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Wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen gibt es in Deutschland zurzeit strengere Regeln und Beschränkungen im öffentlichen Leben. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Corona-Ticker.

27.1.2021, 20:04 Uhr - Leicht veränderte Symptome bei britischer Virus-Variante

Einer Studie der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sind die Symptome bei der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante leicht anders als bei der bislang vorherrschenden. Husten, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Halsschmerzen treten demnach etwas häufiger auf. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hingegen etwas seltener. Keinen Unterschied gibt es demnach bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Befragt wurden 6.000 zufällig ermittelte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

27.1.2021, 19:21 Uhr – Norwegen schließt Grenzen - Sorge wegen Mutationen

In Norwegen kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg die Schließung der Grenzen für alle Besucher an. „Praktisch bedeutet das, dass die Grenze für jeden, der nicht in Norwegen lebt, geschlossen wird“, sagte Solberg. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Ausnahmen gebe es nur für wenige Gruppen, etwa Krankenhaus-Bedienstete. Nach dem vermehrten Auftreten hochansteckender Mutationen wurde am Samstag über die Hauptstadtregion ein Lockdown verhängt.

27.1.2021, 18:05 Uhr – Italien setzt auf eigenen Impstoff

Angesichts der schleppenden Versorgung mit Impfstoffen investiert die italienische Regierung 81 Millionen Euro in die Produktion eines eigenen Vakzins. Rom werde sich an dem Biotechnologie-Unternehmen Reithera beteiligen, das derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Die mit der Anti-Corona-Strategie beauftragte Behörde Invitalia hatte bereits gestern mitgeteilt, dass der Staat sich mit 30 Prozent an dem Unternehmen beteiligen werde. Reithera soll nach Angaben von Invitalia mit Subventionen und Krediten unterstützt werden. Das von dem in Rom ansässigen Unternehmen produzierte Vakzin befindet sich in der Testphase.

Italien gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Staaten in Europa. Die Impfkampagne kommt wegen mangelnder Lieferung von Impfdosen allerdings nur schleppend voran.

27.1.2021, 17:50 Uhr – EU weitet Einreisestopp auf Japan aus

Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, wird immer kürzer. Wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen soll auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr gelten. Darauf einigten sich die EU-Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten in Brüssel. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen. Die Entscheidung muss bis morgen noch offiziell von den Hauptstädten bestätigt werden.

Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen. Darauf hatten sich alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im März verständigt. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst verboten.

Rechtlich bindend ist der Einreisestopp allerdings nicht. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

27.1.2021, 15:50 Uhr – Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt – von 4,4 auf 3,0 Prozent. Der Aufschwung nach dem Corona-Jahr 2020 gehe weiter, wenn auch mit weniger Dynamik als im vergangenen Herbst erhofft, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Der aktuellen Wachstumsprognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Gesamtlage sich im zweiten Quartal normalisieren wird - das heißt, dass die Impfungen Wirkung zeigen und Einschränkungen gelockert werden können.

27.1.2021, 17:30 Uhr – Gema vergibt weitere 19 Millionen an Clubs und Festivals

Clubs, Festivals und Musikaufführungsstätten können neue Corona-Hilfen erwarten. Der Musikrechteverwerter Gema kündigte weitere 19 Millionen Euro aus dem Kulturpaket der Bundesregierung an. Zuvor waren bereits 30 Millionen Euro an die Gema für die Antragssteller geflossen. „Bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte sich die Gema für eine Aufstockung der Fördersumme eingesetzt, um 280 offene Anträge bewilligen zu können“, hieß es in einer Mitteilung.

Spätestens Ende Februar sollten Vergabe und Auszahlung der nun 49 Millionen Euro abgeschlossen sein.

27.1.2021, 14:47 Uhr – Virusmutationen in Freiburger Kindergarten – Entscheidung über Öffnung in BW vertagt

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Es seien acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden, davon zwei bei zwei Kindern in einem Kindergarten in Freiburg, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. 21 Menschen in dem Kindergarten seien ebenfalls infiziert, nun müsse noch geklärt werden, ob es sich ebenfalls um die neuen Virusvarianten handele.

Stuttgart, Freiburg

Corona-Lage in Baden-Württemberg Virusmutationen in Freiburger Kindergarten – PK zur Öffnung von Kitas und Grundschulen abgesagt

Die Pressekonferenz zur Öffnung von Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg wurde kurzfristig abgesagt. Grund: In einer Freiburger Kita sind mutierte Coronaviren aufgetreten.  mehr...

27.1.2021, 14:34 Uhr – Produktionswerk von Astrazeneca-Impfstoff teilweise evakuiert

In Wales wurde ein Werk teilweise evakuiert, in dem der Corona-Impfstoff von Anstrazeneca hergestellt wird. Hintergrund sei, dass dort am Morgen ein verdächtiges Paket angekommen sei, teilte die Firma Wockhardt UK mit. Auf Anraten von Experten seien das Gelände teilweise geräumt und die Behörden sofort informiert worden. Die BBC berichtete, ein Sprengstoff-Räumkommando der Polizei sei zu dem Gelände geschickt worden.

27.1.2021, 12:53 Uhr – Astrazeneca: Treffen mit EU-Vertretern findet doch statt

Astrazeneca widerspricht der Darstellung, dass der britisch-schwedische Impfstoff-Hersteller ein für Mittwoch geplantes Treffen mit der EU zu Fragen der Impfstofflieferung abgesagt hätte. Ein Treffen mit der EU werde später am Tag stattfinden, sagte ein Sprecher.

27.1.2021, 12:23 Uhr – Impfstoffstreit: EU-Krisensitzung mit Astrazeneca geplatzt

Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca geplatzt. Astrazeneca habe das für heute geplante Treffen abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten den Konzern gebeten, sich das gut zu überlegen. Die Kommission und die 27 Staaten hatten das Treffen mit Astrazeneca auf Expertenebene für den Abend einberufen. Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen. Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal sollen nach EU-Angaben nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund – Probleme in der Lieferkette – will die EU nicht gelten lassen.

27.11.2021, 11:35 Uhr – Finanzminister Scholz kündigt mehr Corona-Hilfen für Kultur an

Für die Kulturszene soll es neue Corona-Hilfen geben. Das hat Bundesfinanzminister Scholz angekündigt. Die Hilfen sollen dafür sorgen, dass möglichst bald nach Ende der Krise wieder Veranstaltungen stattfinden können. Scholz kündigte dafür einen Fonds an. „Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden“, sagte der SPD-Politiker. Zudem solle der Fonds als Absicherung für größere Kulturveranstaltungen dienen. Dies sei „für den Fall, dass eine Veranstaltung geplant und organisiert wird, wegen Corona dann aber wider Erwarten doch abgesagt werden muss. So sollen Kulturschaffende ermuntert werden, früh genug zu planen, damit nach Ende der Pandemie Konzerte, Lesungen und Theater bald wieder stattfinden können.“ Welcher Betrag für das neue Programm eingeplant werden soll, ist noch unklar.

27.1.2021, 11:02 Uhr – Patient nach 306 Tagen aus Klinik entlassen

Nach mehr als 300 Tagen im Krankenhaus ist ein 74 Jahre alter Covid-Patient in London nach Hause entlassen worden. „Das Beste am Zuhause sein ist, nicht im Krankenhaus zu sein“, sagte Geoffrey Woolf nach seiner Rückkehr dem Sender BBC. „Ich kann essen, wann und was ich will, und ich kann meine Söhne und Freunde sehen.“ Woolf war im März des vergangenen Jahres schwer an Covid-19 erkrankt und danach über zwei Monate lang künstlich beamtet und ins Koma versetzt worden. Zwischenzeitlich gab es kaum noch Hoffnung – doch im Juli wachte Woolf unerwartet wieder auf. Es dauerte weitere Monate mit Sprechtraining und Physiotherapie, bis er sich von einem erlittenen Schlaganfall und seiner Erkrankung soweit erholt hatte, dass er nach insgesamt 306 Tagen in zwei verschiedenen Krankenhäusern nach Hause entlassen werden konnte.

27.1.2021, 10: 52 Uhr – Südafrikanische Variante im Landkreis Calw nachgewiesen

Im Landkreis Calw wurde bei mehreren positiv getesteten Personen die südafrikanische Corona-Virusvariante nachgewiesen. Um wie viele Personen es sich handelt, ist noch unklar. Die Getesteten stehen in Zusammenhang mit Fällen aus dem Zollernalbkreis. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden mit den Betroffenen eine verlängerte Quarantäne und weitere Tests am Ende der Quarantäne-Zeit vereinbart. Die Virusvariante aus Südafrika ist deutlich ansteckender als das Ursprungsvirus. Ob es zu deutlich schwereren Krankheitsverläufen kommt, ist derzeit noch unklar.

27.1.2021, 7:38 Uhr – Drosten hält Reisebeschränkungen für sinnvoll und warnt vor zu frühen Lockerungen

In der Debatte um die Drosselung des touristischen Reiseverkehrs im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten Einschränkungen als „aus wissenschaftlicher Sicht“ sinnvoll bezeichnet. Angesichts sinkender täglicher Corona-Fallzahlen in Deutschland „muss man natürlich auf das achten, was von Außen kommt“, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité in den ARD-Tagesthemen. Je stärker die Ausbreitung des Coronavirus innerhalb Deutschlands gebremst werde, „desto wichtiger wird das, was von Außen eingeschleppt wird“, sagte Drosten in Bezug auf die Sorge wegen der Ausbreitung von Virus-Mutanten.

Dieses Virus ist nicht harmlos. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass man die Risikogruppen abdeckt und das Problem dann erledigt hat.

Christian Drosten in den Tagesthemen

Der Virologe, der auch die Bundesregierung berät, warnte außerdem vor zu schnellen Lockerungen. Bis nach Ostern werde man dafür vermutlich noch nicht genügend Menschen geimpft haben, sagte er. Die Maßnahmen dann einfach zu beenden, werde unweigerlich zu einer starken Verbreitung des Virus führen.

Drosten warnt vor vorschnellen LockerungenDer Virologe Christian Drosten hat in den tagesthemen vor zu schnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen gewarnt.Posted by tagesschau on Tuesday, January 26, 2021

27.1.2021, 7:07 Uhr – Arbeitgeber müssen ab heute Home-Office anbieten

Mehr Beschäftigte als bisher sollen von nun an wegen der Corona-Krise zu Hause arbeiten. Mit neuen Vorgaben werden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten in bestimmten Fällen das Arbeiten im Home-Office anzubieten. "Wer kann, arbeitet zu Hause“, das sei das Ziel der neu in Kraft tretenden Verordnung, sagte SPD-Fraktionsvize Katja Mast. „Nachdem wir unsere privaten Begegnungen bereits massiv heruntergefahren haben, geht es jetzt um berufliche Kontakte.“ Gerade Bürojobs sollten von zu Hause aus erledigt werden, forderte Mast. Zugleich sei sie zuversichtlich, „dass es harte Kontrollen gar nicht braucht“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. „Vieles regelt sich durch vorbildliches Verhalten und gemeinsam nacheinander schauen. Das gilt im Berufs- wie Privatleben gleichermaßen.“ Die Einhaltung der Verordnung soll von den Arbeitsschutzbehörden der Länder kontrolliert werden.

Home-Office-Pflicht ab 27. Januar Wer darf, wer soll, wer muss zu Corona-Zeiten ins Home-Office?

Ab dem 27. Januar gilt die Home-Office-Pflicht. Denn mehr Home-Office heißt weniger Kontakte – eine wichtige Maßnahme in der Corona-Pandemie. Wir klären die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.  mehr...

27.1.2021, 6:26 Uhr – Über Corona-Symptome gelogen: Haft für Frau in China

In China ist eine Frau zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie vor einem Flug Corona-Symptome verschwiegen hatte. Wie die staatliche Zeitung Global Times berichtete, hatte die 37-jährige Chinesin im vergangenen Frühjahr vor einem Flug aus den USA nach China ein fiebersenkendes Medikament eingenommen. Sie gab ihre Symptome demnach erst bekannt, nachdem sie in Peking gelandet war. Dort wurde sie später positiv auf das Coronavirus getestet. 63 enge Kontakte der Frau mussten sich danach in Quarantäne begeben. Ihre Handlungen hätten gegen Antiepidemie-Vorschriften verstoßen und stellten ein ernstes Risiko für die Ausbreitung des Virus dar, urteilte ein Pekinger Gericht.

27.1.2021, 6:08 Uhr – RKI: Mehr als 13.000 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 13.202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am bekanntgab. Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15.974 Neuinfektionen und 1.148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 101,0.

27.1.2021, 4:47 Uhr – Merkel erwägt schärfere Reisebeschränkungen

Die Menschen in Deutschland müssen sich wegen Corona möglicherweise auf neue Reisebeschränkungen einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte als Beispiel Gebiete, in denen die Mutationen des Virus gehäuft auftreten. Dorthin solle man nicht reisen, sagte sie nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios. Laut der Bild-Zeitung sollen die Kanzlerin und Innenminister Horst Seehofer (CSU) auch weitere Einschränkungen des Flugverkehrs ins Gespräch gebracht haben. Eine Reduzierung des Flugverkehrs auf nahezu Null sei vorstellbar, hieß es.

27.1.2021, 3:39 Uhr – Bundesärztekammer: Schneller mehr impfen

Die Bundesärztekammer fordert von der Bundesregierung, die Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoffen zu beheben. Die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten geimpft werden, bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in Deutschland ausbreite, sagte Präsident Klaus Reinhardt der Rheinischen Post. Ausreichend Personal und Infrastruktur seien vorhanden. Die mehr als 440 Impfzentren in Deutschland könnten längst im Vollbetrieb laufen, wenn genügend Impfdosen zur Verfügung stünden.

27.1.2021, 1:23 Uhr – Forderung nach mehr Hilfen für Hartz-IV-Familien

Die Gewerkschaften fordern mehr Corona-Hilfen für Menschen mit geringem Einkommen. Jobcenter müssten einspringen, wenn Schülern Laptops fürs Home-Schooling fehlten, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das müsse möglich sein, auch ohne dass belastete Familien dafür vor Gericht ziehen müssten. Auch Bezieher von Wohngeld und Kindergeldzuschlag benötigten in der Pandemie eine Extra-Hilfe. Piel forderte außerdem für Menschen in Hartz-IV eine Soforthilfe von 100 Euro. Damit schließt sich der DGB den neuesten Forderungen mehrere Sozialverbände an.

27.1.2021, 0:18 Uhr – Biontech arbeitet an verbessertem Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Pfizer und das Mainzer Unternehmen Biontech arbeiten an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs. Damit sollten die Menschen auch vor Mutationen des Coronavirus geschützt werden, hieß es in einer Mail an die Nachrichtenagentur Reuters. Man leiste bereits Vorarbeit, um schnell auf solche veränderten Varianten des Virus reagieren zu können, falls der Impfstoff gegen sie nicht wie vorgesehen wirke.

26.1.2021, 22:03 Uhr – Astrazeneca wehrt sich gegen Kritik

Der Pharmakonzern Astrazeneca macht für seine Lieferengpässe den langsamen Vertragsabschluss mit der EU verantwortlich. Konzernchef Pascal Soriot sagte der Welt, der Vertrag mit Großbritannien sei drei Monate vor dem mit der EU geschlossen worden. Das habe dem Unternehmen mehr Zeit verschafft, Anlaufschwierigkeiten auf der Insel zu beheben. Soriot sagte weiter, Astrazeneca habe sich nicht vertraglich verpflichtet, eine bestimmte Menge an Impfdosen nach Europa zu liefern. Der Grund: Die EU habe zum gleichen Zeitpunkt beliefert werden wollen wie Großbritannien - obwohl sie später bestellt habe.

26.1.2021, 17:30 Uhr – WHO: Impf-Zeitraum von Moderna-Impfdosen kann gestreckt werden

Impfexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten auch beim Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna eine Vergrößerung des zeitlichen Abstands zwischen den für eine Immunisierung notwendigen zwei Dosen für vertretbar. In Ausnahmesituationen, etwa bei Versorgungsengpässen, könnte die zweite Dosis auch noch sechs Wochen nach der ersten verabreicht werden, erklärte die Expertengruppe Sage. Empfohlen werde aber ein Zeitabstand von 21 bis 28 Tagen.

26.1.2021, 16:17 Uhr – Seehofer denkt über massive Einschränkung des Flugverkehrs nach

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) denkt laut über eine massive Einschränkung des Flugverkehrs nach Deutschland und schärfere Grenzkontrollen nach. „Die Gefährdung, die von den zahlreichen Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren“, sagte der CSU-Politiker im Gespräch mit der Bild. Dazu gehörten deutlich schärfere Grenzkontrollen, besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf „nahezu Null“. Seehofer nannte Israel als Vorbild bei den Anstrengungen, die Einschleppung der Virus-Mutationen nach Möglichkeit zu verhindern.

26.1.2021, 15:26 Uhr – Bayerisches Gericht kippt 15-Kilometer-Regel

Die 15-Kilometer-Grenze für den Bewegungsradius in der Corona-Pandemie gilt in Bayern ab sofort nicht mehr. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) setzte die Regelung im Eilverfahren außer Kraft, weil für viele Bürger in Corona-Hotspots damit „nicht deutlich und anschaulich genug“ werde, wie weit sie sich für Tagesausflüge rund um ihren Wohnort bewegen dürften. An der Möglichkeit, Tagesausflügler aus Hotspots auszusperren, hat der VGH dagegen nichts auszusetzen.

26.1.2021, 15:07 Uhr – Merkel für globale Bereitstellung von Corona-Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen. Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie. „Hier geht es um eine faire Verteilung und eben nicht nur um die Verteilung von Geld“, sagte Merkel. Sie begrüße, dass bei der internationalen Corona-Impfinitiative Covax erste Verträge abgeschlossen seien. „Wir werden natürlich alles dafür tun, dass jetzt auch schnell die Verteilung beginnen kann“, sagte Merkel. „Die Frage, wer auf der Welt welchen Impfstoff wann bekommt, wird natürlich auch Verbundenheiten und neue Erinnerungen schaffen.“

Merkel beschwor die enge weltweite Zusammenarbeit der Staaten als zentral im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Es ist die Stunde des Multilateralismus“, sagte die Bundeskanzlerin. Sie mahnte, „dass ein Abschottungsansatz uns nicht helfen wird, die Probleme zu lösen.“

26.1.2021, 13:22 Uhr – WHO-Empfehlung: Moderna-Impfstoff nicht an Schwangere verabreichen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna veröffentlicht. Demnach sollen zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Unter besonderen Umständen könne der Abstand auch 42 Tage betragen. Nicht eingesetzt werden solle der Corona-Impfstoff von Moderna bei Schwangeren – es sei denn, sie arbeiteten im Gesundheitswesen oder seien Risiko-Bedingungen ausgesetzt.

26.1.2021, 10:40 Uhr – SPD-Chef fordert Corona-Zuschlag für Bedürftige

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans fordert einen Corona-Zuschlag von einmalig 200 Euro für Bedürftige. Schon im Sommer habe die SPD einen Bonus von 100 Euro gefordert, sei damals aber an CDU und CSU gescheitert, sagt er RTL/ntv. „Wir sind der Meinung, dass die Situation um so vieles ernster geworden ist, dass wir eher über 200 als über 100 Euro reden müssen.“ Für viele arme Menschen bedeute der Kauf einer Maske, dass sie zehn Prozent oder mehr des Geldes ausgeben müssten, das sie am Tag zur Verfügung hätten. „Da müssen wir was drauf tun. Es geht hier um einen Kreis von Menschen, den wir nicht ausschließen dürfen.“ Beim Koalitionsausschuss werde man mit der Union über das Thema reden müssen.

26.1.2021, 9:18 Uhr – Städte- und Gemeindebund fordert baldige Lockerungen

Deutschlands Kommunen fordern baldige Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Es brauche eine „klare, abgestufte Exit-Strategie aus dem Lockdown“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Infektionszahlen seien derzeit zwar noch zu hoch, „aber sie sinken“. Deshalb sei die Politik gefordert, jetzt klare Perspektiven aufzuzeigen, ab welchen Inzidenzwerten welche Lockerungen gelten sollten.

Im Vordergrund müssten die Perspektiven für Kindertagesstätten und Grundschulen stehen. Auch die Wirtschaft brauche klare Signale für eine solide Planung, sagte Landsberg. Beim Einzelhandel und in der Gastronomie, aber auch im Kulturbereich sei die Lage dramatisch. Der Geschäftsführer forderte, dem Einzelhandel durch mehr verkaufsoffene Sonntage zusätzliche Perspektiven zu eröffnen. Der boomende Online-Handel müsse angemessen an der Finanzierung der kommunalen Infrastruktur, die er nutze, beteiligt werden – zum Beispiel durch eine Paketversandsteuer.

26.1.2021, 6:06 Uhr – RKI meldet 903 weitere Todesfälle und 6.408 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut hat 903 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt sind somit bislang 52.990 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich dem Institut zufolge um 6.408 auf 2.148.077. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11 369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

26.1.2021, 4:24 Uhr – Zentrum für migrationspolitische Entwicklung: Corona beschleunigt Migration

Das Internationale Zentrum für migrationspolitische Entwicklung ICMPD geht davon aus, dass wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mehr Menschen versuchen werden, nach Europa zu kommen. „Die gute Gesundheitsversorgung in Europa ist ein Anziehungspunkt für illegale Immigranten“, sagte ICMPD-Chef Michael Spindelegger dem Handelsblatt. „In der EU wird man gratis geimpft. Das ist sehr attraktiv für Flüchtlinge aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Deshalb erwarten wir eine Zunahme der illegalen Immigration“, so der frühere österreichische Vizekanzler und Außenminister weiter. Laut dem ICMPD entstehen auch neue Fluchtrouten beispielsweise vom Libanon nach Zypern oder von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln. Dort sei die Zahl der Migranten um 900 Prozent gestiegen.

26.1.2021, 3:37 Uhr – Großbritannien will internationale Plattform zur Erkennung von Mutationen schaffen

Großbritannien will eine internationale Plattform zur Erkennung von Virus-Mutationen schaffen. Diese Plattform solle andere Länder bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterstützen, hat Gesundheitsminister Matt Hancock gesagt. So könne man das Virus besser verstehen und bekämpfen. Britische Experten könnten sowohl aus der Ferne beraten und unterstützen als auch Material bereitstellen - außerdem sollen auch Proben zur Sequenzierung eingeschickt werden können. Ab wann die Plattform starten soll und wie Staaten sie konkret in Anspruch nehmen können, ist noch offen.

26.1.2021, 3:18 Uhr – CDU-Wirtschaftsrat gegen Hartz-IV-Erhöhung

Der Wirtschaftsrat der CDU ist gegen eine von Gewerkschaften und Verbänden geforderte Erhöhung der Hartz-IV-Sätze. Die Corona-Pandemie werde hier als Begründung genutzt, um alle möglichen Forderungen durchzusetzen, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Der Zugang zu Hartz IV wurde in der Corona-Krise ohnehin bereits erleichtert und großzügiger gestaltet“, so Steiger. Ein Bündnis von 36 Gewerkschaften und Verbänden hatte zuvor gefordert, wegen der Corona-Pandemie die Regelsätze von Hartz-IV von 446 Euro für Alleinstehende auf mindestens 600 Euro zu erhöhen. Sonst könnten arme Menschen die in der Pandemie gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht bezahlen.

26.1.2021, 2:55 Uhr – Biden verlängert Corona-Einreiseverbot für Europäer

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Einreiseverbote für Europäer wegen der Corona-Pandemie verlängert. Mit dem Erlass bleiben Reisen aus den 26 Schengenstaaten, Großbritannien und Irland in die USA untersagt. Verlängert wurde auch das Einreiseverbot für Menschen aus Brasilien. Neu auf die Verbotsliste wurde Südafrika gesetzt, wo kürzlich eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht war. Bidens Vorgänger Donald Trump hatte zum Ende seiner Amtszeit angeordnet, dass die seit dem vergangenen Jahr geltenden Einreiseverbote für Europäer und Brasilianer aufgehoben werden. Dies wäre am Dienstag, den 26. Januar, in Kraft getreten. Biden hatte jedoch umgehend angekündigt, die Grenzen würden nicht geöffnet. Dies wurde nun mit einem neuen Erlass umgesetzt.

26.1.2021, 1:40 Uhr – Erneute Ausschreitungen in den Niederlanden

In den Niederlanden ist es am Abend erneut zu Ausschreitungen bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen gekommen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiinformationen in mehreren Städten randaliert und Sicherheitskräfte angegriffen. Sie hatten sich demnach kurz vor Beginn der Ausgangssperre in den Stadtzentren getroffen und waren dann plündernd durch die Straßen gezogen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Mehr als 150 Menschen seien festgenommen worden, hieß es.

26.1.2021, 0:28 Uhr – Wirkt der Astrazeneca-Impfstoff bei Älteren weniger?

In der Europäischen Union sind Zweifel an der Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca aufgekommen - und zwar bei Menschen über 65 Jahren. Das berichtet das ARD-Studio Brüssel. Im Raum steht demnach die Frage, ob der Impfstoff in der EU am Freitag nur für jüngere Menschen zugelassen wird. Das Vakzin sei vor allem an 18- bis 55-Jährigen erprobt worden. Das britisch-schwedische Unternehmen wolle nun mit einer neuen Studie die Wirksamkeit des Impfstoffs auch bei älteren Menschen belegen. Berichte über eine reduzierte Wirksamkeit bei Senioren wies Astrazeneca zurück.

25.1.2021, 21:59 Uhr – Billionen-Verluste durch Impf-Nationalismus

Die Internationale Handelskammer ICC ruft reiche Länder dazu auf, in der Corona-Krise keinen Impfstoff-Nationalismus zu betreiben. Die Kammer empfiehlt stattdessen Investitionen in das WHO-Programm zur fairen Produktion und Verteilung von Tests, Medikamenten und Impfstoffen. Der Nutzen daraus, so rechnet die Handelskammer vor, wäre 166-mal so hoch wie die Investition. Wenn reiche Länder jedoch die ganzen Impfstoffe für sich beanspruchten, hätte das einen Billionenschaden für die Weltwirtschaft zur Folge.

25.1.2021, 20:46 Uhr – Erste Zwangseinweisung von Quarantäne-Verweigerer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist heute zum ersten Mal ein Quarantäne-Verweigerer in einem Krankenhaus in Gerlingen bei Ludwigsburg untergebracht worden. Weitere Plätze für solche Verweigerer soll es ab kommender Woche in der Uniklinik Heidelberg geben. Die Zwangseinweisung ist nach Angaben der Behörden das letzte Mittel, wenn sich Corona-Infizierte der Quarantäne widersetzen und Buß- und Zwangsgelder nichts bewirken.

Stuttgart

Zwangseinweisungen in Krankenhäuser Erster Quarantäneverweigerer in Gerlinger Klinik untergebracht

Baden-Württemberg macht Ernst mit uneinsichtigen Verweigerern der Corona-Quarantäne: Sie sollen jetzt in Krankenhäuser eingewiesen werden. Ein erster Verweigerer wurde am Montag in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) untergebracht.  mehr...

25.1.2021, 17:50 Uhr – Fast zehn Prozent der Briten einmal geimpft

Fast zehn Prozent der britischen Bevölkerung – knapp 6,6 Millionen Menschen – haben nach Regierungsangaben die erste von zwei benötigten Impfungen erhalten. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 22.195 und damit weniger stark als am Vortag mit 30.004.

25.1.2021, 16:28 Uhr – Bundesregierung stuft Portugal als Corona-Mutationsgebiet ein

Die Bundesregierung hat Portugal ab Mittwoch als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Bisher gehören nur Großbritannien, Irland, Brasilien und Südafrika in diese höchste Risiko-Kategorie. Portugal zählt dagegen bis Mittwoch noch als „Hochinzidenzgebiet“, also zur mittleren von drei Risikostufen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden machte die besonders ansteckende britische Virusvariante vergangene Woche bereits etwa 13 Prozent aller Neuinfektionen in Portugal aus, in Regionen wie Lissabon sogar 20 Prozent.

Für Reisende aus Portugal ändert sich durch die neue Einstufung kaum etwas. Wie bisher, müssen sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, wenn sie nach Deutschland einreisen. Anschließend müssen sie für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem weiteren Test befreien können. Bei Einreise aus den Mutations-Gebieten ist es aber noch schwerer, sich von der Quarantäne ganz befreien zu lassen.

25.1.2021, 15:50 Uhr – Probleme bei Lieferung von Impfstoff: Druck auf Astrazeneca wächst

Die EU-Kommission fordert vom britisch-schwedischen Arzneimittelhersteller Astrazeneca die Lieferung der vertraglich vereinbarten Mengen an Corona-Impfstoff – und zwar ohne Abstriche und ohne Verzug. Dies habe EU-Präsidentin Ursula von der Leyen in einem Telefonat mit Firmenchef Pascal Soriot bekräftigt, erklärte die Kommission in Brüssel.

Die Kommissionschefin erinnerte demnach daran, dass die EU „im Vorfeld beträchtliche Summen in das Unternehmen investiert hat, um sicherzustellen, dass die Produktion (...) in Gang kommt“. Der Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, zunächst deutlich weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu wollen. Grund seien laut Astrazeneca Probleme in einem Werk in der europäischen Lieferkette.

Der Impfstoff von Astrazeneca ist in der EU noch nicht zugelassen. Es wäre der dritte Impfstoff nach Biontech/Pfizer und Moderna, der in der EU eingesetzt werden könnte.

25.1.2021, 15:46 Uhr – Home-Office: Computer und Software sofort absetzbar

Die Bundesregierung verbessert die Absetzbarkeit von Computern und Software für die Heimarbeit. Der Preis für Hard- oder Software für die Arbeit im Home-Office soll in diesem Jahr vollständig abzugsfähig sein – auch wenn die Anschaffung über 950 Euro gekostet hat. Bisher mussten die Computer über drei Jahre abgeschrieben werden. Die Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2021 gelten.

Gezielter & unbürokratischer Beitrag zur #Digitalisierung: Wir setzen großen Steueranreiz für Investitionen in Computer, Software und Digitalisierung, so @OlafScholz. Digitale Wirtschaftsgüter sollen rückwirkend zum 1.1.2021 vollständig abgeschrieben werden können. #Homeoffice

25.1.2021, 13:55 Uhr – Johnson will wegen Virus-Mutationen verschärfte Grenzkontrollen

Die britische Regierung denkt wegen der neuen Coronavirus-Varianten über eine Verschärfung der Grenzkontrollen nach. Grund sei die Furcht vor Virus-Mutationen, gegen welche die Impfstoffe nicht mehr wirkten, sagte Premierminister Boris Johnson. Es bestehe zumindest das theoretische Risiko, dass eine solche Variante nach Großbritannien hineinkomme. „Wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Bevölkerung und dieses Land vor einer Reinfektion aus dem Ausland schützen“, sagte Johnson. Das Vereinigte Königreich sei allerdings auf Kurs, seine Impfziele für gefährdete Gruppen bis zum 15. Februar zu erreichen.

25.1.2021, 13:49 Uhr – Gesundheitsministerium: Erwarten Astrazeneca-Zulassung am Freitag

Die europäische Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca wird laut Gesundheitsministerium in dieser Woche erwartet. Man rechne für Freitag damit, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Dann würden mehrere Millionen Impfstoff-Dosen zusätzlich zur Verfügung stehen. Allerdings stehen wegen Produktionsproblemen zunächst weniger als erwartet zur Verfügung. Wieviel fehle, sei derzeit unklar, sagte der Sprecher.

Corona-Pandemie So funktioniert der Impfstoff von AstraZeneca

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca soll möglicherweise in der EU zugelassen werden. Was unterscheidet diesen von den bisher verfügbaren anderen Impfstoffen?  mehr...

25.1.2021, 13:28 Uhr – Gesundheitsministerium will privaten Kauf von Corona-Selbsttests ermöglichen

In der Corona-Krise sollen die Bürger bald Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung kaufen können. Das Bundesgesundheitsministerium plant dafür eine Änderung der „Medizinprodukte-Abgabeverordnung“. Im Moment dürfen Schnelltests nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den möglichen Empfängern. In Zukunft sollten aber auch die Bürger selbst einen Selbsttest durchführen können. „Solche Tests sind ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Teststrategie in Deutschland“, heißt es in dem Entwurf.

Bei den geplanten Corona-Selbsttests geht es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums um neue, einfache Verfahren, die so bisher noch nicht verfügbar sind, erklärte ein Ministeriumssprecher. Die Produkte müssten zertifiziert werden und sowohl aussagekräftig genug als auch von Laien so anwendbar sein, dass die Gefahr falscher Ergebnisse relativ gering sei. „Noch gibt es keine Schnelltests, die so zertifiziert sind und in der Menge verfügbar wären, dass sie für so eine Verordnung in Frage kommen“, sagte der Ministeriumssprecher.

Deutschland

Familienbesuche während Corona Corona-Schnelltest: Geht das ohne Arzt?

Schnell einen Corona-Schnelltest machen, um dann bei einem negativen Ergebnis beruhigt zu Oma und Opa fahren zu können? Hier erfährst du, wer die Tests machen darf und wie zuverlässig sie sind.  mehr...

25.1.2021, 11:34 Uhr – Linksfraktion fordert Preislimit für FFP2-Masken

Die Linksfraktion im Bundestag fordert von der Bundesregierung, FFP2-Masken zentral zu beschaffen und ein Preislimit zu setzen. „Damit alle Menschen Zugang zu FFP2-Masken bekommen, hat die Bundesregierung sicherzustellen, dass diese in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind“, heißt es in einem Antrag der Fraktion, aus dem am Montag die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zitierten. Die Regierung solle dazu von Möglichkeiten Gebrauch machen, die im Infektionsschutzgesetz vorgesehen sind, heißt es darin weiter. Demnach können Produkte wie etwa FFP2-Masken zentral von staatlicher Seite beschafft und die Preise reguliert werden.

Außerdem müsse die Regierung „Arbeitgeber verpflichten, ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz und für den Arbeitsweg kostenfrei mit FFP2-Masken auszustatten“, fordert die Linksfraktion weiter. Für Hartz-IV-Bezieher müsse es einen entsprechenden Zuschlag geben. Gemäß den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Krise müssen in Geschäften sowie im öffentlichen Nahverkehr sogenannte medizinische Masken – also OP- oder FFP2-Masken – getragen werden. FFP2-Masken bieten im Gegensatz zu OP-Masken nicht nur einen Fremd-, sondern auch einen gewissen Eigenschutz. Sie sind allerdings deutlich teurer.

25.1.2021, 8:56 Uhr – Ost-Beauftragter: Hohe Corona-Zahlen in AfD-Hochburgen kein Zufall

Die hohen Corona-Zahlen in den Hochburgen der Alternative für Deutschland (AfD) sind nach Ansicht des Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), kein Zufall. Eine mal laute, mal leise Rebellion gegen die Infektionsschutzpolitik behindere unterm Strich die Virusabwehr, sagte Wanderwitz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

In einer Pandemie spielten viele Faktoren eine Rolle, sagte Wanderwitz. Dazu zähle nicht zuletzt die Haltung der Menschen zu Abstandsregeln und Maskenpflicht. „Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus.“

Wanderwitz fügte hinzu, das Phänomen habe inzwischen eine Dimension, die über das Parteipolitische hinausgehe. So entstehe in manchen Regionen der früheren DDR eine Realitätsverweigerung wie im Jahr 2016 bei den Trump-Wählern in den USA. Viele schöben Komplexes und Unwillkommenes einfach beiseite, igelten sich ein und seien dann keinem Argument mehr zugänglich.

25.1.2021, 6:20 Uhr – RKI meldet 6729 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 6.729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 52.087. Vergangenen Montag hatte das RKI 7.141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg demnach auf 2.141.665. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen bezifferte das RKI auf 1.823.500.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden, liegen die Zahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 111,2 und war damit in etwa gleich hoch wie am Vortag. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Ziel der derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung ist es, einen Inzidenz-Wert unter 50 zu erreichen.

25.1.2021, 4:40 Uhr – Neue Corona-Regeln im Südwesten

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es ab heute strengere Corona-Regeln. Seit Mitternacht sind die Änderungen in den jeweiligen Verordnungen in Kraft. So gilt in beiden Ländern eine verschärfte Maskenpflicht: Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr müssen die Menschen jetzt medizinische Masken also FFP2- oder OP-Masken tragen. Stoffmasken reichen nicht mehr aus. In Baden-Württemberg sollen bei Verstößen gegen diese Maskenpflicht allerdings erst ab Februar Bußgelder erhoben werden. Das hat das Verkehrsministerium mitgeteilt. Die neue, strengere Maskenpflicht gilt auch für Gottesdienste und Trauerfeiern. Bei mehr als zehn Teilnehmern müssen religiöse Veranstaltungen zudem zwei Tage vorher angemeldet werden. Hundesalons und Hundefriseure dürfen in Baden-Württemberg nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs wieder öffnen. Die übrigen Lockdown-Beschränkungen bleiben.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, die Corona-Einschränkungen zunächst bis zum 14. Februar zu verlängern und teils zu verschärfen.

25.1.2021, 3:48 Uhr – USA-Reisen aus Europa bleiben untersagt

Für Menschen aus dem Schengen-Raum bleiben Reisen in die USA wie erwartet verboten. US-Präsident Joe Biden will eine entsprechende Verordnung unterschreiben, melden mehrere Medien. Kurz vor Ende seiner Amtszeit als US-Präsident hatte Donald Trump – Bidens Vorgänger – eine Aufhebung der Einreisesperre verfügt. Am Dienstag hätte diese eigentlich in Kraft treten sollen. Die Einreisesperren sind Teil eines Maßnahmenbündels gegen die Corona-Pandemie, das die neue US-Regierung auf den Weg gebracht hat.

25.1.2021, 3:17 Uhr – EU macht Druck: Astrazeneca muss wegen Impfstoff-Lieferengpässen Stellung nehmen

Wegen drohender Lieferengpässe beim schwedisch-britischen Corona-Impfstoff von Astrazeneca macht die EU jetzt Druck. Das Unternehmen soll einem zuständigen EU-Ausschuss am Montag einen detaillierten Lieferplan vorlegen. Zudem soll Astrazeneca erklären, wohin die seit Oktober produzierten Impfdosen geliefert worden sind. Damals hatte die EU-Kommission mit dem Unternehmen vereinbart, mit der Produktion zu beginnen. Erst jetzt berichtet Astrazeneca von Problemen.

25.1.2021, 2:05 Uhr – Oxfam: Pandemie verschärft soziale Ungleichheiten

Die Corona-Pandemie droht die soziale Ungleichheit in der Welt zu verschärfen. Das steht in einem Bericht, den die Hilfsorganisation Oxfam kurz vor Beginn des Davoser Weltwirtschaftsforums vorgestellt hat. „Wie unter einem Brennglas zeigen sich in der Pandemie die vielfältigen Formen der Unterdrückung und Marginalisierung, denen Menschen unter anderem aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Sexualität, ihres Alters, einer Behinderung sowie im Zuge von Rassismus und Klassismus ausgesetzt sind“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. Ein Großteil der befragten Wissenschaftler erwartet laut Oxfam, dass Einkommensungleichheiten zunehmen oder stark zunehmen. Außerdem seien Menschen in Armut dem Coronavirus am stärksten ausgesetzt.

25.1.2021, 1:32 Uhr – Ausschreitungen bei Corona-Protesten in den Niederlanden

In den Niederlanden ist es bei Protesten gegen die Corona-Regeln wieder zu Ausschreitungen gekommen. Nach Polizeiangaben griffen Randalierer in mehreren Städten Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern und Steinen an. In Den Haag wurden Autos in Brand gesteckt. In Limburg an der deutschen Grenze kam die Militärpolizei zu Hilfe. In Enschede warfen Randalierer Steine auf ein Krankenhaus. Landesweit gab es mehr als 200 Festnahmen.

25.1.2021, 1:00 Uhr – Braun: Britische Mutation wird dominante Form werden

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) rechnet damit, dass die britische Mutation des Corona-Virus auch in Deutschland die dominante Form werden wird. In der ARD-Sendung Anne Will sagte Braun, die Variante sei im Land angekommen und werde irgendwann die Führung übernehmen und Probleme machen. Deshalb sei es nun wichtig, Kurs zu halten und die Zahlen sehr stark zu senken. „Wir wollen sie so lange wie möglich aus dem Land raushalten und da wo sie schon ist, eben sehr niedrig halten. Das wird man auf Dauer nicht schaffen“, sagte Braun. Laut Experten ist die Variante, die bisher vor allem in Großbritannien verbreitet ist, leichter übertragbar.

News-Ticker zum Coronavirus Hier findest du die Entwicklungen vom 1.1. bis 31.1.2021

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