Tafel in Deutschland ist in der aktuellen Corona-Pandemie geschlossen. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland und berufen sich auf eine Auswertung der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann. Insgesamt seien 211 der fast 950 Tafeln geschlossen. Die Corona-Pandemie habe die Situation der Armen verschärft, so Zimmermann. Vor der Krise nutzten laut Tafel-Bundesverband 1,6 Millionen Menschen die Angebote. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Kinder, Jugendliche und Senioren.

21.5.2020, 13:39 Uhr – Dritte Fußball-Liga startet am 30. Mai

Die dritte Fußball-Liga nimmt ihren Spielbetrieb am 30. Mai wieder auf. Die Saison soll am 4. Juli beendet werden. Das hat die Deutsche Fußball Liga entschieden. Die Vereine müssen noch jeweils elf Spiele absolvieren. Mehrere Clubs hatten gefordert, die Saison wegen der Corona-Gefahr abzubrechen.

21.5.2020, 12:02 Uhr – Rettungsdienste geraten in finanzielle Nöte

Regionale Rettungsdienste kommen aufgrund der Corona-Pandemie zunehmend in finanzielle Nöte. Allein der Malteser-Rettungsdienst befürchtet ein Minus in Millionenhöhe. Grund seien Einnahmeausfälle, weil viele Angebote der Malteser aktuell nicht gebraucht werden. Die stellvertretende Regional-Geschäftsführerin der Malteser in Baden-Württemberg, Sabine Würth aus Freiburg, nennt als Beispiele unter anderem wegfallende Sanitätsdienste aufgrund abgesagter Veranstaltungen oder Erste-Hilfe-Kurse, die zurzeit noch nicht wieder erlaubt sind. Auch in anderen Bereichen fehlten Einnahmen in nicht unerheblicher Höhe, weil die Dienste nicht wie gewohnt durchgeführt werden können. Gleichzeitig aber kommen auf die Rettungsdienste wie die Malteser erhöhte Ausgaben wegen Schutzmaßnahmen zu, die für die Rettungsteams getroffen werden müssen.

21.5.2020, 11:31 Uhr – BW-Minister fordert schnelle Öffnung von Thermen

Geht es nach dem baden-württembergischen Tourismusminister Guido Wolf (CDU), sollen die 35 Thermen im Land so schnell wie möglich eine Öffnungsperspektive bekommen. Spätestens in der ersten Junihälfte sollen diese wieder in Betrieb gehen dürfen, forderte Wolf. Vor der Schließung wegen der Pandemie hätten wöchentlich rund 180.000 Gäste die Thermen des Landes besucht, davon rund ein Drittel ausschließlich zu rein medizinischen und therapeutischen Zwecken. „Wir dürfen in der aktuellen Diskussion über die Wiedereröffnung von Schwimmbädern nicht vergessen, dass viele Menschen im Land die regelmäßige Bewegung im Thermalwasser aus medizinischen Gründen benötigen“, so Wolf.

21.5.2020, 10:49 Uhr –Millionen-Hilfe für Kultur soll verdoppelt werden

Das Corona-Kulturprogramm wird nach Informationen der Rheinischen Post verdoppelt. Dem Bericht nach will Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) es um zehn Millionen auf 20 Millionen Euro aufstocken. Mit dem Programm soll kleinen und mittleren Kultureinrichtungen eine rasche Wiedereröffnung ermöglicht werden. Finanziert werden Investitionen in den Umbau, zum Beispiel um Besucher zu steuern und Schutzvorrichtungen einzubauen.

21.5.2020, 6:45 Uhr – Bundesländer wollen Pflegebonus aufstocken

Die meisten Bundesländer wollen den 1.000-Euro-Bonus für Pflegekräfte aus eigenen Mitteln aufstocken. 500 Euro soll es zusätzlich geben. Laut einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes haben das die Länder bereits beschlossen oder sie bereiten es vor. Das Gesetz zur steuerfreien Bonuszahlung wurde Mitte Mai beschlossen. Das Geld stammt aus der Pflegeversicherung.

21.5.2020, 6:32 Uhr – RKI meldet 745 Neuinfektionen und 57 neue Todesfälle

Das Robert Koch-Institut meldet 745 Neuinfektionen und damit den zwölften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steige die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.752. Die Zahl der Todesfälle legt laut RKI binnen 24 Stunden um 57 auf 8.147 zu.

Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 158.000, rund 1100 mehr als am Vortag.

21.5.2020, 4:37 Uhr – Entscheidung zu dänischer Grenzöffnung kommt bis zum 29. Mai

Dänemark will seine Grenzen noch nicht öffnen, lockert aber die Beschränkungen zur Einreise etwas. Spätestens am 29. Mai werde die Regierung neue Informationen zur Grenzsituation veröffentlichen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am späten Abend nach fast zwölfstündigen Verhandlungen mit den Spitzen der Parlamentsparteien in Kopenhagen. Ursprünglich hatte sie diese Informationen bis zum 1. Juni angekündigt. Um der Tourismusbranche mehr Sicherheit zu geben, werde dies nun etwas vorgezogen, sagte Frederiksen. Laut Regierungsangaben soll dann „ein Plan für eine kontrollierte und schrittweise Wiedereröffnung des Sommertourismus“ stehen.

21.5.2020, 3:01 Uhr – Boliviens Gesundheitsminister in Affäre um Atemgeräte festgenommen

Boliviens Gesundheitsminister Marcelo Navajas ist wegen Korruptionsvorwürfen in der Corona-Pandemie entlassen und festgenommen worden. Bolivianische Medien berichten, gegen Navajas werde im Zusammenhang mit dem Kauf von 170 überteuerten und ungeeigneten Atemgeräten ermittelt. Die Regierung soll mehr als 25.000 Euro pro Gerät ausgegeben haben, obwohl diese nur bis zu 7.500 Euro pro Stück kosten.

21.5.2020, 1:53 Uhr – Lufthansa bestätigt „fortgeschrittene Gespräche“ über Rettungspaket

Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa sind auf der Zielgeraden. Das Luftfahrtunternehmen bestätigte in der Nacht zum Donnerstag in einer Pflichtmitteilung an die Börse, dass das Management aktuell „fortgeschrittene Gespräche“ mit der Regierung zur konkreten Ausgestaltung eines Stabilisierungspakets führe. Das noch nicht final vereinbarte Konzept sieht Stabilisierungsmaßnahmen im Umfang von bis zu 9 Milliarden Euro vor, davon 3 Milliarden als Darlehen über die Staatsbank KfW.

Über eine Kapitalerhöhung sei über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes eine Beteiligung an der Lufthansa in Höhe von 20 Prozent geplant – sowie eine Wandelschuldverschreibung im Wert von fünf Prozent plus einer Aktie.

21.5.2020, 1:00 Uhr – Diese Regeln gelten am Vatertag/Christi Himmelfahrt in Baden-Württemberg

Große Gruppen mit Bollerwagen und Bier wird es an diesem Vatertag wohl nicht geben. Zu Hause bleiben muss man deswegen aber nicht. Zusammen mit einem weiteren Haushalt dürfte man beispielsweise in den Biergarten einkehren. Ob dafür eine Reservierung notwendig ist, entscheidet der Inhaber selbst. Auch auf einen Kurzurlaub muss man nicht verzichten - allerdings nur, wenn man sich dafür ein Ferienhaus mietet. Hotels und Pensionen dürfen in Baden-Württemberg erst am Pfingstwochenende wieder öffnen. 

Corona und Christi Himmelfahrt Was am Vatertag in Baden-Württemberg erlaubt ist

Am Donnerstag ist Vatertag. Große Gruppen mit Bollerwagen und Bier kann man sich in Zeiten von Corona wohl eher nicht vorstellen. Dennoch muss niemand zu Hause sitzen. Ein Überblick, was möglich ist - und was nicht.  mehr...

20.5.2020, 23:00 Uhr – Spanien verlängert Alarmzustand bis 7. Juni

In Spanien hat das Parlament den Alarmzustand um zwei weitere Wochen verlängert. Er gilt nun bis zum 7. Juni. An den Notstand sind in die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gekoppelt: zum Beispiel, dass viele Geschäfte und Restaurants geschlossen sind und die Menschen nur zu bestimmten Zeiten aus ihren Wohnungen dürfen. Aber auch die Zahlung von Kurzarbeitergeld für rund 8,5 Millionen Spanier hängt davon ab. Ministerpräsident Pedro Sánchez begründete den Schritt mit den Erfolgen im Kampf gegen das Virus. Kurz nach der Verlängerung des Alarmzustandes sind Menschen in mehreren Städten aus Protest gegen die Maßnahmen auf die Straßen gegangen.

20.5.2020, 21:40 Uhr – Griechenland wird ab 15. Juni für deutsche Touristen öffnen

Griechenland will seine Grenze für deutsche Touristen bereits zum 15. Juni öffnen. Anfangs wird es allerdings nur Flüge in die Hauptstadt Athen geben. Direktflüge von deutschen Flughäfen zu touristischen Zielen in Griechenland - wie etwa auf die Inseln - sollen ab dem 1. Juli wieder angeboten werden. Griechenland will deutsche Touristen ab 15. Juni einreisen lassen. Alle Hotels in Griechenland können ab 15. Juni öffnen. Das teilten Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und mehrere Minister im griechischen Fernsehen mit.

20.5.2020, 19:30 Uhr – Maas: EU-Reisebeschränkungen könnten bald fallen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zeigt sich zuversichtlich, dass die Corona-Reisebeschränkungen in Europa noch vor den Sommerferien abgebaut werden können. Nach Beratungen mit seinen Kollegen aus den neun deutschen Nachbarländern sagte er, man sei dem Ziel ein gutes Stück nähergekommen, die europaweite Reisewarnung Mitte Juni aufzuheben. Klar sei aber, dass man kein europäisches Wettbieten um Touristen wolle.

20.5.2020, 19:30 Uhr – Merkel: In Kürze Entscheidung über Lufthansa-Rettungspaket

Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa über ein Rettungspaket für die Fluggesellschaft stehen offenbar vor dem Abschluss. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Abend, in Kürze sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Nach Medienberichten steigt der Bund mit rund neun Milliarden Euro bei der Lufthansa ein. Ob er auch Aufsichtsräte in dem Unternehmen stellt und damit auch mitentscheiden könnte, ist entgegen früherer Berichte noch unklar.

20.5.2020, 19:30 Uhr – Müller fordert Schließung von Wildtiermärkten in Asien und Afrika

Um die Übertragung gefährlicher Krankheiten einzudämmen, fordert Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die Schließung von 50 Wildtiermärkten in Asien und Afrika. Stattdessen müssten natürliche Lebensräume von Tieren geschützt werden. Je mehr diese schrumpften, desto größer sei die Gefahr, dass Viren vom Tier auf den Menschen überspringen. Corona sei das jüngste Beispiel, so Müller. Hintergrund ist die Vermutung, dass der Covid-19-Erreger auf einem Wildtiermarkt im chinesischen Wuhan auf den Menschen übergesprungen ist. Der CSU-Politiker kündigte die Gründung einer Internationalen Allianz gegen Gesundheitsrisiken im Handel mit Wildtieren und Wildtierprodukten an. Daran beteiligt sich unter anderem auch die internationale Natur- und Umweltschutzorganisation WWF.

20.5.2020, 18:19 Uhr – Grüne: Bund muss Extremisten bei Corona-Demos genau beobachten

Die Grünen fordern vom Bund, Extremisten in der Corona-Krise genau zu beobachten. Die Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic beklagt die mangelnde Analysefähigkeit der Sicherheitsbehörden. Der Nachrichtenagentur AFP sagte sie, die Sicherheitsbehörden wüssten immer noch zu wenig über die Akteure, die Verschwörungstheorien und antisemitische Thesen verbreiteten. Mihalic fordert von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine nachhaltige Strategie im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus.

20.5.2020, 18:10 Uhr – Viele Freibäder in Rheinland-Pfalz bleiben zu

Schlechte Nachrichten für Wasserfreunde: In Rheinland-Pfalz werden viele Freibäder in Rheinland-Pfalz am kommenden Mittwoch offenbar noch nicht öffnen. Weil der Hygieneplan des Landes noch nicht vorliegt, stocken die Vorbereitungen.

Fehlender Hygieneplan für Rheinland-Pfalz Viele Freibäder werden wohl nicht öffnen

Viele Freibäder in Rheinland-Pfalz werden am kommenden Mittwoch offenbar noch nicht öffnen. Weil der Hygieneplan des Landes noch nicht vorliegt, stocken die Vorbereitungen.  mehr...

20.5.2020, 18:01 Uhr – Kassen sollen Tests auch bei Symptomfreiheit zahlen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen einem Medienbericht zufolge auch dann zur Zahlung von Corona-Tests verpflichtet werden, wenn keine Symptome vorliegen. Das ARD-Magazin „Plusminus“ beruft sich in einem Vorabbericht auf das Bundesgesundheitsministerium. Ziel sei es, die Zahl der Tests zu erhöhen.

20.5.2020, 17:25 Uhr – Brasilien registriert erstmals über 1.000 Corona-Tote in 24 Stunden

Brasilien hat zum ersten Mal mehr als 1.000 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Das Gesundheitsministerium in Brasília gab am Dienstagabend (Ortszeit) 1.179 Corona-Tote mehr als am Montag bekannt. 188 von ihnen waren demnach jedoch bereits in den drei Tagen zuvor registriert worden.

20.5.2020, 16:50 Uhr – Großteil der Deutschen will auf Urlaubsreise verzichten

Im Sommerurlaub wollen einer Umfrage zufolge die meisten Deutschen im Land verreisen oder ganz zu Hause bleiben. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der ARD hervor. 15 Prozent der Befragten sind sich noch unsicher über ihre Urlaubspläne, 84 Prozent haben klare Vorstellungen. Von ihnen wollen 50 Prozent nach aktuellem Stand dieses Jahr zu Hause bleiben und die Koffer gar nicht packen. 31 Prozent planen für den Sommer eine Reise innerhalb Deutschlands, 19 Prozent eine ins europäische Ausland.

Derweil geht der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, geht davon aus, dass die Bundesbürger im Sommer auch in anderen EU-Ländern Urlaub machen können. Er sei „zuversichtlich“, dass
auf europäischer Ebene dafür die Voraussetzungen geschaffen werden
könnten.

Spanien, Italien, Griechenland Urlaub in Corona-Europa: Was geht dieses Jahr – was geht nicht?

Der Sommerurlaub dieses Jahr wird anders - das ist klar. Aber wird er überhaupt möglich sein und mit welchen Einschränkungen? Wir checken die Lage in den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen.  mehr...

20.5.2020, 14:40 Uhr – Eigeschränkte Regelbetreuung in RP-Kitas ab Juni

Jedes Kind in Rheinland-Pfalz ist ab Juni wieder in der Kita willkommen – aber nicht alle können gleichzeitig kommen. Dies steht nach den Worten von Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) im Zentrum gemeinsamer Leitlinien des Bildungsministeriums und der kommunalen sowie sonstigen Träger von Kindertagesstätten, die am Mittwoch in Mainz vorgestellt wurden. 

Beim Neuanfang in den Kitas sollen zuerst vor allem diejenigen Kinder
berücksichtigt werden, die nach den Sommerferien eingeschult werden.
So könnten diese gemeinsam einen Abschluss der Kindergartenzeit vor
Eintritt in die Schule erleben, heißt es in den Leitlinien. Diese
Zeit solle auch dazu genutzt werden, den Übergang von der Kita in die
Schule zu gestalten und Hygiene-Regeln für den Alltag in der Zeit der
Corona-Pandemie einzuüben.

20.5.2020, 14:15 Uhr – Die Zeit der Corona-Hamsterkäufe ist vorbei

In den Läden gibt es wieder Toilettenpapier, Nudeln und passierte Tomaten: Diese Alltagsbeobachtung hat am Mittwoch das Statistische Bundesamt mit aktuellen Absatzzahlen zu einzelnen Produkten untermauert. Danach hat sich das Käuferverhalten in der 20. Kalenderwoche (11.-17. Mai) wieder weitgehend auf dem Vorkrisenniveau eingependelt. Die Zeit der Hamsterkäufe in der Corona-Pandemie scheint vorbei zu sein.

20.5.2020, 12:50 Uhr – Regierung verbietet Werkverträge in der Fleischindustrie

Das Bundeskabinett hat nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie Regierungskreisen zufolge ein Verbot von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassungen in der Branche beschlossen. Ab Januar dürften nur noch Mitarbeiter des eigenen Betriebes Tiere schlachten und das Fleisch verarbeiten:

Nach massiven Corona-Ausbrüchen Kabinett beschließt scharfe Regeln für die Fleischindustrie

Aus für Werkverträge: Tiere schlachten und zerteilen dürfen bald nur noch eigene Mitarbeiter. Und auch bei Arbeitsschutz und Sammelunterkünften will die Bundesregierung durchgreifen.  mehr...

20.5.2020, 12:34 Uhr – Gutscheinlösung für abgesagte Pauschalreisen

Das Kabinett hat einer Gutscheinlösung für in der Corona-Krise abgesagte Pauschalreisen zugestimmt. Es solle ein Anreiz geschaffen werden, Gutscheine zu akzeptieren, anstatt Geld zurückzufordern, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).

Kunden müssten sich keine Sorgen über eine Insolvenz des Reiseanbieters machen. Die Gutscheine seien durch Versicherungen geschützt. Reichten diese nicht aus, springe der Staat ein. Das Justizministerium muss nun einen Gesetzentwurf dazu erarbeiten.

20.5.2020, 12:26 Uhr – Plan für Kulturveranstaltungen vorgelegt

Die Kulturminister haben gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Grütters Empfehlungen veröffentlicht, die die Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen während der Corona-Pandemie ermöglichen sollen. Das Eckpunktepapier wurde an Bund und Länder weitergeleitet und soll in der nächsten Beratung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten besprochen werden. Die Empfehlungen sehen vor, dass unter anderem die Besucherzahl begrenzt und eine Platzreservierung Pflicht werden sollen.

20.5.2020, 11:42 Uhr – BW-Innenminister: Achtsamkeit am Vatertag

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat zur Vorsicht am Vatertag aufgerufen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, das Coronavirus sei noch unter uns, die Gefahr sei noch nicht gebannt. Die Menschen sollten deshalb am Vatertag achtsam bleiben. Der CDU-Politiker appellierte an die Menschen, sich auch am morgigen Feiertag an Abstands- und Hygienevorschriften zu halten. Die Polizei werde das vor allem an beliebten Ausflugszielen kontrollieren, sagte ein Ministeriumssprecher.

20.5.2020, 10:34 Uhr – Drastischer Umsatzrückgang in der Gastronomie

Die Schließung von Hotels und Restaurants wegen der Corona-Krise hat in der Branche für einen drastischen Umsatzrückgang gesorgt. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, sind die Erlöse im März im Vergleich zum Februar um fast die Hälfte gefallen. Das sind die größten Umsatzeinbußen seit 26 Jahren. Hotels mussten vom 18. März an für Touristen schließen, Restaurants vom 22. März an. Seit Mitte Mai werden die Einschränkungen nach und nach wieder gelockert.

20.5.2020, 9:58 Uhr – Koalition will Lohnfortzahlung für Eltern ausweiten

Union und SPD haben sich darauf geeinigt, die Lohnfortzahlung für Eltern mit Betreuungs-Problemen wegen der Corona-Krise auszuweiten. Das hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) im Morgenmagazin von ARD und ZDF bestätigt.

Mütter und Väter sollen jeweils bis zu zehn Wochen Lohnersatz bekommen, wenn sie ihre Kinder wegen Einschränkungen bei Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen. Alleinerziehende könnten bis zu 20 Wochen Unterstützung bekommen. Normalerweise ist die Lohnfortzahlung auf sechs Wochen begrenzt. Giffey sagte, das sei ein wichtiger Schritt, um Eltern finanzielle Sicherheit zu geben. Das Kabinett soll die neue Regelung schon heute auf den Weg bringen.

20.5.2020, 7:12 Uhr – Grüne und FDP wollen Kitas und Schulen schneller öffnen

Grüne und FDP fordern mehr Tempo bei der Öffnung von Kitas und Schulen. Bundesregierung und Länder sollten schnell den Regelbetrieb ermöglichen, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Nötig seien dabei Hygiene- und Abstandsregeln und es müsse feste Unterrichts- oder Spielgruppen geben. Auch FDP-Chef Christian Lindner verlangt, jetzt zu handeln. Die Corona-Krise dürfe nicht länger auf dem Rücken von Kindern und Eltern ausgetragen werden.

20.5.2020, 5:00 Uhr – Blutkonserven des Roten Kreuzes werden knapp

In einigen Regionen Deutschlands werden die Blutkonserven knapp. Das geht aus Zahlen des Roten Kreuzes (DRK) hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegen. In Baden-Württemberg und Hessen könne aktuell nicht einmal der Bedarf eines Tages gedeckt werden. Die Folge: Nicht notwendige Operationen müssen verschoben werden. Für Notfälle sei man aber gerüstet, heißt es vom DRK-Blutspendedienst.

In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland reichten die Blutkonserven aktuell für zweieinhalb Tage. Grund für die Knappheit seien die Absagen vieler Blutspende-Termine wegen der Corona-Pandemie. Zudem würden Krankenhäuser wieder mehr Operationen durchführen. Das DRK deckt etwa 70 Prozent des Bedarfs an Blutspenden in Deutschland ab.

20.5.2020, 2:38 Uhr – Weltärztepräsident Montgomery fordert Impfpflicht

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, ist für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Impfgegner seien eine Gefahr für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Bundesregierung will keine Corona-Impfpflicht einführen. Das hat die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer Anfang der Woche betont.

Montgomery fordert zudem, dass zuerst Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Klinikpersonal geimpft werden sollten. Bis ein Impfstoff verfügbar ist, müssten Schutzkonzepte in der Altenpflege verbessert werden.

20.5.2020, 0:46 Uhr – Fallzahlen in Brasilien steigen weiter stark an

In Brasilien nimmt die Zahl der Corona-Infektionen weiter stark zu. Inzwischen wurden dort mehr als 270.000 Infektionen und mehr als 17.000 Todesfälle gezählt. Brasilien ist nun hinter den USA und Russland das Land mit der dritthöchsten Zahl an Fällen. Fachleute schätzen, dass die Dunkelziffer wegen weniger Tests deutlich höher liegt. Den Höhepunkt der Ausbreitung des Virus erwarten Experten erst im Juni. Kritiker werfen dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro vor, die Corona-Krise aus Angst vor negativen Auswirkungen für die Wirtschaft herunterzuspielen. Als Reaktion auf die hohe Fallzahl in Brasilien denkt US-Präsident Donald Trump inzwischen über ein Einreiseverbot für Reisende vor dort nach.

20.5.2020, 0:10 Uhr – Tschechien schlägt "Mini-Schengen-Raum" vor

Die tschechische Regierung macht sich nach einer Beratung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Hoffnungen auf eine Art Mini-Schengen-Raum. An den für Mitte Juni geplanten Grenzöffnungen könnten sich neben Tschechien Deutschland, Österreich, Ungarn und möglicherweise auch die Slowakei beteiligen, sagte Regierungschef Andrej Babis in Prag. Die Bundesregierung äußerte sich zurückhaltend. Ihr Sprecher Steffen Seibert sagte lediglich, die fünf Länder seien sich einig, Grenzübergänge schrittweise zu öffnen, sofern dies die Corona-Lage zulasse.

19.5.2020, 7:35 Uhr – CO2-Werte deutlich gesunken

Der tägliche weltweite CO2-Ausstoß ist auf dem Höhepunkt der strikten Corona-Maßnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2019, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift Nature Climate Change berichtet.

In Deutschland fielen die Werte zu Spitzenzeiten der Corona-Beschränkungen vorübergehend gar um mehr als ein Viertel. Im deutschen Straßenverkehr seien sie gar um 52 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 gefallen.

19.5.2020, 16:05 Uhr – Charité-Chef skeptisch wegen Trumps Hydroxychloroquin-Behandlung

Der Chef des Berliner Charité-Klinikums, Heyo Kroemer, reagiert zurückhaltend auf die Selbstbehandlung des US-Präsidenten Donald Trump mit dem Medikament Hydroxychloroquin. „Ich glaube, der US-Präsident ist in der jüngeren Vergangenheit durch relativ außergewöhnliche Therapievorschläge aufgefallen, die wir wahrscheinlich nicht übernehmen würden“, sagte Kroemer in einer PK mit Bildungsministerin Anja Karliczek.

Trump hatte das Anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquin bereits früher angepriesen und jetzt gesagt, dass er täglich eine Tablette nehme.

Experimente mit Malaria-Mittel Trump denkt nicht daran, sich zu korrigieren – im Gegenteil

Donald Trump nimmt ein Malaria-Mittel gegen das Coronavirus und löst damit wieder einmal weltweit Kopfschütteln aus.
Nur politische Gegner mögen kein Hydroxychloroquin
Er denkt aber nicht daran, sich zu korrigieren – im Gegenteil.  mehr...

19.5.2020, 15:50 Uhr - WHO kommt unter die Lupe

Die Reaktion der Weltgesundheitsorganisation auf die Coronavirus-Pandemie soll unabhängig, unparteiisch und umfassend untersucht werden. Das haben die Mitgliedsstaaten der WHO bei der Jahrestagung beschlossen. Unter anderem die USA werfen der WHO vor, zu spät auf das neuartige Coronavirus in China reagiert zu haben. Mit der unabhängigen Untersuchung sollen Lehren für künftige Pandemien gezogen werden.

"I will initiate an evaluation at the earliest appropriate moment. We welcome any initiative to strengthen global health security & to strengthen WHO. WHO remains fully committed to transparency, accountability & continuous improvement"-@DrTedros #WHA73 https://t.co/iypAq8c9zo

19.5.2020, 14:28 Uhr – Rheinland-Pfalz stockt Corona-Pflegebonus um 500 Euro auf

Rheinland-Pfalz wird die Bundesprämie von 1.000 Euro für Altenpflegekräfte um 500 Euro aufstocken. Das bestätigte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) dem SWR. Bundestag und Bundesrat hatten vergangene Woche zugestimmt, dass alle Beschäftigten in der Altenpflege eine einmalige Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro erhalten – je nach Funktion und Arbeitszeit.

19.5.2020, 13:36 Uhr – Bayern verschärft Grenzwert für Corona-Hotspots

Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Der Grenzwert wird auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesenkt. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt.

Auch Baden-Württemberg hält dies für zu viel und will demnächst früher auf "Alarmstufe gelb" umschalten.

Landesregierung stellt Konzept vor Baden-Württemberg plant neues Frühwarnsystem für Corona-Neuinfektionen

Ein Alarmsystem soll die Behörden im Land bei einer kritischen Zahl Corona-Neuinfizierter leiten. Es soll als Grundlage für Gespräche mit Landräten und Oberbürgermeistern in der kommenden Woche sein.  mehr...

19.5.2020, 12:59 Uhr – Spanien hebt Verbot von Direktflügen aus Italien auf

Spanien hebt das seit dem 11. März geltende Einreiseverbot aus Italien auf, teilte die Regierung in Madrid mit. Damit können Flugzeuge und Schiffe aus Italien das Land wieder direkt ansteuern. Reisende müssen sich aber wie alle anderen Einreisende an eine zweiwöchige Quarantäne halten, solange der Notstand in Kraft ist.

19.5.2020, 12:30 Uhr – Karliczek: Corona-Forschung in Uniklinik-Netzwerk läuft gut an

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat eine positive Zwischenbilanz des neuen Uniklinik-Netzwerks zu Forschung und Behandlung in der Corona-Pandemie gezogen. Alle deutschen Universitätskliniken arbeiteten mit und seien Wissensprofiteure, sagte die Ministerin. Dies sei vielleicht auch ein Faktor, warum Deutschland im Vergleich bislang gut durch die Pandemie gekommen sei. Der Austausch helfe dabei, eine optimale Versorgung von Covid-19-Patienten zu erreichen und Therapien zu entwickeln.

Dauer

19.5.2020, 11:46 Uhr – Basketball-Bundesliga (BBL) darf Saison fortsetzen

Die Basketball-Bundesliga darf ihre Saison nach der Corona-Pause fortsetzen. An dem Saison-Abschluss-Turnier in München, das am erste Juni-Wochenende beginnen soll, nehmen neben Titelverteidiger Bayern München noch neun weitere Teams teil. Die bayerische Staatsregierung stimmte den Plänen der BBL zu, wie die dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die deutschen Topligen im Handball, Eishockey und Volleyball hatten ihre Saison dagegen vorzeitig beendet.

In der @sportschau erklärt Holger Sauer das Hygienekonzept, schaut sich das Spielerhotel in München an und spricht mit unseren Profis und Managern über das Final-Turnier. 👇👇 https://t.co/NQTXF3vMrb

19.5.2020, 10:00 Uhr – Wirtschaftsweise empfiehlt Nullrunde beim Mindestlohn

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, ist bei der im Sommer anstehenden Entscheidung über eine Erhöhung des Mindestlohns für Zurückhaltung. "Gerade Branchen mit eher geringen Lohnniveaus sind von der Corona-Krise besonders erfasst worden. Meines Erachtens kann deshalb in dieser tiefen Rezession der Mindestlohn nicht weiter erhöht werden", sagte Feld der WirtschaftsWoche.

19.5.2020, 9:46 Uhr – Bericht: Bahn will Reinigungstrupps aufstocken

Die Deutsche Bahn will in Zeiten der Corona-Pandemie noch mehr für Hygiene und Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen tun, berichtet die Funke Mediengruppe. Demnach soll die Zahl der Reinigungskräfte in den Zügen bis Juli auf 500 Mitarbeiter verdoppelt werden. Im August sollen dann 600 dieser „Unterwegsreiniger“ im Einsatz sein, hieß es. Insgesamt seien bundesweit 4300 Mitarbeiter für die Reinigung zuständig. Die Deutsche Bahn äußerte sich zunächst nicht dazu.

19.5.2020, 8:40 Uhr – Jetzt knapp über 8.000 Tote in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 513 Neuinfektionen und damit den zehnten Tag in Folge weniger als 1.000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 175.210, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 72 auf 8.007 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 155.700, rund 1.100 mehr als am Vortag.

19.5.2020, 6:40 Uhr – Widerstand gegen Wiederaufbauplan von Merkel und Macron

Gegen den deutsch-französischen Plan, ein europäisches Hilfspaket im Volumen von 500 Milliarden Euro für notleidende EU-Staaten zu schnüren, regt sich bereits Widerstand: Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden pochen darauf, dass die EU nur rückzahlbare Kredite und keine Zuschüsse ausgibt. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sagte, er habe sich mit den Regierungschefs der Niederlande, Dänemarks und Schwedens ausgetauscht. „Unsere Position bleibt unverändert“, schrieb Kurz auf Twitter. „Wir sind bereit, betroffenen Ländern mit Krediten zu helfen.“ Für Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist das ein Problem, denn ihr Plan muss von allen 27 EU-Staaten einstimmig beschlossen werden.

Our position remains unchanged. We are ready to help most affected countries with loans. We expect the updated #MFF to reflect the new priorities rather than raising the ceiling.

19.5.2020, 5:38 Uhr – Trump droht WHO mit Zahlungsstopp und Austritt

Sitz der WHO in Genf: Wird sie zwischen USA und China zerrieben?  (Foto: Reuters)
Sitz der WHO in Genf: Wird sie zwischen USA und China zerrieben?

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht. Sollte sich die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu „wesentlichen Verbesserungen“ verpflichten, werde er zudem die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken, heißt es in einem Schreiben an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Trump am Montagabend auf Twitter veröffentlichte. Am Montag hatte Trump die WHO erneut als "Marionette Chinas" bezeichnet.

This is the letter sent to Dr. Tedros of the World Health Organization. It is self-explanatory! https://t.co/pF2kzPUpDv

19.5.2020, 4:40 Uhr – Brasilien nun Land mit dritthöchster Zahl von Coronavirus-Fällen

Brasilien ist zum Land mit der weltweit dritthöchsten Zahl von verzeichneten Coronavirus-Infektionen geworden. In dem südamerikanischen Land wurden bis Montag 254.220 Ansteckungsfälle gezählt, wie offizielle Statistiken zeigten. Es löste damit Großbritannien, wo es knapp 250.000 registrierte Infektionen gab, auf dem dritten Rang der globalen Skala ab. Auf den ersten beiden Plätzen liegen die USA mit 1,5 Millionen Infektionsfällen und Russland mit rund 290.000 Fällen. 

19.5.2020, 3:31 Uhr – WHO fordert faire Regeln für Impfstoff-Verteilung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beschäftigt sich heute auf ihrer Jahrestagung mit der Suche nach einem Corona-Impfstoff. Sie fordert internationale Regeln für eine faire Verteilung, wenn ein Impfstoff gefunden wird. Eine entsprechende Resolution liege den Mitgliedsländern vor, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit versucht, den Impfstoff vorrangig für die Vereinigten Staaten zu sichern.

19.5.2020, 1:00 Uhr – Weltärztepräsident: Reisen in der EU zu riskant

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor den geplanten Lockerungen für Reisen innerhalb der EU. Er würde der Bundesregierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beide Richtungen, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Montgomery warf der Regierung vor, sie handle ausschließlich aus ökonomischen Gründen und unterschätze die gesundheitlichen Risiken. Es wäre das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort. Seiner Ansicht nach würde der Reiseverkehr das Risiko einer zweiten Infektionswelle erhöhen - und die werde härter sein als die erste, so Montgomery. Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte angekündigt, die weltweite Reisewarnung allmählich allmählich lockern zu wollen.

Reisewarnung wird gelockert Trotz Corona: Hoffnung auf Sommerurlaub im Ausland

Deutschland will Urlaub im Ausland noch vor dem Sommer ermöglichen. Dazu soll die bestehende weltweite Reisewarnung langsam gelockert werden.  mehr...

19.5.2020, 0:29 Uhr – Medienbericht: Häufigere Infektionen bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen

Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen werden in Deutschland offenbar besonders häufig mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mitte April hätten sich pro Tag durchschnittlich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen angesteckt, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Insgesamt seien es laut Robert-Koch-Institut rund 20.000. Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten. Das Personal werde aber nur punktuell getestet, hieß es weiter.

19.5.2020, 0:14 Uhr – Erdogan kündigt viertägige Ausgangssperre an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine viertägige Ausgangssperre am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie soll am Vorabend des sogenannten Zuckerfests am Samstag beginnen und für das ganze Land gelten. Grund sei die Corona-Krise. Erdogan sagte, die Reisebeschränkungen für 15 Städte, darunter Ankara und Istanbul, würden verlängert. Die Schulen sollen demnach erst ab September wieder öffnen. Das türkische Gesundheitsministerium hatte zuletzt rund 1.160 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages gezählt.

19.5.2020, 0:02 Uhr – Klöckner fordert höhere Bußgelder für Fleischbetriebe

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich für höhere Strafen bei Verstößen gegen Arbeits- und Gesundheitsschutz in Fleischbetrieben ausgesprochen. Die Ausrede, Subunternehmer seien verantwortlich, überzeuge nicht, sagte sie der Rheinischen Post. Die Betriebe müssten eine verbindliche Verantwortung für die Mitarbeiter übernehmen. Mitarbeiter, die bei den Subunternehmen beschäftigt sind, kommen oft aus Osteuropa. Sie müssen teils in beengten Sammelunterkünften leben. In den letzten Wochen hatte es dort immer wieder Corona-Ausbrüche gegeben.

18.5.2020, 23:21 Uhr – Familienministerin Giffey fordert Unterstützung für Frauen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert, dass Frauen in der Corona-Krise besonders unterstützt werden. Familien dürften bei den Konjunkturhilfen nicht vergessen werden, sagte sie in den ARD-Tagesthemen. Man dürfe nicht in traditionelle Rollenmuster zurückfallen und die Programme so verteilen, dass eher die Männer davon profitierten. Giffey hatte zuvor einen Familienbonus von 300 Euro für jedes Kind vorgeschlagen. Die Bundesregierung will Anfang Juni ein Konjunkturprogramm vorlegen.

18.5.2020, 20:30 Uhr – USA kritisieren WHO erneut scharf

Die USA haben ihre Vorwürfe gegen die Weltgesundheitsorganisation erneuert. Ein Versagen der WHO sei schuld daran, dass der Corona-Ausbruch außer Kontrolle geraten sei. Das sagte der amerikanische Gesundheitsminister Alex Azar in einer Video-Botschaft an die virtuelle Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation. Die WHO und China haben sich inzwischen für eine unabhängige Untersuchung des Pandemie-Verlaufs ausgesprochen. Dafür müsse das Virus aber erst unter Kontrolle sein.

18.5.2020, 17:43 Uhr – Merkel und Macron: 500 Milliarden Euro Corona-Fonds

Deutschland und Frankreich schlagen ein weiteres europäisches Hilfsprogramm vor, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Sie sehen einen längerfristigen Bedarf von 500 Milliarden Euro. Die EU soll das Geld für einen so genannten Wiederaufbau-Fonds am Kapitalmarkt aufnehmen. Es soll in den kommenden Jahren an bedürftige Mitgliedsstaaten verteilt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, so könne Europa gestärkt werden und solidarisch aus der Krise kommen. Deutschland und Frankreich seien für diese außergewöhnliche, einmalige Kraftanstrengung.

18.5.2020, 16:58 Uhr – Hoffnung auf Sommerurlaub im Ausland

Deutschland will Urlaub im Ausland noch vor dem Sommer ermöglichen. Dazu soll die bestehende weltweite Reisewarnung langsam gelockert werden. Die allgemeine Reisewarnung der Bundesregierung soll ab dem 15. Juni für EU-Länder nicht mehr gelten. Sie soll durch individuelle Reisehinweise für die einzelnen Länder ersetzt werden. Das hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus zehn anderen europäischen Ländern gesagt.

18.5.2020, 15:46 Uhr – Bundesregierung warnt vor Fake News zu Corona

Die Bundesregierung hat vor Fake News im Zusammenhang mit der Corona-Pandmie gewarnt. Demos und Debatten über Corona-Maßnahmen gehörten zwar zur Demokratie dazu, kein Platz sei aber für extremistisches Gedankengut und Fake News, so Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

18.5.2020, 14:28 Uhr – Nach Demo in Stuttgart: Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

Nach der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Stuttgart, ermittelt die Polizei wegen versuchter Tötung. Unbekannte hatten drei Demo-Teilnehmer angegriffen und niedergeschlagen. Eines der Opfer wurde dabei schwer verletzt. Am Tatort wurde auch eine Gaspistole gefunden, ob sie eingesetzt wurde, ist noch unklar. Die Polizei vermutet, dass die linke Szene hinter dem Angriff steckt.

18.5.2020, 13:37 Uhr – Merkel will WHO unterstützen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) volle Unterstützung versprochen. Die WHO ist am Mittag virtuell zu einer Jahresversammlung zusammengekommen. Hauptthema ist die weltweite Bekämpfung des Coronavirus. Merkel hat in einer Videobotschaft noch einmal betont, dass kein Land das Problem der Pandemie allein lösen könne. Die Weltgesundheitsorganisation sei die legitimierte Organisation für den Gesundheitsbereich. Deshalb müssten ihre Arbeit und Finanzierung sichergestellt werden.

18.5.2020, 12:30 Uhr – Regierung verschiebt Entscheidung über Schlachthöfe

Beim Umgang mit der Häufung von Corona-Infektionen in Schlachthöfen gibt es in der Bundesregierung Insidern zufolge noch Beratungsbedarf. Das Thema sei von der Agenda des Corona-Kabinetts genommen worden, heißt es in Regierungskreisen. Es gebe noch keine Einigung. Arbeitsminister Hubertus Heil will sich in Kürze zu dem Thema äußern. Er hatte angekündigt, „grundlegende Maßnahmen“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie vorzuschlagen. Bereits zuvor waren in mehreren anderen deutschen Schlachthöfen zahlreiche Coronavirus-Infektionsfälle aufgetreten.

Coronavirus in Fleischfabriken Ist Schnitzel essen jetzt gefährlich?

In einem Schlachtbetrieb in Nordrhein-Westfalen hat es hunderte Corona-Infektionen gegeben. Was bedeutet das für das Fleisch in unserem Kühlschrank? Können wir uns darüber mit dem Coronavirus infizieren?  mehr...

18.5.2020, 11:49 Uhr – Positiver Corona-Test beim Chemnitzer FC

Bei Fußball-Drittligist Chemnitzer FC ist ein Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Club am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der MDR und „Tag24“ darüber berichtet. Demnach ist das Virus bei dem Profi bei der am Samstag vorgenommenen zweiten Testreihe nachgewiesen worden. Bei der ersten Testung am Donnerstag waren noch alle Spieler negativ gewesen.

18.5.2020, 11:00 Uhr – 130 Infizierte im Flüchtlingsheim in St. Augustin 

In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, wie Tests gezeigt hätten, sagte am Montag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

18.5.2020, 9:50 Uhr – Söder will Anreize für „Urlaub daheim“

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Hotels und Reisebüros in Deutschland mit finanziellen Anreizen für einen „Urlaub daheim“ unter die Arme greifen. Er könne sich Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für einen Urlaub in Deutschland in diesem Jahr gut vorstellen, „am liebsten für Urlaub in Bayern“, sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München.

18.5.2020, 6:10 Uhr – Mehr als 16.000 Tote: Wird Bolsonaros Brasilien zum neuen Corona-Hotspot?

Zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall sind in Brasilien mehr als 16.000 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Sonntag hervor. Demnach starben in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 16.118 Menschen an der Lungenkrankheit. 241.080 Infizierte wurden inzwischen verzeichnet.

Fast 15.000 Neuinfektionen Bolsonaros Corona-Mittel wirken nicht

Fast 15.000 Neuinfektionen, immer mehr Corona-Todesfälle bei Ureinwohnern und ein Gesundheitsminister, der nach knapp vier Wochen hinschmeißt: Doch Brasiliens Präsident Bolsonaro …  mehr...

18.5.2020, 4:55 Uhr – 342 neue Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle in Deutschland

 Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liegt demnach bei 174.697, die Zahl der Todesfälle bei 7.935.

18.5.2020, 4:05 Uhr – Mehrere EU-Länder lockern Beschränkungen

Heute lockern mehrere europäische Länder ihre Corona-Beschränkungen. In Italien dürfen sich die Menschen beispielswiese innerhalb ihrer Region wieder frei bewegen, ohne einen triftigen Grund angeben zu müssen. Auch Restaurants, Bars, Friseursalons, Geschäfte und Museen können besucht werden. In Belgien werden die Schulen wieder geöffnet, in Griechenland nehmen zunächst die Oberschulen ihren Lehrbetrieb wieder auf. In mehreren spanischen Städten sind Treffen mit Familien oder mit Freunden wieder erlaubt. In Außenbereichen von Restaurants, Cafés und Bars dürfen auch in Portugal wieder Gäste bewirtet werden.

18.5.2020, 3:31 Uhr – Maas berät sich mit Urlaubsländern über Reisemöglichkeiten im Sommer

Bundesaußenminister Maas will heute mit Kollegen aus beliebten Urlaubsländern über Lockerungen der Reisebeschränkungen beraten. Zu der Videokonferenz sind unter anderem Spanien, Italien, Österreich, Griechenland und Portugal eingeladen. Ziel des Treffens ist es, Urlaubsreisen im Sommer weitgehend möglich zu machen. Maas sagte im Vorfeld, es werde trotzdem ein Urlaub mit Einschränkungen bleiben. In Deutschland gilt bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber.

18.5.2020, 3:00 Uhr – Kramp-Karrenbauer will Familien länger finanziell unterstützen

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will Familien wegen der Corona-Krise länger finanziell unterstützen. Wer wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten könne, habe bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens bekommen, sagte sie der Saarbrücker Zeitung. Das bleibe auch weiterhin notwendig. Deswegen wolle sie die Bezugsdauer auf zehn Wochen erhöhen. Der Anspruch auf die Lohnfortzahlung solle bis zum Ende des Jahres bestehen bleiben. Kramp-Karrenbauer äußerte sich zudem besorgt über die Gleichberechtigung: Es dürfe nicht sein, dass Frauen durch die Krise in ihrer beruflichen Entwicklung nur Nachteile hätten.

18.5.2020, 0:03 Uhr – Neuer Ausbruch in Niedersachsen – Beratungen im Corona-Kabinett über Situation in Schlachthöfen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie verbessern und die Unternehmen schärfer kontrollieren. Nach mehreren Corona-Ausbrüchen in Fleischbetrieben seien die Missstände offensichtlich geworden, sagte er der Rheinischen Post. Die hätte es aber bereits vor der Pandemie gegeben. Laut dem Bericht will Heil heute im Corona-Kabinett ein Maßnahmenpaket vorlegen. Dabei gehe es um Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Unterkünften, während des Transports und am Arbeitsplatz. Oft sind in den Fleischbetrieben Mitarbeiter etwa aus Osteuropa beschäftigt, die teils in beengten Sammelunterkünften leben (Ist Schnitzel essen jetzt gefährlich? Hier die wichtigsten Antworten.)

Am späten Abend wurde ein weiterer Coronavirus-Ausbruch in einem Fleischbetrieb bekannt: Es habe 92 nachgewiesene Infektionen in einem Betrieb in Dissen gegeben, teilte der Landkreis Osnabrück mit. Bereits zuvor waren in mehreren anderen deutschen Schlachthöfen zahlreiche Coronavirus-Infektionsfälle aufgetreten. Die betroffenen Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen würden nun unter Quarantäne stehen:

Infektionen in Niedersachsen 92 Corona-Fälle in Fleisch-Zerlegebetrieb

In einem Betrieb zur Fleischverarbeitung im niedersächsischen Dissen sind 92 Corona-Fälle aufgetreten. Die Produktion wurde eingestellt. Die Betroffenen wohnen teilweise in Sammel…  mehr...

18.5.2020, 0:03 Uhr – SPD-Politiker fordern Rettungsschirm für Azubis

Arbeits- und Bildungspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion fordern einen Rettungsschirm für Auszubildende in der Corona-Krise. In einem Zehn-Punkte-Plan seien Prämien und Boni für Betriebe und Azubis vorgesehen, berichtet die Rheinische Post. Unternehmen sollen demnach zum Beispiel eine Übergangsprämie bekommen, wenn sie Auszubildende aus Insolvenzbetrieben bei sich weiter beschäftigen. Außerdem sollen Azubis, die wegen der Corona-Krise nicht arbeiten können, länger Gehalt bekommen. Laut SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas würden sich die Kosten dafür auf rund eine Milliarde Euro belaufen. Werde nicht gehandelt, drohe nach der Corona-Krise „der schlimmste Fachkräftemangel, den es bisher gab“, so Bas.

17.5.2020, 20:49 Uhr – Agentur Tass: Baby in Russland mit Corona-Infektion geboren

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet über eine Corona-Infektion eines Neugeborenen in Beslan. Demnach war die schwangere Mutter infiziert, das Baby sei dann mit dem Virus geboren worden. Mutter und Kind seien inzwischen zu Hause, ihr Zustand sei „zufriedenstellend“. Der Chef der Geburtsabteilung in Beslan sagte im örtlichen Fernsehen, 17 von 35 Frauen, die kurz vor der Entbindung standen, seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mitte April wurde in Peru bereits ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen, berichtet AFP. Russland steht in der Corona-Pandemie mit mehr als 280.000 Infektionen inzwischen auf Platz zwei hinter den USA. Nach offiziellen Angaben starben rund 2600 Menschen an Covid-19. Viele Kritiker bezweifeln diese Zahl aber.

17.5.2020, 18:09 Uhr – 70 Infizierte in Flüchtlingsunterkunft in NRW

In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin sind 70 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Bezirksregierung Köln bekannt. Insgesamt wurden in der Unterkunft 300 Personen getestet. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger über Infektionen in dem Flüchtlingsheim berichtet. In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Personen Platz. Der Großteil der positiv getesteten Menschen zeige keine oder schwache Symptome, teilte die Bezirksregierung weiter mit. 60 negativ getestete Personen wurden unterdessen in andere Einrichtungen untergebracht.

17.5.2020, 16:35 Uhr – Reisewarnung könnte nach dem 14. Juni gelockert werden

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, geht nicht von einer Verlängerung der weltweiten Reisewarnung aus. Er sei „überzeugt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird“, sagte er der Stuttgarter Zeitung und den "Stuttgarter Nachrichten". Erneut äußerte er die Hoffnung, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden könnten, sofern die Krankheitsentwicklung es zulasse und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kämen. Bareiß betonte, man müsse sichergehen, dass man nicht zu früh starte. Gerade in den besonders vom Tourismus abhängigen Regionen Südeuropas sei der Druck zur Wiedereröffnung von Hotels und Ferienanlagen groß.

17.5.2020, 16:10 Uhr – Obergrenze in Bayern überschritten

Der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing reißen in der Corona-Epidemie die Obergrenze von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dennoch müssten die Lockerungen nicht zurückgenommen werden, teilte der Landkreis unter Verweis auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums mit. Wörtlich heiße es darin: „Weitere Maßnahmen auf breiter Bevölkerungsebene im Landkreis und Stadtkreis scheinen in der aktuellen Situation nicht geboten.“ Am Freitag war bekannt geworden, dass mindestens 77 Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bogen mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Gemeinschaftsunterkünfte, in denen die infizierten Mitarbeiter leben, stehen nach Angaben des Landratsamts unter Quarantäne. Erkrankte, die dort nicht isoliert werden können, wurden in eine zentrale Unterkunft gebracht.

17.5.2020, 15:40 Uhr – Katar: 50.000 Euro Strafe bei Maskenverstoß

Katar hat für Verstöße gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie strenge Strafen verhängt. Wer ohne Maske in der Öffentlichkeit unterwegs ist, muss seit heute mit bis zu drei Jahren Haft und mit bis zu 55.000 Dollar (50.800 Euro) Geldstrafe rechnen. nach Agenturmeldungen sind dies die härtesten Strafen weltweit. Die Maskenpflicht gilt laut Innenministerium für alle Menschen, die das Haus verlassen. Ausgenommen seien Personen, die allein in einem Fahrzeug unterwegs seien. Neben Saudi-Arabien zählt Katar zu den am stärksten betroffenen Ländern in der arabischen Welt.

17.5.2020, 14:46 Uhr – Zahl der Toten pro Tag in Spanien sinkt

Die Zahl der pro Tag in Spanien mit Covid-19 gestorbenen Menschen ist bis Sonntag auf 87 gefallen, so wenig wie seit zwei Monaten nicht mehr. Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Videokonferenz mit den Chefs der Regionalregionen mitgeteilt, berichteten nationale Medien. Seit dem 17. März hatte die Zahl der Corona-Toten in Spanien jeden Tag über 100 gelegen,

17.5.2020, 13:10 Uhr – Neuseeland feiert „Sieg über das Virus“

Nach sieben Wochen Lockdown kehrt Neuseeland zur Normalität zurück. Das Coronavirus gilt als besiegt. Regierungschefin Jacinda Ardern ist beliebt wie nie zuvor. Ihre Strategie: Teamgeist und Transparenz. Trotz viel härterer Beschränkungen als in Deutschland zu keiner Zeit, gab es praktisch keine Kritik an der Regierungslinie.

17.5.2020, 11:21 Uhr – Erstmals weniger als 100 Corona-Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der neuen Todesfälle durch Covid-19 erstmals seit zwei Monaten unter 100 gefallen. Binnen 24 Stunden seien 87 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Insgesamt seien 27.650 Menschen gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg um 652 auf 231.350.

17.5.2020, 11:06 Uhr – Konzept für Wiedereröffnung von Kinos und Theatern

Die für Kultur zuständigen Minister von Bund und Ländern haben Vorschläge für eine schrittweise Öffnung von Kultureinrichtungen erarbeitet. In einem sechsseitigen Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder spricht sich die Ministerrunde für „eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten“ aus. Auf der Basis der Empfehlungen müssten dann individuelle Lösungen gefunden werden.

So könnten in Theatern etwa Sitzreihen freigelassen und Veranstaltungen ins Freie verlegt werden. Für Kinos würden möglichst nahe beieinanderliegende Termine zur Wiedereröffnung angestrebt. Zum Vermeiden von Warteschlangen wollen die Kulturminister Online-Tickets und versetzte Zeitfenster beim Einlass. Besucherströme sollen geregelt werden etwa über Verzicht auf Abriss von Eintrittskarten oder Scans von Tickets. Zum Schutz künstlerischer Akteure soll in Probenräumen oder Garderoben die Personenzahl beschränkt werden.

17.5.2020, 6:05 Uhr – Schätzung: Bis zu 20 Millionen Arbeitslose in EU durch Corona-Krise

Der europäische Gewerkschaftsbund Etuc geht davon aus, dass innerhalb der EU bereits bis zu 20 Millionen Beschäftigte ihren Job verloren haben könnten. Der Generalsekretär des europäischen Dachverbandes, Luca Visentini, sprach gegenüber dem Evangelischen Pressedienst von „mindestens 15 bis 20 Millionen“ Betroffenen. Hinzu kämen 42 Millionen Menschen, die Kurzarbeitergeld oder eine ähnliche finanzielle Unterstützung beantragt hätten.

17.5.2020, 6:00 Uhr – RKI meldet 583 weitere Corona-Fälle

Den Daten des Robert Koch-Institutes zufolge wurden in den vergangenen 24 Stunden bundesweit 583 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit sind derzeit 174.355 Fälle in Deutschland bekannt. Die Zahl der Todesopfer durch eine Infektion stieg demnach um 33 auf insgesamt 7914 an. Rund 153.400 Menschen gelten nach einer Erkrankung als genesen.

17.5.2020, 5:54 Uhr – Mehr als 5000 Corona-Tote in Mexiko

Die Zahl der Menschen, die in Mexiko nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, hat sich nach Angaben der Landesbehörden innerhalb von 24 Stunden um 278 auf 5045 Fälle erhöht. Die Zahl bestätigten Infektionen liegt derzeit bei mehr als 47.000. Fast 32.000 Mexikaner gelten als genesen. Allerdings wird in Mexiko im internationalen Vergleich sehr wenig getestet.

17.5.2020, 5:41 Uhr – Grüne fordert Reform der Fleischindustrie

Vor dem Hintergrund von Corona-Ausbrüchen in mehreren deutschen Schlachtbetrieben haben die Grünen einen Sieben-Punkte-Plan aufgestellt, um die Arbeitsumstände in der Branche zu verbessern. Der Entwurf liegt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor. Darin fordert die Partei etwa einen Mindestpreis für Tierprodukte, eine bessere Haltung der Tiere, eine faire Entlohnung der Arbeitskräfte, verstärkte staatliche Kontrollen der Betriebe und ein Verbot für Werkverträge mit Subunternehmen.

17.5.2020, 4:55 Uhr –Tourismusverband fordert milliardenschweren Rettungsfonds

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft pocht auf einen milliardenschweren staatlichen Hilfsfonds. Die derzeit angebotenen Kreditprogramme trieben die meisten Unternehmen nur in die Überschuldung, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der Bild am Sonntag. „Daher brauchen für einen Rettungsfonds, der hilft, Verluste von mindestens 16 Milliarden Euro abzufangen.“ Frenzel schätzt die Umsatzeinbußen, die in diesem Jahr durch die Corona-Einschränkungen auf die Branche zukommen, auf mehr als 100 Milliarden Euro. Bundesweit seien durch die Krise 1,2 Millionen Jobs in Gefahr.

17.5.2020, 3:01 Uhr – Deutsche horten Bargeld

Viele Deutsche horten in der Corona-Krise einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge Bargeld. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie des Fintech-Unternehmens Deposit Solutions, das Daten der Europäischen Zentralbank ausgewertet hat. Demnach wurden im März zehn Milliarden Euro von deutschen Konten abgehoben. Damit bilde Deutschland in der EU eine Ausnahme. In Italien, Frankreich oder Spanien etwa seien die Spareinlagen im März sogar gestiegen.

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