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Benedikt Wiehle
Benedikt Wiehle (Foto: SWR3 Das Magazin)
Matthias Kugler
Matthias Kugler (Foto: SWR3)

Taylor Swift zählt zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen der Welt. Gerade wurde sie bei den Grammys für das Album des Jahres ausgezeichnet. Sie hat viele Promi-Freunde und legt sich auch mal mit Spotify oder Donald Trump an. Deshalb nimmt sie jetzt ihre eigenen Song neu auf.

Album des Jahres Folklore: Taylor Swifts Grammy-Rekord

2020 war für Taylor Swift ein sehr kreatives Jahr. Erst veröffentlichte sie überraschend das Album Folklore, dann das Schwestern-Album Evermore. Für ersteres hat sie jetzt den Grammy in der Kategorie Album des Jahres gewonnen. Rekord! Taylor Swift ist die erste Künstlerin, die ihren insgesamt dritten Grammy in dieser Kategorie erhalten hat – drei von insgesamt elf Grammys der Sängerin und Songschreiberin.

Bekannt ist Taylor Swift vor allem für ihre bunten Pop-Hits, die im Radio für gute Laune sorgen. Folklore und Evermore sind ganz anders als all ihre sieben Platten zuvor.

Das Konzept des Albums Evermore ist, dass Evermore in der selben thematischen und ästhetischen Welt existiert wie das Vorgänger-Album Folklore. Für mich sind das zwei Schwestern.

Durch die Pandemie hatte Taylor Swift im vergangenen Jahr viel Zeit, um zu komponieren. So entstanden, zusammen mit dem Indie-Musiker Aaron Dessner von der Band The National und Alternative Singer/Songwriter Justin Vernon, bekannt als Bon Iver, 34 ruhige, akustische und melancholische Songs.

Taylor Swift: Aus dem Wandschrank ins Pop-Business

Mit zehn Jahren gewann Taylor Swift einen Literatur-Wettbewerb mit ihrem Gedicht Monster in meinem Wandschrank. Ihren ersten Plattenvertrag bekam sie mit 14. Zwei Jahre später war sie der neue Star am US-Country-Himmel und hatte ihren ersten Top-40 Hit. Außergewöhnlich war schon damals ihr Talent als Songwriterin. Spätestens 2014, mit dem Album 1989 (ihr Geburtsjahr) und Hits wie Shake It Off oder Blank Space war der Wandel zur neuen Pop-Queen vollendet. Das Album verkaufte sich weltweit zwölf Millionen Mal.

Taylor Swift legt sich an mit Donald Trump und Spotify

Für Michelle Obama ist Taylor Swift eine Ikone der Frauenbewegung, für Donald Trump war sie mit ihren Tweets rund um die US-Wahl eher lästig. Taylor Swift nutzt ihre Popularität, setzt sich ein für die Rechte von Homosexuellen oder die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Sie prangert sexuelle Belästigung und die Ausbeutung ihrer Musikerkollegen an. Für viele junge Sängerinnen ist Taylor Swift ein Vorbild.

Taylor Swift muss sich aber auch immer wieder mir rechtlichen Streitigkeiten auseinandersetzen. Nach der Veröffentlichung ihres Albums Evermore wurde sie Anfang des Jahres vom amerikanischen Evermore-Freizeitpark verklagt, aufgrund von angeblichen Markenrechtsverletzung. Taylor Swift klagte zurück, weil der Park ihre Musik ohne Lizenzen genutzt haben soll. Auch mit dem Streaminganbieter Spotify hat sie sich angelegt – Taylor Swifts Musik war auf der Plattform zwischenzeitlich nicht verfügbar. Um die Musikrechte für ihre alten Alben kämpft Taylor Swift schon seit Jahren.

Um den Streit um ihre Musikrechte hinter sich zu lassen, nimmt Taylor Swift ihre alten Songs jetzt einfach neu auf. Das erste Lied dieses Projekts ist ihr erster Top-5-Hit Love Story – die Geschichte von Romeo und Julia, allerdings mit einem alternativen Ende. Das eigentliche war für Taylor damals einfach zu heftig.

Love Story habe ich geschrieben, als ich 17 Jahre alt war. Der Song drückt Probleme und Ängste aus, die Teenager so haben. Wenn die Eltern einen zum Beispiel nicht auf ein Date gehen lassen. Der Song zeigt auch, was für eine hoffnungsvolle Romantikern ich war – und immer noch bin.

Die neue Version von Love Story hat Taylor Swift mit ihrer Tour-Band aufgenommen, mit den Musikern, die den Song viele Jahre immer wieder live gespielt haben. Teilweise haben aber auch Musiker und Musikerinnen von der Original-Aufnahme mitgewirkt, wie etwa der Geiger oder die Background-Sängerin.

Taylor Swift die Platten-Millionärin

160 Millionen verkaufte Singles, 55 Millionen verkaufte Alben, acht US-Nummer-1-Alben in Folge, elf Grammys, 32 American Music Awards, in den Top-100 der größten Songwriter aller Zeiten. Die Zahlen rund um Taylor Swifts Karriere sind mehr als beeindruckend. Ihr Vermögen wird auf circa 420 Millionen Dollar geschätzt. Angeblich verdient sie täglich eine Million Dollar.

Internationaler Frauentag 2021 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, empics | Isabel Infantes)
Taylor Swift ist eine der „Hardest Working Women“ im Musik-Business und die erste Frau, die es mit über 120 Liedern in die US-Billboard-Hot-100-Charts reingeschafft hat. Aufgestellt hat die Sängerin diesen Rekord mit ihren Alben „Folklore“ und „Evermore“, die sie beide 2020 veröffentlichte. Alle Songs der beiden Alben haben sich in den Charts platziert. Der Künstler mit den meisten Liedern in den US-Charts, nämlich 228, ist der Rapper Drake. empics | Isabel Infantes

Taylor Swifts Promi-Freunde und Liebhaber

Ed Sheeran, Justin Bieber, Camila Cabello, Justin Timberlake oder Ariana Grande gehören zu ihrem engsten Freundeskreis. Mit Calvin Harris, Harry Styles, Jared Leto, Joe Jonas von den Jonas Brothers und natürlich auch mit John Mayer hatte sie eine Beziehung oder eine Affäre. Auf ihrer persönlichen Männer-Hit-Liste stehen auch Hollywood-Stars wie Bradley Cooper, Zac Efron oder Jake Gyllenhal. Zurzeit ist sie mit dem Briten Joe Alwyn zusammen.

Taylor Swifts Songs mit Brendon Urie, Zayn & Co

Auf ihren beiden neuen Alben singt Taylor Swift zusammen mit Bon Iver und der amerikanischen Band Haim. Und auch schon vorher hat Taylor immer schon gerne Songs zusammen mit anderen Künstlern gemacht. Zu ihren Duett-Partnern gehören Brendon Urie von der Band Panic At The Disco, Singer/Songwriter Shawn Mendes, Gitarrist und Sänger John Mayer, Ex One Direction Sänger Zayn und Ed Sheeran.

Taylor Swift die Social Media Queen

80 Millionen Follower bei facebook, 89 Millionen bei Twitter und 151 Millionen bei Instagram. An Taylor Swift kommt in den sozialen Medien niemand vorbei. Ihre Fans nennen sich liebevoll Swifties.

Mehr zu Taylor Swift in den SWR3-Podcast Folgen von What the Pop?!

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