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Brigitte Egelhaaf
Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)
SWR3

In diesem Kölner Tatort werden die Kommissare Ballauf und Schenk von ihrer neuen Assistentin Gabi in den Schatten gestellt. Auf den ersten Blick wirkt sie klein, unscheinbar und verhuscht, aber dann stürzt sie sich todesmutig in eine Undercoveraktion.

Ein roter Luftballon schwebt in den Himmel, Highheels in Großaufnahme, eine Stimme haucht: „Woran liegt es, dass zwei Menschen miteinander glücklich sind? Und warum gibt es so viele andere, denen dies nicht gelingt?“ Die philosophische Haucherin heißt Natascha Klein. Sie ist Chefin einer Partnervermittlung und trägt die passende „Uniform“ – kleines Schwarzes, hohe Schuhe, hochgesteckte Haare. Dazu lächelt Natascha das souveräne Agenturlächeln und ist nach wenigen Minuten tot.

Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln im Fall „Wahre Liebe“. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Kriminalassistentin Gabi (Kathie Angerer) in Gefahr. „Lovecast“-Kundinnen fallen einem gefährlichen Heiratsschwindler zum Opfer. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Natascha Klein (Suzan Anbeh) hat großen beruflichen Erfolg mit ihrer Online Dating-Plattform „Lovecast“. Privat läuft ihr Liebesleben eher turbulent. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Max Ballauf befragt „Lovecast“-Inhaber Gerd Machnow (Bernd Moss) zum Tod seiner Geschäftspartnerin. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Freddy Schenk lässt bei der Inhaberin Janine Pollmann (Sabine Vitua) seinen ganzen Charme spielen, um etwas über den Ehemann der Ermordeten zu erfahren. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Auch Maren Heise (Judith Engel) war über die Online Dating Agentur „Lovecast“ einem Heiratsschwindler zum Opfer gefallen und um erhebliche Geldbeträge betrogen worden. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Staatsanwalt von Prinz (Christian Tasche) empfiehlt Ballauf und Schenk, verdeckt zu ermitteln. Die Aushilfsassistentin Gabi bietet sich als Lockvogel an. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Kriminalpsychologin Lydia Rosenberg (Juliane Köhler) ist dem Heiratsschwindler auf der Spur. Mit der Kriminalassistentin Gabi legt sie dem Mordverdächtigen einen Köder auf der Dating-Plattform. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Der Psychotherapeut Dr. Senft (Christian Kerepeszki) und die ermordete Liebespäpstin waren einst Kommilitonen. Schön sei sie gewesen, aber auch eiskalt. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Kommissar Freddy Schenk wacht in einem Café über seine Aushilfsassistentin Gabi, die sich als Lockvogel bei einer Online-Dating Agentur zur Verfügung gestellt hat. Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Kommissar Max Ballauf kann sich keinen Reim machen auf sein Verhältnis mit Kriminalpsychologin Lydia Rosenberg. Ist es nur beruflich oder doch privat? Bild in Detailansicht öffnen
Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Max Ballauf und Freddy Schenk lassen sich von Dr. Roth (Joe Bausch) die gerichtsmedizinischen Ergebnisse erklären. Bild in Detailansicht öffnen

Im Fokus der Ermittlungen: ein Klient der Partnervermittlung, der Frauen schwach macht und sie dann finanziell ruiniert. Ich würde ihn schlicht als Betrüger bezeichnen, im Tatort wird er „der Zauberer“ genannt. Das soll die ganze Geschichte wohl mit etwas Magie würzen, das klappt aber nicht wirklich, denn von nun an reiht sich Klischee an Klischee.

Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Kriminalpsychologin Lydia Rosenberg (Juliane Köhler) ist dem Heiratsschwindler auf der Spur. Mit der Kriminalassistentin Gabi legt sie dem Mordverdächtigen einen Köder auf der Dating-Plattform.

Was fragt ein Polizist den Ehemann der ermordeten Frau? „Ist ihnen in letzter Zeit irgendetwas aufgefallen an ihrer Frau? Gab es Probleme in ihrer Ehe?“ Ja, und hoppla, wer sitzt denn da unerlaubterweise an Kommissar Schenks Schreibtisch? Ein verhuschtes Etwas, klein, dunkelhaarig, stotternd – die neue Aushilfsassistentin Gabi.

Pubertäre Pyjamaparty vs. professionelle Ermittlung

Gabi hoppelt von nun an durch die Story, hat die super Idee, sich als Lockvogel zur Verfügung zu stellen und arbeitet zusammen mit Kriminalpsychologin Lydia an einem tollen Locktext für den Zauberer im Internet. „Ich möchte jeden Tag die Sonne sehen, obwohl der Himmel voller Wolken ist.“ Das, so sind sich die beiden kichernden Frauen einig, wird dem Zauberer gefallen. Für mich klingt das eher nach pubertärer Pyjamaparty als nach professioneller Ermittlung.

Ballauf und Schenk werden vorgeführt

Szenenbild Tatort „Wahre Liebe“ (Foto: WDR/Thomas Kost)
Staatsanwalt von Prinz (Christian Tasche) empfiehlt Ballauf und Schenk, verdeckt zu ermitteln. Die Aushilfsassistentin Gabi bietet sich als Lockvogel an.

Und dann ist da noch der Auftritt am Schießstand. Sagen wir, das Sahne-Krönchen auf der Klischeeansammlung. Die beiden Kommissare beweisen ihr Können, sind stolz wie Bolle und dann kommt diese kleine, unscheinbare Assistentin, nimmt die Pistole, ich denke noch, nein, nicht auch noch das, aber „Peng, peng, peng, peng, peng, peng!“ Natürlich trifft die verhuschte Gabi sechsmal ins Schwarze. Inzwischen hab ich schon fast vergessen, welche Frage hier gelöst werden soll, weil schon wieder irgendjemand die Wolken vor der Sonne weg schiebt.

Fazit: Kölner Tatort geht auch besser

Soweit ich das verstanden habe, verabschiedet sich die Aushilfsgabi am Ende der Folge auch schon wieder. Ballauf und Schenk bleiben alleine zurück. Gut so. Dann sind sie mir im nächsten Kölner Tatort vielleicht nicht mehr so fremd wie in „Wahre Liebe“. Dafür gibt's 2 von 5 Elchen, aber nur, weil ich weiß: Jungs, das könnt ihr besser!

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Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)
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