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Autor/in
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer

Seit über einer Woche regen sich Leute über Model Erica Carrington auf. Dabei hat sie es wohl nur gut gemeint.

Eine Trauerzeremonie. Gleich werden wir einen offenen Sarg mit einem Toten darin sehen. Doch zuvor legt Model Erica L. Carrington einen Riesen-Auftritt hin: Zu ziemlich lauter Musik bewegt sie sich im Catwalk zum Sarg.

Am Ende bleibt sie dort stehen und wirft dem Toten eine Kusshand zu. Dann wieder eine etwas exaltierte Geste – Applaus und Abgang. Hier das Video, das sie auf ihrer Seite gepostet hat:

Anfeindungen nach dem Catwalk-Auftritt

Stattgefunden hat das Ganze am 10. November in einem Museum in Newark bei New York. Das Video ist viral gegangen und die Aufregung war groß.

Mehrere Medien und Carrington selbst berichten von Anfeindungen: Wie sie es wagen könne, sich in dieser Weise in den Mittelpunkt einer Trauerzeremonie zu drängen. „Einfach geschmacklos“, finden viele.

Warum der Catwalk zum Sarg? Model Carrington hat gute Gründe

Und doch: Wie so oft lohnt sich ein zweiter Blick. Der Tote ist nämlich der bekannte Modedesigner Vernest Moore. Carrington war für ihn oft auf dem Laufsteg. Auch das graue Kleid, das sie im Video trägt, ist eine Kreation von ihm.

Sie seien gute Freunde gewesen, sagt Carrington. Moore (62) ist Ende Oktober plötzlich nach einem öffentlich nicht näher begründeten Herzstillstand gestorben.

Carrington glaubt: Dieser Walk hätte Moore glücklich gemacht

Neben das Video vom Catwalk hat Carrington geschrieben: „Ich kann nicht glauben, dass das mein letzter Walk für dich ist, deshalb tu ich es einfach nicht.“ Carrington ist sich sicher, dass sie das Richtige getan. Genau so hätte Moore es sich gewünscht, ist sie überzeugt. Auch andere, die Moore gekannt haben, stellen sich jetzt an ihre Seite.

Die Leute haben das falsch verstanden“, schreibt zum Beispiel Userin „Kupami“ auf Instagram zu Bildern von Vernest Moore. „Vernest wollte mit Stil von dannen gehen. Das war viel mehr als ein 'viraler Moment'.“ Moore sei ein „Licht“ in der Mode-Community gewesen. Überall habe er Models und junge Design-Talente entdeckt und gefördert.

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