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Nach dem Angriff der Hamas auf Israel entwickelte sich ein Krieg in Nahost. Hier gibt es die wichtigsten News zum Nahost-Konflikt und der Lage im Gazastreifen im Live-Ticker.

Aktuelles zum Krieg im Nahen Osten

Nahost-Krieg Nahost-Liveblog: ++ Österreich gibt Geld für umstrittene UNRWA frei ++

Österreich gibt Mittel für das in die Kritik geratene Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) wieder frei. Im Roten Meer wurde erneut ein Öltanker beschossen. Alle E…

Armee: Leiche von Deutsch-Israelin Shani Louk im Gazastreifen gefunden

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge die Leichen von drei Geiseln im Gazastreifen gefunden. Darunter ist auch die Deutsch-Israelin Shani Louk. Das teilte Armeesprecher Daniel Hagari am Freitag mit. Louk war am 7. Oktober beim Terrorangriff der Hamas in den Küstenstreifen verschleppt und später für tot erklärt worden. Ein Teil ihrer Familie lebt in Baden-Württemberg.

גופותיהם של החטופים יצחק גלרנטר, שני לוק ועמית בוסקילה ז״ל חולצו הלילה (ו׳) במבצע משותף של צה״ל ושב״כ.ממידע מודיעיני מאומת שברשותנו יצחק גלרנטר, שני לוק ועמית בוסקילה ז״ל נרצחו במהלך מתקפת הטרור האכזרית ב-7 באוקטובר בעיקול מפלסים, וגופותיהם נחטפו לעזה על ידי מחבלי חמאס.…

Israel weist Völkermord-Vorwurf vor UN-Gericht zurück

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat Israel den Vorwurf Südafrikas zurückgewiesen, im Gazastreifen Völkermord zu begehen. Der Militäreinsatz in Rafah sei Selbstverteidigung. Ein Vertreter Israels sagte wörtlich, die von Südafrika vorgebrachten Vorwürfe seien eine Verdrehung der Wirklichkeit. Südafrika missbrauche das internationale Recht auf „abscheuliche und zynische Weise“.

Spanien verweigert Schiffen mit Waffen für Israel die Einfahrt

Spanien will Schiffe, die Waffen für Israel an Bord haben, nicht mehr in seine Häfen lassen. Außenminister José Manuel Albares erklärte dazu: „Das Letzte, was der Nahe Osten braucht, sind mehr Waffen. Vielmehr braucht er Frieden.“ Deshalb habe man schon einem Frachtschiff aus Dänemark die Einfahrt verboten, das nächste Woche mit Waffen für Israel anlegen wollte. In Zukunft werde Spanien das in allen Fällen so tun. Im Oktober hatte die Regierung in Madrid die eigenen Waffenexporte nach Israel gestoppt.

Erste Güter erreichen neue Anlegestelle am Gazastreifen

Heute Morgen haben erstmals Lastwagen mit Hilfsgütern eine provisorische Anlegestelle des US-Militärs an der Küste des Gazastreifens erreicht. Die Lkw wurden über den provisorischen schwimmenden Steg an der Küste von Gaza an Land gebracht, teilte Centcom, das Zentralkommando der Vereinigten Staaten, auf der Plattform X mit. Nach Schätzung der USA könnten über den Pier künftig bis zu 150 Lkw-Ladungen pro Tag an Land gebracht werden. Dabei soll es ausschließlich um humanitäre Hilfsgüter gehen, die von einer Reihe von Ländern und Organisationen gespendet werden. Erst gestern war der Pier fertiggestellt worden.

Today at approximately 9 a.m. (Gaza time), trucks carrying humanitarian assistance began moving ashore via a temporary pier in Gaza. No U.S. troops went ashore in Gaza. This is an ongoing, multinational effort to deliver additional aid to Palestinian civilians in Gaza via a… pic.twitter.com/Gdt9Scgq2y

FIFA-Kongress: keine Abstimmung über Ausschluss Israels

Der FIFA-Kongress in Bangkok hat nicht über einen Ausschluss Israels abgestimmt. Einen entsprechenden Antrag des palästinensischen Verbands ließ der Fußball-Weltverband nicht zu. Zuvor hatten beide Seiten emotional über den Gaza-Krieg diskutiert. FIFA-Präsident Gianni Infantino will jetzt ein Gutachten unabhängiger Rechtsberater in Auftrag geben. Am Ende solle der FIFA-Rat, das höchste Entscheidungsorgan des Verbandes, entscheiden.

Debatte im FIFA-Kongress Sanktionen der FIFA gegen Israel? Infantino kündigt Expertengremium an

Der palästinensische Fußballverband hat im FIFA-Kongress Sanktionen gegen Israel gefordert. FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigte eine Untersuchung durch Experten an.

Bericht: 13 Außenminister warnen Israel vor Rafah-Offensive

Die Außenminister von 13 Staaten warnen laut einem Medienbericht Israel in einem Brief vor einer umfassenden Militäroffensive in der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen. Sie fordern außerdem mehr Hilfe für die palästinensische Bevölkerung. Alle G7-Staaten hätten das vierseitige Schreiben laut Süddeutscher Zeitung (SZ) unterzeichnet – bis auf die USA.

In dem Brief an den israelischen Außenminister Israel Katz, den die SZ einsehen konnte, betonen die Minister demnach zunächst das Selbstverteidigungsrecht Israels und verurteilen den Terrorangriff der Hamas und anderer Islamisten vom 7. Oktober. Zugleich fordern sie die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu aber deutlich auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um die verheerende und sich verschlimmernde humanitäre Krise im Gazastreifen zu lindern.

Ebenso verlangen sie dem Bericht zufolge von Israel, alle Grenzübergänge in den Küstenstreifen für Hilfsgüter zu öffnen, einschließlich des Übergangs zu Ägypten in Rafah.

Weitere Hilfslieferungen im Gazastreifen

Nach Angaben der israelischen Armee sind weitere Hilfslieferungen auf dem Weg zur Bevölkerung im Gazastreifen. Demnach haben 365 Lkw mit Hilfsgütern die Grenzübergänge Kerem Schalom und Eretz West passiert. Darunter seien allein 38 Transporter mit Mehl für die Bäckereien des Welternährungsprogramms.

We are expanding our humanitarian aid efforts for Gazan civilians:📍Kerem Shalom and Erez Crossing:365 humanitarian aid trucks entered Gaza today through the Kerem Shalom Crossing operated by the @Israel_MOD , as well as the Erez Crossing in coordination with @cogatonline .… pic.twitter.com/HDdHBTZp1z

Nach Angaben der Vereinten Nationen können die Lieferungen die Not der Bevölkerung aber kaum lindern. Wegen Treibstoffmangels und fortwährender Kämpfe sei es fast unmöglich, die Hilfsgüter innerhalb des Gazastreifens zu verteilen, so das UN-Nothilfebüro OCHA.

Drohne trifft Militärbasis im Norden Israels

Bei einem Vorfall im nördlichen Gazastreifen sind nach Militärangaben fünf israelische Soldaten getötet worden. Israelische Medien berichteten, sie seien durch Beschuss eigener Truppen ums Leben gekommen. Unterdessen gab es weitere palästinensische Angriffe auf Israel. Aus Tel Aviv berichtet Bettina Meier:

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Beitrag von Bettina Meier

Britisches Schiff mit Hilfslieferungen auf dem Weg nach Gaza

Mit fast 100 Tonnen Ausrüstung für Notunterkünfte aus Großbritannien an Bord ist ein Schiff auf dem Weg zum Gazastreifen. Die Lieferung gehöre zu den ersten, die über einen provisorischen Hafen an Land gebracht werden sollen. Es handele sich um 8.400 Notunterkünfte aus Plastikplanen und sei der erste Teil eines britischen Hilfspakets im Wert von zwei Millionen Pfund, teilte das britische Außenministerium mit. Das entspricht ungefähr 2,3 Millionen Euro.

Premierminister Rishi Sunak sprach von einem wichtigen Moment. Es sei aber noch mehr Einsatz nötig.

Deshalb werden wir uns neben der intensiven Arbeit zur Befreiung der Geiseln aus Gaza auch weiterhin darum bemühen, mehr Wege zu erschließen, um lebenswichtige Hilfe zu erhalten - um Menschen in dringender Not zu helfen.

Der provisorische Hafen, der von der US-Marine und der US-Armee gebaut wurde, soll nach britischen Angaben zunächst die Lieferung von rund 90 Lastwagen-Ladungen internationaler Hilfsgüter pro Tag ermöglichen. Bei vollem Betrieb sollen bis zu 150 Ladungen möglich sein.

Israel: Minister gegen Kontrolle in Gaza nach dem Krieg

Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant hat sich zur Zukunft des besetzten Gazastreifens geäußert. Er sprach sich dagegen aus, dass Israel das Gebiet nach Ende des Krieges kontrolliert. Es müsse eine politische Alternative zur Herrschaft der islamistischen Hamas im Gazastreifen geschaffen werden, forderte Gallant vor Journalisten in Tel Aviv.

Ohne eine solche Alternative blieben nur zwei negative Optionen, nämlich eine Fortsetzung der Hamas-Herrschaft oder eine israelische Militärherrschaft, sagte Galant. Es müssten palästinensische Vertreter in Gaza die Kontrolle übernehmen, begleitet von internationalen Akteuren, die eine Regierungsalternative zur Hamas-Herrschaft schaffen, sagte er.

Israels Offensive im Gazastreifen schaffe bereits Ergebnisse, die Hamas sei militärisch schon sehr dezimiert. „Solange die Hamas aber die Kontrolle über das zivile Leben in Gaza bewahrt, kann sie sich wieder neu aufbauen und erstarken, sodass die israelische Armee zurückkommen und kämpfen muss, in Gebieten, in denen sie bereits im Einsatz gewesen war“, erklärte Gallant.

EU dringt auf Ende der Rafah-Offensive

Die Europäische Union hat Israel mit deutlichen Worten aufgefordert, den Angriff auf Rafah zu beenden. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borell erklärte, die Offensive behinderte die Verteilung der humanitären Hilfe im Gazastreifen und führe zu weiteren Vertreibungen, Hungersnot und menschlichem Leid. Sollte Israel den Einsatz fortsetzen, belaste das die Beziehungen mit der EU schwer. Borell sagte, die EU erkenne das Recht Israels an, sich zu verteidigen. Allerdings müsse das im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht geschehen.

Offenbar US-Waffen für eine Milliarde an Israel

US-Präsident Joe Biden hat den Kongress über Waffenlieferungen an Israel von einer Milliarde Dollar informiert. Der Kongress müsse das Paket noch genehmigen, sagte ein Regierungsvertreter laut dem Wall Street Journal. Es handelt sich demnach um 700 Millionen Dollar für Panzermunition und 500 Millionen Dollar für taktische Fahrzeuge. In der vergangenen Woche hatte Biden Israel im Falle einer Großoffensive in der Stadt Rafah im Gazastreifen damit gedroht, die Waffenlieferungen einzustellen.

„Ärzte ohne Grenzen“ schließt Klinik im Gazastreifen

Wegen der israelischen Offensive auf die Stadt Rafah hat die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ eine Klinik im Gazastreifen geschlossen. Die Organisation habe seit Beginn des Krieges systematische Angriffe auf medizinische Einrichtungen und zivile Infrastruktur beobachtet. In diesem Fall seien die verbliebenen 22 Patienten an andere medizinische Einrichtungen überwiesen worden, weil ihre Sicherheit nicht mehr habe gewährleistet werden können.

#Gaza Die Verschärfung der israelischen Offensive in Rafah hat uns dazu gezwungen, die Arbeit im Indonesischen Krankenhaus einzustellen. Die systematische Zerstörung des Gesundheitssystems hat verheerende Folgen für die dort eingeschlossenen Menschen und muss gestoppt werden!

Brisanter Antrag setzt Gaza-Konflikt auf FIFA-Agenda

Der palästinensische Fußball-Verband will beim anstehenden FIFA-Kongress wegen des Gaza-Kriegs Sanktionen gegen Israel durchsetzen.Die Palästinenser werfen Israel den Bruch internationalen Rechts und dem israelischen Fußballverband eine Mittäterschaft vor – Fußballplätze seien zerstört, Spieler und Schiedsrichter getötet worden. Aus Israel heißt es, man wolle vor dem FIFA-Kongress am Freitag Gespräche führen, um eine Abstimmung zu verhindern.

Hamas attackiert Israel wieder mit Rakete

Die palästinensische Terrororganisation Hamas hat Israel erneut mit einer Rakete angegriffen. In der Stadt Aschkelon nördlich des Gazastreifens heulten die Warnsirenen. Israelischen Medien zufolge wurde das Geschoss von der Raketenabwehr abgefangen. Über Verletzte oder Sachschäden gibt es noch keine Angaben.

Das israelische Militär hat unterdessen seine Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Die Zahl der Flüchtlinge aus der Stadt Rafah im Süden des Palästinensergebiets stieg nach UN-Angaben auf fast 450.000. Israel plant dort eine größere Bodenoffensive.

Auch in Gaza: Immer mehr Menschen im eigenen Land auf der Flucht

Immer mehr Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht. Das zeigen aktuelle Zahlen von der Beobachtungsstelle für Binnenvertriebene. Die meisten von ihnen sind im Gazastreifen, Sudan und der Republik Kongo geflohen. Laut der Beobachtungsstelle sind 90 Prozent von ihnen wegen Konflikten und Gewalt geflohen, bei dem Rest waren Katastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben Grund für die Flucht.

USA gehen nicht von Völkermord in Gaza aus

Die US-Regierung geht nicht von einem Völkermord im Gazastreifen aus. Das hat der Nationale Sicherheitsberater, Jake Sullivan, vor Reportern in Washington erklärt. Er betonte zugleich, Israel müsse noch mehr für den Schutz der Zivilisten tun. Die palästinensische Bevölkerung befinde sich in der Hölle. Dessen sei sich Präsident Joe Biden bewusst.

Sullivan bekräftigte auch noch einmal die Haltung der US-Regierung, dass eine Bodenoffensive in Rafah ein Fehler sei. Biden hatte deswegen schon Waffenlieferungen an Israel ausgesetzt.

Internationaler UN-Mitarbeiter im Gazastreifen getötet

Ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen ist im Gazastreifen bei einem Angriff auf sein Fahrzeug getötet worden. Ein weiterer wurde nach Angaben der UN bei dem Vorfall verletzt. Genaue Hintergründe und die Nationalität der Opfer sind noch nicht bekannt. Das Auto, mit dem die Mitarbeiter zu einem Krankenhaus unterwegs waren, sei aber als UN-Fahrzeug markiert gewesen. Seit Beginn des Gaza-Kriegs wurden insgesamt fast 200 palästinensische UN-Mitarbeiter getötet. Der getötete UN-Mitarbeiter ist das erste internationale Opfer, das ums Leben kam.

Today a @UN vehicle was struck in Gaza, killing one of our colleagues & injuring another. More than 190 UN staff have been killed in Gaza.Humanitarian workers must be protected.I condemn all attacks on UN personnel and reiterate my urgent appeal for an immediate humanitarian…

Angehörige der Hamas-Geiseln demonstrieren auch am Memorial Day

In Israel haben Angehörige der Hamas-Geiseln den Gedenktag für die getöteten Soldaten des Landes für weitere Proteste gegen die Regierung genutzt. Viele von ihnen demonstrierten vor Soldatenfriedhöfen, auf denen israelische Minister Reden hielten. Aus Tel Aviv Bettina Meier:

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Nachrichten Angehörige der Hamas-Geiseln demonstrieren auch am Memorial Day

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Bettina Meier berichtet aus Tel Aviv über die Demos von Angehörigen der Hamas-Geiseln.

Gedenktag in Israel Gedenktag in Israel: Sirenengeheul kann die Wut nicht überdecken

Das Gedenken an gefallene Soldaten und Opfer des Terrors soll Israel vereinen. Doch auch am Nationalfeiertag Yom HaZikaron wurden Spannungen deutlich. Die Wut richtete sich gegen …

UN: Kaum Hilfslieferungen für Rafah-Flüchtende

Die Evakuierungsaufforderungen in Rafah im Gazastreifen erschweren nach UN-Angaben den Hilfsorganisationen, dort ihre Lieferungen an die notleidende Bevölkerung zu verteilen. Demnach sind in der vergangenen Woche etwa 360.000 Palästinenser vor der anrückenden israelischen Armee aus der Stadt geflohen. Laut UN-Welternährungsprogramm sind zuletzt zwar 38 Lastwagen mit Mehl in den Norden des Küstengebiets gekommen. Die Grenzübergänge im Süden sind aber geschlossen. Die UN-Mitarbeiter verteilen jetzt Lebensmittel aus letzten eigenen Beständen an die Flüchtlinge aus Rafah.

Netanjahu kündigt erneut Sieg über Hamas an

Am israelischen Gedenktag für die getöteten Soldaten des Landes hat Premierminister Benjamin Netanjahu erneut den Sieg über die Terrororganisation Hamas angekündigt. Während einer Zeremonie in Jerusalem sagte er: „Wir haben dem Feind einen hohen Preis für seine verbrecherischen Taten abverlangt und werden dies auch weiterhin tun.“ Israel werde „die Ziele des Sieges verwirklichen, und im Mittelpunkt steht dabei die Rückkehr aller unserer Geiseln nach Hause“, so Netanjahu.

Prime Minister Benjamin Netanyahu's address to the state ceremony for Remembrance Day for the Victims of Terrorism in Israel and Abroad, at Mt. Herzl in Jerusalem Full remarks >>https://t.co/YGEGmc4buB pic.twitter.com/d4NdfulfRD

Israel öffnet Grenzübergang zum Norden des Gazastreifens

Israel hat einen Grenzübergang zum nördlichen Gazastreifen für Hilfstransporte geöffnet. Nach Angaben der Armee haben schon mehrere LKW mit Mehl aus dem Hafen von Aschdod den Übergang Western Erez passiert. Das Welternährungsprogramm hatte vor einer Hungersnot in der Region gewarnt.

Ägypten will sich Völkermord-Klage gegen Israel anschließen

Ägypten will sich der von Südafrika eingereichten Völkermordklage gegen Israel anschließen. Grund seien die immer heftigeren Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen, teilte das Außenministerium in Kairo mit. Dazu gehörten auch Angriffe auf Zivilisten und die Zerstörung der Infrastruktur in dem Küstengebiet. Das habe zu einer beispiellosen humanitären Krise geführt. Südafrika hatte Israel Ende Dezember vor dem Internationalen Gerichtshof wegen mutmaßlich begangener Verstöße gegen die Völkermordkonvention verklagt. Das UN-Gericht entschied, dass Israel Schutzmaßnahmen ergreifen muss, um einen Völkermord zu verhindern. Israel hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Antisemitismusbeauftragter kritisiert Proteste gegen Israel bei ESC

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Proteste beim Eurovision Song Contest (ESC) im schwedischen Malmö gegen Israel und die israelische Sängerin Eden Golan kritisiert. "Es entspricht einem gängigen antisemitischen Muster, Israelis kollektiv in Haftung für Handlungen ihrer Regierung oder ihrer Armee zu nehmen, die sie oftmals selbst verurteilen", sagte er den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. "Hierunter leidet gerade die progressive israelische Kulturszene bereits jetzt erheblich und sieht sich zunehmender internationaler Isolation ausgesetzt."

Der am Samstagabend zu Ende gegangene Eurovision Song Contest war in diesem Jahr von Protesten gegen die Teilnahme Israels überschattet. In den vergangenen Tagen waren wegen des Gaza-Kriegs Tausende pro-palästinensische Demonstranten in Malmö auf die Straße gegangen. "Dass die Klimaaktivistin Greta Thunberg an den fehlgeleiteten Demonstrationen teilgenommen hat, ist traurig, wenn auch nicht überraschend", erklärte Klein. "Sie sollte sich ebenso wie die Protestierer hierzulande klarmachen, dass sie an absolut falscher Stelle angreift."

Rafah: USA bieten Geheimdiensthilfe an

Die israelische Armee greift die Terrororganisation Hamas nicht nur im Süden des Gazastreifens an, sondern auch im Norden. Der gilt eigentlich als sicher für Zivilistinnen und Zivilisten. Die USA wollen einen Großangriff auf die Stadt Rafah verhindern und haben Israel geheimdienstliche Hilfe angeboten. Das schreibt die „Washington Post“. Das könne dabei helfen, Hamas-Anführer aufzuspüren.

Kämpfe im Norden des Gazastreifens

Neben der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens sind wohl auch Orte im Norden des Gebiets wieder umkämpft. Sie hatten eigentlich als von der israelischen Armee gesichert gegolten. Einwohner berichteten am Vormittag von Kämpfen in Dschabalija und umliegenden Gebieten. Sie seien von israelischer Luftwaffe und Artillerie beschossen worden. Am Freitag hatten Hamas-Terroristen dort fünf israelische Soldaten getötet. Der palästinensische Zivilschutz teilte mit, die Notrufe seien zu zahlreich, um auf alle zu reagieren.

Offensive im Gazastreifen Israel kämpft auch im Norden des Gazastreifens wieder gegen Hamas

Schon vor Monaten hatte Israels Militär das Gebiet im Norden des Gazastreifens für gesichert erklärt. Nun werden erneut Kämpfe gemeldet. Auch die viel kritisierte Offensive im süd…

Biden: Hamas könnte Feuerpause ermöglichen

Im Gazakrieg wäre laut US-Präsident Joe Biden eine Waffenruhe innerhalb eines Tages möglich, wenn die Terrororganisation Hamas ihre Geiseln freilässt. Laut Biden hat Israel das zugesichert. Die USA wollen Israel keine Waffen liefern, sollte das israelische Militär im Gaza-Streifen eine Großoffensive auf Rafah starten. EU-Ratspräsident Charles Michel hat den israelischen Evakuierungsaufruf für Rafah „inakzeptabel“ genannt. Israel solle sich an das humanitäre Völkerrecht halten, so Michel.

Scholz: Israelische Offensive „unverantwortlich“

Bundeskanzler Olaf Scholz warnt die israelische Regierung vor einer Militäroffensive auf die Stadt Rafah im Gazastreifen. Das wäre „unverantwortlich“ sagte er bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Er glaube nicht, dass eine solche Offensive ohne große Verluste möglich sei. Auf eine Frage nach Waffenlieferungen sagte Scholz, die Bundesregierung liefere nur dann Waffen, wenn klar sei, dass sie nicht in völkerrechtlich strittigen Situationen eingesetzt werden könnten. Waffen wie die USA liefere Deutschland ohnehin nicht an Israel.

Weitere Menschen sollen Rafah verlassen

Die israelische Armee hat Bewohner von Rafah aufgefordert, weitere Gebiete der Stadt zu verlassen. Das deutet darauf hin, dass das Militär seine Bodenoffensive dort ausweitet.

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Die israelische Armee hat Bewohner von Rafah aufgefordert, weitere Gebiete der Stadt zu verlassen. Das deutet darauf hin, dass das Militär seine Bodenoffensive dort ausweitet.

Laut israelischer Armee sollen seit Beginn der Woche rund 300.000 Menschen aus dem umkämpften Rafah im Gazastreifen geflohen sein. Sie sollen auf dem Weg in eine der humanitären Zonen an der Küste sein. Israel sieht Rafah als die letzte Bastion der radikalislamischen Hamas. Unter anderem die USA und die UNO fordern von Israel, den Vormarsch abzubrechen.

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