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Brigitte Egelhaaf
Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)

Stirbt Sascha Bukow in seiner letzten Folge? Das Ende blieb geheim. Bela B von den Ärzten war eingeweiht, denn er war der Stargast an diesem Sonntagabend.

Die letzte Szene, die es zu sehen gibt, ist eine wilde Schießerei in einem Vorgarten. Es sind noch 15 Minuten bis zum Ende des Polizeirufs. Das Bild wird schwarz. Ende der Vorführung. Kein Journalist, kein Filmkritiker durfte die letzten 15 Minuten vorab sehen.

Stirbt Sascha Bukow bei dieser Schießerei? Oder übernimmt er die illegalen Machenschaften seines verstorbenen Vaters? Am Sonntag wurde das Geheimnis endlich gelüftet!

Bela B von Die Ärzte mit Zöpfchen im Polizeiruf

„Dein Vater hat immer gehofft, dass du auf die richtige Seite wechselst. Veits Traum war, dass du die Geschäfte übernimmst. Nicht ich“, sagt Andrej Titolew, der anstelle von Bukow das Rotlichtmilieu-Erbe angetreten hat. Lange kann er die Chefrolle aber nicht genießen, Stunden später ist er tot. „Ich habe ihn erschlagen“, gesteht Sänger Jo Mennecke, gespielt von Bela B. Uneitel ergraut mit angeklipsten Zöpfchen hat er ein bisschen was von Fluch der Karibik. Übrigens ist das schon der zweite Auftritt des Ärzte-Drummers in einem Sonntagabend Krimi. 2002 war er in einer Tatortfolge als DJ Lupo zu sehen.

Der Mord bringt Kommissar Bukow an den Abgrund

Aber war tatsächlich der Sänger der Täter? Oder ging es bei diesem Mord doch eher um die Machtübernahme im Milieu? Um das Erbe von Buckows Vater? „Du hast Titolew umgebracht, du hast den Platz freigeräumt“, hört man Bukow sagen. Und plötzlich wird der Kommissar wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Die macht ihn erpressbar, führt ihn immer weiter in Richtung Abgrund.

Polizeiruf-Kritik: Keiner von uns (Foto: NDR / Christine Schroeder)
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Wie lange dauert die Liebe des Lebens noch?

Dabei wäre doch fast alles gut geworden. Endlich ist er mit Kollegin König zusammen. „Das hier, das mit dir, das ist das Schönste und das Größte, was ich mir für den Rest meines Lebens vorstellen kann“, erklärt er seiner großen Liebe. Nur wie lange ist der Rest seines Lebens?

Gelungener Abschied von Bukow im Polizeiruf

Derbe Sprache, skrupellose Gangster, besoffene Sänger, ein Kommissar, den es vor lauter Ausweglosigkeit fast zerreißt. Es ist ein echter Unterwelt-Krimi mit einem ein tollen Charly Hübner als Sascha Bukow. Die Verzweiflung sieht man diesem Mann in jeder Sekunde an. Ich werde diesen Bukow vermissen.  

Neue Besetzung im Polizeiruf Rostock

Egal, wie das Ende aussieht, der Polizeiruf wird nach über zehn Jahren ohne Sascha Bukow weitergehen. Profilerin König bleibt uns in Rostock erhalten und bekommt eine neue Kollegin: Melly Böwe heißt die Kommissarin. Die tauchte im Polizeiruf aus Rostock auch schon auf. Als Halbschwester von Sascha Bukow.

Übrigens: Auch privat gibt es eine Verbindung zwischen Sascha Bukow und Melly Böwe. Denn die Schauspielerin Lina Beckmann, die Melly Böwe spielt, ist mit Charly Hübner verheiratet. Das Kommissariat in Rostock bleibt also in der Familie. Im Film wie im richtigen Leben.

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Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)

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