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Mirja Raff
Mirja Raff (Foto: SWR3)
Sandra Tiersch
Sandra Tiersch (Foto: SWR3)
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Wie ihr in der Erkältungszeit gesund bleiben könnt, wie ihr euch am wirksamsten gegen Grippe schützt und welche Hausmittel im eingetretenen Notfall gut helfen, erfahrt ihr hier.

Grippe oder Erkältung: Wie schütze ich mich vor Ansteckung?

  • richtiges Händewaschen
  • Händeschütteln vermeiden
  • viel frische Luft: Spaziergänge oder wenigstens gut Lüften
  • gesunde Ernährung
  • Kräutertees trinken
  • erkältete Personen sollten in die Armbeuge niesen
  • Tastaturen regelmäßig putzen

Grippe bzw. Influenza – Was ist das eigentlich?

Der Name Influenza stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Einfluss“. Die echte Grippe – nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt – ist eine akute Erkrankung der Atemwege und verläuft meist heftiger als eine Erkältung. Mitunter kann eine Grippe lebensbedrohlich sein, wenn es zum Beispiel zu Komplikationen kommt und die Viren eine Lungenentzündung hervorrufen. Jedes Jahr sind andere Erreger „auf dem Markt“. Viren verändern sich nämlich ständig. Wer einmal eine Grippe hatte, ist deswegen nicht immun, sondern kann sich im immer wieder mit Grippe anstecken. Aus diesem Grund muss auch der Impfstoff jedes Jahr aufs Neue auf den aktuellen Erreger angepasst werden. Am Gefährlichsten sind übrigens Typ A-Viren. Diese waren zum Beispiel für den Ausbruch der Vogelgrippe oder der Schweinegrippe verantwortlich.

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Wie wird Influenza übertragen?

Schon die kleinsten Tröpfchen reichen, um uns flach zu legen. Grippeviren sind sehr ansteckend. Zum Beispiel werden sie übertragen, wenn jemand hustet, niest oder ihr einem Erkrankten die Hand gebt. Schon in der ausgeatmeten Luft tummeln sich Erreger. Grippeviren haften sich auch an Treppengeländer, Türklinken oder Telefonhörer und dringen beim Anfassen über die Schleimhäute in den Körper. Deswegen ist es im Winter nochmal wichtiger, sich gründlich die Hände zu waschen und einen Abstand von bis zu 70 Zentimeter zu anderen Menschen einzuhalten.

Haben es die Viren dennoch geschafft, in unseren Körper zu gelangen, spürt man die ersten Beschwerden schon recht schnell nach ein bis zwei Tagen. Typisch für die Influenza ist, dass die Erkrankten sich ganz plötzlich stark krank fühlen und Fieber, Halsschmerzen und einen trockenen Husten bekommen. Oft kommen auch Gliederschmerzen hinzu und man will nur noch ins Bett. Bei einem unkomplizierten Verlauf liegt man in etwa eine Woche lang flach. Es kann aber auch durchaus sein, dass die Beschwerden langwieriger sind. In seltenen Fällen kann eine Grippe-Infektion mit ganz leichten Beschwerden verlaufen. Übrigens: Habt ihr euch erstmal angesteckt, seid ihr bereits am Tag vor Beginn des Krankheitsausbruchs ansteckend und bis ca. eine Woche nach Auftreten der ersten Beschwerden.

Wie kann ich mich vor Grippe schützen?

Experten sagen, dass der effektivste Schutz eine Impfung ist, auch wenn sie nicht zu hundert Prozent vor der Erkrankung schützt. Am besten impft ihr euch in den Monaten Oktober und November. Es dauert etwa zwei Wochen, bis der Schutz wirkt und meistens beginnt eine Grippewelle im Winter nach dem Jahreswechsel. Warum das so ist, können selbst Experten nicht so genau beantworten. Laut Robert-Koch-Institut sind Influenzaviren bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler. Die trockene Luft im Winter macht auch die Schleimhaut der oberen Atemwege anfälliger für eine Infektion. Hinzu kommt, dass wir im Winter meist kein so gutes Immunsystem haben. Ein weiterer Grund könnte sein, dass wir uns länger mit anderen Menschen in beheizten Räumen aufhalten. Impfen kann man sich aber auch noch im Januar oder Februar.

Für wen empfiehlt sich die Grippe-Impfung?

Die ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung:

  • für alle Personen ab 60 Jahren,
  • für Schwangere (Erfahrungen zeigen, dass Schwangere bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben),
  • für Personen mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma (auch diese Personen haben ein erhöhtes Risiko, schwere oder tödliche Krankheitsverläufe zu entwickeln),
  • für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen,
  • für Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko wie medizinisches Personal,
  • für Personen in Einrichtungen mit starkem Publikumsverkehr.

Natürlich können sich auch alle außerhalb dieser „Risikogruppen“ impfen lassen. Am besten ihr besprecht das mal mit eurem Arzt. Oft bieten auch Firmen eine Influenza-Impfung an, um damit einem eventuellen Arbeitsunfall vorzubeugen. Säuglinge sollten besser nicht geimpft werden. Die Impfung eignet sich für Kinder ab sechs Monaten. In der Regel bekommen Kinder im Alter von sechs bis 36 Monaten die halbe Erwachsenendosis gespritzt.

Mich hat es erwischt – und jetzt?

Ab ins Bett mit euch. Bettruhe und viel Schlafen ist jetzt das Wichtigste. Verschwitze Klamotten öfter mal wechseln. Ein Teller mit Leitungswasser auf der Heizung hilft, dass die Luft im Raum nicht ganz so trocken ist. Kontakt zu anderen Menschen solltet ihr möglichst vermeiden und das Krankenzimmer immer wieder durchlüften. Versucht so wenig wie möglich eure Augen, euren Mund oder eure Nase zu berühren und nehmt viel Flüssigkeit zu euch. Am besten eignet sich Pfefferminz- oder Kamillentee. Schwarzen Tee und Kaffee solltet ihr eher vermeiden. Antibiotika sind wirkungslos bei einer echten Grippe. Gegen Glieder-, und Kopfschmerzen können Schmerzmittel helfen. Auch diverse Hausmittelchen versprechen Linderung: Inhalieren hilft den angeschwollenen Schleimhäuten der oberen Atemwege, eine Hühnersuppe tut gut und Wadenwickel sind gut gegen das Fieber. Mit Salbeitee oder Salzwasser gurgeln hilft gegen Halsschmerzen.

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