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Martin Thiel
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Judith Schneider
Judith Schneider (Foto: SWR3)

Ob man will oder nicht – gerade im Herbst finden alle möglichen Spinnen einen Weg ins Haus. Aber kann man was dafür, dass man Angst vor Spinnen hat? Und gibt es bei uns giftige Spinnen?

Behauptung 1

Spinnen kommen jetzt häufiger zu uns ins Haus

Stimmt. Es ist Herbst und alle möglichen Spinnen suchen die Wärme. Aber in der Wohnung werden sie von der Hauswinkelspinne schon erwartet und gejagt. Die Hauswinkelspinne ist zugegebenermaßen nicht hübsch, ihr Körper ist einen Zentimeter groß und ihre Beine können eine Spannweite von acht Zentimetern erreichen. Aber sie ist harmlos. Die Hauswinkelspinne fühlt sich übrigens das ganze Jahr über bei uns wohl. Meistens im feuchten Keller, in trockenen Wohnräumen sterben sie.

Behauptung 2

Spinnen sind völlig nutzlos

Falsch. Sie sind unheimlich nützlich für den Menschen, denn sie fangen alle möglichen Tiere, die man im Haus nicht haben will: zum Beispiel Mücken, Fliegen und Kellerasseln.

Behauptung 3

Man kann nichts dafür, dass man Angst vor Spinnen hat

Stimmt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon Babys Angst vor Spinnen haben. Offenbar ist es in unseren Genen abgespeichert. Ob es an den langen Beinen oder dem lautlosen Fortbewegen liegt, weiß man nicht.
Manche Menschen haben sogar krankhaft Angst und bekommen beim Anblick einer Spinne Panik. Das nennt man Arachnophobie. Beruhigend ist aber, dass von den über tausend heimischen Spinnenarten keine einzige einem gesunden Menschen gefährlich werden kann.

Behauptung 4

Spinnen fressen mehr Tiere als die gesamte Menschheit

Stimmt. Alle Spinnen der Welt verspeisen jährlich 800 Millionen Tonnen Beutetiere. Wir Menschen dagegen essen laut Welternährungsorganisation „nur“ 400 Millionen Tonnen Fisch und Fleisch. Und die Schwarze Witwe köpft ihren Liebhaber nach dem Liebesakt. Sie versaut damit den Ruf der Spinnen, denn andere Liebespaare bleiben nach dem Akt zusammen.

Behauptung 5

In Deutschland gibt es keine giftigen Spinnen

Doch, aber die kommen meist in Pflanzentöpfen aus anderen Teilen der Welt zu uns gereist. Da ist zum Beispiel die Falsche Witwe, die aussieht wie die gefährliche Schwarze Witwe, deren Biss aber nur einem Wespenstich gleicht. Und diese Reise-Spinnen siedeln sich meist nicht an. Ein paar haben es sich lediglich in Gartencentern bequem gemacht, weil dort ein ähnliches Klima herrscht wie in ihrem Herkunftsland.

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