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Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)

Am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag war es wieder ungemütlich in SWR3Land.

Heftige Unwetter mit Hagel und Starkregen haben in Teilen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in der Nacht auf Donnerstag für Schäden gesorgt. Dabei war keine Region großflächig betroffen – vielmehr tauchten einzelne, extrem starke Gewitterzellen auf, die sich entluden.

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Nachrichten SWR3 Morningshow: Die Unwetter in BW und RLP

Dauer

SWR3-Redakteurin Manuela Rid hat in der SWR3 Morningshow über die Unwetter der vergangenen Nacht in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz berichtet.

Unwetter in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz waren vor allem die Kreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Trier und Koblenz betroffen; außerdem auch Waldfischbach-Burgalben (Kreis Südwestpfalz) und Rheinhessen, hier besonders Bodenheim, Oppenheim und Guntersblum. Bäume stürzten um, Straßen waren im Nu überflutet, Keller liefen voll, die Feuerwehren waren dort im Dauereinsatz.

Auch der Mainzer Hauptbahnhof war betroffen: Wegen einer Stellwerksstörung sind dort zahlreiche Züge ausgefallen oder hatten Verspätung. Die B9 bei Koblenz war wegen eines Hangrutsches kurzfristig in beide Richtungen gesperrt. Inzwischen ist die Bundesstraße aber wieder befahrbar.

Unwetter in Baden-Württemberg

Ähnlich sah es am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag in einigen Gebieten in Baden-Württemberg aus: Unwetterschwerpunkte waren hier Calw, Bruchsal, die Rhein-Neckar-Region und Böblingen. Neben Sturmböen und Starkregen gingen Hagelkörner nieder, die teils handtellergroß waren. Auch über Mannheim blitzte es: „Es sah aus, als hätte der Himmel einen Wackelkontakt“, berichtet SWR3-Hörer Theo.

In Berg (Kreis Ravensburg) schlug ein Blitz in einen Digitalfunkmast ein. Laut Polizei brannte der Funkmast, der für Polizei, Behörden, Mobilfunk und Radioprogramme genutzt wird, komplett ab. Es kommt auch zu Sendeausfällen in SWR-Programmen im Raum Weingarten.

Wegen Unwetterschäden war auch der Bahnverkehr seit Donnerstagabend beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass die Strecke zwischen Ulm und Augsburg nach einem Unwetter mit Sturmböen derzeit blockiert ist. Zwischen Günzburg und Augsburg sei ein Baum auf die Gleise gefallen. Es kam zu Umleitungen und Zugausfällen zwischen Stuttgart und Augsburg. Inzwischen ist die Strecke wieder frei.

Unwetter flutet Flughafen Frankfurt

Am Flughafen Stuttgart war für wenige Minuten der Flugbetrieb unterbrochen, wie ein Polizeisprecher sagte. „Das ist ein ganz üblicher Vorgang bei so einem Gewitter.“ Stärker war der Frankfurter Flughafen betroffen.

Schweres #Gewitter am #frankfurtairport. Starke #regenfälle haben das Vorfeld überflutet. Der Flugverkehr war eingestellt.#frankfurt #flughafen #regen #Unwetter #flugzeug #airport #wind pic.twitter.com/8sQtVUBFRs

Über Frankfurt hatte es am Mittwochabend so stark geregnet, dass sich auf dem Vorfeld große Wassermengen gesammelt hätten, sagte ein Sprecher. Zahlreiche Flüge wurden deshalb gestrichen, konnten nicht rechtzeitig abheben oder mussten zu anderen Flughäfen umgeleitet werden.

Tonight at @Airport_FRA after severe thunderstorms caused heavy flooding #Lufthansa #Frankfurt pic.twitter.com/k0NxFxCMde

Die Bodenabfertigung sei für zwei Stunden komplett eingestellt worden, teilte ein anderer Sprecher mit. 34 Flugzeuge hätten am Mittwochabend wegen der späten Wiederaufnahme nicht mehr abheben können. Einige Airlines strichen selbst Flüge. Auf der Website des Flughafens waren rund 70 Flugstreichungen bis zum Beginn des Nachtflugverbots vermerkt. 23 geplante Ankünfte seien wegen des Nachtflugverbots auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Der Frankfurter Flughafen schätzt, dass eine vierstellige Passagieranzahl betroffen war.

Aktuell am Flughafen Frankfurt @Kachelmannwettr @Airport_FRA pic.twitter.com/YuQYHLW2yF

Der Airport warnte davor, dass die Wetterbedingungen der Nacht auch noch Auswirkungen auf den Flugbetrieb am Donnerstag haben könnten. Passagiere sollten sich deshalb bei ihrer Fluggesellschaft informieren und 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen sein.

Unsere Quellen

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Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist der nationale zivile meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland. Er erbringt meteorologische Dienstleistungen – zum Beispiel die Wettervorhersage – für die Gesellschaft und Wirtschaft. Dazu gehören zum Beispiel die Schifffahrt, die Landwirtschaft oder die Wissenschaft.

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