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Til Schweiger spielte zwar mit, nur anders als sonst. Es explodierten keine Häuser oder Autos. Eine ruhige Nordseestimmung zog bei Kommissar Nick Tschiller ein. Hat der weichgekochte Actionheld überhaupt noch richtig Spaß gemacht?

Es ist mal wieder Nacht im Tatort. Auf einer Raststätte gerät ein Polizeiauto mit Kronzeugen unter Beschuss, es geht also erst mal richtig zur Sache in diesem Nick-Tschiller-Tatort. Die Situation ist dramatisch, nicht alle überleben. Offensichtlich gibt es einen Maulwurf, der die Kronzeugen verraten hat.

Doch keine Auszeit für Tschiller?

Zuständig für das ganze Schlamassel ist Kommissar Yalcin Gümer. Nach dem Überfall ist er mit einem verbliebenen Kronzeugen auf der Flucht und will ihn bei seinem alten Kommissar-Kumpel Nick Tschiller verstecken. Praktischerweise nimmt sich der gerade eine Auszeit auf der Nordseeinsel Neuwerk und kümmert sich – wie kann es anders sein – um sozial auffällige Kinder.

Tatort mit Til Schweiger: Szenenbilder aus Tschill Out

SWR3 Tatort-Check: Szenenbilder aus „Tschill Out“

Szenenbild aus dem Tatort „Tschill Out“ (Foto: NDR/Christine Schroeder)
Tom stellt Eddie zur Rede. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Während Nick Tschiller auf Neuwerk auf sein Disziplinarverfahren wartet und einer ehemaligen Lehrerin von Lenny, Patty Schmidt, bei der Betreuung von schwererziehbaren Jugendlichen hilft, ermitteln Yalcin Gümer und die neue LKA-Kollegin Robin Pien in NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Zwischenfall beim Kartoffelschälen: Nietzsche, Bonnie, Patty und Nick. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Schuld an Pattis Blessuren: Nick NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Eddie Nix und Tom Nix sind die Punk-Band NIX GEWESEN. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Tom hat einen Stick gefunden: Hat sein Bruder etwas zu verbergen? NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Was hatten die fremden Männer in der Wohnung zu suchen? NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Eddie und Tom gehen ins Zeugenschutzprogramm. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Die Brüder Nix werden diskret verhaftet und in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Was hat der Wachmann zu verbergen? NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Yalcin Gümer holt die Brüder ab. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Doch sie geraten in einen Hinterhalt: Gümer will Tom in Sicherheit bringen. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Auf dem Weg zum Safehouse kommt es zu einem Zwischenfall, in dessen Folge auch Nick Tschiller wieder mitten im Geschehen ist. Tom muss an einem sicheren Ort untergebracht werden: Yalcin braucht Nicks Hilfe. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Yalcin und Nick müssen Patti überzeugen, dass Tom ein paar Tage auf Neuwerk bleiben darf. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Schlechte Stimmung beim Abendessen. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
Yalcin findet den versteckten Server. NDR/Christine Schroeder Bild in Detailansicht öffnen

Weniger Action, trotzdem spannend

Ab da beginnt ein Katz- und Mausspiel. Das ist spannend und wirklich top gespielt, gar nicht so vernuschelt wie sonst – nur fliegt halt einfach nichts mehr in die Luft, der Blutfluss unter Tatort-Durchschnitt. Und das ist dann eben doch eine Riesenüberraschung. Denn Till-Schweiger-Tatorte standen bisher für Action, für explodierende Häuser und schnelle, moderne Schnitte, für Aufwand in der Produktion. Dieses Mal nicht.

Schweiger-Tatort: Netflix adé!

Während sich die ARD mit den bisherigen Schweiger-Tatorten an Netflix- und Amazon-Prime-Zuschauer gewandt hat, ist der Tatort hier einfach nur soft, die Machart ist traditionell und solide. Die Kommissare wirken plötzlich austauschbar (vor dem Hintergrund, dass auch andere auf dem sehr hohen Niveau dieses Tatort-Duos spielen). Es ist durchschnittliche Tatort-Kost. 

Nachdem sich Til Schweiger erst vor Kurzem über den HR-Tatort lustig gemacht hat („Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!“), darf man doch eigentlich bei ihm etwas mehr erwarten, oder? Eine Gesamtnote ist dieses Mal schwer zu ermitteln: Für Fans vom Actionheld Nick Tschiller ist es eine krasse Enttäuschung. Alle anderen Tatort-Gucker allerdings werden es sicher mögen.

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