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Beim Streit um das Erbe der Fabrikantenwitwe kracht es gewaltig. Erbt die „dahergelaufene Russin“ tatsächlich den Stammsitz der Familie? Das muss verhindert werden. Beim Kampf ums Erbe kommen die Fabrikantenkinder einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur.

Elisabeth und Jelena sagen beide „Ja“. Damit sind die beiden älteren Damen verheiratet. Kein spätes, romantisches Glück, eher ein Steuersparmodel. Schließlich soll die Gesellschafterin Jelena die Familienvilla der Unternehmerin Elisabeth erben. Finden ihre Kinder eher suboptimal. „Unsere Mutter schmeißt irgendeiner dahergelaufenen Russin unseren Familienstammsitz hinterher!“, ätzt der Sohn.

Szenenbild Tatort „Was wie erben“ (Foto: ard-foto s2-intern/extern, SWR/Benoît Linder)
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Die Kommissare Tobler und Berg: „unterbezahlt und überarbeitet“?

Das Erben geht schneller als gedacht, denn kurz nach der Trauung und dem Streit mit den Kindern, stürzt Elisabeth auf der Treppe. Sie bleibt bewusstlos liegen. Die Kinder wittern einen Mordversuch von Jelena, die anscheinend zügig ans Erbe will. So kommen die Kommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg ins Spiel, in die Villa und ins Gespräch mit der Tochter. „Bitte“, sagt die im Hinblick auf Jelena, „ich weiß, Sie sind gnadenlos unterbezahlt und überarbeitet. Aber bitte, bleiben Sie dran. Sie darf damit nicht durchkommen.“

Ein Tatort „so spannend wie ein Gesetzestext zur Erbschaftssteuer“

Nach einer Nacht im Krankenhaus wird klar, die Patientenverfügung von Elisabeth wird greifen, die Apparate werden abgestellt. Und so sehr sich auch die Tochter dagegen wehrt, die Enkelin stellt klar: „Hörst du nicht zu? Oma wollte nicht als Gemüse enden!“ Erbt Jelena jetzt wirklich den Stammsitz oder erbt sie ihn nicht? Das wird mir zunehmend egal, dieses dröge Hin und Her ist für mich so spannend wie ein Gesetzestext zur Erbschaftssteuer.

Die Schauspieler Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner bleiben leider farblos

Ich weiß nicht, welches Konzept dahinter steckt, die beiden Kommissare so farblos wie möglich wirken zu lassen. An den Schauspielern kann es jedenfalls nicht liegen. Aber die Dialoge sind manchmal doch sehr beliebig und emotionslos. So, wie halt zwei Menschen miteinander reden, die Gefühle nicht so gern zeigen. Gibt’s ja viele im wahren Leben.

Aber ich habe momentan genug wahres Leben, ich möchte wenigstens am Sonntagabend mal was anderes. Ein bisschen Energie, Hass, Liebe, Wut, Temperament – mir egal! Irgendeine Gefühlsregung, eine Variation in der Stimme.

Kaum Emotionen im Schwarzwald-Tatort

Dass die Geschichte dann irgendwann noch politisch wird, ja da hätte man was daraus machen können. Für mich war der Anlauf, bis aus dem Treppensturz eine Story wird, zu lang. Und wenn die Reaktion der Kommissare beim Auftauchen einer Leiche nur aus „Ach!“ und einen gehauchten „Oh Gott!“ besteht, dann halten sich auch bei mir die Emotionen in Grenzen. Keine Empathie, keine Euphorie. Schade.

Achtung Spoiler! Der Jurist zur Tatort-Erbfolge

Der Schwarzwald-"Tatort" ist auch aus erbrechtlicher Sicht hochinteressant. ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam gibt Einblicke:Posted by Tatort on Monday, April 26, 2021

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