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David Beck
Bild von David Beck, Reporter und Redakteur SWR Wissen aktuell sowie Redakteur bei SWR2 Impuls. (Foto: SWR, Ilyas Buss)
Stefan Scheurer
Stefan Scheurer (Foto: SWR3)

Es gibt Stifte oder kleine Handy-Sticks, die heiß werden und die man auf Mückenstiche drückt. Das soll gegen den Juckreiz helfen. Mittlerweile gibt’s die sogar im Discounter zu kaufen. Wie funktionieren die Dinger eigentlich und gibt es auch kostenlose Alternativen?

Wie funktioniert ein Hitzestift?

Die warme Spitze des Hitzestifts drückt man einige Sekunden auf den Stich. Das sorgt dafür, dass der Juckreiz nachlässt. Das Prinzip ist schon lange bekannt und auch, dass es funktioniert.

Nicht ganz klar ist bisher, warum es funktioniert. Es könnte sein, dass Proteine, die durch den Insektenstich in die Haut gekommen sind, durch die Hitze zerstört werden. Das ist ähnlich wie beim Eierkochen: Durch die Hitze verändert sich die Struktur der Proteine und sie verlieren dadurch ihre Funktionsfähigkeit. Wahrscheinlich werden durch die Hitze auch Teile des Immunsystems aktiviert, das sich dann ebenfalls um die körperfremden Proteine kümmert.

Muss ich mir einen Hitzestift kaufen oder gibt’s auch Do-It-Yourself-Alternativen?

Eltern nutzen einen Stichheiler für ihren Sohn (Foto: IMAGO, Westend61)

Hitze ist Hitze – dem Mückenstich ist egal, wo sie herkommt. Man kann auch einfach einen Löffel oder eine Münze in warmem Wasser erhitzen und auf den Stich drücken. Die Temperatur sollte dabei ungefähr 50 Grad sein – am besten überprüft man die Wassertemperatur mit einem Thermometer. Und dann reichen schon einige Sekunden auf dem Stich – ungefähr sechs Sekunden bei Erwachsenen und drei Sekunden bei Kindern. Natürlich ist der Trick mit dem Löffel nicht für jeden was, denn die Temperatur muss stimmen.

Hitze-Sticks gegen Mücken können schädlich sein:

Die Stiftung Warentest hat ein eher kritisches Verhältnis zu den Sticks, da sie die Verbrennungsgefahr höher einschätzt und ihren Leser die Frage stellt: Was ist euch lieber, eine Brandblase oder ein juckender Mückenstich? Außerdem kam bei ihren Tests heraus, dass eine Behandlung mit einem Hitzestick nicht bedeutet, dass danach nichts mehr juckt.

Immer gilt: Je schneller der Hitzestick eingesetzt wird, desto eher klappt es. Übrigens hilft natürlich auch Kälte – also zum Beispiel ein Kühlpad oder Eis in ein dünnes Handtuch gewickelt.

Wer ein gestörtes Temperaturempfinden hat, sollte wirklich vorsichtig sein und am besten mal mit dem Arzt, der Ärztin klären, was man machen kann und was vielleicht lieber nicht.

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