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Der letzte Fall von Leitmayr und Batic war ein furioser Thriller. Diesmal gab es das genaue Gegenteil. Aber „Lass den Mond am Himmel stehn“ war deshalb nicht weniger gut, findet Tatort-Checkerin Simone Sarnow.

Dieser Fall ist düster, denn es passiert mit das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Ihr Sohn ist verschwunden. Kurz hoffen sie noch, dass er einfach bei seinem besten Kumpel Basti sein könnte – dann die schreckliche Gewissheit: Emil ist tot.

Die Tatortleiche ist erst 13 Jahre alt

Die Leiche des 13-Jährigen wird in der Isar gefunden. Das letzte Signal seines Handys kam aus einem Wald in dem auch sein Fahrrad wird gefunden wird. Ganz in der Nähe eines berüchtigten Parkplatzes, der dafür bekannt ist, dass sich dort fremde Menschen zu anonymem Sex treffen. Hat Emil dort etwas gesehen und vielleicht sogar gefilmt, was er nicht hätte tun sollen?

Szenenbilder Tatort „Lass den Mond am Himmel stehn“

Szenenbild Tatort „Lass den Mond am Himmel stehn“ (Foto: ard-foto s2-intern/extern, Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden)
Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr mit Kollegen betrachten den Fundort von Emils Fahrrad im Wald in der Nähe eines Parkplatzes. Emils Handyspur endet an einem Parkplatz, der als Treffpunkt für anonymen Sex bekannt ist. Seine Leiche wird etwa 20 Kilometer entfernt in der Isar gefunden. Wie kam der Junge dorthin und warum wurde er getötet? ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Kriminalkommissar Kalli Hammermann bringt die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr am Fundort von Emils Fahrrad auf den neuesten Stand. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Kriminalkommissar Kalli Hammermann beobachtet jemanden auf dem Parkplatz, in dessen Nähe Emils Fahrrad gefunden wurde. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Judith Kovacic überlegt, was sie als nächstes tun soll, als sie am Parkplatz angekommen ist. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Judith Kovacic sieht sich im Wald in der Nähe des Parkplatzes um. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic müssen David Kovacic und Judith Kovacic um ein Foto von ihrem toten Sohn bitten. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Auf Hannah Schellenbergs Geburtstagsfeier erscheint unverhofft Judith Kovacic. Antonia Schellenberg ist überrascht und versucht sie zu beruhigen. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Hannah Schellenberg ist sich nicht sicher, ob sie Judith Kovacic ihr Geheimnis verraten soll. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Als Judith Kovacic sich im Zimmer ihres Sohns Basti umsieht, versucht Antonia Schellenberg sie zu beruhigen. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Als Martin Schellenberg einen Flatscreen im Zimmer seines Sohnes Bastis montiert, wird seine Tochter Hannah eifersüchtig. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
David Kovacic wird kurzfristig zur Arbeit ins Krankenhaus gerufen. Judith Kovacic lässt ihn gehen. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Hannah Schellenberg will mit David Kovacic sprechen, der sie jedoch beiseite drängt. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr befragen David Kovacic an seinem Arbeitsplatz. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Judith Kovacic stellt im Zimmer ihres toten Sohnes die Unordnung wieder her, die sie zuvor beseitigt hatte – als es an der Haustür klingelt. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr befragen Judith Kovacic. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Ein Bankdirektor wird von Kriminalhauptkommissar Ivo Batic zu seinem Aufenthalt auf dem Parkplatz befragt. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Auch ein Student wird zu seinem Aufenthalt auf dem Parkplatz befragt. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
So sehr in diesem verstörenden Fall ein Motiv auf der Hand zu liegen scheint, so tief ist die Wahrheit verborgen. Die Hauptkommissare Batic und Leitmayr schlagen sich bei ihren Ermittlungen durch ein Dickicht aus Lügen und Täuschung. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Antonia Schellenberg will ihrem Mann Martin Schellenberg nach seinem Wutausbruch nicht einmal mehr in die Augen blicken. ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen
Martin Schellenberg in seiner Boxenwerkstatt ard-foto s2-intern/extern Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden Bild in Detailansicht öffnen

Bei ihren Ermittlungen konzentrieren sich Leitmayr und Batic aber nicht nur auf diesen Ort, sondern auch auf zwei Familien. Und zwar die von Emil und die seines Kumpels Basti. Die Beziehung zwischen den beiden Familien besteht aber nicht nur aus der Freundschaft der Söhne – da sind einige Lügen und Geheimnisse vergraben, denen die Kommissare nach und nach auf die Spur kommen.

Starkes Team: Leitmayr und Batic

Generell haben Leitmayr und Batic auch in diesem Fall zu alter Stärke gefunden. Die beiden verstehen sich nach all den Jahren blind und suchen bei diesem heftigen Thema sehr nüchtern nach der Wahrheit.

Dass sie der Fall nicht kalt lässt, merkt man, als Voltaire zitiert wird:

Den Lebenden schulden wir Respekt, den Toten die Wahrheit.

Batic sieht das anders. Er sagt, man schulde auch den Lebenden die Wahrheit.

Dieser Tatort lebt von beeindruckenden Darstellern

Dieser Tatort lebt von seinen beeindruckenden Darstellern – allen voran Emils Mutter, die einen ohne große Worte mitten ins Mark trifft. Und der Tatort lebt von der Kamera. Es gibt viele lange Einstellungen und düstere Stillleben, die einen mit voller Wucht treffen können.

Übrigens genauso wie das Ende. Ohne zu viel verraten zu wollen: Ich wusste am Ende nicht ob ich sauer oder fassungslos sein soll. Von mir gibt‘s für diesen sensiblen Tatort, der ohne Getöse auskommt, 4 von 5 Elchen.

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