Stand
AUTOR/IN
SWR3
KÜNSTLER/IN
Del Amitri

Ich hab den Sommer mit Trinken verbracht.
Und mich wahrscheinlich ziemlich gut unterhalten dabei.
Auf jede erdenkliche Art.
Aber wenn ich mir heute abend die Menschen ansehe,
die mir zuhören, dann haben die ein nüchternes Funkeln in den Augen,
das mir nicht gefällt.

Ich habe meinen Ruf.
Und ich habe ihn solange gehalten,
dass ich ihn nicht mehr verlieren kann.
Aber jede dumme Wette, die ich jemals gemacht habe,
jede Zimmerservice-Rechnung für jede durchgemachte Nacht
sieht ab heute billig aus.

Ich hab mich weggedröhnt,
Ferien im Hirn gemacht,
und jetzt stehe ich hier und in meinen Koffern ist nichts als ein einziges großes „Tut mir leid“.

Ich hab gedacht, ich hätte mich auf eine Frequenz eingetunt,
die tiefer ist, als ihre Stimme, und trotzdem bricht die Erinnerung immer noch durch den Lärm.
Also schickt mir bitte ein Schiff und holt mich ab,
bevor ich an die Küste gespült werde,
es ein klarer Morgen ist und ich sehen kann.

Dass alle wissen, dass sie nie mehr zurückkommt.
So sicher wie Knöpfe an meinem Hemd sind.
Denn wo ich auch hingehe, spuken Geister von dem, was ich einmal hatte.
So wie die Knöpfe an meinem Hemd.
Die sind auch immer da, wo ich bin.

Stand
AUTOR/IN
SWR3
KÜNSTLER/IN
Del Amitri

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