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Alexander Winkler
SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler (Foto: SWR, Oliver Reuther)
Ferdinand Vögele
Ferdinand Vögele (Foto: SWR3)

30 Prozent Heizkosten ganz einfach mit smarten Thermostaten einsparen, das wärs! Aber halten die Geräte, was die Werbung verspricht?

Seit der Energiekrise liegen smarte Heizkörperthermostate voll im Trend. Die Preise für die Geräte haben angezogen und selbst auf Online-Plattformen für Gebrauchtwaren gehen sie weg wie warme Semmeln. Aber kann man mit den Geräten wirklich so viel Heizkosten sparen? Die Hersteller sprechen immerhin von bis zu 30 Prozent. Unser Technik-Redakteur Alexander Winkler hat seine Wohnung mit smarten Thermostaten ausgestattet und berichtet von seinen Erfahrungen.

Wie viel kann man mit smarten Thermostaten wirklich sparen?

Zunächst natürlich die wichtigste Frage: Wie viel kann man denn jetzt mit smarten Heizthermostaten wirklich einsparen? Winkler erklärt: „Die 30 Prozent, mit denen manche Hersteller werben, die sind sicherlich übertrieben. Aber 10 bis 15 Prozent weniger, das kann schon sein, schätzen Experten.“ Das hänge auch ein bisschen vom Heizverhalten ab, sagt er. „Denn wer schon den normalen Thermostat jede Nacht akribisch runterdreht, spart weniger, als jemand, der sich das zwar wie ich vonimmt, aber regelmäßig vergessen hat.

Dadurch, dass das smarte Thermostat sich nun eben programmiert runterregelt, passiert das nicht mehr, sagt Winkler. Er spare so circa 100 Euro im Jahr.

Ab wann rechnen sich smarte Heizkörperthermostate?

Ganz klar: Zunächst sind smarte Heizkörperthermostate erst mal eine Investition und kosten zwischen 40 und 100 Euro pro Stück. Je nach Hersteller kommt noch eine Steuereinheit dazu und dann kommt es natürlich auf die Anzahl der Heizkörper im Haus an. Dabei sparen die günstigen Modelle bei vergleichbaren Einstellungen am Ende ziemlich genau so viel Heizkosten wie die teureren.

Aber: Die teuren Modelle punkten oft mit Komfortfunktionen. „Also zum Beispiel wie gut sich die Thermostate in die Smart-Home-Apps integrieren lassen oder ob ich sie mit Siri oder Alexa steuern kann“, sagt Winkler. Eine weitere praktische Komfortfunktion kann sein, dass sich alle Heizungen automatisch runterfahren, wenn man das Haus verlässt.

Bei den aktuellen Energiepreisen dauerts bei mir zwei bis drei Jahre. Das ist vermutlich 'ne relativ solide Größenordnung, lässt sich aber natürlich nicht pauschalisieren. Wer eben vorher schon intelligent geheizt hat oder in einem gut gedämmten Haus wohnt – überall da ist das Einsparpotenzial geringer, da dauerts länger. Oder auch wer sich für ein teureres Modell entscheidet, muss auch ein bisschen länger warten, bis sich das amortisiert.

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Wie kompliziert ist der Einbau von smarten Heizkörperthermostaten?

Smarte Heizkörperthermostate an der eigenen Heizung anzubringen, ist tatsächlich ziemlich einfach. Der alte Thermostat wird mit der Rohrzange abmontiert, der neue kommt dran. Fertig. „Ich bin handwerklich echt nicht begabt und habs hinbekommen“, sagt Winkler. Komplizierter kann es aber werden, wenn man einen Adapter braucht, damit der Thermostat auf den Anschluss am Ventil passt. Oft liegt aber zumindest einer dem smarten Thermostat bei, ansonsten kann man sie online kaufen. Und auch für die erste Einrichtung per App oder am Computer sollte man sich ein bisschen Zeit nehmen, bis alle Zeitschaltungen wirklich sinnvoll eingerichtet sind.

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Auch andere Medien und Webseiten können für uns Quellen für News sein. Das sind zum Beispiel Seiten, die sich nur mit einem Themenbereich beschäftigen und deshalb Spezialisten in dem Bereich sind. Für Seiten wie hiphop.de oder raptastisch.net arbeiten zum Beispiel Musik-Journalisten, für Webseiten wie golem.de oder t3n.de Technik-Journalisten.

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