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Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)

Gewalt im Fußballstadion – wahrlich kein neues Phänomen. Dass aber die Ordner auf Fans einprügeln, sollte nun wirklich nicht sein. Jetzt prüft die Polizei den Fall.

Ordner sind im Stadion für den reibungslosen Ablauf zuständig. Man kann sie fragen, wenn man seinen Platz nicht findet, sie müssen aber auch dazwischengehen, wenn die Stimmung mal höher kocht als sie sollte – zur Deeskalation.

Was sich am Samstag von Ordner-Seite im Stuttgarter Stadion nach dem Spiel des VfB gegen Borussia Mönchengladbach zugetragen hat, verwundert dann gelinde gesagt doch. Denn nach Deeskalation sieht das nun gar nicht aus:

Am Ende des Spiels #vfbbmg kam es zu einem absolut unverhältnismäßigen Gewalt-Einsatz der @VfB-Ordner. Wir stehen mit einem verletzten @borussia-Fan im Kontakt. Weitere Fans, die verletzt worden sind, sollen sich ihre Verletzungen bitte attestieren lassen und bei uns melden. https://t.co/dCi4PflSGD

VfB verspricht Aufklärung

Die „Fanhilfe Mönchengladbach“ spricht von einem „absolut unverhältnismäßigen Gewalt-Einsatz der VfB-Ordner“. Vorausgegangen sei demnach ein Streit zwischen zwei Fans, woraufhin die Ordner die Beteiligten aus dem Block haben schieben wollen. Schon dabei seien sie unverhältnismäßig hart vorgegangen, „ehe die Gewalt ohne Anlass und einseitig komplett eskalierte“. Laut den Fan-Vertretern gibt es mindestens einen verletzten Zuschauer.

Borussia Mönchengladbach hat sich inzwischen zu Wort gemeldet. Die Bilder, die ihm vorlägen, sprächen nicht für ein angemessenes Vorgehen des Ordnungsdienstes.

Da wird geprügelt, getreten, das ist rohe Gewalt und kein deeskalierendes Einschreiten. Das muss aufgearbeitet werden. Beide Vereine stehen seit gestern im Austausch, die @PP_Stuttgart ermittelt. Wir warten auf eine lückenlose Aufklärung unserer Kollegen aus Stuttgart.“ (2/2)

Auf seiner Website veröffentlichte der VfB ein Statement, in dem es heißt:

Der VfB Stuttgart distanziert sich von der Gewalt, die in einem im Netz verbreiteten Video zu sehen ist. Noch am Samstagabend hat das Sammeln von Bildmaterial und Zeugenaussagen sowohl von Fans als auch von Mitarbeitern des Ordnungsdienstes begonnen. Beide Vereine stehen im Austausch, sichten das Material und werden die Vorgänge gemeinsam aufarbeiten.

Auch die Polizei Stuttgart will das Videomaterial prüfen und gegebenenfalls Ermittlungen aufnehmen. Die „Fanhilfe Mönchengladbach“ kritisierte, dass sich die beiden Bundesliga-Vereine zunächst nicht zu dem Vorfall geäußert hatten.

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