Stand
AUTOR/IN
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Gesundheitsminister Lauterbach sieht nicht ein, warum Kassen für homöopathische Mittel zahlen sollen. Aus Stuttgart kommt Gegenwind. Hier unser Faktencheck zur Homöopathie.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) kritisiert den Plan von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), homöopathische Behandlungen nicht länger von den Krankenkassen bezahlen zu lassen. Der Grund: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für deren Wirksamkeit.

Im Berliner Tagesspiegel sprach Lucha von „Nebelkerzen zulasten der Homöopathie“. Angesichts der geringen Einsparmöglichkeiten „diesen Konflikt aufzumachen, davor kann ich nur warnen“, sagte der Grünen-Politiker.

Lauterbach zu Homöopathie: „Leistungen, die medizinisch nichts bringen“

Lauterbach hatte am Donnerstag in Berlin angekündigt, er werde in Kürze eine entsprechende Regelung vorlegen. Dem Bundesgesundheitsminister zufolge werden die Kassen schätzungsweise 20 bis 50 Millionen Euro pro Jahr sparen.

Eigentlich eine geringe Summe im Vergleich zu den Gesamtausgaben der Krankenkassen von voraussichtlich knapp 300 Milliarden Euro im vorigen Jahr. Lauterbach sagte, es gehe ums Prinzip: „Die Krankenkassen sollten nicht Leistungen bezahlen, die medizinisch nichts bringen.

Hat Lauberbach Recht? Die einfache Antwort lautet: Ja. Und dennoch hat die Sache wichtige Nebenasapekte. Welche das sind, lest ihr hier:

In der Homöopathie werden extrem verdünnte Stoffe in Form von Kügelchen (Globuli) oder Tropfen verabreicht. Die Lehre des Homöopathie-Begründers Samuel Hahnemann (1755-1843) geht davon aus, dass damit die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Die Homöopathie steht seit ihren Anfängen der Schulmedizin kritisch gegenüber – und umgekehrt.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Meistgelesen

  1. Kiel

    Tatort-Kritik aus Kiel: „Borowski und der Wiedergänger“ Check hier, ob der Tatort am Sonntag was für dich ist!

    Kommissar Borowski und seine junge Kollegin ermitteln bei einer schwerreichen Unternehmer-Familie, weil der Ehemann der Firmenchefin verschwunden ist.

  2. Storys der SWR3-Community Taxifahrer mit Herz – das sind eure schönsten Geschichten 💕

    Die Geschichte von Taxifahrer Maschid und dem 14-jährigen Lenny hat uns alle berührt. Fast noch besser sind eure eigenen Taxi-Storys – danke für eure tollen Kommentare!

  3. Wird Essen gehen jetzt teurer? Mehrwertsteuer-Erhöhung: Wie geht es den Gastronomen damit?

    Nach vielen Diskussionen wurde die Mehrwertsteuer in der Gastronomie zum 1. Januar 2024 wieder auf 19 Prozent angehoben. Wie geht es den Gastronomen damit? Bleiben die Kunden aus?