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AUTOR/IN
Dominik Bartoschek
Sara Talmon
SWR3 Moderatorin Sarah Talmon

Durch das Hochwasser in Teilen von Rheinland-Pfalz kann es derzeit zu Problemen mit der Trinkwasserversorgung kommen. Auf was ihr jetzt achten solltet, erfahrt ihr hier.

  • Checken, ob es eine offizielle Trinkwasser Warnung für euer Wohngebiet gibt.
  • Bei Abkochgebot: Leitungswasser abkochen (auch vorm Zähneputzen oder Gemüse waschen).
  • Duschen vermeiden.

Darum kann die Trinkwasserversorgung bei Hochwasser problematisch werden

Ursache 1: In einigen Fällen werden Pumpen der Wasserversorgung überflutet. Sie müssen dann ausgeschaltet und vom Strom getrennt werden, damit es nicht zu Kurzschlüssen kommt. Dadurch kann die Wasserversorgung örtlich zeitweise auch mal komplett ausfallen.

Ursache 2: Durch starken Regen und Überflutungen ist es außerdem möglich, dass Verschmutzungen aus der Umwelt in einzelne Trinkwasserbrunnen hineingeraten – zum Beispiel Darmbakterien oder Kolibakterien. Dann fließt das Wasser zwar weiterhin aus dem Hahn, aber es kann problematisch und gesundheitsgefährdend sein, es zu benutzen.

Wann muss ich Trinkwasser aus dem Wasserhahn in einem Hochwassergebiet abkochen?

Man sollte das Trinkwasser nicht nutzen, wenn es für den entsprechenden Wohnort eine offizielle Warnung gibt. Dafür sind die Gesundheitsämter zuständig, weil sie das Trinkwasser überwachen. Wenn in einem Wohnort eine solche Verschmutzung mit Bakterien festgestellt wird, dann muss das Gesundheitsamt umgehend davor warnen. In der Regel wird es dann ein sogenanntes „Abkochgebot“ aussprechen. Das bedeutet: Das Wasser aus der Leitung sollte vor dem Verzehr abgekocht werden. Praktisch heißt das: Das Wasser einmal sprudelnd aufkochen und danach abkühlen lassen, das überleben die Bakterien nicht. Dann kann das Wasser verwendet werden, um es zu trinken oder damit zu kochen.

Das solltet ihr bei einem „Abkochverbot“ beachten

Betroffene Personen sollten ganz penibel darauf achten, dass jegliches Wasser, dass in den Mund gelangt, und zwar nicht nur zum Trinken, abgekocht ist. Das bedeutet zum Beispiel auch vorm Zähneputzen oder Obst und Salat waschen. Auf das Duschen oder Baden sollte man besser verzichten, denn auch dabei kann Wasser in den Mund kommen. Außerdem können diese Bakterien auch über offene Wunden in den Körper gelangen. Die Waschmaschine oder den Geschirrspüler benutzen, gilt dagegen als unproblematisch. Wem auch das unheimlich ist, muss aber in der Regel gar nicht lange warten, denn meist sind die Wasserversorger sehr schnell damit, die Leitungen durchzuspülen und eventuell auch mit Chlor zu desinfizieren.

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