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Mitten in der Nacht, am Stadtrand von Berlin: In einem ausgebrannten Lieferwagen liegt eine Leiche, grausam entstellt. Ein Fall für die Berliner Tatort-Ermittler Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke). Die beiden haben allerdings nicht nur Freunde unter ihren Kollegen: „Ihr zieht die Leichen an wie Magnete“ müssen sie sich vom Pathologen sagen lassen – und er hat Recht.

Wenig später wird klar: Die Ermittler haben es nicht mit einem Einzelfall zu tun, sondern mit einem brutalen Serienmörder. Insgesamt vier Leichen werden gefunden und alle haben etwas gemeinsam: alle Opfer sind durch künstliche Befruchtung entstanden. Hier zeigt der Tatort – ganz auftragsgemäß – seine gesellschaftliche Relevanz, in Form einer Kinderwunschklinik.

Wer taugt als Serienmörder?

Als Antwort auf diese Frage bietet sich schnell ein Verrückter an, der alle vier Opfer gekannt hat. Er hat im Berliner Untergrund einen Schlüsseldienst, kommt durch jede Tür und überwacht seine potentiellen Opfer, in bester Stasi-Manier. Der Typ ist spooky, bis ganz zum Schluss, so viel steht fest.

Der Tatort ist ein super Schuss

Der Berliner Tatort „Dein Name sei Harbinger“ ist schlichtweg ein super Krimi. Besonders beeindruckend ist, dass es die ganzen 90 Minuten über spannend bleibt. Das schafft diese Ausgabe auch dank seiner tiefen Einblicke in die Berliner Unterwelt – mit seinen U-Bahnen, viele dunklen Tunnel und verwinkelten Ecken. Ein bisschen Tatort-Mystery, die gut zur Story passt. Einziger Schwachpunkt: die oft künstlich wirkenden Dialoge des Kommissar-Duos.

Anna Feil (Carolyn Genzkow) (Foto: rbb/Gordon Muehle)
Anna Feil ermittelt in eigener Sache bei Dr. Stefan Wohlleben, dem Chef einer Kinderwunschklinik. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Blumenverkäuferin Romy hat für Harbinger eine ganz besondere Bedeutung. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Seinen Schlüsseldienst in einem U- Bahnhof öffnet Harbinger nur sporadisch. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Kommissarin Nina Rubin hat Fragen zur künstlichen Befruchtung, die Irene Wohlleben mit ihrer Partnerin Hanneke Tietzsche praktizierte. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Stefan Wohlleben mit seinen Müttern Hanneke und Irene im Hospiz. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Hannke Tietzsche ist bei ihrer Partnerin Irene im Hospiz. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Kommissar Karow versucht Harbinger ins Vertrauen zu ziehen. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Dr. Irene Wohlleben lebt im Hospiz. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Kommissare Rubin und Karow am Tatort, wo die verbrannte Leiche gefunden wurde. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Kommissare Rubin und Karow verfolgen Harbinger in seiner Welt. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
In seiner unterirdischen Welt dokumentiert Harbinger seine gesammelten Beobachtungen. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Kommissare auf Spurensuche im Labor. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Harbinger in seiner Welt der U-Bahn Höfe, Notausgänge und unterirdischen Schächte. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Kommissare Rubin und Karow auf den Spuren des unbekannten Toten. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Die Kommissare Rubin und Karow entdecken einen toten Briefkasten. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Hanneke Tietzsche steht ihrer totkranken Partnerin Irene Wohlleben bei. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Kommissar Robert Karow (Mark Waschke) weiß mit dem Kindchenschema wenig anzufangen. rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Stefan Wohlleben rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen
Anna Feil rbb/Gordon Muehle Bild in Detailansicht öffnen

Was macht der Promi?

Meret Becker spielt ihre Rolle als Kommissarin – genau wie alle ihre anderen Rollen – grandios. Allerdings wie immer etwas vernuschelt. Aber auch alle No-Names um sie herum wirken echt und geben der Story Glaubwürdigkeit. Schauspielerische ist der Tatort ein absolutes Highlight. Dennoch hat auch dieser Tatort ein Problem: Das endlose Genuschel. Es nervt. Das betrifft nicht nur Frau Becker. Oft versteht man die Schauspieler einfach nicht. Das ist anstrengend und lenkt an manchen Punkten von der spannenden Geschichte ab. 4 von 5 Elchen.Einschaltbefehl!

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