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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer

Flugreisen werden mitunter teurer, Verkehrssünder trifft es jetzt auch in der Schweiz und auch sonst ändert sich so manches.

Höhere Ticketsteuer im Luftverker

Fliegen ab Deutschland wird im Mai voraussichtlich teurer. Wie im zweiten Haushaltsfinanzierungsgesetz festgelegt, erhöhen sich die Steuerabgaben, die die Airlines pro Fluggast leisten müssen, auf 15,53 Euro bis 70,83 Euro je nach Flugstrecke und Zielort. Diese Erhöhungen könnten die Fluggesellschaften an ihre Passagiere weitergeben.

Einige Fluggesellschaften könnten die Mehrkosten durch die Steuern auf die Passagiere abwälzen – und zwar nachträglich. Ob sie das dürfen? Hier die Antwort von SWR3-Korrespondent Christopher Jähnert:

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Nachrichten Höhere Steuern: Dürfen Fluggesellschaften die Mehrkosten auf Passagiere abwälzen?

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Einige Fluggesellschaften könnten die Mehrkosten auf die Passagiere abwälzen – und zwar nachträglich. Ob sie das dürfen? Hier die Antwort von SWR3-Korrespondent Christopher Jähnert:

Autofahrer können 100-prozentigen Biodiesel tanken

Autofahrer können künftig auch Diesel tanken, der zu 100 Prozent aus Abfallstoffen wie Frittenfett hergestellt wurde. Bislang konnten sie dem herkömmlichen Diesel nur beigemischt werden. Die Neuregelung greift voraussichtlich ab Mai. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.

An einer Zapfsäule steht ein Schild mit HVO 100 Diesel.

Diesel ohne Erdöl: Treibstoff HVO an der Tankstelle

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Auto- und Lkw-Fahrer werden künftig auch Diesel tanken können, der komplett ohne Erdöl hergestellt wurde. Nach dem Bundestag stimmte auch der Bundesrat einer Verordnung der Bundesregierung zu, die den Weg für die Einführung von reinem Biodiesel freimacht.

Neues CO2-Label für Autos

Mit Beginn des neuen Monats endet die Übergangsfrist für die CO2-Label bei Autohändlern. Ab dem 1. Mai muss sich die Kennzeichnung auf die absoluten CO2-Emissionen in Gramm beziehen, der bisherige Bezug zum Fahrzeuggewicht entfällt, wie die Bundesregierung mitteilt. 

Das alte Label war unter anderem vom ADAC kritisiert worden, weil der Verbrauch in Relation zum Gewicht des Fahrzeugs gesetzt worden war. Schwere Autos, die zwar deutlich mehr, aber nicht doppelt so viel verbrauchten wie leichtere Modelle, schnitten dadurch oftmals besser ab. Vom Prinzip erinnert die Kennzeichnung mit den Pfeilen und grünen und roten Balken an bekannte Energieeffizienzklassen, beispielsweise beim Kühlschrank.

Mehr Infos beim Neuwagenkauf

Wer einen Neuwagen kauft, bekommt vom 1. Mai an mehr Informationen beim Händler. Vorgeschrieben sind spezifische Verbrauchs- und Emissionsangaben. Auch ändert sich die Methodik für die CO2-Farbskala: Ein Pkw wird wie bisher von A (grün) bis G (rot) eingeteilt, aber das Gewicht spielt jetzt keine Rolle mehr. Auch die möglichen CO2-Kosten über zehn Jahre müssen ausgewiesen werden.

Bußgelder jetzt auch aus der Schweiz

Deutsche Falschparker oder Raser, die in der Schweiz ein Knöllchen bekommen, werden vom 1. Mai an durch die Bundesrepublik zur Kasse gebeten. Umgekehrt können auch Schweizer Verkehrssünder leichter belangt werden. Die neue Regelung gilt, wenn die Geldforderung insgesamt 70 Euro beziehungsweise 80 Franken übersteigt. Bislang konnten nur Bußgelder aus EU-Staaten in Deutschland vollstreckt werden.

Fahrverbote aus der Schweiz haben indes keine Auswirkungen in Deutschland und gelten nur für die Schweiz, allerdings auch für deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer. Punkte in Flensburg gibt es für Verkehrsverstöße in der Schweiz nicht. Auch Schweizer, die in Deutschland aufgefallen sind, können in Zukunft in ihrem Heimatland belangt werden. (Hier findet ihr weitergehende Infos vom ADAC.) Und hier noch ein paar Gags von der SWR3 Comedy zum Thema:

Polizeikontrolle

SWR3 Comedy Der große Bußgeldvergleich

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Interessanter Vorschlag aus Brüssel – künftig sollen grobe Verkehrsverstöße auch grenzübergreifend direkt geahndet werden können. Bei Nicht-EU-Ländern ist es etwas anders.

DB-Streckenagent wird eingestellt

Die Deutsche Bahn stellt ab 2. Mai ihre App „DB Streckenagent“ ein. Zukünftig wolle das Unternehmen Verbindungssuche, Ticketbuchung und Echtzeitinformation für den Bahnverkehr im „DB Navigator“ bündeln. Beliebte Funktionen aus dem Streckenagenten sollen nach Angaben der Bahn in der Software ergänzt werden. 

Mindestlohn in der Altenpflege steigt

Der Mindestlohn in der Altenpflege wird im Mai weiter angehoben. Für Pflegehilfskräfte liegt er nach Angaben der Bundesregierung ab 1. Mai bei 15,50 Euro, für qualifizierte Pflegehilfskräfte bei 16,50 Euro und für Fachkräfte steigt er auf 19,50 Euro.

Facebook-Mutter Meta will KI-Inhalte kennzeichnen statt sie zu löschen

Hier geht es um Inhalte zu wichtigen Themen, bei denen die Öffentlichkeit in die Irre geführt werden könnte: Der Facebook-Mutterkonzern Meta will Inhalte, die durch Künstliche Intelligenz (KI) generiert wurden, künftig nicht mehr löschen, sondern entsprechend kennzeichnen.

Wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilte, soll die neue Regelung ab Mai gelten. Manipulierte Fotos, Videos und Audiodateien, die nicht anderweitig gegen Regeln zur Veröffentlichung verstoßen, sollen dann mit einem Label "Made with AI" versehen werden. Ein Beispiel für Fakenews per KI:

KI-gestützte Betrugsmasche Deepfake-Video von ZDF-Moderator Sievers: „Das bin ich nicht“

Auf Facebook wurde eine Werbung mit einem Deepfake-Klon von ZDF-Moderator Christian Sievers geschaltet. Der stellt klar: „Das bin ich nicht“ und hat eine Warnung für die Zukunft.

Neue Regeln beim Eurovision Song Contest

Regeländerungen sollen den Wettbewerb am 11. Mai aufregender machen. Dabei geht es unter anderem um die Auftritte der fünf größten Geldgeber, darunter Deutschland. Die sogenannten Big Five werden auch in den beiden Halbfinalen in voller Länge live auftreten. Dennoch sind diese Teilnehmer weiter sicher im eigentlichen Finale.

Am Finalabend werden außerdem die Telefon- und Onlineabstimmung mit Beginn des ersten Auftritts freigeschaltet, sodass man seine Stimme direkt unter dem Eindruck des Live-Erlebnisses abgeben kann.

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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