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AUTOR/IN
Lea Kerpacs
Lea Kerpacs: Website-Redakteurin bei SWR3 (Foto: SWR3, Niko Neithardt)
REDAKTEUR/IN
Barbara Lampridou
Barbara Lampridou (Foto: SWR3)
Saskia Wöhler

Zuhause durch den Wald gurken geht, keine Frage. Es geht aber auch besser: Abwechslungsreiche Parks, super Aussichten und spannende Touren. Hier gibt's Tipps, wo man voll auf seine Kosten kommen kann.

Mountain-Bike-Strecken in Baden-Württemberg

Der erste Mountainbike-Funpark der Region, knackige Anstiege, aber auch moderate Strecken kann man in Baden-Württemberg erleben. Unsere Top 3:

Die drei Löwentrails

Zu leicht ist langweilig, man sollte die Strecke aber schon bewältigen können. Die drei Löwentrails bieten eine gute Mischung an. Zwischen 16 und 30 Kilometern Streckenlänge kann gewählt werden. Für Einsteiger gibt es moderate Trail-Anteile, aber auch der eine oder andere härtere Aufstieg ist dabei.

Eine der Touren gilt als leicht, die beiden anderen als mittelschwer. Eine Strecke ist beispielsweise die „Teufelsloch“-Runde: Sie führt um Bad Boll und Gruibingen. Die schmalen Waldwege führen erst in die Schluchten des Teufelslochs, danach wartet der steile Anstieg. Wer diese Höhenmeter überwunden hat, wird mit einer tollen Aussicht bis weit über das Alb-Vorland belohnt.

Anfahrt zu den Löwentrails

Ein weiterer Vorteil: Die drei Löwentrails sind auch ohne großen Fahrradträger am Auto zu erreichen. Von Göppingen und Kirchheim unter Teck fährt an Sonn- und Feiertagen ein Radwanderbus auf den Reußenstein. Er hält auch an den Haltestellen in Gruibingen, Mühlhausen im Täle und Bad Boll.

Der MTB Fun-Park und Bikepark in Todtnau

Am Rande der Todtnauer Wasserfälle sieht man Mountainbiker stehen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Der Südschwarzwald ist unter Mountainbike-Fahrern bekannt und beliebt. Europaweit zählt er sogar zu den Top 10 Mountainbike-Revieren. Insgesamt gut 7000 Kilometer Strecke kann man hier befahren. Der MTB Fun-Park und Bikepark in Todtnau ist ein Highlight davon und zudem Deutschlands erster Mountainbike-Fun-Park. Er spricht vor allem Downhill-Fahrer an.

Die Empfehlung von SWR3-Redakteurin Barbara Lampridou:

Ich finde die Runde auf den Freiburger Hausberg, den Schauinsland, cool – von Freiburg aus geht's erst an der Dreisam entlang, dann aufwärts. Ein tolles Panorama gibt's hier natürlich auch!

Die Tour ist ungefähr 33 Kilometer lang und mittelschwer. Immerhin warten starke 1300 Meter Höhenunterschied! Besonders ist die Mischung aus Wasser- und Bergpanorama. Außerdem liegt an der Strecke eine Einkehrmöglichkeit; die kann nach dem Anstieg auch nicht schaden.

Zum anderen ist die Runde am Schluchsee interessant – mit 55 Kilometern aber kein kurzer Trail, und ziemlich anstrengend mit über 1700 Höhenmetern. Drei ausgedehnte Anstiege aber immerhin mit moderater Steigung und zwei kurze steile Abschnitte. [...] Da die meisten Anstiege durch den Wald führen und der Schluchsee am Ende der Tour eine angenehme Kühlung verspricht, ist diese Tour besonders im Hochsommer ein echtes Vergnügen. Badesachen nicht vergessen!

Heidelberg: Zwischen Stadt und Natur

Eine Mischung aus Stadt und Natur kann man in Heidelberg erleben. Start ist der Philosophenweg, hoch zum Heiligenberg, mit einer super Aussicht auf die Stadt. Mit 13 Kilometern ist das eine der kürzeren Touren. Wer noch Energie übrig hat, kann aber erweitern: beispielsweise mit einer Runde um Neckargemünd.

Wer etwas Respekt vor den langen Strecken hat, für den ist ein Elektro-Mountainbike vielleicht eine Alternative. Hier erklären wir,, worauf beim Kauf geachtet werden muss:

Kaufberatung von Trekkingrad bis Kinderbike 20 fiese Fallen, die du beim Kauf eines Fahrrads oder E-Bikes kennen solltest

Ein Fahrrad kaufen bedeutet Abstieg in eine krasse Welt: Lieferschwierigkeiten, oft schlechte Beratung und am Ende kaum Wartungstermine. Wir geben Hoffnung und Tipps für einen einigermaßen glücklichen Bike-Kauf.

Mountain-Bike-Strecken in Rheinland-Pfalz: vom Anfänger bis zum Weltcup

In Rheinland-Pfalz kommen die internationalen MTB-Profis beim Weltcup regelmäßig zusammen. Davon sollten sich Anfänger aber nicht abschrecken lassen: Es gibt Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Anstiegen und Highlights, die man auf der Strecke findet.

Mountainbike-Park Pfälzerwald

Das Besondere am Mountainbike-Park Pfälzerwald ist der perfekte Mix aus Steilstrecken und entspannteren Abschnitten. Eine Burgruine und die vielen Pfälzer Hütten an der Strecke eignen sich für eine kleine Pause. Gewählt werden kann zwischen Touren von 20 bis langen 80 Kilometern.

Die lokalen Förster im Pfälzerwald melden aber immer wieder auch Probleme mit Offroad-Fahrern. Der Park steuert mit einem ausführlichen Streckennetz gegen, um die Biker durch die legalen Stecken zu lotsen. Außerdem stellt er auf seiner Website nochmal klar, für wen das Angebot gedacht ist:

Unser Angebot richtet sich an Touren-Mountainbiker. Für Enduro- oder abfahrtsorientierte Mountainbiker haben wir kein adäquates Angebot!

Der Trailpark in der Vulkaneifel

Eine der Highlight-Strecken ist die Maar-zu-Maar-Tour. Sie führt 35 Kilometer Vulkanseen hindurch. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Vulkaneifel von oben zu sehen. Eine Genießer-Tour verläuft über den Mäuseberg mit einer super Aussicht über die Maare. Auch im Vulkaneifel-Park gibt’s Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und verschiedenen Längen: 20 bis 60 Kilometer lange Strecken führen durch die Vulkaneifel.

Das Mountainbike-Mekka St. Wendeler Land

Mountainbiker kämpfen sich einen Berg hoch (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa | Fredrik Von Erichsen)

St. Wendel ist international bei Mountainbikern bekannt, denn hier starten immer wieder die großen internationalen MTB-Marathons und Welt-Cups. Auf 300 Kilometern Mountainbikestrecken und insgesamt neun Touren kann man sich auspowern und gleichzeitig die Natur genießen. Anfänger sollten sich vom Weltcup-Ruf aber nicht abschrecken lassen: Alle Strecken sind gut ausgeschildert und haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Los geht's bei 18 Kilometern, die längste Strecke hat 47 Kilometer.

Ein absolutes Highlight ist die „Knochentour“. Sie trägt ihren Namen zurecht: Sie ist eine anspruchsvolle Strecke mit 45 Kilometern Länge und den meisten Anstiegen in der Region. Knapp 1000 Höhenmeter müssen überwunden werden. Dazu kommen Gefälleabschnitte, für die eine gute Kondition und Ausdauer wichtig sind. Dafür bekommt man abwechslungsreiche Wege und herrliche Aussichten. Sehenswert entlang der Strecke ist zum Beispiel der Schaumberg mit seiner Alm, die sich auch gut für eine Pause eignet. Besichtigt werden können die Blasiuskapelle und Teile der Skulpturenstraße.

Die höchsten Steigungen liegen am Schaumberg. Die gehen auf die Knochen. Man kann die "kleine Strecke" um den Schaumberg aber auch zum Testen als eigene Tour fahren, bevor man sich an die Gesamtstrecke macht. Wer einfach nicht genug bekommt, kann bei Theley auf in Richtung der Primstalsperre Nonnweiler wechseln, oder an der Skulpturenstraße weiter anderen ausgeschilderten Strecken folgen. Die Übersicht über alle Strecken gibt es auf der Webseite des Bostalsees.

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