Eule und Lerche kennen die meisten: die Frühaufsteher und die, die bis spät nachts wach bleiben. Aber es gibt noch mehr Schlaftypen. Welcher bist du – und kannst du ihn ändern?

Eine Studie aus den USA liefert ernüchternde Ergebnisse: Nein, es ist sehr unwahrscheinlich, dass du deinen Schlaftyp ändern kannst. Zumindest hat das ein Team aus Wissenschaftlern an der Penn State University herausgefunden, indem es um die 3.700 Menschen über zehn Jahre begleitet hat. Dabei kamen vier Schlafmuster heraus:

  • Gute Schläfer mit optimalen Schlafgewohnheiten
  • Am-Wochenende-Aufholen-Schläfer, die oft unregelmäßig und kurz schlafen – und das an den Wochenenden oder freien Tagen nachholen
  • Nickerchen-Macher (ziemlich selbsterklärend, oder?)
  • Schlaflose, die zu wenig, zu kurz oder gar nicht schlafen, oft Einschlafprobleme haben – und darum tagsüber müde sind

Schlaftypen lassen sich schwer ändern

Laut Studie haben über die Hälfte der Befragten eines der letzten beiden Schlafmuster – nicht gerade optimal. Vor allem, weil gerade diese Schlafmuster besonders schwer zu ändern sind. Unmöglich ist es aber nicht, so der Teamleiter der Studie: „Wir müssen die Öffentlichkeit mehr über guten Schlaf informieren. Es gibt Verhaltensweisen, mit denen alle ihren Schlaf verbessern können, zum Beispiel das Handy nicht im Bett zu benutzen, regelmäßig Sport zu betreiben und am späten Nachmittag Koffein zu vermeiden.“

Was du noch tun kannst, wenn du Schlafprobleme hast:

Und was haben jetzt Tiere mit Schlaf zu tun?

Die Studie der Penn State bestätigt in gewisser Hinsicht, was der amerikanische Psychologe Dr. Michael Breus vor Kurzem festgelegt hat: die tierischen Schlaftypen Bär, Löwe, Wolf und Delfin. Er hat über Jahre Menschen mit Schlafstörungen behandelt und ihre „innere Uhr“ erforscht.

In SWR3 NOW haben sich Nicola Müntefering und Sabrina Kemmer diese Schlaftypen genauer angeschaut:

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Schlaftypen Welcher Schlaftyp bist du?

Dauer

Eule und Lerche kennt jeder – die Frühaufsteher und die, die bis spät in die Nacht wach bleiben. Aber es gibt noch viele weitere Schlaftypen.

Schlaftypen: Lerche und Eule – waren mal

Für Dr. Breus ist die Einteilung in die frühen Vögel – also die Lerchen – und die Eulen, die lange wach bleiben, nicht ausreichend. Es gibt noch so vieles dazwischen, sagt der Schlaf-Experte. Er hat sich vier weitere Schlaftypen überlegt:

  • 🐻​ Der Bär braucht sehr viel Schlaf, schläft aber auch sehr gut. Er folgt dem klassischen Rhythmus der Sonne: Bei Sonnenaufgang wird er wach, wenn es am Abend dunkel wird, zieht er sich zurück. Das Energielevel des Bären ist relativ stabil über den Tag hinweg. Er hat aber ein Leistungshoch am Vormittag und ein Tief am Nachmittag. Dieser Schlaftyp kommt am häufigsten vor – er trifft auf rund 55 Prozent der Menschen zu.
  • 🐬​ Der Delfin ist quasi das Gegenteil vom Bären. Er hat einen leichten Schlaf und schläft auch häufig zu wenig. Menschen mit diesem Schlaftypen neigen dazu, während des Schlafs empfindlich auf Licht und Lärm zu reagieren. Sein Leistungshoch hat der Delfin direkt nach dem Aufstehen am Morgen und dann noch mal am Abend. Nur 10 Prozent der Menschen gehören zu diesem Schlaftyp.
  • 🦁​ ​Der Löwe ist ein typischer Frühaufsteher. Direkt nach dem Aufwachen kann es für ihn losgehen, denn er hat sein Hoch am Morgen und am Vormittag. Ab dem frühen Nachmittag sinkt das Energielevel stark. Etwa 15 Prozent der Menschen gehören zu den Löwen.
  • 🐺 Der Wolf steht erst am späten Vormittag auf. Das Leistungshoch liegt beim Wolf direkt am späten Vormittag und dann noch mal Abends. Wenn andere müde werden, dann ist der Wolf wach und kann zum Beispiel konzentriert arbeiten. Mitternacht oder später ist eine übliche Schlafenszeit für Wölfe. Wie beim Löwen gehören etwa 15 Prozent der Menschen zu den Wölfen.

Welcher Schlaftyp bist du?

Und zu welchem Schlaftyp gehören die anderen fünf Prozent?

Die vier Schlaftypen von Dr. Michael Breus decken rund 95 Prozent der Menschen ab. Doch ganz in Stein gemeißelt sind sie nicht. Schlaftypen lassen sich auf einem Spektrum einordnen, sagt der Psychologe. Und: Manche Menschen bewegen sich in einer Grauzone zwischen ihnen. Trotzdem sollen sich auch diese 5 Prozent der Menschen laut Dr. Breus meist einem Schlaftypen mehr zugeneigt fühlen als den anderen dreien.

Du bist ein Delfin? Schlaf einfach nachholen, geht nur zum Teil

Ja, Schlafmangel kann man nachholen. Einen kompletten Ausgleich können wir damit aber nicht erreichen.

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