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AUTOR/IN
Stefanie Peyk
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Daniel Isengard

Wenn wir zurzeit auf dem Balkon, der Terrasse oder auf der Wiese sitzen, knallt die Sonne richtig auf uns runter. Was kann uns schützen? Sonnenschirme mit UV-Schutzfaktor? Kleidung oder die gute alte Sonnencreme?

1. Sonnenschirme mit UV-Schutz-Faktor: Taugen die was?

Der aufgedruckte UV-Schutzfaktor bei Markisen und Sonnenschirmen ist vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme. Der gibt uns an, wie viel länger wir in der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Unter einem Schirm mit UV-Schutzfaktor 30 könnten wir 30-mal länger sitzen, als völlig ohne Schutz direkt in der Sonne.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wichtig ist der UV-Standard 801: Die Stoffe werden dazu unter Worst-Case-Bedingungen geprüft – also auch, wenn sie feucht sind oder schon etwas älter und abgenutzt. Und sie müssen selbst im australischen Hochsommer noch helfen.

Aber: Auch der beste Sonnenschirm kann nicht vor der Strahlung schützen, die schräg von unten kommt. Wenn wir am Strand sitzen, und der Sand reflektiert das Sonnenlicht sehr stark, dann riskieren wir selbst unter einem Sonnenschirm, der von oben wenig durchlässt, einen Sonnenbrand.

2. Sonnencreme – hoher Lichtschutzfaktor und was noch?

Hautärzte raten meist zu einem hohen Lichtschutzfaktor, am besten 50. Darüber hinaus ist wichtig, sich extrem großzügig einzucremen – bei einem Erwachsenen sind das für den ganzen Körper mindestens vier gehäufte Esslöffel. Nach fünf Mal eincremen sollte die 200ml-Flasche leer sein.

Daran halten sich die wenigsten, merken wir alleine schon daran, dass wir länger an einer Flasche Sonnencreme haben. Deshalb sollten wir die Sonnenzeit, die uns der Lichtschutzfaktor verspricht, nicht ausreizen. Und: Regelmäßiges Nachcremen ist wichtig – erst recht, wenn wir aus dem Wasser kommen.

3. Wie gut schützt Kleidung vor der Sonne?

Das hängt vom Material ab. Je dunkler der Stoff und je dichter er gewebt ist, desto weniger UV-Strahlung lässt er durch. Deshalb sind lange, schwarze Gewänder die passende Mode für die Wüste. Bei einem dünnen, weißen T-Shirt dagegen kommt noch fast die Hälfte der UV-Strahlung auf der Haut an.

Was ist mit spezieller Sonnenschutz-Kleidung?

Die gibt es zum Beispiel für Kinder und für Leute, die sich viele Stunden am Stück in der Sonne aufhalten – Sportler, Gärtner oder Bauarbeiter beispielsweise. Auch da am besten wieder auf den UV-Standard 801 achten. Und: Alle freien Hautpartien gut eincremen.

4. Ranking – was ist der beste Schatten?

Durch massive Wände geht kein Licht durch – für Professor Eggert Stockfleth von der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Uni Bochum ist der Schatten von Gebäuden darum der beste Schatten. Da gibt es gar kein direktes UV-Licht, sondern nur noch reflektiertes.

Danach käme dann der Schatten von einem zertifizierten Sonnenschirm. Dann ein normaler Sonnenschirm. Und dann der Schatten unter einem Baum – wobei der Schutz, den so ein Baum bietet, natürlich davon abhängt, wie dicht das Laub ist. Der Hautarzt empfiehlt, sich einfach mal den Boden unterm Baum anzusehen. Wenn da nichts Grünes wächst, dann vermutlich, weil zu wenig Licht am Boden ankommt – dann ist der Schatten gut.

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