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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt

In Vancouver liegen an einigen Zebrastreifen jetzt Ziegelsteine aus Schaumstoff. Die Aktion war eigentlich nur als Aprilscherz geplant, hat aber offenbar großen Erfolg.

Die Initiative „Vision Zero Vancouver“ hat die Steine an die Zebrastreifen im Stadtteil Granville Island gebracht. Auf beiden Seiten der Straße stehen Schilder mit einer Erklärung, wie man sie benutzen soll:

  • Man nimmt einen Schaumstoff-Stein aus dem Korb.
  • Dann geht man auf dem Zebrastreifen über die Straße.
  • Dabei winkt man mit dem Stein den Autofahrern zu.
  • Auf der anderen Seite angekommen, legt man den Stein wieder zurück in den Korb.

Bold brick-waving vision zero campaign expands to another Vancouver crossing.https://t.co/A0WxH5CWRj pic.twitter.com/NDVPo0CNNt

Mit Fake-Steinen auf den Zebrastreifen: Ein Aprilscherz mit ernstem Hintergrund

Das klingt nicht nur nach Aprilscherz – es war auch einer! Die Initiative hatte am 1. April ein Video zu der Aktion gepostet.

We got tired of waiting for our local leaders to act 😴So we're introducing our new pedestrian safety pilot: BRICKS (TM)! 🧱Thanks to @nicthedoor & @aboutherevideos for creating this video for us! pic.twitter.com/I1Nb593Mw9

„Es sollte ein Witz sein, aber dahinter steckt eine ernste Botschaft“, erklärte ein Mitarbeiter der Initiative im Interview mit dem TV-Sender CBC. „Vision Zero Vancouver“ will damit nämlich auf die Verkehrssicherheit von Fußgängern aufmerksam machen – damit gibt es nach Angaben der Organisation nämlich in der Stadt und vor allem auf Granville Island Probleme. An vielen Stellen würden Autos zu schnell fahren. Außerdem sei es unübersichtlich, weshalb es für Fußgänger gefährlich sei, die Straße zu überqueren.

Es habe schon mehrfach Versuche gegeben, Fußgänger auf Überwegen mit einer kleinen Fahne für Autofahrer sichtbar zu machen. Das sei aber „unpraktisch, unwürdig und gibt den Opfern die Schuld“, so die Organisation. Deshalb kam ihnen jetzt die Idee mit den falschen Ziegelsteinen.

Es ist super effektiv, wenn [Fahrer] sehen, dass man einen Ziegelstein in der Hand hält – oh ja, ich halte besser an und lasse diese Person gehen. So gibt es dem Fußgänger gewissermaßen die Kraft zurück.

Was bringt die Aktion in Vancouver?

Die Initiative will erreichen, dass es in Zukunft weniger Verkehrstote und -verletzte gibt. Ob die Fake-Steine wirklich dabei helfen können, ist unklar.

Aber: Seit die Steine an den Zebrastreifen liegen, kommen viele Menschen dorthin. Sie wollen selbst sehen, wie Menschen über die Straße laufen und mit den Fake-Steinen winken. Die meisten wollen es auch selbst ausprobieren. Dadurch ist die Sicherheit von Fußgängern in Vancouver zu einem großen Thema geworden.

Die Stadt Vancouver hat auch schon darauf reagiert. Es wurde mitgeteilt, dass die Sicherheit von Fußgängern eine ihrer obersten Prioritäten sei und es werde daran gearbeitet, sie weiter zu verbessern. Eine besonders unübersichtliche Stelle soll jetzt zum Beispiel mit blinkenden Signalen ausgestattet werden, um besser auf Fußgänger hinzuweisen.

Für die Sicherheit mit Steinen winken: Ist das eine gute Idee?

Verkehrsregeln Wer hupt, riskiert seinen Führerschein

Die Ampel springt auf Grün und dieser schnarchende Vordermann fährt nicht los. Was tun? Hupen! Aber ist das erlaubt? Wahllos hupen kann Geld und sogar den Führerschein kosten. Wann man wo hupen darf, erfahrt ihr hier.

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Auch andere Medien und Webseiten können für uns Quellen für News sein. Das sind zum Beispiel Seiten, die sich nur mit einem Themenbereich beschäftigen und deshalb Spezialisten in dem Bereich sind. Für Seiten wie hiphop.de oder raptastisch.net arbeiten zum Beispiel Musik-Journalisten, für Webseiten wie golem.de oder t3n.de Technik-Journalisten.

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