Glatteis hatte den Verkehr in SWR3Land teilweise lahmgelegt. Das Wetter sorgte für Unfälle, Sperrungen & Gefahrenmeldungen – jetzt wird es wieder ruhiger.

Spiegelglatte Autobahnen haben teilweise für ein Verkehrschaos in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gesorgt. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt, der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet nur noch mit wenig Neuschnee.

Rheinland-Pfalz: Verkehr auf den Autobahnen läuft wieder

Die A61 bei Rheinböllen im Rhein-Hunsrück-Kreis ist wieder in beide Richtungen frei. Wegen Glätte war sie am Donnerstag in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden. „Da ist ein kompletter Eispanzer drauf“, sagte eine Polizeisprecher. Weil die Fahrbahn spiegelglatt gewesen sei, hätte es vor allem für Lastwagen kein Vorankommen gegeben, schrieb die Polizei auf Whatsapp.

Auf der A61 in Fahrtrichtung Süden hatte sich laut Polizei Koblenz zwischen Emmelshausen und Kruft ein etwa 50 Kilometer langer Stau gebildet. Die Polizei Mainz hatte dazu aufgerufen, Rettungsgassen zu bilden, da stellenweise weder Rettungskräfte noch Einsatzwagen durchgekommen seine.

Baden-Württemberg: Schwerer Unfall mit vier Verletzten

Bei einem Überholmanöver stießen am Donnerstagabend insgesamt vier Autos und ein Lkw auf der B294 bei Freudenstadt zusammen. Eine Person wurde leicht, zwei weitere Menschen schwer verletzt. Unter den Verletzten war auch ein Kind, das aber ambulant behandelt werden konnte.

>>> Verletzte nach Glatteisunfall <<<#FreudenstadtAuf eisglatter Fahrbahn hat sich am Donnerstagabend auf der B294 bei Freudenstadt ein Unfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen ereignet.https://t.co/TDRDqrzvRu pic.twitter.com/wBg8FKSxgr

Hessen: Tödlicher Unfall und weiterhin gesperrte A5

Wie schon am Mittwoch und Donnerstag ging am Freitagmorgen nichts mehr auf der A5 in Richtung Norden: Mehrere Lkw blockierten auf den glatten Autobahnen die Fahrstreifen. Im Laufe des Tages entspannte sich die Lage. Zwischen Gießen und Alsfeld war die Autobahn seit Donnerstagmittag gesperrt. Ursache ist laut Polizei aber nicht nur die Glätte. Einigen Lastern sei in der Nacht auf Freitag der Treibstoff ausgegangen, weil die Heizung im Lkw gelaufen sei. Manche Fahrer seien zudem nicht losgefahren, weil sie sich an die gesetzliche Ruhezeit hielten.

Auf der Höhe Reinhardshain bei Gießen kam es kurz nach Mitternacht zu einem Auffahrunfall, bei dem ein 50-jähriger Lkw-Fahrer gestorben ist. Nach Polizeiangaben war der Mann fast ungebremst in einen am Stauende wartenden Lkw gefahren. Er starb noch am Unfallort. Der 45-jährige Fahrer des stehenden LKW sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.

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Stillstand auf der A3: 2.000 Menschen sitzen fest

Auch auf der A3 war es in der Nacht auf Donnerstag kritisch. Speziell zwischen Bad Honnef/Linz und Neustadt/Wied ging in beide Fahrtrichtungen gar nichts. Die Autobahnpolizei Montabaur sagte, dass auf der A3 wegen des Winterwetters immer wieder Lkws querstanden oder an den Bergen hängengeblieben sind.

Die Einsatzkräfte schätzen, dass etwa 2.000 Menschen zeitweise auf der Autobahn festsaßen. „Wir haben relativ früh angefangen, Heißgetränke zu verteilen“, sagte Tim Wessel, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Asbach.

Da waren Menschen dabei, die waren einfach froh, dass sie mal einen warmen Kaffee bekommen haben, weil sie schon vier Stunden im Stau standen.

Bei einzelnen Fahrzeugen sei der Kraftstoff ausgegangen oder die Batterie habe versagt. „Da sind die Personen dann in Mannschaftswagen aufgenommen worden, damit sie im Warmen sitzen konnten“, sagte Wessel. Außerdem habe die Feuerwehr ein paar medizinische Notfälle versorgt. „Wir hatten eine Unterzuckerung und eine Panikattacke, wo wir beruhigen konnten“, sagte Wessel. Auch für die Einsatzkräfte selbst habe es warme Getränke gegeben.

Wegen Wetter: Bundesligapartie Mainz 05 gegen Union Berlin abgesagt

Doch nicht nur dem Verkehr macht das Wetter zu schaffen. Auch in der Sportwelt gibt es eine Einschränkung. Die Bundesligapartie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Union Berlin wurde wegen des Wetters abgesagt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) teilte am Donnerstag mit, dass der „Stadionbetreiber die Spielstätte gesperrt“ habe.

Der Grund: Teile der Tribüne sind mit einer Eisschicht überzogen, besonders die Stehplätze. Auch die Anreise sei für die Zuschauerinnen und Zuschauer zu gefährlich, so die DFL. Ein neuer Termin für das Spiel soll zeitnah bekannt gegeben werden.

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