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Die Stuttgarter Tatort-Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz stoßen auf einen Top-Manager, der unter dubiosen Umständen seinen Job verloren hat und Rache sucht.

Ein Ex-Manager erpresst seinen ehemaligen Chef. So etwa fünfzehn Millionen Euro will der Mann. Denn für seinen Arbeitgeber ist er in den USA in den Knast gegangen. Und dazu fordert er noch eine Sache: eine öffentliche Entschuldigung.

Krieg in der Stuttgarter Automobilbranche?

Der eiskalte Konzernchef denkt überhaupt nicht daran zu zahlen. Und so was wie eine Entschuldigung, das kennt der Mann gar nicht. Für ihn ist Wirtschaft nämlich wie Krieg, grausam und dreckig – so sein Credo.

Dabei ist der Mann nicht Chef eines Waffenproduzenten, sondern – wir sind in Stuttgart – Chef eines Autozulieferers. Klingt friedlich, ist aber nicht so. Denn genau in dieser Firma arbeitete die Top-Managerin, die später tot im Wald gefunden wird. Die Frau war nicht nur die rechte Hand des Konzernchefs, sondern gleichzeitig auch seine größte Konkurrentin.  

Szenenbild Tatort „Der Welten Lohn“ (Foto: ard-foto s2-intern/extern, SWR/Benoît Linder)
Als die Personalchefin eines Stuttgarter Unternehmens tot im Wald gefunden wird, beginnen die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz ihre Ermittlungen in der Firma. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Thorsten Lannert und Sebastian Bootz ermitteln im Tod der Personalchefin der Stuttgarter Firma Rückert Brenner, wo man sie aber eher halbherzig unterstützt. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Joachim Bässler, der Vorstandsvorsitzende von Rückert Brenner, findet, dass nur ein bestimmter entlassener Mitarbeiter mit dem Tod seiner Personalchefin zu tun haben kann. Auf den soll Sebastian Bootz sich gefälligst konzentrieren. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Oliver Manlik, ehemaliger und in den USA wegen Korruption verurteilter Mitarbeiter von Rückert Brenner, ist wieder zurück in Deutschland. Sebastian Bootz und Thorsten Lannert wollen von ihm wissen, ob er etwas mit dem Tod der Personalchefin zu tun hat. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Oliver Manlik konfrontiert seinen ehemaligen Chef Joachim Bässler mit seinen Forderungen. Den das allerdings überhaupt nicht beeindruckt, für ihn ist die Angelegenheit erledigt. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Oliver Manlik wünscht sich so sehr, sein früheres Leben mit Caroline zurückzubekommen. Auch wenn er ahnt, dass das vergeblich ist. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Trotz allem hofft Oliver Manlik noch, dass seine Frau Caroline sich ihm wieder zuwendet. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Gerichtsmediziner Daniel Vogt hat eine Beweiskette aufgemacht, mit deren Hilfe Thorsten Lannert und Sebastian Bootz beweisen können, dass ihr Hauptverdächtiger am Tatort war… ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Thorsten Lannert und Sebastian Bootz ist es gelungen, von Neumann Einblick in die Verstrickungen seines Chefs zu bekommen. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Von Caroline Manlik erhoffen Sebastian Bootz und Thorsten Lannert sich Aufklärung über die Pläne ihre Ex-Mannes. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Thorsten Lannert und Sebastian Bootz wollen von Caroline Manlik wissen, ob die Wut ihres Ex-Mannes ihn zum Mörder gemacht haben könnte. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Weiß Caroline Manlik tatsächlich so wenig über die Pläne ihres Ex-Mannes, wie sie Kommissar Bootz erzählt? ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Barnaby Metschurat als Oliver Manlik, der sein früheres Leben zurückbekommen will und versucht, die Kommissare Lannert und Bootz dafür zu instrumentalisieren. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Weil er sich verfolgt fühlt, wendet Oliver Manlik sich an die Kommissare und verlangt Polizeischutz. Aber seine Geschichte überzeugt Sebastian Bootz nicht. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Hat er erreicht, was er wollte? Oliver Manlik wollte Polizeischutz, jetzt lassen Thorsten Lannert und Sebastian Bootz ihn beobachten. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Thorsten Lannert verfolgt einen Verfolger. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Im Parkhaus nutzt der Verfolger seine Chance und greift Oliver Manlik an. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen
Ein Bombenattentat auf den Wagen des Vorstandsvorsitzenden von Rückert Brenner hat stattgefunden. Thorsten Lannert und Sebastian Bootz vermuten, dass das mit ihrem Fall zu tun hat, Miriam Mätzler von der KTU sammelt Indizien dafür. ard-foto s2-intern/extern SWR/Benoît Linder Bild in Detailansicht öffnen

Obwohl der Konzernchef grundunsympathisch daherkommt, ermittelt die Polizei nicht gegen ihn, sondern gegen den Ex-Manager. Für die Polizei sieht alles nach Rache aus. Nur Kommissar Bootz hat da so ein Gefühl, dass es eher um Genugtuung geht bzw. um Gerechtigkeit.

Was ist gerecht? Wie weit darf Rache gehen?

Und genau dieses Thema, Gerechtigkeit, das macht den Tatort interessant. Ein Mitarbeiter, dem übel mitgespielt wurde, will Genugtuung. Dass seine Methoden nicht immer okay sind, strapaziert unser Gerechtigkeitsgefühl und stellt uns ganz schön auf die Probe.

Was ist noch okay? Und wo geht er zu weit, auch wenn ihm übel mitgespielt wurde? Eine gelungene Gewissensfrage, über die man verschiedener Meinung sein kann. 

Gute Story mit interessanten Wendungen

Daher bekommt der Tatort, der über Strecken vielleicht nicht der spannendste oder schnellste ist, von mir gute drei von fünf Elchen. Denn: die Story taugt was! Außerdem ist auch die ein oder andere Wendung ist auch dabei. 

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