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Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Es ist heiß, zu heiß. Damit die Menschen in Deutschland gefühlt nicht alle kollabieren, hat sich Gesundheitsminister Lauterbach mit Experten getroffen und einen Plan geschmiedet.

Kaum jemand, dem die Hitze derzeit nicht zu schaffen macht. Und trotz der konstant hohen 30 Grad im Juni wird es im Juli und August wahrscheinlich noch heißer. Damit der Sommer für Menschen nicht zur Gefahr wird, haben Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Experten einen Hitzeschutzplan für Deutschland aufgestellt.

Lauterbachs Ideen für den Hitzeplan

Der Hitzeplan sieht vor, dass vor allem Kinder, ältere und kranke Menschen gut durch die extremen Hitzeperioden kommen. Es gibt Vorschläge für Kitas, Pflegeheime und Krankenhäuser, um besser reagieren zu können, aber auch Tipps für Gemeinden und Kommunen. Die findet ihr auf der Website hitzeservice.de. Es gibt Infos zum richtigen Lüften, zu Sonnenschutz, Trinkwasser, oder auch zu angepassten Arbeitszeiten. Lauterbach kündigte an, dass die Verbesserungen beim Hitzeschutz in diesem Sommer umgesetzt sollen.

Wie in Frankreich soll es unterschiedliche Schweregrade einer Hitzewelle geben – je nach Temperaturen und Luftfeuchte. Sind die erreicht, sollen konkrete Maßnahmen eingeleitet werden. Vorab sollen in Zusammenarbeit mit dem deutschen Wetterdienst (DWD) Hitze-Warnungen über Radio, Fernsehen oder per App und SMS rausgegeben werden.

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Was Städte in SWR3Land gegen Hitze tun

Dauer

Jedes Jahr ein neuer Hitzerekord in Deutschland. Die Bundesregierung hat den Plan, die Hitze künftig besser zu managen. Ein Hitzeschutzplan soll her. Was tun die Städte in SWR3Land jetzt schon ganz konkret gegen die Hitze?

So wappnen sich Städte in BW und RLP gegen Hitze

Viele Städte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben bereits einen Plan, wie sie mit der großen Hitze umgehen. Denn: Die heißesten Städte in Deutschland sind in SWR3Land, allein letztes Jahr kamen 7 der 10 heißesten Städte aus dem Südwesten. Mit dabei sind unter anderem Waghäusel, Bad Bergzabern, Freiburg und Mannheim.

Freiburg und Heidelberg arbeiten aktuell an einer „kühlen Karte“, auf der Trinkwasserbrunnen, offene Kirchen und klimatisierte Museen eingezeichnet sind. In Karlsruhe gibt es solche Pläne schon.

Karlsruhe

Trinkbrunnen und Auffüll-Stationen Hier können Sie in Karlsruhe kostenlos die Wasserflasche auffüllen

Viel trinken ist wichtig, aber Wasser ist nicht immer zur Hand. In den nächsten Supermarkt rennen ist aber nicht immer nötig - zumindest nicht in Karlsruhe.

SWR4 BW aus dem Studio Karlsruhe SWR4 BW aus dem Studio Karlsruhe

Die Stadt Mannheim und die Rhein-Neckar-Region sind noch einen Schritt weiter. Dort gibt es schon seit letztem Sommer einen Hitzeaktionsplan:

Mannheim

Temperaturen bis an die 40 Grad Hitzewelle in Mannheim und der Region - was tun Stadt, Pflegeheime und Tierbesitzer?

Die Temperaturen in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region könnten auf bis zu 40 Grad steigen. Die Stadt will die Menschen mit einem Hitzeaktionsplan schützen.

Auch einige Städte in Rheinland-Pfalz haben sich bereits vor dem bundesweiten Hitzeschutzplan mit dem Hitze-Problem beschäftigt – zum Beispiel Mainz, Speyer, Kaiserslautern oder Koblenz. Bei SWR Aktuell gibt es einen Überblick:

Rheinland-Pfalz

Brunnen, Schattenplätze, Luftschneisen Pläne gegen Hitze - das tun die Städte in RLP

In den Städten soll es kühler werden und Menschen besser vor Hitze geschützt werden. Die Bundesregierung arbeitet an einem nationalen Hitzeschutzplan. Auch RLP hat schon reagiert.

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

Unsere Quellen

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

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