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Alicia Tedesco
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Ein 13-Jähriger sucht seit Jahren nach Legos, die lange vor seiner Geburt aus einem Schiffscontainer verloren gingen. Sein letzter Fund: ein seltener Oktopus. Welche Lego-Teile schlummern noch im Meer oder am Strand?

Mit dem Fund machte der 13-jährige Liutauras Cemolonskas direkt Schlagzeilen in Großbritannien: Der Lego-Oktopus, den er am Strand in Cornwall gefunden hat, ist einer von nur 4.200, die vor 27 Jahren an Bord eines Schiffcontainers waren.

Undatiertes Familienfoto von Liutauras Cemolonskas, 13, der einen Oktopus aus Lego in der Hand hält.
Der 13-jährige Liutauras hält stolz seinen seltenen Fund in die Kamera: ein Lego-Oktopus, der 1997 bei einem Sturm von einem Schiffscontainer fiel.

Bei einem Sturm im Jahr 1997 gingen Hunderttausende Lego-Teile an der Küste von Cornwall über Bord des Containers – ironischerweise waren viele Meeres-Legos dabei, wie die Oktopusse, über 350.000 Lego-Taucherflossen und 97.500 Sauerstoffflaschen.

Undatiertes Familienfoto von Liutauras Cemolonskas, 13, der einen Oktopus aus Lego in der Hand hält.

Nach 27 Jahren Lego-Oktopus in Cornwall gefunden

Dauer

Ein 13-Jähriger sucht seit Jahren nach Legos, die lange vor seiner Geburt aus einem Schiffscontainer verloren gingen. Sein letzter Fund: ein seltener Oktopus. Welche Lego-Teile schlummern noch im Meer oder am Strand?

Warum ist der Lego-Oktopus so ein „spektakulärer Fund“?

Der Lego-Oktopus ist besonders schwer zu finden, weil er mit seinen schwarzen Tentakeln perfekt zwischen Algen am Strand untergeht. Britische Medien sind sich darum einig: Das ist ein „spektakulärer Fund“. Liutauras und sein Papa Vytautas Cemolonskas sehen das genauso:

Das Gefühl ist unwirklich, Liutauras kann es immer noch nicht glauben. Wir sind schon seit zwei Jahren auf der Suche nach diesem Oktopus.

Nicht sein erster Fund: Liutauras hat schon Hunderte Lego-Teile gesammelt

Liutauras und sein Papa haben in den vergangenen Jahren eine ganz schöne Sammlung an verschollenen Lego-Teilen zusammengesucht: Laut der Nachrichtenagentur PA sollen sie schon beinahe 800 Legos gefunden haben. Hier seht ihr einen kleinen Teil davon:

Undatiertes Familienfoto der von Liutauras Cemolonskas gesammelten Lego-Teile.
Über die Jahre hat Liutauras eine ganz schöne Sammlung an Lego-Teilen gefunden – insgesamt sind es schon fast 800 Stück.

Was er als nächstes finden will, weiß der 13-Jährige schon ganz genau: einen der 33.941 Lego-Drachen. Die gibt es zum Beispiel in Grün und Schwarz – und wurden auch schon mal in Cornwall gefunden:

Oktopus aus Lego gilt als „heiliger Gral“ des Schiffcontainers

Weil der Lego-Oktopus oft so schwer zu entdecken ist, gilt er als „heiliger Gral“ unter allen, die „beachcombing“ betreiben. So wird das genannt, wenn man nach Gegenständen am Strand sucht. Tracey Williams macht das genauso wie Liutauras leidenschaftlich gerne – sie hat sogar ein Buch darüber geschrieben.

Mit ihrem Social-Media-Projekt „Legos Lost At Sea“ dokumentiert sie unter anderem die Funde des Schiffscontainers von 1997, will aber auch auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikteile aufmerksam machen. Liutauras' Fund hat sie direkt auf ihrer Seite geteilt ...

... und zwei Tage später wurde schon der nächste Oktopus gefunden!

Trip nach Cornwall geplant? Haltet nach diesen Legos Ausschau!

Falls ihr in nächster Zeit einen Trip nach Cornwall oder Umgebung geplant habt und euch das Lego-Fieber jetzt gepackt hat, könnt ihr unter anderem nach diesen Teilen suchen:

  • weitere schwarze Oktopus-Legos
  • schwarze oder grüne Drachen
  • grüne Wasserpflanzen
  • gelbe und rote Blüten
  • blaue, schwarze und rote Taucherflossen
  • graue Sauerstoffflaschen
  • gelbe Schwimmwesten
  • braune Besen

Damit ihr euch ganz genau vorstellen könnt, wie die Lego-Teile aussehen, gibt es hier eine kleine Übersicht von Tracey Williams:

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