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Brigitte Egelhaaf
Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)

Eine Madonna weint Blut, fauchende Katzen in der Nacht und der Besuch geheimnisvoller Männer aus dem Vatikan. Der Tod eines Steuerprüfers führt Batic und Leitmayr in ein Kloster mit vielen Geheimnissen.

Ein düsterer Tatort

Düstergraugrünbraun. Das ist die vorherrschende Farbe des vermeintlichen Tatorts. Gregorianisch, glockenhell ist der dazu passende Sound der singenden Nonnen. Dazu immer wieder in der Nacht diese miauenden und fauchenden Katzen und Kater. Hier soll er also vergiftet worden sein. Der Herr Lechner.

Er saß im Zugabteil, scheinbar schlafend. Aber als man ihn in München wecken wollte, stellte man fest. Der Mann ist tot. Vergiftet, wie sich später herausstellt. Mit dem Gift des gefleckten Schierlings. Dieses Gift wirkt zeitverzögert und das bedeutet, der Steuerprüfer muss es, wenn man zurückrechnet, bei seinem Besuch im Kloster aufgenommen haben.

Die Kommissare zählen Nonnen

Batic und Leitmayr machen sich auf zu diesem riesigen Gebäudekomplex im Voralpenland. Sieben Schwestern sind es noch, die dort wohnen und arbeiten. Ivo Batic zählt durch. Da fehlt doch eine. „Schwester Johanna“, wird ihm erklärt und mit der könne er auch zurzeit nicht sprechen. „Schwester Johanna ist momentan zur inneren Einkehr in unserem Mutterhaus“, heißt es.

Tatort-Trailer zum 19.12.2021

Batic und der Mönchsbeuteltee

Nach dem gemeinsamen Abendessen im Refektorium des Klosters gibt’s für die beiden noch einen Schlummertrunk. Leitmayr entscheidet sich für den im Kloster hergestellten Schnaps, Batic für die klösterliche Teemischung. „Ein Mönchsbeuteltee“, erklärt die Nonne. Und im Hinblick auf den Blick des Kommissars. „Nicht so misstrauisch. Der Tee macht einen guten Schlaf.“ Ob das so eine gute Idee war, mit dem Tee? „Mir ist irgendwie so ein bisserl komisch“, meint Batic.

Die ergrauten Ermittler leuchten im Dunkel

Die Nacht bricht an, die Katzen jaulen, fauchen, maunzen. Es ist unheimlich im Kloster. Die silberweißen Haare der Ermittler leuchten und führen uns wie zwei Lichtpunkte durch das Düstergraugrünbeigebraun hinter diesen Klostermauern. Es braucht Anlauf, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Aber an einem Ort der Kontemplation kann man sich diese Zeit ja auch ausnahmsweise nehmen. Das ein oder andere Klischee taucht zwar auch auf, aber ansonsten unterscheidet sich das Tatortkloster wohltuend von anderen Nonnengeschichten im Fernsehen.

Fazit: Schwestern sind wie Socken in der Waschmaschine

Wieder einmal tolle Bilder vom Kamerateam, wie so oft bei den Münchenern. Kein unvergesslicher Tatort, aber einer, mit dem man es sich am Sonntagabend auf der Couch gemütlich machen kann. Und in all der Düsternis gibt es auch den ein oder anderen herrlich saublöden Spruch: „Ist dir das schon mal aufgefallen bei den Schwestern? Die sind nie alle zusammen irgendwo. Eine fehlt immer“, fragt Leitmayr. Darauf Batic: „Das ist wie mit den Socken in der Waschmaschine. Eine fehlt immer. Und wenn sie dann wieder auftaucht, dann ist das ein Wunder!“

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Brigitte Egelhaaf
Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)

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