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Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Nach Wochen strenger Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wagt Deutschland sich an Lockerungen und eine langsame Rückkehr zu einem Alltag.

11.7.2020, 20:15 Uhr - Deutsche Urlauber feiern auf Mallorca ohne Mundschutz

Auf Mallorca haben Hunderte Urlauber aus Deutschland ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand gefeiert - und damit gegen geltende Corona-Regeln verstoßen. Um gegen solche Partys vorzugehen, hat die Regionalregierung einen Bußgeldkatalog mit Strafen von bis zu 600.000 Euro beschlossen.

Palma de Mallorca: Dichtes Gedränge herrscht an der "Bierstraße" (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Michael Wrobel/Birdy Media/dpa)

Mallorca: Partyexzesse deutscher Urlauber sorgen für Diskussionen

Dauer

11.7.2020, 12:47 Uhr – Altmaier stellt Bedingungen für Lockerung der Maskenpflicht

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat eine Bedingung dafür genannt, unter der die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert werden könnte – nämlich wenn die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen unter den Wert von 100 sinken sollte, sagte Altmaier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Solange es in Deutschland täglich mehrere hundert neue Infektionen gebe, werde die Maskenpflicht aber überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, so Altmaier. Zuletzt hatte das Robert-Koch-Institut 378 neue Fälle gemeldet.

11.7.2020, 11:09 Uhr – Bundesregierung warnt Unternehmen vor Corona-Betrügern

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, die Betrüger würden sich als Vertreter des „Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe“ ausgeben – dieses Amt gibt es aber nicht. „Ein Unternehmen hat uns darauf aufmerksam gemacht“, in der Sache werde bereits ermittelt. Auf der Homepage der imaginären Behörde heißt es, zurzeit würden in mehreren deutschen Unternehmen Befragungen durchgeführt. „Wir wollen gemeinsam mit ihnen an Strategien für eine nachhaltige Bewältigung der Coronakrise arbeiten.“ Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums verwies auch auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am vergangenen Mittwoch veröffentlicht hatte.

11.7.2020, 8:48 Uhr – Corona-Studie: Rund 4.000 Freiwillige melden sich

Etwa 4.000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für die Studie zum Corona-Impfstoff der Firma Curevac gemeldet. „Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner anderen klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen“, sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presseagentur. An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. „Bisher ist alles im grünen Bereich“, sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Die zahlreichen Freiwilligen können aber nicht alle zum Zug kommen.

11.7.2020, 3:42 Uhr – Deutsche Studenten in USA bitten Bundesregierung um Hilfe

Deutsche Studenten in den USA haben die Bundesregierung um Hilfe gebeten - um die drohende Ausweisung von ausländischen Studenten aus dem Land zu verhindern. In einem Schreiben heißt es, viele Studenten bangten nicht nur um ihren eigenen Studienaufenthalt. Sondern sie sähen auch einen Angriff auf den internationalen akademischen Austausch. Die US-Regierung will, dass Studenten das Land verlassen oder die Uni wechseln, wenn ihre Hochschule nur Online-Unterricht anbietet.

10.7.2020, 19:07 Uhr – Heidelberger Studie hat einen neuen Behandlungsansatz

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg haben nach einer Studie an verstorbenen Covid-19-Patienten neue Behandlungsansätze für schwere Erkrankungen entwickelt. Das teilte das Klinikum am Freitag mit. Demnach stehen kleine Blutgerinnsel, sogenannte Mikrothrombosen, am Anfang eines schweren Verlaufes von Covid-19. Diese Mikrothrombosen in den kleinen Lungengefäßen könnten erklären, warum Patienten keine Luft mehr bekommen. Die Mikrothrombosen schädigen außerdem die Lungenbläschen. Die Wissenschaftler des Pathologischen Instituts am Uniklinikum Heidelberg gehen davon aus, dass die Schäden in der Lunge im Wesentlichen der Grund für das Fortschreiten der Erkrankung sind. Die Studie legt nahe, dass die Blutgerinnung gleich zu Beginn der Erkrankung behandelt werden muss.

10.7.2020, 17:38 Uhr – Mallorca: Bis zu 600.000 Euro Bußgeld für illegale Partys

Die Balearen wollen gegen illegale Partys, die gegen die Corona-Regeln verstoßen und vor allem auf Mallorca zunehmend Sorgen bereiten, hart vorgehen. Die Regionalregierung beschloss einen Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro sowie verstärkte Kontrollen. Das entsprechende Dekret, das noch heute im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit umgehend in Kraft treten sollte, sieht bei Verstößen unter anderem auch Schließungen von Lokalen für eine Zeit von bis zu drei Jahren vor.

Wegen der Nachlässigkeit einiger Bürger hatte die Regionalregierung bereits am Donnerstag die Einführung einer strengen Maskenpflicht angekündigt, die am Montag in Kraft treten soll.

Corona-Regeln auf den Balearen Ab Montag noch schärfere Maskenpflicht

Auf dem spanischen Festland melden über 70 Regionen neue Corona-Ausbrüche. Katalonien hat die Maskenpflicht verschärft. Obwohl die Inseln kaum Neuinfektionen verzeichnen, reagiere…  mehr...

10.7.2020, 15:35 Uhr – Corona-Fall: Urlauber-Familie muss Sylt verlassen

Wegen eines Corona-Falls in ihrer Mitte hat eine Urlauber- Familie Sylt verlassen müssen. Wie die Kreisverwaltung am Freitag mitteilte, war dem Gesundheitsamt am Vortag das positive Testergebnis gemeldet worden. „Die Insel ist momentan voller Touristen – dementsprechend war Eile geboten“, sagte die Leiterin des amtsärztlichen Dienstes des Kreis-Gesundheitsamtes, Heike Dorothea Hill. In den frühen Morgenstunden sei die Familie mit ihrem Auto abgereist. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass sich die Person bereits vor ihrer Anreise außerhalb von Nordfriesland angesteckt hat.

10.7.2020, 13:22 Uhr – Studie: Coronavirus befällt auch das Herz

Das Coronavirus kann einer neuen Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zufolge auch das Herzbefallen. Sars-CoV-2 könne Herzzellen infizieren und sich darin vermehren, sagte der Leiter der Studie, Dirk Westermann, am Freitag. Zudem sei das Virus in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern. Allerdings ließe sich noch nicht abschließend klären, ob dies Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von Herzpatienten habe.

Für die Studie wurden laut UKE 39 gestorbene Herzpatienten untersucht, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren. Sie waren im Durchschnitt 85 Jahre alt. Bei rund zwei Drittel dieser Patienten konnten die Forscher im Herzgewebe das Virus nachweisen, wie das UKE weiter mitteilte. In 16 Fällen fanden sie den Angaben zufolge das Virus in Mengen, die klinische Auswirkungen hätten haben können.

10.7.2020, 12:10 Uhr – Scholz im SWR: Krise könnte Anfang 2022 überwunden sein

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält ein Ende der wirtschaftlichen Corona-Krise in rund eineinhalb Jahren für möglich. Wenn es gut laufe, "können wir vielleicht schon Anfang 2022 oder etwas früher in diese Situation kommen, dass wir an die Wirtschaftsleistung vor der Krise anknüpfen können", sagte er am Freitag im SWR-"Interview der Woche". 

Olaf Scholz im SWR Interview der Woche "Schneller aus dem Schlamassel raus als befürchtet"

Bundesfinanzminister Scholz gibt sich optimistisch: Der SPD-Politiker sagte im SWR Interview der Woche, er erwarte ein rasches Ende der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.  mehr...

10.7.2020, 11:05 Uhr – Bewohner von drei Unterkünften in Südwestpfalz getestet

Die Bewohner von drei Asylbewerberunterkünften in der Südwestpfalz sind auf Covid-19 getestet worden. Die Ergebnisse würden für diesen Samstag erwartet, sagte ein Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung in Pirmasens. Insgesamt wurden bei etwa 70 Menschen Abstriche genommen, die in einem Labor auf eine mögliche Corona-Infektion untersucht werden. Am Dienstag war ein Mann aus einer Asylunterkunft in Dahn positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin wurden drei Unterkünfte unter Quarantäne gestellt. Ein im selben Gebäude untergebrachtes Jobcenter wurde vorübergehend geschlossen.

10.7.2020, 10:12 Uhr – 26.000 Dollar Strafe für Geburtstags-Party in Melbourne

In Melbourne in Australien müssen die Gäste einer Geburtstagsparty insgesamt 26.000 Dollar Strafe zahlen. Sie hatten sich trotz der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie zu einer Feier getroffen. Aufgefallen war die Party, nachdem zwei Personen in einem Restaurant 20 Portionen Fast Food bestellten. Zeugen meldeten das der Polizei. Anhand des Nummernschildes fanden die Beamten den Ort der Geburtstagsparty heraus. Jeder der Gäste muss jetzt 1.652 australische Dollar Strafe zahlen – zusammen etwa 26.000 Dollar.

10.7.2020, 8:29 Uhr – Hongkong schließt alle Schulen

Hongkong wird einem Medienbericht zufolge wegen eines Anstiegs der Neuinfektionen alle Schulen schließen. Mindestens 30 weitere Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtet die South China Morning Post. Die Menschen hätten sich vor Ort angesteckt. Am Donnerstag wurden 42 Neuinfektionen registriert, in 34 Fällen handelt es sich um eine lokale Übertragung. Insgesamt sind 1.366 Infektionsfälle nachgewiesen, sieben Menschen starben den Angaben zufolge im Zusammenhang mit dem Virus.

10.7.2020, 3:04 Uhr – Großbritannien will gegen Fettleibigkeit vorgehen

Der britische Premierminister Boris Johnson wird laut Times noch in diesem Monat mit ersten Schritten im Kampf gegen Fettleibigkeit beginnen. Zum Beispiel sollen Werbeaktionen und Präsentationsformen für ungesunde Produkte in Supermärkten verboten werden, schreibt die Zeitung. Johnson will gegen Fettleibigkeit vorgehen, um sein Land besser für künftige Gesundheitskrisen zu rüsten. In Großbritannien ist nach Daten der Industriestaatenorganisation OECD fast jeder dritte Erwachsene übergewichtig. Das ist eine der höchsten Raten weltweit.

10.7.2020, 0:51 Uhr – Großbritannien will sich EU-Impfstoffprogramm nicht anschließen

Großbritannien wird sich laut Telegraph dem EU-Impfstoffprogramm nicht anschließen. Das habe die Regierung in London beschlossen, weil sie kostspielige Verzögerungen in der Versorgung mit dem Impfstoff befürchte, berichtet die Zeitung. Die EU-Kommission solle darüber an diesem Freitag informiert werden.

10.7.2020, 0:46 Uhr – Boliviens Präsidentin Anez ist Corona-Positiv

Boliviens Präsidentin Jeanine Anez hat pert Twitter ihre Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. Ein entsprechender Test sei positiv ausgefallen. Sie betonte aber, dass es ihr „gut“ gehe.

He dado positivo a Covid19, estoy bien, trabajaré desde mi aislamiento. Juntos, vamos a salir adelante. https://t.co/oA4YVYlZFa

9.7.2020, 22:20 Uhr – Strände in Rio de Janeiro bleiben geschlossen

Die Strände von Rio de Janeiro bleiben für Schwimmer und Sonnenbadende geschlossen, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. Der Bürgermeister der brasilianischen Metropole, Marcelo Crivella, begründete die Entscheidung damit, dass am Strand keine Masken getragen wurden und es damit komme zu mehr Infektionen komme. Die Strände sind zurzeit nur für Sport und Wassersport geöffnet.

9.7.2020, 21:18 Uhr – Erster bestätigter Corona-Fall im Nordwesten von Syrien

Im Bürgerkriegsgebiet im Nordwesten Syriens ist die erste Coronavirus-Infektion bestätigt worden. Betroffen sei ein Arzt im Bab-al-Haua-Krankenhaus an der türkischen Grenze, teilte die Hilfsorganisation ACU mit. Der Arzt habe in den vergangenen Tagen Symptome gezeigt, alle Kontaktpersonen würden getestet. Hilfsgruppen befürchten seit längerem einen Ausbruch in der Region. Dort sind viele Krankenhäuser zerstört, viele Vertriebene leben in Zelten.

9.7.2020, 17:36 Uhr – Behörden verschärfen Maskenpflicht auf den Balearen

Die Balearischen Inseln wollen die Maskenpflicht verschärfen. Ab dem Wochenende soll im Freien auf Mallorca, Menorca und Ibiza grundsätzlich eine Maske getragen werden – Ausnahmen kann es allerdings an Stränden und beim Sport geben. Grund ist ein Anstieg von Corona-Infektionen auf der Inselgruppe.

9.7.2020, 13:14 Uhr – Neue Regeln für Fleisch-Betriebe in Rheinland-Pfalz

Um eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern gelten ab Freitag für die Schlachthöfe und fleischverarbeitenden Betriebe in Rheinland-Pfalz neue Vorschriften. Neue Mitarbeiter müssen in Zukunft ein ärztliches Attest und einen negativen Corona-Test vorlegen, bevor sie in der Produktion arbeiten dürfen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Außerdem müssen die Unternehmen kontrollieren, ob Mitarbeiter, die mindesten 5 Tage lang nicht im Betrieb waren, in der Zeit in einem Risikogebiet waren. Sollte das der Fall sein, müssen sie in Quarantäne – bevor sie wieder in einem der Schlachthöfe oder fleischverarbeitenden Betriebe in Rheinland-Pfalz arbeiten dürfen.

9.7.2020, 11:54 Uhr – Ungarn will Reise-Regeln überprüfen

Ungarn wird die Regeln für Reisen in die Nachbarländer überprüfen, in denen es wieder mehr Corona-Fälle gibt. Dazu gehören Serbien, Kroatien, Slowenien, die Slowakei und Österreich. In diesen Ländern sei die Zahl der Fälle in den vergangenen zwei Wochen angestiegen, sagte Kabinettschef Gergely Gulyas.

9.7.2020, 11:32 – Kriminalität in NRW zurückgegangen

In Nordrhein-Westfalen ist die Kriminalität seit Beginn der Coronakrise deutlich zurückgegangen. Von Anfang März bis Ende Juni dieses Jahres habe es 365.676 Strafanzeigen gegeben, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. Das sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang um knapp 23 Prozent. „Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger“, sagte Reul. Der Rückgang betreffe fast alle Formen von Delikten.

9.7.2020, 6:28 Uhr – USA: Mehr Corona-Fälle nach Trump-Kundgebung

Die Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma hat aus Sicht der Behörden wohl für einen Anstieg von Corona-Fällen gesorgt. Er war am 20. Juni in einer Halle vor Tausenden Menschen aufgetreten. Die Veranstaltung war umstritten, unter anderem weil keine Maskenpflicht herrschte. 42 US-Bundesstaaten verzeichneten gestern einen drastischen Anstieg an Neuinfektionen. Insgesamt haben sich bisher mehr als drei Millionen US-Bürger mit dem Coronavirus infiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC vermutet aber, dass die Dunkelziffer zehnmal so hoch liegt.

9.7.2020, 3:48 Uhr – Wann geht es bei Tönnies weiter?

Nach Prüfung des Hygienekonzepts von Tönnies wollen die Behörden am Morgen über die Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück beraten. Es werde geprüft, ob mit dem neuen Hygienekonzept ein weiterer Corona-Ausbruch verhindert werden könne, teilt die Stadt mit. Erste Teilbereiche unter anderem in der Verwaltung wurden bereits gestern wieder geöffnet. Viele Angestellte befinden sich aber noch in Quarantäne. Insgesamt hatten sich mehr als 1.500 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

9.7.2020, 0:43 Uhr – Gewaltsame Zusammenstöße in Belgrad

In der serbischen Hauptstadt Belgrad ist es wegen der Corona-Politik der Regierung wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Eine zunächst friedliche Protestaktion gegen eine angekündigte Ausgangssperre schlug in Gewalt um. Die Sicherheitskräfte setzten erneut Tränengas gegen Protest-Teilnehmer ein, die ihrerseits Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten warfen. Zuvor hatte Präsident Aleksandar Vucic gesagt, er werde wohl auf die geplante Ausgangssperre verzichten. In Belgrad werde es aber definitiv schärfere Corona-Einschränkungen geben als zuletzt. Die Infektionszahlen waren nach ersten Lockerungen in Belgrad wieder stark angestiegen.

8.7.2020, 19:37 Uhr – USA: Mehr als drei Millionen bestätigte Infektionen

In den USA hat die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen die Schwelle von drei Millionen überschritten. Das gab Vizepräsident Mike Pence bekannt. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind innerhalb eines Tages gut 60.000 Neuinfektionen registriert worden. Seit der Lockerungen der Corona-Auflagen im Juni ist die Zahl der Neuansteckungen deutlich angestiegen. Mehr als 131.000 Menschen sind in den USA bisher nach einer Corona-Infektion gestorben.

8.7.2020, 17:51 Uhr – Baden-Württemberg unterstützt Vereine in Corona-Krise

Baden-Württemberg unterstützt Vereine und Organisationen, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind. Es werden insgesamt bis zu 15 Millionen Euro verteilt. Nach Angaben des Sozialministerium kann jeder Verein maximal 12.000 Euro erhalten. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Soziale Organisationen wie Tafelvereine oder Migrantenorganisationen sollen bevorzugt werden.

8.7.2020, 17:12 Uhr – Corona-Lage in Afrika bereitet WHO Sorgen

In Afrika gibt es mittlerweile eine halbe Million Corona-Fälle. Zudem seien fast 12.000 Menschen gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. In immer mehr Ländern gibt es laut WHO einen scharfen Anstieg der Infektionen, das bereitet der Organisation Sorgen. In 22 Ländern auf dem Kontinent hätten sich die Fälle im vergangenen Monat mehr als verdoppelt.

8.7.2020, 17:05 Uhr – Rheinland-Pfalz: Corona-Tests in Schlachthöfen abgeschlossen

In Rheinland-Pfalz sind die Corona-Reihentests in Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben abgeschlossen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es nur zwei positive Ergebnisse und zwar in einem Schlachtbetrieb in Wittlich. Insgesamt haben die Gesundheitsämter mehr als 1.800 Mitarbeiter in sieben Betrieben getestet. Nach den Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen hatten unter anderem die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Tests in den Betrieben angeordnet.

8.7.2020, 16:01 Uhr – Koblenz: Drei Studentenwohnheime unter Quarantäne

In Koblenz haben die Behörden drei Studentenwohnheime unter Quarantäne gesellt. Dort sind drei Studenten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gibt noch mehr Menschen mit Symptomen. Sie hatten Kontakt mit den Infizierten in Koblenz und werden jetzt auf das Virus getestet

8.7.2020, 15:32 Uhr – Großbritannien senkt Mehrwertsteuer

Die britische Regierung senkt die Mehrwertsteuer in der Gastronomie und der Hotelbranche von 20 auf fünf Prozent. Das kündigte Finanzminister Rishi Sunak an. Die Regelung soll kommenden Mittwoch in Kraft treten und bis zum 12. Januar gelten. Demnach entgehen dem Land dadurch Steuereinnahmen in Höhe von rund vier Milliarden Pfund. Großbritannien gilt als eines der weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Erst Anfang Juli wurden die Beschränkungen gelockert, seitdem dürfen die Menschen unter anderem wieder in Pubs und Restaurants. Auch in Deutschland wurde wegen der Corona-Pandemie vorübergehend die Mehrwertsteuer gesenkt.

8.7.2020, 14:43 Uhr – Österreich warnt vor Reisen nach Bulgarien und Rumänien

Österreich spricht mit Blick auf die Corona-Infektionen nun auch für Bulgarien, Rumänien und Moldau eine Reisewarnung aus. Die Maßnahme gelte ab sofort, sagte Außenminister Alexander Schallenberg. Die Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien würden deutlich verstärkt, erklärte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Österreich reagiert mit diesem Schritt auf die im nahen Ausland steigenden Infektionszahlen. Vor einer Woche hatte Wien bereits eine Reisewarnung für die sechs Staaten des Westbalkans ausgesprochen.

8.7.2020, 14:17 Uhr – Schulen in Baden-Württemberg: Nach den Sommerferien wieder regulärer Unterricht

Nach den Sommerferien soll sich der Betrieb an Schulen in Baden-Würtemberg weiter normalisieren. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat dazu ein Konzept vorgestellt. Die Abstandsregel fällt dann auch an den weiterführenden Schulen weg. Der Unterricht soll sich, soweit möglich, auf die regulären Klassen oder Lerngruppen beschränken. Für ältere Schüler könnte es eine Maskenpflicht in Schulgebäuden geben - allerdings nicht im Unterricht.

Schulen in Baden-Württemberg Nach den Sommerferien wieder regulärer Unterricht

Baden-Württemberg plant nach den Sommerferien wieder regulären Unterricht. Abstandsregeln innerhalb von Klassen und Lerngruppen sollen dann nicht mehr gelten — wenn es keine neue Corona-Infektionswelle gibt.  mehr...

8.7.2020, 12:54 Uhr – Katalonien führt generelle Maskenpflicht ein

Katalonien schreibt das Tragen von Masken jetzt generell vor. Demnach ist auch ein Sicherheitsabstand kein Grund, keine Maske zu tragen, heißt es. Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra sagte an, die Maßnahme werde am Donnerstag in Kraft treten. Spanien schreibt das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes drinnen und draußen vor, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

8.7.2020, 10:30 Uhr – Kein landesweiter Lockdown mehr in Frankreich

Bei weiteren Corona-Ausbrüchen in Frankreich wird es keinen landesweiten Lockdown mehr geben. Künftig solle es nur noch regional begrenzte Ausgangsbeschränkungen geben, kündigt der neue Premierminister Jean Castex an. „Wir müssen auf eine zweite Welle vorbereitet sein“, sagte er dem TV-Sender BFM. Aber man werde bei Bedarf nicht wieder wie im März das ganze Land abriegeln – „weil das schreckliche wirtschaftliche und menschliche Konsequenzen hat.“ Ein neuer Lockdown wäre dann in jedem Fall gezielt und begrenzt.

8.7.2020, 7:35 Uhr – EU-Kommission verlangt Wirtschaftsplan von Italien

Die EU-Kommission will von Italien bis Oktober einen detaillierten Wirtschaftsplan haben, der den Wiederaufbaufonds der EU begleiten soll. Darin müssten genaue Vorschläge für Investitionen und Reformen sowie sehr konkrete Zeitpläne enthalten sein, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni der Zeitung La Stampa. Außerdem müssten die Pläne Italiens den Vorgaben der EU wie dem Green Deal und der Digitalisierung entsprechen. „Wir brauchen Sicherheit, dass nationale Programme mit den europäischen Prioritäten einhergehen.“

8.7.2020, 3:17 Uhr – Mehr als drei Millionen Infizierte in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in den USA durchbricht nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters die Drei-Millionen-Marke. Danach haben sich 3,01 Millionen Menschen nachweislich angesteckt, 131.317 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. In den ersten sieben Juli-Tagen haben 18 US-Bundesstaaten einen Rekordanstieg bei neuen Covid-19-Fällen gemeldet. Allein in Texas hat sich die Zahl der stationären Patienten innerhalb von nur zwei Wochen mehr als verdoppelt. In Arizona sind rund 90 Prozent der Intensivbetten belegt. Die USA haben weltweit die höchste bekannte Anzahl an Infektions- und Todesfällen.

7.7.2020, 20:46 Uhr – Offizieller Austritt eingereicht: USA wollen WHO in einem Jahr verlassen

Die USA haben offiziell ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingereicht. Das Schreiben sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein Regierungsbeamter in Washington. Es werde in einem Jahr, am 6. Juli 2021, wirksam. US-Präsident Donald Trump hatte bereits Ende Mai die Zahlungen an die WHO eingestellt. Er wirft der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Corona-Virus informiert zu haben und unter Kontrolle der chinesischen Regierung zu stehen.

7.7.2020, 19:20 Uhr – Corona-Krise vernichtet jahrzehntelangen Fortschritt

Die Corona-Pandemie wirft die Menschheit in Sachen Armutsbekämpfung, Gesundheitswesen und Bildung um Jahrzehnte zurück. Das geht aus einem UN-Bericht hervor. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe die Menschheit Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht, heißt es darin. Wegen Covid-19 gebe es nun eine nie gesehene Gesundheits-, Wirtschafts- und Gesellschaftskrise. Unter anderem würden voraussichtlich 71 Millionen Menschen in diesem Jahr wieder in Armut zurückfallen. Es wäre der erste Anstieg seit über 20 Jahren. Die UN sagen außerdem weltweit Hunderttausende Tote durch Probleme bei der Gesundheitsversorgung voraus.

7.7.2020, 18:35 Uhr – BW: Nach den Sommerferien wieder Präsenzunterricht an weiterführenden Schulen

Nach den Sommerferien soll es an den weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg wieder regelmäßig Unterricht im Klassenzimmer geben. Das steht in einem Rundschreiben an die Schulen, das dem SWR vorliegt. Die Schüler würden in der Regel Präsenzunterricht ohne Mindestabstand haben. Die genauen Planungen will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) morgen vorstellen.

7.7.2020, 18:01 Uhr – Drei Center-Parcs-Mitarbeiter im Allgäu infiziert

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Eine Sprecherin der Center-Parcs-Anlage in Leutkirch hat gesagt, es handelt sich um Mitarbeiter aus dem Gastronomie-Bereich. Der Test war in der vergangenen Woche positiv ausgefallen. 120 Kontaktpersonen mussten vorsorglich in Quarantäne. Bislang wurde bei keiner von ihnen das Virus nachgewiesen. Die Ferienanlage umfasst etwa 1000 Ferienwohnungen.

7.7.2020, 17:27 Uhr – Brasiliens Präsident Bolsonaro Corona-positiv

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte der Staatschef in einem Fernsehinterview. Ein Test in einem Militärkrankenhaus sei positiv ausgefallen. Laut Medienberichten habe Bolsonaro Fieber, Husten, Kopfschmerzen und er fühle sich schwach. Seine Lungen seien allerdings „sauber“, sagte er nach einem Krankenhausbesuch. Der 65-Jährige wird nach eigenen Angaben mit dem umstrittenen Malariamittel Hydroxychloroquin behandelt, das er selber stets als „Wundermittel“ gegen Covid-19 angepriesen hatte.

Bolsonaro hatte in den vergangenen Monaten immer wieder die Gefahr durch das Virus heruntergespielt und es mitunter als „kleine Grippe“ bezeichnet. Meist trat er ohne Maske auf und schüttelte die Hände seiner Anhänger.

7.7.2020, 16:43 Uhr – Kreis Gütersloh will Tönnies Corona-Kosten aufdrücken

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer will die Firma Tönnies für Kosten in die Pflicht nehmen, die dem Kreis durch den massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Rheda-Wiedenbrück entstanden sind. Immerhin habe das Unternehmen von Clemens Tönnies viele Kosten im Kreis Gütersloh verursacht, sagte der CDU-Politiker. „Irgendwann wird ihm diese Rechnung auch präsentiert werden, zumindest das, was wir als Kreisverwaltung an Kosten hatten.“ Eine konkrete Summe nannte Adenauer nicht, verwies aber unter anderem auf die zahlreichen Corona-Tests. „Herr Tönnies hat sich ja bereit erklärt, die Kosten für die Testungen zu übernehmen. Der Deckel wird mit Sicherheit größer werden“, sagte er. Auch eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Kostenübernahme schloss der Landrat nicht aus.

7.7.2020, 14:34 Uhr – Baden-Württemberg erwägt Maskenpflicht für ältere Schüler

Baden-Württembergs Landesregierung überlegt, zum neuen Schuljahr eine Maskenpflicht für Schüler auf Schulgeländen einzuführen. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ob das sinnvoll sei, ob und wie das gehe, darüber müsse die Landesregierung aber noch weiter diskutieren. Eine Überlegung sei, dass Schüler eine Maske tragen müssen, wenn sie sich in der Schule bewegen, aber nicht, wenn sie in einem Klassenraum sitzen. Es gehe grundsätzlich darum, unter welchen Bedingungen an weiterführenden Schulen nach den Sommerferien ein Regelunterricht ermöglicht werden könne. Am Mittwoch will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) über die derzeitigen Pläne für den Schulunterricht nach den Sommerferien informieren.

7.7.2020, 11:50 Uhr – Weniger Speiseeis importiert

Deutschland importiert in der Corona-Zeit weniger Eis. Von Januar bis April waren es 45.000 Tonnen und damit fast 13 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte das Statistische Bundesamt mit. Fast zwei Drittel kamen aus den Nachbarstaaten Belgien, Frankreich und Polen. In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Eis aus dem Ausland zugenommen. 2019 wurden insgesamt rund 155.000 Tonnen Speiseeis importiert und damit fast doppelt so viel wie noch zehn Jahre davor. Anders als die Importe sanken die Exporte zuletzt kaum: Von Januar bis April lieferten deutsche Firmen 60.000 Tonnen Eis ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Ziel war vor allem Frankreich, Österreich und Großbritannien.

Wie experimentierfreudig seid ihr in Sachen Eis? 🍨😁 SWR3-Redakteur Klaus Sturm ist da eher traditionell: 📍„Das Konzept Speiseeis war mal entspannt und vor allem dem Genuss verpflichtet. Seitdem hat sich einiges getan. Es scheint um Abenteuer und Erfahrungen zu gehen. Wenn ich mit mir und dem Leben im Reinen wäre, würde das einfache Schokoladeneis, cremig, dunkel und süß, sicher funktionieren. Wenn es um mich herum und in mir selbst ein wenig eintönig wird, muss anderes her. Weißwurst-Eis und Biergeschmack hat es schon gegeben, schuld daran waren sicher die Bayern, aber das kann nicht mehr genügen. Natürlich kommt kein Hipster, und schon gar nicht jemand, der das erst noch werden will, an einer Avocado vorbei. Also gibt es Avocado-Eis. Das ist noch nachvollziehbar, zumal auf diese Art der Kern entfällt, bekanntermaßen die Hipster-Küchen-Unfall-Ursache Nummer eins. Ansonsten ist die Avocado in ihrer Eisform aber eher etwas für Traditionalisten und Geschmacksfeiglinge. Wer es ernst meint mit dem neuen Eisgenuss, der muss sich ranwagen an das Cranberry-Eis mit Speck, an Karottensorbet mit Ingwer oder Eis vom Ziegenkäse mit Feige und Walnuss. Ihr merkt schon: Das sind Bestandteile, die in wärmeren Aggregatzuständen ganz gut funktionieren, die aber bisher in ihrer eisigen Form keinerlei Daseinsberechtigung hatten. Und ich denke, das war auch gut so. Ich fürchte mich schon jetzt ein wenig vor den bald kommenden Angeboten an glutenfreiem Vollkorneis oder lactosefreiem Grünkohl-Granité. Denn ich will ja einfach nur ein Eis essen – ich will dabei kein ganzheitlich bewusster besserer Bio-Mensch werden. Mit diesem Risiko und seiner Nebenwirkung wäre allerdings zu rechnen…“📍 . . . #eis #eissorten #vanilleeis #schokoeis #erdbeereis #zitroneneis #eisbecher #eisdiele #eisliebe #fancyeissorten #eissorte

7.7.2020, 8:36 Uhr – Australien: Sechswöchige Ausgangssperre in Melbourne

Australien verhängt eine sechswöchige Ausgangssperre über Melbourne, da es dort einen erneuten starken Anstieg von Coronavirus-Infektionen gibt. Mehr als fünf Millionen Bewohner müssen zuhause bleiben, teilte die Regierung mit. Die Ausgangssperre tritt in der Nacht zum Mittwoch in Kraft.

7.7.2020, 7:14 Uhr – UN-Generalsekretär: Terrorgruppen könnten Pandemie ausnutzen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat davor gewarnt, dass Terrorgruppen die Corona-Pandemie ausnutzen könnten. Es sei zwar zu früh, die Auswirkungen auf den Terrorismus einzuschätzen, aber alle Gruppen wie der Islamische Staat und zum Beispiel Neonazis strebten danach Probleme zu nutzen, um ihre Ziele durchzusetzen. Zum Beispiel versuche der IS in Syrien und dem Irak im Moment wieder Fuß zu fassen, so Guterres.

7.7.2020, 3:30 Uhr – USA: Internationalen Studenten droht Ausweisung

Ausländische Studierende an US-Universitäten, die im Wintersemester wegen des Coronavirus ausschließlich Online-Kurse anbieten, sollen nach dem Willen der US-Regierung das Land verlassen. Die US-Einwanderungsbehörde ICE teilte mit, an solchen Universitäten immatrikulierte ausländische Studenten müssten ausreisen oder an eine Hochschule wechseln, die Präsenzunterricht anbiete. Ansonsten drohe ihnen die Ausweisung. Ausländern, die ihr Studium an einer von Herbst an ausschließlich online lehrenden Hochschule aufnehmen wollten, werde kein Visum ausgestellt. Die Einreise ins Land werde ihnen nicht gestattet. Tausende Studenten könnten betroffen sein. Unter anderem die Universitäten Harvard und Princeton haben bereits angekündigt, einen Großteil der Vorlesungen im Wintersemester online abzuhalten.

7.7.2020, 2:32 Uhr – Trauergottesdienst für die 28.000 Corona-Toten in Spanien

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst hat Spanien die knapp 28.400 Todesopfer der Corona-Pandemie geehrt. An der Messe in der Madrider Almudena-Kathedrale nahmen am späten Abend unter anderem König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor (14) und Infantin Sofía (13) teil. Die Royals trugen wie alle anderen rund 400 Teilnehmer Schutzmasken. Unter den Besuchern waren neben ranghohen Politikern auch rund 70 Hinterbliebene der Opfer sowie zahlreiche Vertreter des spanischen Gesundheitspersonals, das sich in der Krise aufopferungsvoll um die Corona-Kranken gekümmert hatte. Viele Tausend Ärzte und Pfleger infizierten sich mit dem Virus und starben.

7.7.2020, 2:28 Uhr – Brasiliens Präsident Bolsonaro unterzieht sich Corona-Test

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich einem Corona-Test unterzogen. Bolsonaro erklärt seinen Anhängern vor dem Präsidentenpalast, dass eine zusätzliche Untersuchung seiner Lunge keine Hinweise auf Covid-19 gezeigt habe. Das Büro des Präsidenten reagiert nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme, das Ergebnis des Abstrichs steht noch aus. Lokale Medien hatten zuvor berichtet, dass der Präsident Symptome der Atemwegserkrankung zeige. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

6.7.2020, 20:10 Uhr – US-Behörden melden 44.361 weitere Infektionen

Die Zahl der Infektionen in den USA ist nach Angaben der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) um 44.361 auf 2,886 Millionen gestiegen. Zudem seien 235 weitere Todesfälle und damit insgesamt 129.811 verzeichnet worden.

6.7.2020, 19:48 Uhr – Griechenland: Touristen positiv auf Coronavirus getestet

Zum ersten Mal seit Wochen sind in Griechenland wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 43 Fälle registriert. Davon waren nach Angaben der Behörden 36 Touristen. Die meisten davon (20) waren nach Medien-Informationen Urlauber aus Serbien. Weitere 16 Touristen stammen aus verschiedenen Staaten, hieß es. Ob darunter auch Deutsche waren, blieb zunächst unklar.

6.7.2020, 17:13 Uhr – Gesundheitsminister: Maskenpflicht gilt weiterhin

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben sich darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel weiterhin gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

6.7.2020, 16:36 Uhr – Gericht hebt Lockdown im Kreis Gütersloh auf

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies eine differenziertere Regelung erlassen müssen, so die Begründung der Richter. Ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

6.7.2020, 12:22 Uhr – Merkel: Wo kein Mindestabstand möglich ist, bleibt die Maske unverzichtbar

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert nach Angaben ihres Regierungssprechers für eine Beibehaltung der Maskenpflicht. „Überall dort, wo der Mindestabstand nicht gewährleistet sein kann, ist die Maske ein unverzichtbares Mittel“, sagte Steffen Seibert und nannte als Beispiel Busse, U-Bahnen und den Einzelhandel. Er reagierte damit auf eine Debatte über eine Lockerung der Maskenpflicht in Geschäften. Auch die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben klargestellt, dass im Südwesten die Maskenpflicht so schnell nicht gelockert werde.

Corona-Maske runter? „Die Leute halten keinen Abstand mehr“ – was SWR3-Hörer zur neuen Debatte sagen

Die Diskussion ist seit dem Wochenende zurück: Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht beim Einkaufen abschaffen. Viele warnen vor diesem Schritt. In SWR3Land sind die Meinungen geteilt.  mehr...

6.7.2020, 10:50 Uhr – AKK und Söder bestehen auf Maskenpflicht in Deutschland

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CSU-Chef Markus Söder kritisieren die von den Wirtschaftsministern in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen (beide CDU) ausgelöste Debatte über eine Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel. „Die Maskenpflicht muss weiter gelten“, sagte Kramp-Karrenbauer nach Teilnehmerangaben im CDU-Präsidium. Es sei das falsche Signal, nun die Maskenpflicht aufzuheben. Söder sagte, die Politik dürfe jetzt nicht „ein falsches Signal“ senden und den Eindruck erwecken, es bestehe keine Gefahr mehr.

Die Diskussion ist seit dem Wochenende zurück: Mecklenburg-Vorpommern überlegt, die Maskenpflicht beim Einkaufen abzuschaffen – die Meinungen darüber sind geteilt. . . . #diskussion #maskenpficht #atemschutzmaske #mundnasenschutz #politik #wissenschaft #gesellschaft #abstand #haltetabstand #einkaufen #einzelhandel #hygiene #maßnahmen #corona #coronakrise #pandemie #meinung #aussage #zitat

6.7.2020, 9:50 Uhr – Schweiz führt Maskenpflicht ein

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise gilt in der Schweiz seit heute landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Das betrifft auch Flüge der Swiss. Bislang hatten Behörden und Verkehrsbetriebe nur das Maskentragen in Stoßzeiten empfohlen. Nach stark gestiegenen Infektionszahlen schwenkt die Regierung nun um. Seit heute müssen sich zudem Einreisende aus 29 Risikoländern in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne begeben. Dazu gehören etwa Russland, Serbien, Schweden und die USA.

6.7.2020, 7:58 Uhr – Indien mit fast 700 000 Corona-Infektionen weltweit auf Platz drei

Nach mehr als 24.000 Ansteckungen binnen 24 Stunden ist Indien bei den Coronavirus-Infektionen weltweit auf Platz drei vorgerückt. Die indischen Behörden bestätigten am Montag insgesamt 697.413 registrierte Fälle von Covid-19, womit das Land an Russland vorbeizog, das 680.283 Fälle gemeldet hat. Außerdem starben in Indien fast 20.000 Erkrankte. Mehr Infektionen haben nur die USA und Brasilien festgestellt. Dort gab es knapp 2,9 Millionen beziehungsweise gut 1,6 Millionen Fälle.

6.7.2020, 5:10 Uhr – 219 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 219 auf 196.554, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um vier auf 9.016. Etwa 182.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

6.7.2020, 5:10 Uhr – Studie: Ein Drittel trinkt in der Corona-Krise mehr Alkohol

Der Alkoholkonsum ist bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland seit der Coronakrise gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg durchgeführt hat. 35,5 Prozent der mehr als 3000 an der Studie Teilnehmenden gaben bei der anonymen Online-Umfrage an, während der Pandemie mehr oder viel mehr Alkohol getrunken zu haben als zuvor. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert aber erste Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen.

„Risikofaktoren für eine Vermehrung des Konsums waren zum Beispiel der Wechsel des Arbeitsstatus, etwa ins Homeoffice, ein hohes gefühltes Stressniveau und Zweifel daran, dass die Krise gut gemanagt wird“, sagte Anne Koopmann vom ZI in Mannheim der Deutschen Presse-Agentur. Menschen mit einem hohen Stress-Level und geringerem sozialen Status gaben demnach eher an, in der Krise mehr Alkohol zu trinken. Menschen in systemrelevanten Berufen, die weiter arbeiten konnten, tranken den Angaben zufolge dagegen eher weniger oder steigerten ihren Konsum nicht.

Corona-Seelsorge 5 Tipps: So bleibst du in der Corona-Krise psychisch gesund!

Die Corona-Krise kann ganz schön auf die Laune schlagen: Abstand zu anderen Menschen halten, allein im Home-Office sitzen – Stress und auch Angst vor Ansteckung beschäftigen viele Menschen. Wir geben Tipps für die psychische Gesundheit.  mehr...

6.7.2020, 4:20 Uhr – Ende der Stierkampfpause in Spanien

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Spanien beendet auch die Zwangspause für Stierkämpfe. Nach vier Monaten können die Veranstaltungen wieder stattfinden. Tierschützer sind empört:

Coronakrise in Spanien Das Ende der Stierkampfpause

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Spanien beendet auch die Zwangspause für Stierkämpfe. Nach vier Monaten können die Veranstaltungen wieder stattfinden. Tierschützer sind empö…  mehr...

6.7.2020, 3:59 Uhr – Forschung bei der Bundeswehr: Können Hunde Corona riechen?

Diensthunde der Bundeswehr sollen das Erschnüffeln einer Coronavirus-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel teilnehmen:

Forschung bei der Bundeswehr Können Hunde Corona erschnüffeln?

Sprengstoff, Drogen, Krebs – warum nicht auch eine Corona-Infektion? Diensthunde der Bundeswehr sollen jetzt lernen, sie zu riechen. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.  mehr...

6.7.2020, 00:37 Uhr – Spahn warnt vor Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt angesichts eines Vorschlags zur Abschaffung der Maskenpflicht im Handel zur Vorsicht. Der CDU-Politiker schrieb auf Twitter, er verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Das Virus sei aber noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert sei, bleibe die Alltagsmaske geboten, so Spahn. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, eine Lockerung wäre fahrlässig. Die Maskenpflicht im Handel sei eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen das Coronavirus. Eine Aufhebung der Maskenpflicht ist für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge auf absehbare Zeit kein Thema. Die Zeitung zitiert sie mit den Worten: Mit der Maske schütze man sich und andere, das bleibe die Grundphilosophie.

Zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) erklärt, wenn das Infektionsgeschehen in seinem Bundesland weiter so gering bleibe, erwäge er ein baldiges Ende der Maskenpflicht.

6.7.2020, 00:13 Uhr – Einnahmen aus Lkw-Maut eingebrochen

Der Bund muss wegen der Corona-Krise offenbar auf millionenschwere Einnahmen aus der Lkw-Maut verzichten. Im Mai wurden rund 95 Millionen Euro weniger Mautgebühren eingenommen als im Vorjahresmonat. Das schreibt die "Rheinische Post" und bezieht sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Bereits im April verzeichnete das Bundesverkehrsministerium demnach deutlich geringere Einnahmen: rund 88 Millionen Euro weniger als im Jahresvergleich. Für Juni geht das Ministerium den Angaben nach aber von einer Erholung aus. Mit den Maut-Einnahmen wird vor allem der Straßenbau finanziert.

5.7.2020, 23:52 Uhr – Bewohner mexikanischen Grenzorts blockieren Straße aus USA

Bewohner des mexikanischen Grenzorts Sonoyta haben aus Angst vor dem Coronavirus zeitweise die Straße aus den USA blockiert. Sie versperrten die aus Arizona kommende Straße am Samstag mit ihren Autos. Der Bürgermeister José Ramos Arzate schrieb, er lade „US-Touristen ein, Mexiko nicht zu besuchen“.

In Arizona hat die Zahl der Corona-Infektionen stark zugenommen und es wurde befürchtet, dass es anlässlich des US-Nationalfeiertags am Samstag zu vermehrten Ansteckungen kommen könnte. Ramos Arzate schrieb, Personen sollten nur für unentbehrliche Aktivitäten aus den USA einreisen dürfen, wofür ein wenige Meter vom Grenzübergang zwischen Sonoyta und dem US-Dorf Lukeville entfernter Kontrollpunkt weiterhin in Betrieb sein werde.

5.7.2020, 20:01 Uhr – Germersheim: Eklat um Mundschutz führt zu Tasereinsatz

Die Polizei in Germersheim hat am Samstagabend einen Mann vorübergehend festgenommen, der sich geweigert haben soll, in einem Supermarkt den vorgeschriebenen Mundschutz zu tragen. Mitarbeiter hatten den Mann ohne Atemmaske zunächst aus dem Germersheimer Supermarkt verwiesen. Die herbeigeholte Polizei wollte dann die Personalien des Mannes aufnehmen. Nach ihren Angaben weigerte sich der Mann, sie herauszugeben. Daraufhin hätten die Beamten ihn durchsucht. Dagegen habe er sich vehement gewehrt. Die Beamten hätten ihn daraufhin auf die Dienststelle in Germersheim gebracht. Dort soll er sich gegen eine Blutentnahme gewehrt haben. Daher sei ein Taser eingesetzt worden. 

5.7.2020, 19:34 Uhr – Auch im Iran Maskenpflicht

Im Iran gilt seit Sonntag eine Maskenpflicht unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufszentren und bei Behördengängen. Hintergrund ist der Anstieg der Corona-Fälle. Alleine heute meldet das Gesundheitsministerium in Teheran 163 Tote. Das ist die bisher höchste offizielle Zahl an Coronaopfern. Nach Ministeriumsangaben kommt es alle 33 Sekunden zu einer Neuinfektion, stichprobenartige Antikörper-Tests deuteten darauf hin, dass sich bereits 18 Millionen Iraner infiziert hätten.

5.7.2020, 17:40 Uhr – Online-Handel profitiert von Corona-Krise

Bestellungen im Internet sind in Deutschland seit Beginn der Corona-Krise häufiger geworden: Nach einer Studie des "Bundesverbands E-Commerce" haben Kunden vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Medikamente und Drogerie-Artikel viel öfter im Internet gekauft als vor der Pandemie. Die Umsätze seien von April bis Juni um gut 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei Lebensmitteln gab es sogar einen Zuwachs um fast 90 Prozent.

5.7.2020, 15:42 Uhr – Diskussion über Maskenpflicht entbrannt

Einige Bundesländer wollen Maskenpflicht abschaffen Der Kampf um die Maske

Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht im Handel ab August abschaffen. Das sorgt bei vielen für Empörung - und auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt.  mehr...

5.7.2020, 15:33 Uhr – Weiteres Gebiet in Spanien wird abgeriegelt

In Spanien riegeln die Behörden ein weiteres Gebiet wegen eines Corona-Ausbruchs ab. Von Mitternacht an dürfen die rund 70.000 Einwohner des Küstengebiets La Mariña im Nordwesten des Landes die Zone für fünf Tage nicht verlassen. Die Behörden rufen die Menschen dazu auf, in ihrer Gemeinde zu bleiben. Überall im öffentlichen Raum sind Masken vorgeschrieben, auch an den Stränden. Grund für die verschärften Regeln ist ein Corona-Ausbruch mit rund 100 Fällen. Für die insgesamt 200.000 Einwohner der Stadt Lleida und der umliegenden Gebiete gelten seit gestern Ein- und Ausreisebeschränkungen.

5.7.2020, 14:16 Uhr – Mehrere Bundesländer überlegen Maskenpflicht abzuschaffen

Mehrere Bundesländer wollen die Pflicht zum Tragen einer Maske abschaffen. Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), geht dabei am weitesten. Er sagt, dass die Maskenpflicht beim Einkaufen am 4. August aufgehoben werden könnte. Auch Regierungsvertreter in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein schlossen das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel nicht grundsätzlich aus. Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland teilten hingegen mit, man sehe keinen Anlass, um über das Thema zu diskutieren

5.7.2020, 13:58 Uhr – Corona-Fall in Höpfinger Kindergarten

Im Kindergarten St. Josef in Höpfingen-Waldstetten (Neckar-Odenwald-Kreis) ist am Freitag ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut eines Sprechers des Landratsamtes werden von allen Kontaktpersonen des Kindes Abstriche genommen. Bis Montag sollen erste Testergebnisse vorliegen. Der kleine Kindergarten bleibt zunächst geschlossen, die Kinder und die Erzieherinnen sind in häuslicher Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt angeordnet. Wegen vermehrter Anfragen hatte der Landkreis am Wochenende ein Bürgertelefon geschaltet.

5.7.2020, 13:02 Uhr – Corona-Infektionen auch in Fleisch-Großbetrieben in Österreich

Auch in Österreich sind Mitarbeiter in drei Fleisch-Großbetrieben positiv auf das Coronavirus getestet worden — zwei der Betriebe liegen nahe der deutschen Grenze. Insgesamt seien bisher zwölf Infektionen registriert worden, bestätigten die Behörden der Nachrichtenagentur APA. Die Tests unter den Mitarbeitern laufen heute noch weiter.

Massentests in Zerlgehallen Warum sind Fleischbetriebe Corona-Hotspots?

Fleischbetriebe in Deutschland entwickeln sich zunehmend zu Corona-Brennpunkten. Warum ist das so? Kann ich mich auch über das Fleisch in meinem Kühlschrank infizieren?  mehr...

5.7.2020, 11:23 Uhr – Seehofer will gratis Corona-Tests für alle in Deutschland

Innenminister Horst Seehofer (CSU) ist für kostenfreie Corona-Tests für alle in Deutschland. Der Welt am Sonntag sagte er, bei der Bekämpfung einer potenziell lebensgefährlichen Infektion müsse man konsequent vorgehen. Bislang habe man keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land, so der CSU-Politiker. Parteikollege Markus Söder habe recht. Der bayerische Ministerpräsident hatte als erste Landeschef kostenlose Corona-Massentests angekündigt.

5.7.2020, 10:01 Uhr – Menschen in Gütersloh können auf Ende des Lockdowns hoffen

Die Menschen im Kreis Gütersloh können weiter auf ein schnelles Ende des regionalen Lockdowns hoffen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf 56 gesunken - 50 gilt als Grenzwert für das Ende der Einschränkungen. Diese sind zunächst noch bis übermorgen geplant. Grund für den Lockdown war der massive Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

5.7.2020, 8:24 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern will Maskenpflicht im Handel abschaffen

In Mecklenburg-Vorpommern könnte die Maskenpflicht im Handel demnächst abgeschafft werden. Der Wirtschaftsminister des Landes Harry Glawe (CDU) sagte der Welt am Sonntag, er sehe keinen Grund, länger daran festzuhalten - sollte das Infektionsgeschehen so gering bleiben. Er rechnet mit einem entsprechenden Beschluss Anfang August. Glawe will darüber auch mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sprechen. Ziel sei eine einheitliche Regelung für alle norddeutschen Bundesländer.

5.7.2020, 6:12 Uhr – Trump lobt eigene Corona-Strategie

Trotz der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen in den USA hat Präsident Donald Trump den Umgang der Regierung mit der Pandemie gelobt. „Unsere Strategie kommt gut voran“, sagte Trump in seiner Rede zum Unabhängigkeitstag in Washington. 99 Prozent der Fälle seien komplett harmlos. Zuletzt wurden in den USA mehr als 50.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Bei den Feierlichkeiten im Garten des Weißen Hauses trugen viele Gäste keine Maske. In anderen Bundesstaaten fielen die Feste wegen der Pandemie hingegen aus.

Rede am Mount Rushmore Unabhängigkeitstag: Trump zeichnet düsteres Bild der USA

Es sei eine „gnadenlose Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte“ im Gange, hat US-Präsident Trump in seiner Rede zum Unabhängigkeitstag gesagt – und spielt damit auf die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste an.  mehr...

4.7.2020, 23:10 Uhr – WHO: Rekord bei Neuinfektionen weltweit

Die Zahl der globalen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO einen neuen Rekordwert erreicht. Mehr als 212.000 Fälle seien innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, hießes. Knapp zwei Drittel davon entfallen auf den amerikanischen Kontinent, auf Europa nicht einmal ein Zehntel.

4.7.2020, 21:44 Uhr – WHO stoppt Tests mit HIV-Medikament

Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit dem HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir behandelt. Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin in Genf. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten.

Dasselbe gelte für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das Ende der Tests damit hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Hydroxychloroquin war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte.

Es gehe nur um die Tests bei schwer kranken Patienten, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, betonte die WHO. Andere mögliche Tests solcher Mittel etwa zur Verbeugung gegen eine Erkrankung seien nicht betroffen.

4.7.2020, 13:25 Uhr – Großstadt in Spanien wegen Corona-Ausbruch abgeriegelt

Erstmals seit Lockerung der Corona-Beschränkungen in Spanien steht eine Großstadt unter Quarantäne. Es handelt sich um die Stadt Lleida im Westen der Autonomen Region Katalonien. 200.000 Menschen sind betroffen. Auf Anordnung der Behörden darf die Stadt nur verlassen oder sie betreten, wer zur Arbeit muss. Innerhalb Lleidas gibt es keinen Lockdown. Geschäfte und Restaurants sind offen, die Einwohner können auch ihre Wohnungen verlassen. Die Gesundheitsbehörden hatten bis gestern mehr als 4.000 Infektionen registriert. 28 Menschen liegen mit schweren Covid-19-Verläufen in Krankenhäusern.

4.7.2020, 12:15 Uhr – 3.000 Menschen im „harten Lockdown“ in Melbourne

Nach steigenden Coronavirus-Neuinfektionen gilt für etwa 3.000 Menschen in der australischen Metropole Melbourne ein „harter Lockdown“. Vorerst dürfe niemand mehr in die neun betroffenen Wohnhochhäuser hinein oder aus ihnen hinaus, teilte der Premierminister des Bundesstaates Victoria mit. Die Bewohner würden mit Lebensmitteln und Medikamenten beliefert. Victoria verzeichnete am Samstag 108 neue Corona-Fälle.

4.7.2020, 11:20 Uhr – Merkel: Wir alle schulden den älteren Menschen Dank

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei den älteren Menschen in Deutschland für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Pandemie bedankt. „Ich weiß, dass für Sie der Alltag, der ohnehin oft schwierig und einsam ist, noch schwieriger und einsamer wurde“, sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. „Trotz all dieser Härten habe ich bei vielen Älteren nicht Zorn, sondern häufig Verständnis für unsere Politik der notwendigen Kontaktbeschränkungen gefunden. Dafür danke ich sehr.“

4.7.2020, 9:47 Uhr – Mehr als 2.000 Klassenfahrten in Rheinland-Pfalz wegen Corona ausgefallen

In Rheinland-Pfalz sind in dem jetzt beendeten Schuljahr wegen der Corona-Pandemie mehr als 2.000 Klassen- und Kursfahrten ausgefallen. Das hat eine Sprecherin des Bildungsministeriums gesagt. Im neuen Schuljahr sollen die Schulen – zunächst bis zu den Herbstferien – auf solche Fahrten verzichten. Auch Baden-Württemberg hatte für das laufende Schuljahr alle Fahrten abgesagt. Beide Länder übernehmen die Stornokosten.

4.7.2020, 9:00 Uhr – Aktivisten besetzen Tönnies-Schlachthof

In Rheda-Wiedenbrück haben mehrere Mitglieder des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ den Hauptstandort des Fleischkonzerns Tönnies besetzt. 30 Aktivisten hätten am Samstagmorgen das Dach des Schlachthofes erklommen sowie die Hauptzufahrtsstraße blockiert, erklärte das Bündnis. Die Polizei in Bielefeld bestätigte der Nachrichtenagentur AFP einen Einsatz an dem Werk. Alles verlaufe "bislang friedlich", sagte ein Polizeisprecher.

Das Bündnis forderte eine dauerhafte Schließung des Schlachthofes, der wegen eines massiven Corona-Ausbruchs in die Schlagzeilen geraten war. Die Teilnehmer entrollten nach eigenen Angaben ein Transparent mit der Aufschrift „Shut down Tierindustrie“ vom Dach des Werkes.

4.7.2020, 8:30 Uhr – „Super Samstag“: Britische Regierung warnt vor Alkohol-Exzessen in Pubs

Vor der Wiedereröffnung der Pubs in England hat die britische Regierung die Kneipengänger vor Exzessen gewarnt. „Man könnte hinter Gittern landen, wenn man das Gesetz bricht“, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock laut Daily Mail. Betrunkene Schläger würden eingesperrt, wenn sie am „Super-Samstag“ randalieren würden.

Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie öffnen ab heute Hotels, Bars, Restaurants und vor allem die beliebten Pubs in England wieder. Ab 19 Uhr MESZ darf das erste frischgezapfte Pint seit mehr als drei Monaten bestellt werden.

4.7.2020, 7:55 Uhr – Lauterbach fürchtet wegen Covid-19 Zunahme von Demenzerkrankungen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach macht sich nach eigenen Aussagen große Sorgen um die Langzeitschäden einer Covid-19-Erkrankung. Im Bayerischen Rundfunk sagte Lauterbach, Studien über ähnlich gelagerte Virus-Erkrankungen wie MERS oder SARS hätten gezeigt, dass vor allem Schädigungen des Gehirns zu einem deutlichen Anstieg von Demenzerkrankungen oder Alzheimer führen würden. Lauterbach geht davon aus, dass erst in zehn Jahren sichtbar wird, was das Virus angerichtet hat.

4.7.2020, 7:05 Uhr – Neuer Rekord an täglichen Corona-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins- Universität mehr als 57.600 Ansteckungen registriert. Über 129.000 Menschen starben dort bislang im Zusammenhang mit Corona.

Die Weltgesundheitsorganisation sieht in den steigenden Infektionszahlen kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle.

4.7.2020, 6:20 Uhr – Brasiliens Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht in Kirchen und Geschäften ein

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine Maskenpflicht auch in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen eingelegt. Zwar stimmte er für ein Gesetz zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit, schwächte es aber ab, indem er sich gegen entsprechende Klauseln aussprach. Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben sich in Brasilien mit dem Coronavirus infiziert, 63.174 sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Bolsonaro hatte das Coronavirus als „kleine Grippe“ verharmlost und Verwirrung in der Bevölkerung erzeugt. Maßnahmen zur Eindämmung wollte er nicht treffen.

4.7.2020, 5:12 Uhr – 422 Neuinfektionen in Deutschland und sieben weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 422 auf 196.096, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um sieben auf 9.010.

3.7.2020, 17:45 Uhr – Alle Corona-Tests in Schlachtbetrieben in RP bislang negativ

Die in dieser Woche aufgenommenen Reihentests in Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in Rheinland-Pfalz haben bislang keinen einzigen Corona-Befund ergeben. Alle der 1.759 Proben seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Getestet wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zwei großen und zwei kleineren Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in den Landkreisen Alzey-Worms, Bernkastel-Wittlich, Kaiserslautern sowie in der Stadt Speyer. In der kommenden Woche folgen noch Tests in zwei weiteren Betrieben.

3.7.2020, 17:34 Uhr – Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gütersloh steigt wieder

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,6. Am Vortag lag dieser Wert bei 76,4, am Mittwoch bei 78,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies betrug der Wert vor eineinhalb Wochen 270,2.

3.7.2020, 16:23 Uhr – Lateinamerika überholt Europa bei der Zahl der Infektionen

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Lateinamerika bei der Zahl der Corona-Infektionen Europa überholt. Nach einer Zählung von AFP meldeten die südamerikanischen Behörden insgesamt 2,73 Millionen Fälle und Europa knapp 2,7 Millionen Fälle. Mit mehr als 2,8 Millionen Fällen, davon allein über 2,7 Millionen in den USA, ist Nordamerika weiterhin am härtesten von der Pandemie betroffen. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf fast 10,9 Millionen und die Zahl der Toten auf mindestens 521.000.

3.7.2020, 14:58 Uhr – Steigender Trend bei Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist in dieser Woche auf insgesamt niedrigem Niveau so stark gestiegen wie zuletzt im Mai. Bis Freitag registrierten die Gesundheitsämter 7.064 bestätigte Fälle (Stand 10:30 Uhr), wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Das sind 36 mehr als am Vortag und 1,6 Prozent mehr als am Freitag vergangener Woche. Zuletzt war der wöchentliche Anstieg vom 15. bis 22. Mai stärker gewesen – damals mit 2,1 Prozent.

Daten des Gesundheitsministeriums Seit Freitag 22 neue Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat am Samstag 22 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Derzeit sind 216 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert.  mehr...

3.7.2020, 14:20 Uhr – Meldepflicht für Haustiere mit Corona

Hunde, Katze oder Goldhamster, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Einer entsprechenden Verordnung stimmte der Bundesrat am Freitag zu. Ziel ist, dass die Ansteckung von Haustieren besser erforscht werden kann. Die Tierärzte übernehmen die Meldung bei den zuständigen Veterinärämtern.

Zwei Hauskatzen positiv getestet Diese Tiere können sich mit dem Coronavirus infizieren

Zuerst die gute Nachricht: (Haus-) Tiere geben das Virus offenbar nicht an Menschen weiter. Bekommen können es aber laut einer neuen Studie einige. In den USA ist das neuartige Coronavirus unterdessen erstmals in Haustieren nachgewiesen worden.
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3.7.2020, 13:08 Uhr – Niederlande lassen Tausende infizierte Nerze töten

Die niederländischen Behörden haben einen erneuten Corona-Ausbruch auf einer Nerzfarm gemeldet. Auf der Zuchtfarm in Landhorst sei das Virus entdeckt worden, nachdem die Nerze die typischen Symptome eine Infektion gezeigt hätten, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. 4.300 Tiere sollen nun vorsorglich gekeult werden. Damit stieg die Zahl der Farmen mit Corona-Ausbrüchen in der Region bereits auf 18.

3.7.2020, 12:20 Uhr – Wieder neuer Corona-Rekord in den USA

Zum zweiten Mal hintereinander hat die Zahl der Neuinfektionen in den USA landesweit die Marke von 50.000 überschritten. Mit wachsender Sorge blicken Experten jetzt auf das verlängerte Wochenende zum Nationalfeiertag am 4. Juli. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore meldete 53.069 Fällen binnen 24 Stunden.

3.7.2020, 11:46 Uhr – Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Corona-Krisenmanagement

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge zufrieden mit dem staatlichen Krisenmanagement. Trotz zahlreicher Proteste nehmen sowohl die Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie als auch das Vertrauen der Menschen untereinander in der Coronakrise zu. „Gleichzeitig lehrt die Erfahrung aus vergangenen Krisen, dass die kollektive Wahrnehmung und Stimmung immer nur Momentaufnahmen sind und sich schnell verändern können“, sagen die Autoren. „Das heißt, die hier skizzierte positive Entwicklung muss sich in den nächsten Monaten (oder Jahren) der Krise keineswegs fortsetzen.“

3.7.2020, 11:35 Uhr – Merkels erste Auslandsreise seit Corona-Beginn

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nächsten Mittwoch zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise wieder ins Ausland reisen. Sie werde dem Europäischen Parlament in Brüssel die Prioritäten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 vorstellen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

3.7.2020, 11:12 Uhr – Johnson ruft Briten zur Vorsicht auf

Am Wochenende öffnen in Großbritannien zum ersten Mal seit Monaten wieder Kneipen und Pubs. Premierminister Boris Johnson hat die Briten deshalb zu verantwortungsbewusstem Verhalten aufgerufen. Das Schlimmste sei überstanden, trotzdem sollte ein neuer Ausbruch des Coronavirus vermieden werden, sagte er dem Radiosender LBC. „Meine Botschaft lautet: Lasst es uns jetzt nicht vermasseln, Leute, wir haben bisher fantastische Arbeit geleistet, um diese Krankheit in den Griff zu bekommen“.

3.7.2020, 10:41 Uhr – Italienische Studie: Ärmere sterben eher am Corona-Virus

In Italien sind einer Studie zufolge ärmere Menschen sehr viel mehr vom Tod durch das Coronavirus bedroht als gut situierte Bevölkerungsgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt die nationale Statistikbehörde Istat in einer umfangreichen Erhebung.

3.7.2020, 07:12 Uhr – Landkreis dämpft Erwartungen an Corona-App

Der Deutsche Landkreistag hat die Erwartung an die staatliche Corona-Warn-App gedämpft. „Noch hat sich die App nicht derart durchgesetzt, dass man von Flächendeckung sprechen kann“, zitiert das Handelsblatt einen Sprecher des kommunalen Spitzenverbands. „Zudem befinden wir uns nach der abgeklungenen ersten Welle in einer Zeit mit geringen Zahlen an Neuinfektionen, weshalb es auch im Rahmen der App nur wenige Alarme geben dürfte.“

3.7.2020, 1:35 Uhr – Britische Regierung hebt Quarantäne-Vorschriften auf

Ab dem 10. Juli will die Regierung von Großbritannien die Quarantäne-Vorschriften aufheben. Das gelte unter anderem für Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, teilt das Verkehrsministerium mit. Eine vollständige Liste der Länder, für die die Lockerungen gelten sollen, soll noch am Freitag veröffentlicht werden. Bislang müssen nach England Einreisende für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung wurde unter anderem von der Luftfahrt- und Tourismusbranche scharf kritisiert.

2.7.2020, 20:41 Uhr – Israel: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

In Israel habe sich innerhalb von 24 Stunden fast 970 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – so viele wie noch nie. Die Regierung hat deswegen beschlossen, neue Einschränkungen zu verhängen. In mehreren Städten werden ganze Viertel abgeriegelt, in den Palästinensergebieten gilt ab morgen für 5 Tage ein Lockdown. In Bars, Clubs und Festhallen im ganzen Land dürfen nur noch maximal 50 statt wie bisher 250 Menschen zusammenkommen. Experten sagen, es gebe eindeutig eine neue Corona-Welle.

2.7.2020, 18:50 Uhr – RP: Werdende Mütter müssen während der Geburt keine Maske tragen

In Rheinland-Pfalz müssen Frauen während der Geburt ihres Kindes im Kreißsaal keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das hat das Landesgesundheitsministerium mitgeteilt. Es reiche, wenn das medizinische Personal Schutzmasken trage. Der Landes-Hebammenverband und die Bundeselterninitiative Mother Hood hatten kritisiert, dass einige Krankenhäuser Masken vorschreiben.

2.7.2020, 18:30 Uhr – Reiseveranstalter dürfen bei Ausfall von Pauschalreisen Gutscheine anbieten

In der Corona-Krise dürfen Reiseveranstalter ihren Kunden Gutscheine als Alternative anbieten, wenn deren Pauschalreise wegen der Pandemie ausfällt. Der Staat sichert diese Gutscheine gegen eine mögliche Insolvenz des Reiseveranstalters ab. Einer entsprechenden Regelung hat der Bundestag am Abend zugestimmt. Die Kunden können jedoch auch ihre Anzahlungen zurückverlangen. Ursprünglich wollten Union und SPD verpflichtende Gutscheine durchsetzen, um die Reisebranche in der Pandemie zu unterstützen. Dann hätten die Kunden ihre Reisekosten nicht zurückverlangen können. Die EU-Kommission erhob jedoch Einspruch dagegen.

2.7.2020, 18:00 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Deutsche haben ihr Verhalten geändert

Fast die Hälfte der Deutschen fürchtet nach einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend, dass die Zahl der Corona-Fälle in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigen könnte. Die andere Hälfte der Befragten erklärte, dass sie wenig oder kaum deswegen besorgt sei. Die Umfrage hat auch gezeigt, dass viele Deutsche ihr Verhalten geändert haben. Neun von zehn Bürgern geben an, sich häufig die Hände zu waschen und Abstand zu anderen zu halten. Knapp drei Viertel sagen, sie treffen nur noch eingeschränkt Freunde und Verwandte, und fast 60 Prozent geben an, dass sie dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren. Alle Ergebnisse des Deutschlandtrends heute Abend in den Tagesthemen im Ersten.

2.7.2020, 17:42 Uhr – Hartz-IV-Empfänger drohen wieder Sanktionen

Hartz-IV-Empfänger müssen von sofort an wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter verstoßen. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur für Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben, wie ein Sprecher der Bundesagentur in Nürnberg bestätigte.

Hintergrund sei die Wiederöffnung der Jobcenter für den Publikumsverkehr. Die Aussetzung der Sanktionen sei vor allem deswegen erfolgt, weil Betroffene nicht in die Jobcenter kommen konnten. Die Jobcenter waren wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

2.7.2020, 16:55 Uhr – Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden

Die für das kommende Jahr geplante Volkszählung soll wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Die Vorbereitungsarbeiten hätten nicht wie geplant durchgeführt werden können, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage. Deshalb sei geplant, den Zensus um ein Jahr zu verschieben. Dafür muss das Zensusgesetz geändert werden, was noch vom Kabinett und danach von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden muss.

2.7.2020, 16:29 Uhr – Thüringen prüft Lockerungen bei sexuellen Dienstleistungen

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, um Möglichkeiten für Lockerungen zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte in einem Interview mit der Zeitung Thüringer Allgemeinen an, dass die derzeit geltenden Beschränkungen noch den gesamten Sommer über gelten sollen.

2.7.2020, 15:44 Uhr – BMW erwartet im Gesamtjahr trotz Krise positives Ergebnis

BMW rechnet trotz monatelanger Produktionsstopps in der Coronakrise in diesem Jahr nicht mit einem Verlust. „Wir gehen davon aus, dass wir ein positives Ergebnis haben werden“, sagte Konzernchef Oliver Zipse am Donnerstag zum Start einer erweiterten Produktion von Elektronantrieben im größten europäischen BMW-Werk in Dingolfing.

„Im zweiten Halbjahr geht es schon darum, nicht nur die Krise zu beherrschen, sondern auch aufzuholen“, sagte Zipse mit Blick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr. BMW will in Dingolfing bis 2022 jährlich eine halbe Million Elektroantriebe produzieren, um damit eigene Werke weltweit zu beliefern.

2.7.2020, 15:27 Uhr – US-Arbeitslosenquote im Juni deutlich gesunken

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni den zweiten Monat in Folge deutlich gesunken. Sie fiel von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 4,8 Millionen an – fast die Hälfte dieser neuen Jobs gingen auf das Gastgewerbe zurück, wie es weiter hieß. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im April hatte die Arbeitslosenquote noch bei 14,7 Prozent gelegen.

2.7.2020, 15:05 Uhr – Startups beantragen Hilfen in Höhe von 870 Millionen Euro

In der Corona-Krise unter Liquiditätsproblemen leidende Startups haben Hilfen im Umfang von 870 Millionen Euro beantragt. Zum 1. Juli hätten 67 Anträge vorgelegen, die von privaten Wagniskapitalgebern für die Startups gestellt worden seien, sagt eine Sprecherin der staatlichen KfW-Bank. Fünf davon seien derzeit bewilligt worden. Insgesamt stehen Startups etwa zwei Milliarden Euro an Hilfsgeldern zu.

2.7.2020, 14:55 Uhr – Verkehr im Lockdown lebensgefährlicher

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das „relative Getötetenrisiko“ um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1.000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1.000 Verunglückten nur 7,5 gestorben.

2.7.2020, 14:30 Uhr – Bundestag beschließt: Profiligen erhalten 200 Millionen Euro Nothilfe

Die Profivereine der ersten und zweiten Ligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball sowie der dritten Fußball-Liga erhalten für den Wegfall ihrer Zuschauereinnahmen insgesamt 200 Millionen Euro Nothilfe vom Bund. Ein entsprechender Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets hat der Bundestag heute beschlossen.

Auch die Profiteams der Frauen können Hilfen beantragen. Das Paket dient dazu, Vereinen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geraten sind, zu helfen und drohende Insolvenzen im Sportbereich zu verhindern. "Wir empfinden es als ermutigendes und wichtiges Signal der Bundespolitik, dass unser Werben um massive Unterstützung des Sports in dieser schwierigen Zeit auf positive Resonanz getroffen ist“, sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

2.7.2020, 13:08 Uhr – Frankfurter Flughafenchef will verlängerte Kurzarbeit bis Sommer 2022

Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. „Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung“, sagte Flughafenchef Stefan Schulte der Wirtschaftswoche. Darum fordere die Branche eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis zum kommenden März zumindest bis in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor. Mit dem teilverstaatlichten Hauptkunden Lufthansa zeichnen sich schwierige Verhandlungen über die Abfertigungsgebühren ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte angekündigt, starken Druck auf die Flughäfen ausüben zu wollen, um die Gebühren zu senken.

2.7.2020, 12:38 Uhr – Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen

Die Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen. Das erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas nach einem Besuch seines türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Berlin. Maas sicherte aber zu, dass die Warnung in enger Abstimmung mit der EU zügig und regelmäßig überprüft werde. Dafür solle es Beratungen im Zwei-Wochen-Takt geben.

Die Bundesregierung dürfe dem Drängen der Türkei auf Aufhebung der Reisewarnung nicht nachgeben, sagte Özdemir in SWR3. „Sobald die Pandemielage vor Ort es zulässt, sollte die Bundesregierung selbstverständlich Entwarnung geben – nicht früher, aber auch nicht später.“

Die EU hatte diese Woche die Reisewarnungen für mehrere Länder außerhalb der Union aufgehoben, die Türkei war allerdings nicht darunter. Maas betonte, es handele sich nur um einen ersten, vorsichtigen Schritt, dem weitere Öffnungen folgen sollten.

Cavusoglu sagte, die Türkei erfülle die Kriterien für die Aufhebung der Reisewarnung und habe entsprechende Daten übermittelt. Sein Land sei transparenter als viele Staaten, die nun wieder aus der EU bereist werden könnten. Im übrigen sei die Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei auch wichtig für die deutsche Tourismusbranche.

Weil das Geld fehlt Trotz Reisewarnung: Türkei will deutsche Touristen

Die Reisewarnung der Bundesregierung für die Türkei gilt noch bis mindestens 31. August. Dadurch fehlt der Türkei Geld, das die Touristen ausgeben. Darüber wollen mehrere türkische Minister mit der Bundesregierung sprechen.  mehr...

2.7.2020, 11:39 Uhr – Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum ist im Mai wegen der Coronakrise erneut gestiegen. Sie kletterte nach Angaben des Statistikamtes Eurostat zum Vormonat um 159.000 auf 12,146 Millionen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg von 7,3 auf 7,4 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge.

Im März begannen viele Länder mit einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie, die im April und teilweise auch im Mai anhielten. Vergleichsweise geringe Werte bei der Arbeitslosenquote im Mai gab es in der Währungsunion in den Niederlanden (3,6 Prozent) und in Deutschland (3,9 Prozent). Die höchsten Werte verzeichneten Griechenland (14,4 Prozent im März) und Spanien (14,5 Prozent).

2.7.2020, 11:17 Uhr – Bundestag beschließt Nachtragshaushalt

Der Bundestag hat den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

Mit dem zusätzlichen Geld sollen vor allem Maßnahmen finanziert werden, die Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln sollen. Finanzminister Olaf Scholz versprach, die Bundesregierung werde nicht gegen die Krise ansparen. „Und wir werden den Sozialstaat, der uns so leistungsfähig durch diese Krise führt, nicht antasten, sondern ausbauen.“

Bereits Ende März hatte der Bundestag den Haushalt um 156 Milliarden Euro aufgestockt, um Steuerausfälle auszugleichen und mehrere Hilfspakete zu finanzieren. Dafür war auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt worden.

2.7.2020, 10:47 Uhr – Luftfahrtbranche gegen generelle Reisewarnungen

Die Luftfahrtbranche fordert von der Bundesregierung, dass sie in der Corona-Pandemie keine generellen Reisewarnungen mehr ausspricht. „Pauschale und undifferenzierte Reisebeschränkungen dürfen keine Zukunft haben“, sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Peter Gerber. Um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen, sei es wichtig, dass Begegnungen wieder ungehindert stattfinden könnten. Wo es aufgrund des Infektionsgeschehens nicht unkonditioniert möglich wäre, könnten Covid-19-Tests vorgenommen werden. „Es ist ganz wichtig, dass wir hier schnell arbeiten, sonst werden wir diese Industrie verlieren.“

2.7.2020, 9:06 Uhr – Britische Regierung: Keine Quarantäne mehr für Reisende

Die britische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus dem Ausland aufheben. The Daily Telegraph berichtet, dass die Quarantäneregeln für 75 Länder beendet werden sollen. Das betreffe fast alle EU-Länder sowie die britischen Territorien einschließlich Bermuda und Gibraltar sowie die Türkei, Thailand, Australien und Neuseeland.

2.7.2020, 8:43 Uhr – Kasachstan verhängt zweiten Lockdown

In Kasachstan wird es einen zweiten Lockdown geben. Die Regierung teilte mit, nicht zwingend notwendige Betriebe sollen schließen, Geschäftszeiten eingeschränkt und öffentliche Versammlungen verboten werden. Die Maßnahmen gelten ab Sonntag für zwei Wochen und können danach ausgeweitet werden.

1.7.2020, 19:50 Uhr – Sorge der US-Amerikaner wegen Corona gestiegen

In den USA ist die Sorge der Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie einer Umfrage zufolge wieder gestiegen. Bei einer Reuters/Ipsos-Befragung am Montag und Dienstag gaben 81 Prozent an, sie seien sehr oder etwas besorgt. Am Dienstag waren in den USA fast 48.000 Neu-Infektionen registriert worden - so viele, wie noch nie zuvor an einem Tag.

1.7.2020, 18:00 Uhr – "Diese Länder haben einen langen, harten Weg vor sich."

Die WHO ruft zu einem konsequenten Kampf gegen das Coronavirus auf. Länder, die nicht entschlossen genug vorgingen, dürften Schwierigkeiten haben, das Virus zu besiegen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Pressekonferenz. Einige Staaten hätten kein einheitliches Konzept verfolgt. "Diese Länder haben einen langen, harten Weg vor sich."

1.7.2020. 18:30 Uhr – Esprit will rund 1.100 Stellen in Deutschland abbauen

Der angeschlagene Modekonzern Esprit will rund die Hälfte seiner Geschäfte in Deutschland schließen - insgesamt rund 50 Filialen. Etwa 1.100 Stellen in den Läden und der Verwaltung sollen gestrichen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Weitere 100 Stellen sollen in Asien wegfallen. Der Modekonzern hatte bereits Ende März für mehrere unter der Corona-Krise leidende deutsche Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen. Heute habe das Insolvenzgericht der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zugestimmt, berichtete der Konzern.

1.7.2020, 17:55 Uhr – Jetzt auch Maskenpflicht in der Schweiz

Die Schweizer Regierung ordnet angesichts zunehmender Coronavirus-Neuinfektionen das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln an. "Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni ansteigenden Zahl der Neuansteckungen hat der Bundesrat entschieden, für den öffentlichen Verkehr ab Montag, 6. Juli schweizweit eine Maskenpflicht einzuführen", teilt die Regierung mit. Bislang galt lediglich eine "Dringende Empfehlung" zum Maskentragen.

1.7.2020, 17:39 Uhr – UN-Sicherheitsrat fordert weltweite Waffenrufe wegen Corona

Nach monatelangem Streit hat der UN-Sicherheitsrat in New York eine weltweite Waffenruhe gefordert. Hintergrund ist die Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen. Nach Angaben von Diplomaten wurde eine entsprechende Resolution einstimmig angenommen – also auch mit der Stimme der Vetomacht USA. Sie hatten den Beschluss bislang blockiert, weil sie der Weltgesundheitsorganisation im Kampf gegen Corona Versäumnisse vorwerfen. In dem Beschlusstext wird die WHO jetzt nicht mehr erwähnt. Dort heißt es, die weltweite Waffenruhe gelte mit Ausnahme der Militäreinsätze gegen Dschihadisten. Deutschland hat seit heute den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat.

1.7.2020, 16:54 Uhr – Droht ein Streik in der Luftfahrtbranche?

Viele Beschäftigte der deutschen Luftfahrtbranche fühlen sich bei den Corona-Staatshilfen vernachlässigt. Ihre Gewerkschaften Ufo und Cockpit haben deshalb für morgen zu einer Demonstration aufgerufen – unter dem Motto: „Ihr fliegt in Urlaub – wir fliegen raus“. In dem Aufruf der Gewerkschaften heißt es, trotz Milliarden-Staatshilfen müssten viele Beschäftigte um ihre Zukunft bangen. Allein die Lufthansa will weltweit 22.000 Stellen abbauen.

1.7.2020, 15:41 Uhr – Merkel verteidigt Kündigungsschutz für Mieter

Der CDU-Wirtschaftsrat hat den im Corona-Hilfspaket vereinbarten zeitweiligen Kündigungsschutz für Mieter kritisiert – und stößt damit bei SPD und Gewerkschaften auf deutliche Kritik. Das sogenannte Mietmoratorium für diejenigen, die wegen der Corona-Pandemie ihre Miete nicht bezahlen können, sei eine „grundfalsche Weichenstellung“, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, der dpa. Nach den Vorgaben der Bundesregierung darf Mietern in den nächsten drei Monaten nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Die Verpflichtung zur Zahlung der Miete bleibt aber im Grundsatz bestehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Regelung verteidigt.

Dauer

1.7.2020, 15:28 Uhr – Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es Remdesivir-Engpasss geben wird

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es Engpässe bei dem möglichen Corona-Medikament Remdesivir geben wird. Das Gesundheitsministerium hat sich das Medikament nach eigenen Angaben frühzeitig gesichert; es gebe auch genügend Reserven, sagte ein Sprecher. Darüber hinaus sei der Hersteller verpflichtet, in angemessenem Umfang zu liefern. Zuletzt hatten Berichte über eine Großbestellung der USA Unruhe verursacht. Die Zulassung von Remdesivir in Europa könnte bald erfolgen.

Was ist das für ein Medikament? Ausnahmeregel für Remdesivir in den USA

Die USA erlauben den Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Erkrankten in Krankenhäusern. Das Mittel wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt.  mehr...

1.7.2020, 14:09 Uhr – Arbeitslosenzahlen in Deutschland steigen

In Folge der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter gestiegen. Im vergangenen Monat waren 2.853.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 40.000 mehr als im Mai. Die Quote legte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit leicht zu – und zwar auf 6,2 Prozent. Vorstandschef Detlef Scheele sagte, der Arbeitsmarkt sei weiter unter Druck. Die Tatsache, dass viele Beschäftigte in Kurzarbeit seien, verhindere aber, dass noch mehr Menschen arbeitslos würden.

1.7.2020, 13:11 Uhr – RP-Schulen starten nach Sommerferien wieder in Regelbetrieb

In den Schulen in Rheinland-Pfalz beginnt nach den Sommerferien wieder der Regelbetrieb. Dabei ist kein Mindestabstand mehr vorgeschrieben. Das steht im Hygieneplan, den das Bildungsministerium in Mainz an alle Schulen verschickt hat. Die Schulen können aber bei Bedarf eigene, strengere Regeln aufstellen. Der Hygieneplan schreibt außerdem vor, dass in jeder Schule ein Hygiene-Beauftragter oder ein Hygiene-Team benannt wird.

1.7.2020, 12:09 Uhr – Grenze zwischen Spanien und Portugal wieder offen

Spanien und Portugal haben ihrer Grenzen zueinander nach drei Monaten wieder geöffnet. „Unser aller Wohlstand und gemeinsames Schicksal in diesem europäischen Projekt hängt davon ab, dass diese Grenze geöffnet ist“, twitterte Portugals Ministerpräsident Antonio Costa. „Die Pandemie hat uns eine neue Vision der Vergangenheit gezeigt, zu der wir nicht zurückkehren wollen: ein Kontinent mit geschlossenen Grenzen.“

Hoje assinalamos ao mais alto nível a normalização do trânsito terrestre da #fronteira entre #Portugal e #Espanha. É um reencontro entre vizinhos, que são irmãos e amigos. Desta fronteira aberta depende a nossa prosperidade partilhada e um destino comum no projeto europeu.

1.7.2020, 10:59 Uhr – Österreich verhängt Reisewarnung für Westbalkanstaaten

Die Regierung von Österreich hat für die Westbalkanstaaten eine Reisewarnung verhängt, weil dort die Infektionszahlen wieder deutlich steigen. Für alle betroffenen sechs Länder werde die höchste Reisewarnstufe verhängt, sagt Außenminister Alexander Schallenberg. Betroffen sind Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Albanien.

1.7.2020, 6.27 Uhr – Lockdown in 30 Vororten von Melbourne

In Australien wird ein Lockdown über mehr als 30 Vororte im Norden von Melbourne verhängt. Nach Behördenangaben gelten die Maßnahmen für einen Monat, etwa 300.000 Menschen sind davon betroffen. Hintergrund sei ein prozentual zweistelliger Anstieg von Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen.

1.7.2020, 4:12 Uhr – Immer mehr Corona-Infizierte in den USA

In den USA ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb eines Tages gab es Reuters-Daten zufolge mehr als 47.000 neue Infektionen. Kalifornien, Texas und Arizona haben sich zu neuen Epizentren entwickelt. Es sei eindeutig, dass es momentan keine wirkliche Kontrolle gebe, sagt US-Seuchenexperte Anthony Fauci vor einem Senatsausschuss. Er befürchtet, dass die tägliche Zahl an Neuinfektionen bis zu 100.000 betragen könnte, sollte nicht gegengesteuert werden.

1.7.2020, 2:20 Uhr – Südkorea beginnt mit Remdesivir-Behandlung

In Südkorea bekommen Covid-19-Patienten das Medikament Remdedivir. Die erste Versorgung im Juli werde vom Hersteller Gilead zur Verfügung gestellt, teilt das Kontrollzentrum für Krankheiten und Prävention mit. Die Gesundheitsbehörden würden mit Gilead über den Preis verhandeln, um den Einsatz ab August sicherzustellen. Remdesivir gilt als Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19-Patienten und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen.

1.7.2020, 1:40 Uhr - Wegen Corona-Schließung bei Tönnies: Kein Platz für Schlachtschweine

Deutsche Schweinehalter warnen angesichts der Corona-bedingten Betriebspause in einem Tönnies-Schlachthof vor einem Tierschutzproblem in den Ställen. In dieser Woche stauten sich derzeit etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden könnten. Das teilte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit. Deshalb müssten die Bauern wissen, wann die Fleischfabrik im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück wieder öffne. Dort werden demnach zwischen 12 und 14 Prozent der Schweine in Deutschland geschlachtet. Weil sich in der Fabrik mehr als 1.500 Angestellte nachweislich mit Corona infiziert hatten, ist der Betrieb im Moment eingestellt.

1.7.2020, 0:00 Uhr - Corona-Konjunkturpaket: Mehrwertsteuer ab heute gesenkt

Wer in deutschen Geschäften einkauft, soll von heute an weniger bezahlen müssen. Bis zum Jahresende ist die Mehrwertsteuer niedriger als bisher: Der normale Satz liegt nicht mehr 19, sondern bei 16 Prozent. Beim ermäßigten Satz, zum Beispiel bei Lebensmitteln, sind es fünf und nicht mehr sieben Prozent. Die sechsmonatige Mehrwertsteuersenkung ist Teil des Konjunkturpakets gegen die Corona-Wirtschaftskrise. Die Bundesregierung will mit der Änderung erreichen, dass die Menschen mehr einkaufen und die Wirtschaft angekurbelt wird. Ob die Preise in den Läden aber wirklich niedriger sind als davor, hängt von der Entscheidung der Einzelhändler ab.

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