Stand
AUTOR/IN
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Die Gewinnerfotos des Londoner Natural History Museums sind immer ein Erlebnis. Der diesjährige Sieger liegt schon zum zweiten Mal auf Platz 1.

Er ist ein lebendes Fossil und viele würden sagen, er sei wunderschön: Der erste Platz beim Foto-Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year des Londoner Natural History Museum ist in diesem Jahr für die Aufnahme eines Pfeilschwanzkrebses vergeben worden – eine Art, die seit über 150 Millionen Jahren durch unsere Meere schwimmt.

Congratulations Laurent Ballesta, Wildlife Photographer of the Year for the second time 🏆 The tri-spine horseshoe crab has survived more than 100 million years but now faces habitat destruction and overfishing for food and for its blue blood, used to develop vaccines. #WPY59 pic.twitter.com/ikDxcgPJnw

Der harmlose Unterwasser-Verwandte von Spinnen und Skorpionen schwimmt auf dem Siegerfoto nah am Meeresboden und wird von drei kleinen Goldmakrelen begleitet. Auch der Panzer des Japanischen Pfeilschwanzkrebses schimmert golden.

„Letzter Atemzug“: Foto von gestrandetem Orca ebenfalls unter den Gewinnern

Doch auch die anderen Bilder sind faszinierend. „Letzter Atemzug“ heißt das traurige Foto eines Orca, das auf diesem Tweet zu sehen ist. Es zeigt einen gestrandeten Orca in Neuseeland, der im Sterben liegt.

Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr auch die anderen Gewinnerfotos. Sie zeigen Spinnen, einen Tapir im dunklen Urwald, aber auch erschütternde Bilder von gewaltigen Umweltzerstörungen:

Winners of Wildlife Photographer of the Year 59 were announced during an awards ceremony at @NHM_London.Laurent Ballesta won the Grand Title Wildlife Photographer of the Year 2023 for the second time!Check out all the winners of @NHM_WPY 59!🔻🔻🔻https://t.co/dF7udV1kEp

Gewinner Ballesta fand seinen Pfeilschwanzkrebs vor den Philippinen

Aufgenommen hat das Gewinnerbild mit dem Pfeischwanzkrebs der französische Meeresbiologe Laurent Ballesta. Er war vor der Küste der zu den Philippinen gehörenden Insel Pangatalan getaucht, als er auf das Quartett stieß. In diesem Video sieht man ihn bei der Arbeit:

Marine biologist Laurent Ballesta becomes only the second photographer in the competition's history to win twice. He also nabbed the top prize in 2021 for capturing a trio of groupers in the act of spawning. #WPY59 pic.twitter.com/1v9veeH1Yz

„Dieses Foto ist so leuchtend“, sagt die Vorsitzende der Jury, Kathy Moran, zur Begründung für den ersten Preis in diesem Jahr. „Einen Pfeilschwanzkrebs so dynamisch am Leben zu sehen in seinem natürlichen Lebensraum, auf so bezaubernd schöne Weise, war erstaunlich.“

„Riesen-Hering“ taucht aus der Tiefe auf Taiwan: Taucher filmen faszinierende Begegnung mit sterbendem Riesen

Taucher treffen auf einen riesigen, friedlichen Fisch – mit Löchern. Das silbern schillernde Tier ist offenbar von einem Hai angegriffen worden.

Einmal Pfeilschwanzkrebs, einmal Zackenbarsche: Ballesta gewinnt schon zum zweiten Mal

Gewinner Ballesta hat den Preis schon zum zweiten Mal gewonnen. Bereits 2021 war er Sieger in dem Wettbewerb:

Dieses vom Natural History Museum of Creation zur Verfügung gestellte undatierte Foto des Fotografen Laurent Ballesta zeigt ein Trio getarnter Zackenbarsche beim Verlassen einer milchigen Wolke von Eiern und Spermien.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Wildlife Photographer of the Year/PA Media | Laurent Ballesta)
Dieses vom Natural History Museum of Creation zur Verfügung gestellte undatierte Foto des Fotografen Laurent Ballesta zeigt ein Trio getarnter Zackenbarsche beim Verlassen einer milchigen Wolke von Eiern und Spermien.

Pfeilschwanzkrebse leiden unter dem Verlust ihres Lebensraums und weil sie wegen ihres blauen Bluts gefangen werden, das bei Impfstoff-Tests zum Einsatz kommt. Trotz ihres Namens sind sie enger mit Skorpionen als mit Krebsen verwandt.

„Sie könnten das Boot in zehn Minuten versenken“ Greifen Orcas Boote an? Experte glaubt, die Wahrheit zu kennen

Immer wieder zerstören Orcas rund um die Straße von Gibraltar die Ruder großer Boote. Ein Forscher hält alle bisherigen Hypothesen für falsch.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Meistgelesen

  1. Wird Essen gehen jetzt teurer? Mehrwertsteuer-Erhöhung: Wie geht es den Gastronomen damit?

    Nach vielen Diskussionen wurde die Mehrwertsteuer in der Gastronomie zum 1. Januar 2024 wieder auf 19 Prozent angehoben. Wie geht es den Gastronomen damit? Bleiben die Kunden aus?

  2. „Weak In The Knees“ Matt Simons neuer Song läuft in SWR3 und er hört zu 🤩

    Wir haben Matt Simons Song „Weak In The Knees“ in SWR3 gespielt und er hat es in dem Moment im Auto gehört. Wie er darauf reagiert hat, seht ihr hier!