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Das Dresdner Ermittlerteam Gorniak, Winkler und Schnabel ermitteln im Fall eines ermordeten Rettungssanitäters. Doch schnell wird klar, dass nicht nur er Angst vor Gewalt bei Einsätzen hatte.

Ermittlung gegen einen Sanitätermörder

Es ist ein grausiges Bild, das sich den Dresdner Kommissarinnen Karin Gorniak und Leonie Winkler am Elbufer bietet. Der Rettungssanitäter Tarik Wasir ist bei einem Einsatz ermordet worden. Erst wurde er mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt, dann mit Kabelbindern ans Lenkrad gefesselt und mit einer Plastiktüte erstickt. Seine Kollegin Greta kann ihm nicht mehr helfen.

Gorniak, Winkler und ihrem Chef Schnabel stellt sich in ihrem fünften gemeinsamen Fall vor allem die Frage: War das eine Tat, die sich gezielt gegen Tarik Wasir gerichtet hat oder doch ein genereller Angriff auf einen Sanitäter?

Anschlagsserie: Immer mehr Gewalt gegen Rettungskräfte

Fakt ist, alle seine Kollegen berichten davon, dass sie immer häufiger und oft auch immer brutaler während ihrer Einsätze angegriffen werden. Viele wünschen sich, Schutzwesten oder sogar eine Waffe tragen zu dürfen, weil sie sich einfach nicht mehr sicher fühlen.

Als dann auch noch ein zweiter Anschlag auf einen Rettungswagen verübt wird, sind sich die Ermittler sicher: Es werden gezielt Rettungskräfte dieser Wache angegriffen…

Der Tatort im Lockdown: ermitteln mit Abstand

Gorniak und Winkler arbeiten ja noch nicht so lange zusammen, und haben sich noch nicht so ganz zusammengerauft. Da freut sich Leonie Winkler schon, dass Kollegin Gorniak abends mit ihr was trinken gehen will. Und wir sehen in diesem Tatort die Dresdner Lösung in Sachen Corona-Pandemie. Nachdem die Dreharbeiten lange pausieren mussten und danach nur unter sehr hohen Vorgaben weiterlaufen konnten, schnupft man sehr im Team und hält so automatisch Abstand. Ist ganz clever gemacht, auch wenn wir irgendwann wirklich verstanden haben, wie tapfer da alle durchhalten, obwohl sie doch so schlapp sind. Durch Rettung so nah zieht sich das sehr wichtige Thema „Zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte“. Schauspielerisch sticht für mich Luise Aschenbrenner raus, die Greta sehr tiefgründig spielt.

Ein Krimi der alten Schule

Ansonsten ist das ein klassischer „Wer-war’s-Fall“, bei dem die Lösung irgendwann erahnbar ist, aber nicht sofort auf der Hand liegt. Das dürfte eine Wohltat für die sein, denen es in den vergangenen Wochen zu oft zu experimentell zuging. Für mich war’s völlig okay, aber weder ein Ausreißer nach oben, noch nach unten. Deshalb gibt’s von mir gute 3 von 5 Elchen.

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