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Amelie Heß
Amelie Heß (Foto: SWR)

Eine EU-Studie zeigt, fast alle Europäer kommen zu oft und in zu hohen Mengen mit der Chemikalie BPA in Kontakt. Wir klären, was BPA ist und wie ihr euch schützen könnt.

Die EU-Umweltagentur warnt, dass die meisten Europäer der potenziell gesundheitsschädlichen Chemikalie Bisphenol A (BPA) in Mengen ausgesetzt sind, die gesundheitsschädlich sind. Die Studie habe „Chemikalien im Körper von Menschen in Europa gemessen und BPA im Urin von 92 Prozent der erwachsenen Teilnehmer aus elf europäischen Ländern nachgewiesen“, heißt es in einem Bericht der Europäischen Umweltagentur.

🆕#EEABriefing - exposure to the synthetic chemical Bisphenol A, used in everything from plastic & metal food containers to reusable water bottles is well above acceptable health safety levels. This poses a potential health risk to millions of people.https://t.co/bQpAcezauZ

Was ist BPA und wofür wird die Chemikalie genutzt?

Bisphenol A ist ein Weichmacher in Kunststoffen und Harzen. Er verleiht Kunststoffen eine gewisse Elastizität. BPA begegnet uns in ganz vielen Dingen unseres Alltags: in Autos, Smartphones, DVDs – aber eben auch in Lebensmittelverpackungen, Konservendosen, Mikrowellengeschirr und immer noch oft auch in Kinderspielzeug. Laut dem Bundesinstitut für Risikoforschung kommen sie in PET-Wasserflaschen nicht mehr vor und auch in Babyflaschen,- saugern und -schnullern sind sie verboten.

Warum ist der Einsatz von Bisphenol A gefährlich für die Gesundheit?

Laut dem BUND gehört BPA zu den hormonellen Schadstoffen, die bereits in winzigen Mengen in unseren Hormonhaushalt eingreifen können. Schon in geringen Dosen kann die Chemikalie das Immunsystem schwächen oder zu Allergien führen, schreibt die EU-Umweltagentur. Auch Unfruchtbarkeit ist eine mögliche Folge von übermäßigem Kontakt mit BPA.

Wie kann ich mich vor dem Weichmacher BPA schützen?

Das ist gar nicht so einfach, denn auf Lebensmittelverpackungen steht nicht drauf, ob in der Beschichtung BPA enthalten ist oder nicht, sagt Susanne Henn aus der SWR-Umweltredaktion. Wir haben trotzdem einige Tipps, wie ihr den Kontakt zumindest minimieren könnt:

Übrigens beim Einkauf von Plastikprodukten auf den Zusatz „BPA-frei“ zu achten, löst das Problem nur bedingt, sagt Sabine Henn. Denn wenn stattdessen andere Weichmacher zum Einsatz gekommen sind – was meistens nicht drauf steht – ist das nicht wirklich eine unbedenkliche Alternative.

Die EU und die USA haben die Verwendung von BPA bereits stark eingeschränkt und wollen dies noch weiter tun. Frankreich hat als einziges Land in Europa Bisphenol A in Materialien mit Lebensmittelkontakt bereits komplett verboten.

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