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SWR3, Maximilian Pollux, Roman Lemke, Nina Workhard
Steffi Lingscheidt
Steffi Lingscheidt (Foto: privat)
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Sandra Tiersch
Sandra Tiersch (Foto: SWR3)
Der Gangster, der Junkie und die Hure - Maximilian Pollux, Nina Workhard und Roman Lemke stehen vor einem Sarg (Foto: SWR3)

Der Gangster, der Junkie und die Hure Erste sexuelle Erfahrung mit einem Jungen

Dauer

Romans erste sexuelle Erfahrung läuft anders als erwartet. Bis jetzt hat er darüber – außer mit seiner Frau – mit niemandem gesprochen. Die eigentliche „Leiche im Keller“ für ihn ist, wie er danach mit diesem Erlebnis und dem Thema Homosexualität umgegangen ist.
Roman wächst in Berlin Tempelhof auf, ein hartes Pflaster für den schmalen 12-jährigen mit der dicken Brille. Nach der Schule flüchtet er vorm Stiefvater und dem Stress zu Hause und ist viel bei seinem besten Freund Duc zu Hause. Bei der vietnamesischen Großfamilie fühlt er sich wohl, sie zocken ab und zu auf der Konsole im Wohnzimmer. Bei einer Übernachtung am Wochenende kommt Duc ihm überraschend näher. Eigentlich ein schönes und spannendes Erlebnis. Doch am nächsten Tag befindet sich Roman wieder in seiner von toxischer Männlichkeit geprägten Welt und geht in Abwehrhaltung. Ab da will er der harte Junge von der Straße sein, lässt sich von der Homophobie in Hip-Hop-Texten mitreißen und beleidigt selbst queere Menschen.
Maximilian und Nina steuern ihre Erfahrungen bei und gemeinsam versuchen sie zu ergründen, woher die Ablehnung und Feindlichkeit gegenüber Homosexualität kommt.
Ein Umdenken findet bei Roman statt, als er beginnt, in der Beauty-Branche zu arbeiten und Leute kennenlernt, die offen homosexuell, bi und transgeschlechtlich sind. Sie werden Freunde. Damals erkennt er, dass er lange unfair war. Jetzt er hat den Mut gefunden, darüber zu sprechen, seine Leiche ans Licht zu holen und sich nun offen gegen Queerfeindlichkeit auszusprechen.
Schreibt uns unter gjh@swr3.de
Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueber-diskriminierung/diskriminierungsmerkmale/geschlecht-und-geschlechtsidentitaet/geschlecht-und-geschlechtsidentitaet-node.html
Lexikon der kleinen Unterschiede: https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/geschlechtliche-vielfalt-trans/245426/lsbtiq-lexikon/
Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

Romans erste sexuelle Erfahrung läuft anders als erwartet. Bis jetzt hat er darüber – außer mit seiner Frau – mit niemandem gesprochen. Die eigentliche „Leiche im Keller“ für ihn ist, wie er danach mit diesem Erlebnis und dem Thema Homosexualität umgegangen ist.

Roman wächst in Berlin Tempelhof auf, ein hartes Pflaster für den schmalen 12-jährigen mit der dicken Brille. Nach der Schule flüchtet er vorm Stiefvater und dem Stress zu Hause und ist viel bei seinem besten Freund Duc zu Hause. Bei der vietnamesischen Großfamilie fühlt er sich wohl, sie zocken ab und zu auf der Konsole im Wohnzimmer. Bei einer Übernachtung am Wochenende kommt Duc ihm überraschend näher. Eigentlich ein schönes und spannendes Erlebnis. Doch am nächsten Tag befindet sich Roman wieder in seiner von toxischer Männlichkeit geprägten Welt und geht in Abwehrhaltung. Ab da will er der harte Junge von der Straße sein, lässt sich von der Homophobie in Hip-Hop-Texten mitreißen und beleidigt selbst queere Menschen.

Maximilian und Nina steuern ihre Erfahrungen bei und gemeinsam versuchen sie zu ergründen, woher die Ablehnung und Feindlichkeit gegenüber Homosexualität kommt.

Ein Umdenken findet bei Roman statt, als er beginnt, in der Beauty-Branche zu arbeiten und Leute kennenlernt, die offen homosexuell, bi und transgeschlechtlich sind. Sie werden Freunde. Damals erkennt er, dass er lange unfair war. Jetzt er hat den Mut gefunden, darüber zu sprechen, seine Leiche ans Licht zu holen und sich nun offen gegen Queerfeindlichkeit auszusprechen.

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Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de

Lexikon der kleinen Unterschiede: https://www.bpb.de

Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis

Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

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