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Johannes Seiler
Johannes Seiler (Foto: Johannes Seiler)

Wenn es nach der Schufa geht, soll man dieser in Zukunft freiwillig mehr persönliche Finanzdaten geben, um mehr Vorteile zu bekommen. Hier lesen, warum das nicht empfohlen wird.

Die Schufa hat über rund 68 Millionen Menschen in Deutschland Infos über ihre finanzielle Lage. So weiß die Auskunftsstelle über die Eröffnungen von euren Girokonten, Kreditkarten und mehr Bescheid. Wenn es nach Schufa-Chefin Tanja Birkholz geht, soll man dem Unternehmen jetzt freiwillig noch mehr Daten zur Verfügung stellen.

Was passiert mit meinen Daten bei der Schufa?

Doch warum ist der Schufa-Score eigentlich so wichtig? Handyanbieter, Vermieter und andere Unternehmen bei denen ihr etwas auf Raten kauft, checken euren Schufa-Score. Auch wenn ihr euch Geld leiht, spielt die Auskunft eine Rolle. Es wird entschieden, ob ihr den Kredit bekommt oder nicht.

Auch Vermieter können den Schufa-Score checken. Bei der Wohnungsuche sind aber noch andere Dinge zu beachten:

Im Zweifel gibt es laut Birkholz eine Absage für die Verbraucher.

Je mehr man über die finanziellen Rahmenbedingungen eines Menschen weiß, desto besser findet man die Trennlinie, ob jemand den einen oder anderen Vertrag noch bekommen sollte oder nicht.

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Welche Daten möchte die Schufa sammeln?

Wenn man der Schufa also freiwillig seine Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge vorlegt, soll der Score sich verbessern können. Außerdem soll das Unternehmen mit eurem Einverständnis eure „positiven Daten“ länger speichern können. Ab wann genau das möglich sein soll, ist noch nicht klar. Die Schufa prüft aktuell verschiedene Optionen und losgehen könnte es nächstes Jahr.

Wieso kritisiert die Verbraucherzentrale die Schufa?

Bringt das freiwillige Aufbessern etwas? SWR-Wirtschaftsredakteur Christoph Mautes gibt eine Einschätzung und traut dem Braten nicht ganz.

  • Am Ende hängt es davon ab, was die Schufa an Daten bekommt und wie die Daten verwendet werder.
  • ABER: Die Schufa ist eine Firma, die mit Daten Geld verdient
  • Wer der Schufa Einblick in sein Girokonto gibt, der macht sich aus meiner Sicht vor denen komplett nackig
  • Die Verbraucherzentralen kritisieren das Datensammeln der Schufa schon länger
SWR Aktuell Audio (Foto: SWR)

SWR-Wirtschaftsredakteur Christoph Mautes zur Problematik des Schufa-Angebots

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SWR-Wirtschaftsredakteur Christoph Mautes zur Problematik des Schufa-Angebots

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